Da hast Du ja einen unschönen Abschluss Deines Urlaubs erlebt, @dasymoni.
Wenn Außenstehende die Fakten aus Deiner Erzählung rausfiltern, bleibt aber festzustellen:
Einzig und allein die Cockpitcrew trägt die Verantwortung für den Flieger und entscheidet, ob sie die Maschine bei Nebel landen oder auf einen anderen Flughafen ausweichen will. Dabei ist es vollkommen unerheblich, zu welchen Entscheidungen möglicherweise die Crews anderer Flieger gekommen sein mögen. Wer sich in ein Flugzeug setzt, sollte sich dieser Tatsache bewusst sein.
In Berlin hat sich Corendon im Grunde doch gekümmert – auch wenn ich aus Deinen Zeitangaben (zweimal 20 Uhr zu offensichtlich unterschiedlichen Zeiten) zugegebenermaßen nicht ganz schlau werde: Zurück nach Leipzig zu fliegen, wäre sicher für alle Beteiligten die beste Lösung gewesen. Nachdem das als unmöglich eingestuft wurde, folgten der Versuch, Busse zu organisieren, danach Übernachtungsmöglichkeiten anzubieten (wobei ich es für zugegebenermaßen unwahrscheinlich halte, dass irgendjemand auf die Schnelle feststellen kann, ob nicht irgendwo in Berlin noch Zimmer frei gewesen wären), und schließlich gab es Deinen Schilderungen zufolge recht zeitnah die Zusage der Kostenübernahme für private Transfers nach Leipzig.
Natürlich ist das Ganze mit größeren Unannehmlichkeiten verbunden. Aber im Rahmen der Möglichkeiten scheint mir Corendon ordentlich mit der Situation umgegangen zu sein.
Noch ein paar Anmerkungen:
Du magst in der Emotion geschrieben haben. Leichter lesbar wäre Dein Beitrag gewesen, wenn dabei nicht ein paar Mal wichtige Satzteile weggefallen wären.
Deine zweimaligen Hinweise darauf, dass Corendon auf Englisch kommuniziert hat, machen deutlich, wie hilfreich es ist, nicht nur die Muttersprache zu beherrschen, wenn man das Heimatland verlässt.
Am Ende einer Urlaubsreise keinen finanziellen Spielraum mehr zu besitzen, um im Notfall einen selbst organisierten Transport nach Hause zu bezahlen (wie Du es von anderen Reisenden geschildert hast), halte ich für leichtfertig.
Warum FTI oder gar HC für etwas wie Nebel über Leipzig die Verantwortung übernehmen sollten, erschließt sich mir nun wirklich nicht.
Eine Bearbeitungszeit von sechs bis acht Wochen für Deinen Antrag auf Rückerstattung der Kosten ist aus meiner Sicht verschmerzbar.
Wie Du aus all dem zu dem Schluss kommst, dass Profit alles ist, was zählt, erschließt sich mir nicht. Denn mit Deinem Flug hat Corendon alles gemacht, nur sicher unterm Strich keinen einzigen Cent verdient.