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Mallorca Inside- Bernats Kolumne

Bernat schreibt hier über "sein Mallorca". Nur Wenige kennen Mallorca so gut wie er- kein Wunder: Bernat war viele Jahre in leitender Stellung in der Touristik auf "seiner Insel" tätig.Bernat weiss wovon er schreibt! Viel Spaß beim Lesen.
75 Themen 294 Beiträge
  • Mehr über Hotelrenovierungen auf Mallorca

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    Letzter Beitrag: von Bernat
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    BernatB
    In einigen Threads sowohl im Mallorcaforum als auch in MALLORCA INSIDE wurden immer wieder Hotelrenovierungen angesprochen. Das generelle Interesse scheint gross zu sein, denn diese Threads sind mit von den meistgelesenen (siehe z. Bs. “Hotel-Projekte/Umbauten/Hoteltrends auf Mallorca”, “Renovierte Hotels in Can Picafort”, “Die neuesten Hotels auf Mallorca”, "Boutique-Hotels in Palma", etc., etc.). Deshalb heute etwas mehr zu diesem Thema. Seit dem neuen Generalgesetz für Tourismus (Ley General Turística) von 2012 wurden bisher auf Mallorca insgesamt 393 Hotels mit einer Gesamtinvestition von € 660 Millionen (Balearen insgesamt € 750 Millionen) renoviert. 250 der betroffenen Hotels kamen dadurch in eine höhere Kategorie. Trotz des aussergewöhnlichen Drucks der Reiseveranstalter die Preise der renovierten Hotels nicht zu erhöhen ist zu erwarten dass die Preise der renovierten Hotels für die Saison 2016 bis zu 20% steigen werden (will heissen: die Preise die die Hoteliers an die Veranstalter für die von denen vertraglich abgesicherten Kontingente weitergeben). Wie sich diese eventuellen Preiserhöhungen in den Preisen der Reiseveranstalter für die Pauschalangebote in den Katalogen wiederspiegeln werden bleibt abzuwarten. Die Hoteliers wollen sich nicht länger dem ‘Mandat’ der Reiseveranstalter beugen wie das meistens in der Vergangenheit der Fall war. Die Zeichen einer angeblich steigenden Nachfrage von allen Aufkommensmärkten (allen voran Deutschland und England, gefolgt von Schweden, der Schweiz, Belgien und Irland) tragen dazu bei dass sich die Hoteliers, was ihre Preispolitik anbelangt, relativ unflexibel zeigen. Seitens der mallorquinischen Hoteliersvereinigung ist zu hören dass “diese wichtigen Investitionen rentabel sein müssen” und dass “ein wesentlich besseres Produkt wesentlich bessere Preise verdient”. Die Unternehmer hätten das Risiko dieser Investitionen nur auf sich genommen weil diese Renovierungen eine bessere Rentabilität zur Folge haben müsse. In der Saison des laufenden Jahres erwarte man eine Steigerung der Auslastung, der Gästezahlen und der Rentabilität, und man gehe davon aus dass im Jahr 2016 die Zahlen sogar noch besser werden. Der aggressive Preiskampf der Konkurrenzländer- bzw. Zielgebiete scheine diesen Trend nicht zu beeinflussen. Aurelio Vázquez (IBEROSTAR), Vertreter der Hotelketten im Vorstand der mallorquinischen Hoteliervereinigung hat wiederholt betont dass sich Investitionen in Renovierungen in der Vergangenheit immer bezahlt gemacht haben.
  • Wanderung zum ”Castell del Rei” (Burg des Königs)

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    Letzter Beitrag: von Bernat
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    BernatB
    Dass es auf Mallorca, und vor allem im Tramuntanagebirge, unzählige Möglichkeiten zu einmaligen Wanderungen gibt dürfte den meisten bekannt sein. Eine der schönsten Wanderungen mit unvergleichbaren Aussichten (Aussicht 1 - Aussicht 2 - Aussicht 3) -  ist die Wanderung zum “Castell del Rei” (Burg des Königs) auf der Privatfinca TERNELLES (Gemeinde Pollensa). TERNELLES st eines der vielen Eigentümer der reichsten, mallorquinischen Familie, der Famile March (unter anderem, Besitzer der BANCA MARCH, der ‘gesündesten’ Privatbank Europas). Auf dieser Finca befindet sich eine kleine Gebetsstätte zu der ein historisch verankerter, “öffentlicher” Weg führt. Seit Jahrzehnten gibt es Prozess nach Prozess, bis in die höchsten Instanzen, jedes Mal mit den entsprechenden Einsprüchen, in denen es um die “Öffentlichkeit” (historisches Wegerecht zur Gebetsstätte) dieses Wegs geht. Die Umweltschützer und Verteidiger “öffentlicher” Wege auf der Insel “nutzen” die Finca TERNELLES um die öffentlichen Rechte zu verteidigen. Man organisert Kundgebungen und Protestaktionen am Tor zur Finca. Man feiert wenn ein Prozess gegen die Familie March gewonnen, man protestiert wenn ein Prozess verloren wird. Das ganze “hin und her” scheint kein Ende zu nehmen. Seit einigen Jahren hat die Familie March und die Gemeinde Pollensa eine Abmachung ‘auf halbem Weg’ getroffen. Man erlaubt den Zugang von maximal 20 Personen pro Tag, die Reservierungen laufen über eine Website der Gemeinde Pollensa. Mit dieser Genehmigung haben die ‘erlesenen’ Zugang zum Weg der zum Castell del Rei führt. Leider ist die Website zum Antrag der Zugangsgenehmigung nur auf mallorquinisch/katalanisch. Deshalb versuche ich hier kurz zu erklären/übersetzen wie man diesen Antrag ausfüllen muss. Im Frühjahr/Sommer ist es unwesentlich einfacher eine Reservierung mit nur ein paar Tagen Vorlauf zu bekommen, im Winter besteht eine grosse Nachfrage und dann kann das schon etwas länger dauern. In den Anweisungen zum Antrag muss man folgendes beachten: Zu allererst nachschauen (Seite bis zum Kalender nach unten skrollen) ob am gewünschten Tag noch Kapazitäten frei sind (disponible=verfügbar) Wenn Kapazitäten frei sind, alle Felder des Antragsformulars ausfüllen (siehe unten) Sobald der Antrag bei der Gemeinde engeht wird dieser per E-Mail bzw. per Fax bestätigt Täglich werden Genehmigungen für máximal 20 Personen erteilt. Erfahrungsgemäss müssen Anträge für sonntags einen Monat im vorhinein gestellt werden. Anträge für wochentags müssen mindestens 48 Arbeitsstunden vorher gestellt werden um genügend Zeit zu haben die Genehmigungen an die Eigentümer weiterleiten zu können Der Zutritt zur Finca ist ab 08.00 Uhr möglich. Bis wieviel Uhr man die Finca wieder verlassen haben muss kommt auf die Jahreszeit an und wird den Betroffenen im Moment des Zutritts mitgeteilt Fahrzeuge sind auf der Finca nicht erlaubt, genauso wenig wie Begleittiere. Zur Klärung irgendwelcher Fragen die Telefonnummer 971 865467 anrufen und nach “Marrosi” fragen. Übersetzung des Antragformulars: Vor- und Nachname Pass-, Ausweis- oder NIEnummer Addresse Stadt Telefon E-Mail Tag des Besuchs: Tag Monat Jahr Anzahl Personen (maximal 20) NACH AUSFÜLLEN AUF “ENVIAR” KLICKEN (Der Besuch ist KOSTENLOS) Das mag alles etwas kompliziert klingen, aber diese Wanderung lohnt sich auf jeden Fall. Die Wanderung hat einen leichten Schwierigkeitsgrad, auf dem Weg zur Burg sind insgesamt ca. 500 Höhenmeter zu bewältigen. Etwa mehr als die erste Hälfte des Wegs führt durch den Wald, der Rest der Strecke ist so gut wie unbewachsen und bietet keinen Schatten. Viel Spass bei dieser Wanderung.
  • Die Mallorquiner (7)

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    Letzter Beitrag: von Frankenstephan
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    FrankenstephanF
    Diese Einstellung ist nicht typisch mallorquinisch, sondern menschlich! Und ich habe die Franken wieder erkannt. Gruß aus Mittelfranken!
  • Schlacht der Mauren und der Christen

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    Letzter Beitrag: von Bernat
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    BernatB
    "Arroz y frijoles" gibt es ausschliesslich in einigen südamerikanischen/karibischen Kneipen, in spanischen/mallorquinischen nicht. Und ob man die da auch "moros y cristianos" nennt kann ich nicht sagen.
  • Feuchtgebiet "Ses Fontanelles"

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    Letzter Beitrag: von Mam62
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    Mam62M
    Sehr interessanter Beitrag, Bernat, Danke.
  • Es Trenc, Strand mit Karibikflair auf Mallorca?

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    Letzter Beitrag: von Waldschrat
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    WaldschratW
    Na,der Tip mit dem Linienbus nach Es Trench ist ja mal ganz große Klasse! Obwohl ich schon seit Jahren Urlaub auf der Insel mache,ist mir das noch nie aufgefallen . Man lernt eben immer noch dazu .
  • Mandelbäume auf Mallorca

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    Letzter Beitrag: von Bernat
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    BernatB
    Im Ausland ist der Mandelbaum auf Mallorca hauptsächlich wegen der Mandelblüte im Winter (Januar/Februar) bekannt. Die Mandelblüte wird teilweise auch der “Schnee Mallorcas” genannt. Paradoxerweise ist es nicht selten dass man während der Mandelblüte gleichzeitig Schnee in den Bergen sehen kann. Schon seit römischen Zeiten gibt es Mandelbäume auf Mallorca, jedoch grossteils als Zierbaum auch mitten in den Ansiedlungen und Dörfern, nie auf grösseren Flächen. Im 18. Jahrhundert machte der Bauer Bernardo Contestí auf seiner Finca in Son Macía den ersten Versuch Mandelbäume zur komerziellen Nutzung zu pflanzen. Aber erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als fast alle Traubenreben durch die Reblaus zerstört wurden (siehe Beitrag Wein/Weingüter auf Mallorca), ersetzte man ca. 30.000 Hektar Reben mit Mandelbäumen die dann im Laufe von 50 Jahren auf bis zu 90.000 Hektar – fast 50% der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche - aufgestockt wurden. Obwohl es auf der ganzen Insel Mandelbaumplantagen gibt, wurden diese überwiegend in der Ebene (Llucmajor, Algaida, Campos, Porreres, Manacor, Santanyí) angelegt. Der mallorquinische Naturforscher Pedro Estelrich hat anfang des letzten Jahrhunderts bis zu 382 verschiedene Sorten Mandelbäume auf der Insel klassifiziert. Wenn man von einem Durchschnitt von bis zu 100 Bäumen/Hektar ausgeht waren auf Mallorca einmal fast 8 Millionen Mandelbäume angeplanzt. Bei einer Produktion von ca. 10Kg Mandeln/Baum (mit Schale) bzw. knappe 3 Kg netto (Kerne), kann man schnell erkennen wie wichtig die Mandelproduktion der Insel einmal war. Das Problem der Mandelbäume ist, dass sie erst nach 5 Jahren anfangen zu tragen, aber der Ertrag bereits nach 25 Jahren rückläufig ist. Nach ca. 40 Jahren sind Mandelbäume nicht mehr rentabel. Das ist der Hauptgrund – ein weiterer sind die durch denTourismus gestiegenen Personalkosten - warum ein Grossteil der noch bestehenden Mandelbäume der Insel nicht mehr abgeerntet wird und die Bäume somit verwahrlosen. Die Preise für Mandelkerne guter Qualität schwanken mit der weltweiten Produktion (in Jahren mit wenig Produktion kann ein Kilo Kerne im Geschäft bis zu 10.-/Kg kosten, in Jahren mit viel Produktion geht dieser Preis bis zu ca. € 4.50/Kg herunter, der Bauer bekommt ca. 30% von diesem Preis). Heutzutage gibt es so gut wie keinen Bauer mehr der auschliesslich von der Mandelproduktion leben kann … leider.
  • Verkehr/Autofahren auf Mallorca

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    Letzter Beitrag: von Loadmaster
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    LoadmasterL
    Ich muss hier mal eine Lanze für die Mallorquiner brechen: Ich persönlich finde Autofahren auf Mallorca sehr entspannend. Je weiter weg von Palma, desto entspannender. Natürlich, Palma ist eine Großstadt, insofern unterscheidet sie sich nicht von Berlin, Düsseldorf, München. D.h.: Staus, keine oder teure Parkplätze sowie mehr Verkehrs-Rowdies pro Kilometer als draussen auf dem Land. Trotzdem, ich finde es stressfreier, durch Palma zu fahren (wenn es sich mal nicht vermeiden lässt), als z.B. durch Frankfurt. Die meisten Besucher Mallorcas werden ihr Auto am Flughafen von Palma abholen und auf die Autobahn nach wohinauchimmer gehen. Ihr werdet Euch wundern, wie entspannt der Verkehr dahinfliesst. Die meisten fahren eher langsamer als die zulässigen 120km/h, und wenn Ihr überholt, kommt keiner von hinten mit 250 angeschossen. Die Autobahn um Palma ist ein Ponyhof im Vergleich zum Kölner Ring ! Ich LIEBE Mallorcas Kreisel. Sie sind überall, oft zweispurig. Wer vorher schon weiss, wo er wieder raus will, kann ohne grossen Geschwindikeitsverlust über die linke Spur einfahren, sich dann langsam -unter steter Beobachtung des rechten Aussenspiegels- nach rechts abfallen lassen, um nach der Ausfahrt wieder zügig Fahrt aufzunehmen. Hat was von Auto-Ballett Obacht: Spanier blinken selten, und wenn dann bei der EINFAHRT in den Kreisel, wer bei der AUSFAHRT blinkt, ist wahrscheinlich Deutscher. So wie ich, ich blinke auch. Landstrassen: Die meisten Landstrassen im Süden und Osten der Insel sind breit und sehr gut ausgebaut. In der Tramuntana im Westen siehts etwas anders aus. Die Strassen sind zwar gut, d.h. asphaltiert und schlaglochfrei, aber kurvig und ENG !!! Dies gilt für die klassische WestrouteAndratx-Banyalbufar-Deia-Pt. de Soller, und ganz besonders für Mallorcas Traumstrassen nach: Port de Valldemossa Sehr eng und sehr steil, nichts für Anfänger. 1 Restaurant, Kieselstrand, freier Parkplatz (der ab mittags voll ist). Cap de Formentor Lang (ca. 20km ab Pt. de Pollensa), eng, aber flache Zwischenstücke 1 SB-Restaurant, freier Parkplatz (der ab 11 voll ist). Sa Calobra Genauso schön aber nicht ganz so herausfordernd wie die vorigen, dafür Busse im Gegenverkehr. Diverse Restaurants, sehr kleiner Kieselstrand, gebührenpflichtiger Parkplatz oberhalb des Orts Noch eine Bitte: achtet beim Autofahren auf RADFAHRER. Sie sind auf Mallorca überall, besonders in der Tramuntana sind Legionen von ihnen unterwegs. Ich weiss, sie nerven manchmal, weil man sie auf den kurvigen Strecken nur schwer überholen kann. Trotzdem: sie haben das gleiche Recht, die wunderschönen Strassen Mallorcas zu nutzen wie wir Autofahrer. Und: sie sind im Konfliktfall immer die Schwächeren. PROTIPPS: -Nicht hupen: Radfahrer haben keinen Rückspiegel, Umdrehen ist für sie bei hoher Geschwindigkeit keine Option. -Vorsicht beim überholen BERGAB, Radfahrer beschleunigen und werden bergab so schnell wie ein Auto - und die nächste Kurve kommt bestimmt. -Lasst Radfahrer auf engen Bergabstrecken, wie z.B. runter nach Pt. de Valldemossa, überholen: sie sind hier viel schneller als jedes Auto -Habt etwas Geduld: Ihr seid schliesslich im Urlaub, und an der nächsten Steigung packt Ihr sie Allen eine gute Fahrt, egal ob auf 2 oder 4 Rädern
  • Kurioses über das Rathaus in Palma

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    Letzter Beitrag: von juanito
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    juanitoJ
    Gut, dass keiner Pinguito hieß http://www.real-drive.de/medias/sys_master/images/productimages/8/80154_1_1_detail.jpg ++++++++ Bernardo habla español tambien. lol
  • Landes-/Gemeindewahlen und Tourismus auf Mallorca

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    Letzter Beitrag: von Bernat
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    BernatB
    Am 24. Mai finden Landes- und Gemeindewahlen in Spanien - und natürlich auch auf Mallorca - statt. Nach den Korruptionsskandalen der letzten Jahre und dem überraschenden (?), starken Einbruch neuer Parteien sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene präsentiert sich ein möglicherweise kompliziertes Panorama auf der Insel bzw. den gesamten Balearen. In der jetzigen Legislaturperiode hat die rechtsgerichtete Volkspartei (Partido Popular – PP) mit 35 von insgesamt 59 Abgeordneten die absolute Mehrheit der Sitze im Parlament der Balearen. Im Inselrat belegt die PP 19 von 33 Sitzen. So ähnlich ist das im Stadtrat (Palma) der Fall, in dem die PP 17 von insgesamt 29 Sitzen innehält. Das wird sich am 24. Mai voraussichtlich radikal ändern. Laut den letzten Meinungsumfragen bleibt zwar die PP die meistgewählte Partei, kann aber bis zu 10 Abgeordnete verlieren (22-25 Abgeordnete). Zweitstärkste Partei – mit zwischen 13-14 Angeordneten – sind die Sozialisten, gleich danach kommt möglicherweise PODEMOS (“Wir können”, mit 8-11 Sitzen), eine neue Partei die gerade einmal ein Jahr alt ist und es spanienweit raketenartig geschafft hat Büger aller möglichen Einstellungen zu begeistern. PODEMOS, das spanische Gegenstück zur griechischen Syriza Partei, ist gegen das aktuelle politische System, ist gegen eine Staatsfinanzierung über Banken, hat “utopische” und unrealistische Vorstellungen wie man die spanischen Probleme lösen kann, wird von Venezuela und Iran unterstützt und träumt von einer “Demokratie” wie die von Nicolás Maduro (Venezuela) oder Evo Morales (Bolivien). PODEMOS will alle strategischen Industriezweige verstaatlichen, unter anderem angeblich auch die Presse. Danach kommen kleinere Parteien wie MES (Nationalisten) mit bis zu 5 Abgeordneten, CIUDADANOS (“Bürger”) mit 4-5 Sitzen, PI mit 0-1 Sitz, EU (Komunisten) ebenfalls mit 0-1 Sitzen und GxF mit 1 Abgeordneten. Bis zu 8 Parteien könnten in das neue Parlament der Balearen einziehen. Somit besteht die Gefahr dass sich nach den Wahlen alle gegen die PP verschwören (das zeichnet sich fast spanienweit ab) und es zum dritten Mal zu einer breitgefächerten Regenbogenkoalition aller unter sich total antagonischen und nicht kompatiblen Parteien kommt. Die Folgen sind nicht abzusehen. Die einzige Möglichkeit einer halbwegs ‘normalen’ Regierung wäre eine Koalition zwischen PP und CIUDADANOS, sollten es beide zusammen zur absoluten Mehrheit schaffen. MES wirbt mit der Wiedereinführung der Ökosteuer(eine Art Kurtaxe die Touristenübernachtungen besteuert), PODEMOS überlegt sich noch ob man das gut findet und unterstützt. MES hat noch andere, ‘revolutionäre’ Ideen: man will den Hoteliers (allen voran den Hotelketten) auflagenmässig vorschreiben einen bestimmten Prozentsatz mallorquinischer Produkte und Erzeugnisse ökologischer und umweltfreundlicher Herstellung zu servieren und verbrauchen. Das ware ein gutes Beispiel und eine einmalige Gelegenheit den Export dieser Produkte zu fördern. PODEMOS verspricht der angeblichen Monopolherrschaft der Hoteliers ein Ende zu setzen (“Es kann nicht angehen dass ein paar Unternehmer den Politikern sagen wo es langgehen muss” ), die Lohnpolitik – vor allem im Tourismus - müsse ‘sozialer und gerechter’ gestaltet werden. Man wolle von “Du zu Du” mit den Hoteliers verhandeln, erreichen dass der Tourismus nicht mehr die fast einzige Wohlstandsquelle der Inseln darstellt. Es wird, aller Vorraussicht nach, nach dem 24., Mai ein politisches “vorher” und ein politisches “nachher” auf der Insel geben. Lassen wir uns – hoffentlich angenehm – überraschen.
  • Die Mallorquiner (6)

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    BernatB
    Die Mallorquiner haben es in ihren Genen neidisch zu sein, wollen das aber nicht zugeben. Man gönnt es den Freunden und Bekannten nicht erfolgreich zu sein. Man hat wenig Sinn von Solidarität, Vereine und Verbände – vor allem geschäftliche Interessengemeinschaften– sind von ihrer Gründung an überwiegend zum Scheitern verurteilt. Das kann sogar innerhalb einer Familie der Fall sein (unter Geschwistern, zum Beispiel). In vergangenen Jahrhunderten, wenn ein Bauer mit dem Anbau eines Produkts wie Mandeln oder der Herstellung von Wein erfolgreich war wurde er schnell von seinen Nachbarn “imitiert”. Um ähnlichen Absatz wie der erfolgreiche ‘Urheber’ zu erziehlen war es das einfachste mit den Preisen nach unten zu gehen, oftmals mit dem Ergebnis nicht nur selbst keinen Erfgolg zu haben sondern das Geschäft des erfolgreichen Nachbarn zu beeinträchtigen. In allen Branchen gibt es Unternehmerverbände, und alle funktionieren in ähnlicher Art und Weise. Hoteliers setzen sich zusammen, gründen einen Verband, und, nach dem Motto “Einheit macht stark”, besprechen z. Bs. eine gemeinsame  Handlungsweise in Sachen Vertragabschluss mit Reiseveranstaltern. Kaum hat man eine solche Absprache getroffen, gehen alle Beteiligten zurück in ihr Büro und, unter Ausnutzung der möglicherweise in der Versammlung erhaltenen Information, machen genau das Gegenteil von dem was man zusammen beschlossen hat. Vor Jahren ist in der Mietwagenvermietungsbranche genau das selbe passiert. Man einigte sich auf die Art und Weise in der “Extras” (Versicherungen, zusätzliche Fahrer, Tankfüllung, etc., etc.) gehandhabt werden sollten. Einige hielten sich an die Abmachung, aber andere machten prompt das genaue Gegenteil. Inzwischen gibt es sogar zwei Mietwagenverbände die sich unter sich nie einigen. Taxiverbände gab es in Palma sogar bis zu 4 verschiedene, bis man sich dann mit Einführung von Funkzentralen quasi gezwungen sah sich wieder zusammen zu tun um Kosten einzusparen. Normalerweise sprechen sich die ’grossen’ bzw. internationalen Unternehmer ab (z. Bs. TUI und THOMAS COOK in der Touristik, AVIS, SIXT und HERTZ in der Mietwagenbranche, Hotelketten unter sich, etc. etc.) und das funktioniert manchmal. Alle anderen die sich vereinigen um als Kollektiv stärkere Positionen zu bekommen nehmen an den Versammlungen teil um an Information über ihre Konkurrenz zu bekommen um dann ihre eigene Sache zu machen. Wirtschaftlicher Egoismus steht über dem Ziel gemeinsam und als Branche mehr zu erreichen. Geschwister mit gleicher bzw. ähnlicher Erziehung gehen beruflich verschiedene Wege ein. Wird einer erfolgreich und der andere nicht, ist es nicht selten dass die Beziehung untereinander – inklusive der jeweiligen Familien und sehr zum Leidwesen der Eltern – abkühlt, nur aus Neid jener die weniger Erfolg haben. Dieser Charakterzug der Mallorquiner führt oft dazu dass man Freundschaften verliert und dass man sich – mit der Zeit – mehr mit Gleichgesinnten (sprich: wirtschaftlich gleichgestellten) ab- und umgibt als mit Freunden und Bekannten die man seit der Kindheit kennt.
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  • Wein/Weingüter auf Mallorca

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    BernatB
    Mallorquinische Weine haben in den letzten Jahren viele internationale Preise, Auszeichnungen und Anerkennungen gewonnen. Es gibt immer mehr Bodegas (Weingüter) und die Qualität der mallorquinschen Weine nimmt zu. Es gibt grössere und – die Mehrzahl – kleinere Weingüter, obwohl die mallorquinischen Bodegas, was die Grösse und die Produktion anbelangt, natürlich nicht mit den Bodegas aus Rioja, Ribera del Duero oder Katalonien (Cava) mithalten können. Einige mallorquinische Weine haben eine geschützte Herkunftsbezeichnung (die Bezeichnungen “Denominación de Orígen BINISALEM MALLORCA” – Weine aus Binisalem und Umgebung - und “Denominación de Orígen PLA I LLEVANT” – Weine aus der Ebene und dem Osten der Insel), andere haben geschützte, geografische Bezeichnungen (wie VINO DE LA TERRA ILLES BALEARS, VINO DE LA TIERRA MALLORCA und VINO DE LA TERRA SERRA DE TRAMUNTANA – COSTA NORD, momentan leider keine Links verfügbar). Hergestellt werden Weissweine, Rotweine, Rosés und Cava (Sekt). Die angepflanzten Traubensorten sind Chardonnay, Prensal, Macabeo, Malvasia, Moscatel de Alejandría, Moscatel de Grano Menudo, Parellada, Riesling und Sauvignon Blanc (alle weiss) und Callet, Manto Negro, Cabernet Sauvignon, Fogoneu, Merlot, Monastrell, Syrah,Tempranillo und Pinot Noir (rot). Weinanbau auf Mallorca gibt es seit dem Jahr 123 A.D., dem Anfang der römischen Herrschaft der Insel die etwa 1000 Jahre andauerte. Ab der arabischen Eroberung im Jahr 903 und während der folgenden 300 Jahre wurde unter arabischer Herrschaft und trotz Verbots weiterhin Wein angebaut. Im Jahr 1229 eroberten die Truppen von König Jaime I die Insel zurück. Jaime I erteilte Genehmigungen offiziell Wein in Bunyola, Campos, Felanitx, Manacor, Porreres und Valldemossa anzubauten. Zwischen dem 14. und dem 18. Jahrhundert war der Weinanbau einer der wichtigsten, wirtschaftlichen Einnahmequellen der Insel. Wein wurde exportiert. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zerstörten 2 Plagen einen Grossteil der Anbaufläche, die aber ca. 50 Jahre später – bedingt durch die Reblaus in vielen, französischen Anbaugebieten – schnell wieder angepflanzt wurde um die französische Nachfrage zu befriedigen. Es wurden Schiffahrtslinien gegründet um den Wein von den Häfen von Palma, Porto Colom und Alcudia nach Frankreich zu transportieren. In 1891 gelang die Reblaus nach Mallorca und fast alle mallorquinischen Anbaugebiete vielen ihr zum Opfer. Die Reben wurden durch Mandel- und Olivenbäume ersetzt. Anfangs des 20. Jahrhunderts fing man wieder an, halbherzig, Wein anzubauen, der spanische Bürgerkrieg verhinderte einen massiveren Anbau. Mit dem Anfang des Touristikbooms in den 60er Jahren wanderten die Arbeitskräfte von der Landwirtschaft in die Touristikbranche ab. In jenen Jahren wurden auf der Insel hauptsächlich Weine vom Festland und einige, billige mallorquinische Tafelweine konsumiert. Erst in den 90er Jahren fingen einige Weinanbauer bzw. Bodegas wieder an die Weintradition der Insel zurückzuerobern. In 2007 wurden die Herkunfts- und Qualitätsbezeichnungen der mallorquinischen Weine gesetzlich geschützt. In den letzten Jahren ist die internationale Nachfrage nach mallorquinischen Weinen ständig gewachsen und auch die Touristen sind auf den Geschmack gekommen. Die grösseren Weingüter bieten Weinproben an, Reiseveranstalter und Reisebüros organieren Ausflüg ezu den Bodegas. Weinliebhaber sollten die Gelegenheit nutzen, die mallorquinischen Weine zu probieren und vielleicht sogar auf den Geschmack der Inselweine zu kommen. Hier die Links zu ein paar Websites die Besichtigungen bzw. Weinproben anbieten: Vinos de Mallorca (leider nur auf spanisch, die Links derBodegas anklicken) Mallorcas Bodegas Es Verger Weingüter Mallorca Son Barbassa Can Vidalet Click Mallorca Mallorca Wine Tours Vineyards in Mallorca Wine Routes Mallorca
  • Neue touristische Homepage der Stadt Palma

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    BernatB
    Des öfteren habe ich meine Meinung in Bezug auf die touristische Bewerbung der Stadt Palma geäussert. Ich meine dass Palma, als Hauptstadt von Mallorca, in der Vergangenheit viel zu wenig für die touristische Vermarktung bzw. Bewebung getan hat. Man hatte immer den Eindruck dass die zustänidgen Behörden bzw. Politiker kein Interesse hatten die Stadt den Touristen schmackhaft zu machen. Man liess sich 'kaufen' statt aggressiv zu verkaufen. Es wurde kaum Geld für touristische Werbung bereitgestellt bzw. ausgegeben. Man dachte wohl man hätte das nicht nötig (die Touristen kommen ja sowieso?). Das hat sich in den letzten Jahren unter dem jetzigen (bis Mai) Bürgermeister und Stadtrat unwesentlich geändert. Man erfand den Slogan (und das Logo) "Passion for Palma", man führte - halbherzig? - den sogenannten PALMA PASS ein. Man fing mit Merchandising an, erfand die Fledermaus "Passi" als Maskottchen der Stadt. Man trat die Touristeninformationsbüros an eine Privatfirma ab um professionellen Service zu bieten. Man vermarktet duzende Artikel (T-Shirts, Schlüsselanhänger, Kühlschrankmagneten, Stoff-Passis, etc.). Und jetzt hat man eine neue Website ins Leben gerufen (www.visitpalma.com). Man will Palma attraktiver machen, bewerben, besser informieren, engeren Kontakt zu den Besuchern knüpfen (ein spanisches Sprichwort besagt: "Besser spät als nie" ). Diese Website ist neu und fast noch etwas 'jungfräulich". Nach und nach will man die Information vervollständigen, in einer 2. Phase soll es auch Buchungsmöglichkeiten für alle möglichen Attraktionen und Veranstaltungen geben. Ich bin gespannt wie sich das entwickelt. Ab und zu einen Blick auf diese neue Website werfen kann bestimmt nicht falsch sein.
  • FKK -Strände auf Mallorca

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    BernatB
    Ja, diesen Beitrag hatten wir schon einmal. Er wird aus "versuchstechnischen" Gründen bewusst wiederholt (wir testen Suchfunktionen und andere Detaills um herauszufinden was man wie verbessern kann um später die einzelnen Themen leichter und schneller zu finden).
  • Die mallorquinische Hotellerie

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    BernatB
    Spanien hat Ende der 60er-, Anfang der 70er Jahre Italien als beliebtestes Urlaubsland der Deutschen abgelöst. Einige Jahre später, und während vielen Jahren (heute hat sich das unwesentlich verändert), haben ca. 25% aller deutschen Pauschaltouristen ihren Urlaub in Spanien verbracht, und von diesen Spanienurlaubern kamen ungefähr 25% nach Mallorca. Niemand kann die Bedeutung von Mallorca als Europas Urlaubsziel Nummer 1 leugnen. Auf Mallorca gibt es insgesamt fast 3000 Unterkunftmöglichkeiten (Hotels,Pensionen, Hostals, Aparthotels, Apartments, Fincas, etc.), die meisten legal, viele ‘allegale’ (will heissen, in einer gesetzlichen ‘Grauzone’ ) und einige illegale. Mallorquinische Hoteliers – Hotelketten – gehören heutzutage zu den führenden Hoteliers weltweit, inzwischen mischt man sogar bei internationalen Stadthotels fleissig mit. Die mallorquinischen Hoteliers haben sich zu Profis entwickelt, man hat die notwendige Ausbildung und Erfahrung, man hat gelernt. Die grosse Mehrzahl der Hotels auf Mallorca waren, bis vor einigen Jahren, überwiegend 3- und 4 Sterne-Hotels. Vor 25 Jahren gab es auf ganz Mallorca lediglich sechs 5 Sterne-Hotels, weniger als im Umkreis von 500 Metern an manchen Stellen der Costa del Sol. Einige der früheren 5-Sternehotels stuften freiwillig auf 4 Sterne zurück da es damals einen grossen Unterschied im Mehrwersteuersatz zwischen der einen und der anderen Kategorie gab. Mit Änderungen in der Gesetzgebung einerseits, und die steigende Nachfrage nach ‘besseren’ Produkten andererseits, hat sich das in den letzen Jahren geändert und – langsam aber sicher – geht man von Quantät zu Qualität über. 3 Sterne-Hotels werden auf 4 Sterne aufgemotzt, neue Hotels werden gleich als 5 Sterne-Häuser gebaut. Bei so viel Auswahl an Unterkünften und den verschiedenen, damit verbundenen Leistungen ist die Auswahl teilweise schwer. Hier, so meine Meinung, haben Hotelketten einen gewissen Vorteil. Die Kunden eines einer Kette angehörigen Hotels lernen das Bewirtschaft- und Betriebskonzept dieser Kette kennen. Das bezieht sich sowohl auf die Verpflegung, die Animation, die Kinderfreundlichkeit (oder nicht) und den generellen Service (Freundlichkeit, Reinigung, etc.). Kennt man das Konzept einer Kette, weiss man was man in allen Hotels dieser Kette erwarten kann (abhängig von der Kategorie der Hotels, natürlich). Das vereinfacht eine Entscheidung wesentlich. Auf der entgegengesetzten Seite der Skala sind Hotels die vom Eigentümer selbst geführt werden, in denen die Gäste einen aussergewöhnlich persönlichen Service geniessen, für die eine grosse Nachfrage besteht und es somit möglicherweise schwerer ist in der Hochsaison zu einem gewünschten Termin buchen zu können. Was (fast) alle Hotels gemeinsam haben ist, dass das Preis-Leistungverhältnis stimmt. Der Kunde erwartet dem bezahlten Preis entsprechende Leistungen, ist sich aber kaum der Tatsache bewusst dass der Hotelier – im Falle von Buchungen über einen Reiseveranstalter– unterm Strich wesentlich weniger bekommt als der Kunde meint bezahlt zu haben. Bei einer Pauschalreise ist es für den Kunden kaum möglich nachzuvollziehen wie sich der Gesamtpreis der Reise ergibt und welcher Anteil davon ans Hotel geht. Bei diesem Zusammenspiel von Interessen der Beteiligten – Gast, Veranstalter und Hotelier – ist es nicht immer einfach alle zufrieden zu stellen, und das grenzt manchmal fast an ein Wunder.
  • Die etwas anderen Ausflüge in Palma/Mallorca (1)

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    BernatB
    Auf Mallorca gibt es viele Stammgäste. Viele sind schon unzählige Male auf der Insel gewesen und kennen die Insel fast besser als die Mallorquiner. Die meisten haben alle klassischen, organisierten Ausflüge mitgemacht, vielleicht sogar schon mehr als ein Mal. Man bewegt sich jetzt auf eigene Faust, zu Fuss oder mit dem Mietauto. Die Ausflugsorganisatoren haben in den letzten 40 Jahren wenig dazu gelernt. Formentor, Drachenhöhlen, Markt in Sineu, Inselrundfahrt. Alles schon gesehen, wenig neues. So langsam kristallisiert sich eine Nachfrage nach neuerem und individuellerem heraus. Die Reiseveranstalter versuchen neue Konzepte ins alte Programm zu bringen (z. Bs. bei der Inselrundfahrt: im Zug im 1. Klasse-Abteil, ein Gläschen Sekt oder ein Eis an Bord des Schiffes, etc., etc.). Der Trend geht von “Masse” in Richtung “Klasse”, es darf auch einmal etwas teurer sein. Aber noch ist das Angebot an solchen Ausflügen/Möglichkeiten sehr beschränkt. Ein paar junge, sprachbegabte Mallorquiner haben sich vor ein paar Jahren etwas neues einfallen lassen. Unter dem Namen MALLORCA VIP EXPERIENCE bietet man verschiede Varianten einer ‘anderen’ Stadtbesichtigung an. Bei PALMA GOURMET besucht man 5 Geschäfte mit Verköstigung mallorquinischer Spezilitäten und Weine, bei PALMA, DIE OBERE STADT lernt man Teile der Stadt kennen die bei einer normalen Stadtführung nicht unbedingt gezeigt werden. Bei DAS JÜDISCHE VIERTEL besucht man geschichtlich bedeutende Stätten und erfährtet was über die wichtige Präsenz der Juden auf Mallorca, bei INNENHÖFE UND PALÄSTE bekommt man eine Blick hinter die Kulissen der Herrenhäuser in der Altstadt,bei der VIP WALKING TOUR besucht man nicht nur die Kathedrale und andere kulterelle Gebäude und Einrichtungen Palmas sondern man beendet den Rundgang mit der Degustation typisch mallorquinischer Produkte in einem einschlägigen Geschäft (die Degustation ersetzt fast eine Mahlzeit, so sagt man). Hier will man den Kunden nicht etwa die mallorquinischen Produkte verkaufen, das Geschäft –TIPIKA – gehört den Organisatoren dieser Ausflüge und ist der Treff- und Ausgangspunkt. Die Teilnehmerzahl dieser etwas anderen Touren ist auf wenige Personen beschränkt, maximal finden die Führungen in zwei Sprachen statt (massgebend für die 1. Sprache ist die Nationalitât der Gäste die sich zuerst anmelden). Diese individuellen Touren – ausser der VIP WALKINGTROUR - finden nicht unbedingt täglich statt, sondern je nach Nachfrage. Ein Telefonanruf oder eine E-Mail genügt, man geht quasi auf individuelle Wünsche ein. Genau so funktioniert das mit anderen Touren die von MALLORCA VIP EXPERIENCE angeboten werden. Schon ab wenigen Teilnehmern (2 oder 3 Paare, zum Beispiel) kann man sich eine quasi massgeschneiderte Tour zusammenstellen, und das nicht nur in Palma. MALLORCA VIP EXPERIENCE organisiert individuell gestaltete Touren von mallorquinischen Weingütern, oder nach Valldemossa. Auf andere Sonderwünsche geht man auch gerne ein. Und wenn einmal etwas Spezielles für eine Gruppoe organisert werden soll ist man hier ebenfalls an der richtigen Adresse. Ein Blick auf die Homepage von MALLORCA VIP EXPERIENCE ist es allemal wert (an dieser Stelle sie erwähnt dass ich die Eigner von MALLORCA VIP EXPERIENCE nicht persönlich kenne und natürlich kein persönliches Interesse habe diese Touren zu fördern). Ich glaube die Touristikindustrie innoviert viel zu wenig, viele Gäste suchen etwas anderes als immer das selbe wie vor 40 Jahren, es fehlt an Einfallsreichtum der Beteiligten. Die grossen Reiseveranstalter können schlecht auf individuelle Wünsche eingehen und andere, kleinere Anbieter mit neuen Ideen sind gefragt. Man sollte zur Zeit vor dem Massentourismus zurückkehren. Damals fuhren kleine Fischerboote an der Küste entlang und man konnte für kleines Geld, total improvisiert, ein paar Stunden die Küste entlang schippern, oder ein freundlicher Mallorquiner mit Sprachkenntissen bot sich an, quasi für ein besseres Trinkgeld, einen zu unbekannten Ecken abseits der gängigen Touristenrouten zu begleiten. MALLORCA VIP EXPERIENCE bietet diese und ähnliche Leistungen und Touren auch fur Einheimische an. Hier wird ein monatliches Programm erstellt und angeboten.
  • Die goldenen Tourismusjahre auf Mallorca

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    Letzter Beitrag: von Bernat
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    BernatB
    Was für Zeiten … (die 70er Jahre) Ich glaube dass gute, persönliche Beziehungen zwischen Geschäftspartnern – vor allem im Dienstleistungsbereich – wichtig und massgebend sind. Genauso glaube ich, dass je grösser die betroffenen Unternehmen (in der Touristik z. Bs. TUI und ThomasCook/Neckermann) desto schwieriger ist es, vor allem in heutigen Zeiten, diese persönliche Beziehungen herzustellen und zu erhalten. Ausserdem bin ich mir sicher dass es für Südländer (z. Bs. Führungskräfte aus Mittelmeerländern) leichter ist solche Beziehungen herzustellen als für Nordeuropäer. Die Charaktere und die Einstellungen sind da ganz verschieden. In den Kinderschuhen des Tourismus in Spanien, konkret auf Mallorca, musste das fehlende Fachwissen und die mangelhafte, berufliche Ausbildung der mallorquinischen Touristiker (siehe “Unqualifizierte Touristikmanager (1)” und “Unqualifizierte Touristikmanager (2)” ) oftmals durch persönliches und privates Engagement der mallorquinischen Führungskräfte wettgemacht werden. Bei mir – wenn ich mich in diesem Zusammenhang als Mallorquiner bezeichnen darf - war das Mitte der 70er Jahre letzten Jahrhunderts nicht anders. In einigen Jahren hatten sich unzählige Reisen ins Ausland zusammengeläppert. Auch damals waren Deutschland und England die wichtigsten Aufkommensmärkte. Man machte Bekanntschaft und hatte berufliche Verbindungen mit den Direktoren aller grossen Reiseveranstalter und Reisebüroketten. Man traf sich auf einschlägigen Kongressen und Tagungen (zum Beispiel vom Deutschen Reisebüroverband). Beim Überlegen wie man die wichtigsten Kontakte ‘ausbauen’ könne kam ich auf die Idee zu einer Art “Arbeitstreffen”/Brain Storming über ein verlängertes Wochenende auf Mallorca einzuladen. Im Vordergrund standen die persönlichen Beziehungen nicht nur zwischen mir (als Marketing- und Verkaufsleiter von IBEROTEL) und den Eingeladenen, sondern auch zwischen den Eingeladenen unter sich (man “siezte” sich noch). Geladen wurden die Geschäftsführer von HAPAG-LLOYD, QUELLE (damals Hauptgesellschafter der TUI), DER, ABR, FIRST- Reisebürogruppe und HOTELAGENT (Vorreiter von 1-2-3-Fly), also all jene unter deren Leitung ein Grossteil der deutschen Pauschalreisen verkauft wurde. Das offizielle Programm fing mit einem Sektempfang am Flughafen an, beinhaltete ein kleines Tennistournier (alle waren Tennisspieler), einen Tag auf einer Segelyacht, Spanferkelessen auf einer Finca in den Bergen und ein abschliessendes Galaabendessen mit den Gesellschaftern und der Generaldirektion von IBEROTEL. Alles war bis ins kleinste Detaill geplant und organisiert, nichts durfte schief laufen. Am Abend vor dem Spanferkelessen bekam ich einen Anruf vom Besitzer der Finca. Es täte ihm furchtbar leid, aber er hätte es total verschwitzt dass er schon vor Monaten dem Bischof von Mallorca genehmigt hätte mit den 51 Gemeindepfarrern aller Dörfer der Insel auf den Berg – den Teix – zu wandern und oben vor der Hütte des Königs Sancho (Sohn von Jaime II) an dessen 700. Geburtstag ein kleines Theaterstück über Sancho aufzuführen. Peinlich. Aber so kurzfristig konnten wir das Programm der geladenen, deutschen Touristikmanager natürlich nicht mehr ändern. Auf dem Weg in die Berge erzählte ich den Gästen von den Pfarrern und dem Theaterstück. Alles kein Problem, die Pfarrer auf der einen Seite des ‘Dorfplatzes’, mit ihrer Paella, wir in der Hütte mit unserem Spanferkel. Gitarrenspieler waren organisert, an Getränken fehlte es nicht. Die erste Überraschung: alle Pfarrer waren in kurzen Hosen, einige spielten Gitarre, alle in bester Stimmung. Man begrüsste sich höflichst, man lud sich gegenseitig zum Aperitiv ein, der Sekt und der Wein flossen auf beiden Seiten in Mengen. Die Gruppen vermischten sich, einige Pfarrer hatten Theologie in Heidelberg studiert und sprachen deutsch. Wir richteten ‘gebrannten Rhum’ mit Kaffeebohnen (statt umgekehrt) an, für die Pfarrer gleich mit. Dann kam die Aufführung des Theaterstücks. Ein Pfarrer las eine Geschichte/Ansprache von einem Pergament, Hintergrundmusik wurde auf einem Kassettenrekorder abgespielt, einer der Pfarrer wurde als Königin verkleidet, Lorbeerkrone ingebriffen. Die Deutschen konnten es nicht glauben. Zwei nahmen mich zur Seite und meinten: “Sag mal, wer sind diese Typen eigentlich? Das ist ja Wahnsinn was ihr euch das kosten lasst um uns hier 'anzumachen' und uns zu erzählen dass das die Gemeindepfarrer von ganz Mallorca sind!”. Nach dem Theaterstück wurde Tontaubenschiessen organisiert, manch ein Pfarrer wollte es natürlich auch einmal versuchen. Es gab reichlich Cognac, Whisky und andere Getränke. Die gitarrenspielenden Pfarrer spielten zusammen mit unseren Gitarrenprofis. Die Stimmung wurde immer besser. Es wurde gelacht wie selten zuvor. Geplant war am Nachmittag zurück ins Hotel zu fahren und nach auffrischen und umziehen in einem typisches Lokal in Palma Abendessen zu gehen. Aber um 20.00 Uhr waren wir immer noch am feiern auf dem Berg, wir mussten jemanden ins nächste Dorf – Soller – schicken um das Abendessen abzusagen. Was ‘a priori’ ein Problem war (die Pfarrer zusammen mit den Touristikern auf dem Berg) entwickelte sich zum einmaligen und unvergesslichen Höhepunkt des “Arbeitswochenende”. Jahrelang war dieses Wochenende Gesprächsthema Nummer 1 jedes Mal wenn sich einige der Beteiligten irgendwo wieder trafen. Ganz zu schweigen von dem ‘Kollateralschaden’ für IBEROTEL: hatten wir ausnahmsweise einmal ein Auslastungsproblem in der Nebensaison genügten ein paar Telefonanrufe und innerhalb kürzester Zeit waren Sonderaktionen und IBEROTEL-Schaufensterdekorationen in vielen deutschen Reisebüros und die betroffenen Hotels waren schnellsten ausgebucht.
  • Minderjährige und Diskos ("Ballermann")

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    BernatB
    Für den "moralischen und gesundheitlichen Schutz Minderjähriger" ist teilweise die nationale Gesetzgebung und teilweise die Gesetzgebung der "Comunidades Autónomas" (Autonomen Regionen) zutreffend. Das Gesetz der Balearenregierung besagt, dass "ausnahmsweise Minderjährige ab 14 Jahre" Lokale wie Diskoteken bis 02.00 Uhr in Begleitung von Erwachsenen aufsuchen dürfen "die dazu die elterliche Genehmigung haben und die die körperliche und moralische Unversehrtheit der Minderjährigen gewährleisten".
  • Bootsausflüge Mallorca

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    Letzter Beitrag: von endtransmission
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    endtransmissionE
    Dieser Eintrag kommt ja gerade richtig. Danke für die zahlreichen Tipps, Bernat.