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Mallorca Inside- Bernats Kolumne

Bernat schreibt hier über "sein Mallorca". Nur Wenige kennen Mallorca so gut wie er- kein Wunder: Bernat war viele Jahre in leitender Stellung in der Touristik auf "seiner Insel" tätig.Bernat weiss wovon er schreibt! Viel Spaß beim Lesen.
75 Themen 294 Beiträge
  • Tapas/Pintxos, auch auf Mallorca

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    Letzter Beitrag: von Bernat
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    BernatB
    Muchas gracias. Du wirst nicht enttäuscht werden (ich hoffe es hat niemand gemerkt dass ich mit diesem Beitrag lediglich Schleichwerbung fürs nächste IHCT-Mallorca machen will?)
  • Ausflugstipps Mallorca: Alte Wachtürme

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    Letzter Beitrag: von Bernat
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    BernatB
    Alle die einmal einen Leihwagen auf der Insel gemietet haben und an irgendeinem Küstenstreifen entlanggefahren sind haben garantiert an verschiedenen Stellen alte Steintürme gesehen. Es handelt sich um alte Wachtürme die systematisch entlang der gesamten, mallorquinischen Küste errichtet wurden. Anfangs des 16.Jahrhunderts liessen sich die Türken in Algerien nieder und von dort aus verunsicherten berberische Piraten – zusätzlich zu den Korsaren - das gesamte, westliche Mittelmeer. Die bekanntesten und berühmtesten Piraten waren die Brüder Horuky und Chaireddin Barbarossa. Der spanische König Carlos I (Karl I) veranlasste den Bau eines Verteidigungsystems entlang der Festlandküste, aber es war unter der Herrschaft seines Sohns, Felipe II wo eine ganze Reihe von Wachtürmen zum Erspähen von feindlichen Schiffen gebaut wurde, haupsächlich in den Regionen von Murcia und Cartagena. Es war aber der mallorquinische Pfarrer, Arzt, Historiker, Geographe und Astronom, Joan Binimelis y Garcia, der für das Erschaffen eines kompletten Wachsystems rund um Mallorca (und der vorgelagerten Inseln Cabrera und Dragonera) verantwortlich war. Er plante ein sehr durchdachtes System von Türmen die so errichtet wurden, dass man von einem Turm den nächsten sehen konnte, und somit beim sichten eines feindlichen Schiffes mittels Rauch- (tagsüber) und Feuersignalen (nachts) die gesamte Insel warnen konnte. Die Signale gingen so von Turm zu Turm und innerhalb kürzester Zeit war die Runde der Insel komplett und man konnte sich auf den Angriff feindlicher Schiffe vorbereiten. Das System bestand aus insgesamt 51 Türmen auf Felsvorsprüngen und Inseln. Einige dieser Türme waren von kleinen Festungen umgeben (z. Bs. der auf der Insel Cabrera) um gleichzeitig als Schutz und Verteidigung vor bzw.- gegen die angreifenden Feinde zu dienen. Zur Verteidigung wurden Arkebusen (Vorderlader, Vorgänger der Musketen) genutzt. So wurde auch Puerto Andratx des öfteren erfolgreich gegen einfallende Mauren verteidigt. Nicht zu beneiden waren die Wächter dieser Türme. Die Türme waren rund und hatten den ‘Eingang’ – eine kleine Öffnung - auf halber Höhe zu dem man mittels einer Seiltreppe kam. Die Wächter, zwischen 1 und 3 pro Turm, verbrachten viele Wochen in diesen Türmen, mit leidiger Verpflegung (die ihnen gebracht werden musste) und schlechter Bezahlung. Oftmals kamen sie bei Belagerungen bzw. bei Angriffen ums Leben. Diese Wachtürme wurden bis ins 19. Jahrhundert genutzt. Im 20 Jahrhundert, nach dem spanischen Bürgerkrieg, nutzte die Guardia Civil (Zivilgarde, ein Militärskörper) die Türme um nach Schmugglern Ausschau zu halten, normalerweise bei Nacht. Einige der Türme sind seitdem zusammengefallen, aber viele bestehen noch, teilweise sogar renoviert. Einige der bekanntesten davon sind: Cala En Basset (Sant Elm), Es Verger (Banyalbufar), Cala Pi (Llucmajor), Cap Blanc (Llucmajor), S’Estalella (Estanyol/Llucmajor), Torre d’en Matzoc (Artá ), Cabrera (Insel Cabrera) und Albercutx (Formentor).
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  • Herberge im Naturschutzpark der Insel Cabrera

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    BernatB
    Die der Südostspitze von Mallorca vorgelagerte Insel Cabrera ist ein Naturschutzpàrk (demnächst hier hei MALLORCA INSIDE mehr über die Naturschutzgebiete von Mallorca). Der Zugang zu Cabrera - auch per Boot - ist eingeschränkt und wird strengstens kontrolliert. Vor der Erklärung zum Naturschutzpark war Caberra eine Militärzone. Die einizge Möglichkeit bisher Cabrera zu besuchen war wentweder mit dem eigenen Boot (mit vorheriger Reservierung einer Ankerboje, zahlenderweise) oder per Ausflugsschiff von Colonia de Sant Jordi aus. Einmal auf der insel, hat man beschränkte Möglichkeiten sich dort frei zu bewegen. Es gibt organisierte Führungen. Ab morgen, dem 1. April, hat man eine weitere Möglichkeit Cabrera besser kennenzulernen. Morgen wird eine öffentliche Herberge  (eine frúhere Unterkunft des Militàrs wurde renoviert) wiedereröffnet. Diese Herberge hat 12 Doppelzimmer, eine Küche mit Kuhlschrank und Mikrowelle und einen Gemeinschaftaufenthaltsraum. Buchungen können bis bis zu 3 Monaten im vorhinein übers Internet gemacht werden (höchstens fúr eine Nacht in der Hochsaison zwischen Juni und September, im Rest des Jahres für maximal 2 Nächte, Dezember und Januar ist geschlossen). Ab sofort besteht somit eine einmalige Möglichkeit den Narturschutzpark der Insel Cabrera besser und länger kennenzulernen als nur ein paar Stunden mit dem Ausflugsboot. Letztes Jahr wurde diese Herberge versuchweise zugängig gemacht und beherbergte zwischen April und November insgesamt 1.310 Besucher. Für Buchungen  H I E R  klicken.
  • Mallorca-Kuriositäten (1)

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    BernatB
    Auf Mallorca wird noch – vor allem auf dem Land – in einer Masseinheit von sogenannten ”cuarteradas” gemessen. Eine “cuarterada” sind 7.103 m2. Auf diese etwas ausergewöhnliche Flächeneinheit kommt man in dem man 40 “Armlängen” – jeweils knapp über 2,10 M – des Königs Jaume I (ein aussergewöhnlich grosser Mann) im Quadrat kalkuliert. Diesen Ursprung der “cuarterada” bestätigen verschiedene, von einander unabhängige, Historiker die alle zu diesem Schluss kamen. Was hingegen nie bestätigt wurde ist die andere Erklärung die besagt dass eine “cuarterada” die Oberfläche der Kathedrale von Palma sei (die Kathedrale misst 121 x 55 Meter = 6.655 m2). Das am höchsten gelegene Dorf der Insel ist Escorca (481 M über NN) gefolgt von Valldemossa (413 M über NN) und Galilea (401 M über NN). Escorca ist die kleinste Gemeinde Mallorcas (ungefähr 290 Einwohner). Fornalutx ist die einzige Küstengemeinde ohne Strand. Der weltberühmte Maler Joan Miró war mit einer Mallorquinerin (Pilar Juncosa) verheiratet und hat zwischen 1956 und 1983 in Palma gelebt (er ist auf Mallorca verstorben). Seine Mutter und sein Grossvater stammten aus Soller, Dorf das ihn in 2008 zum “Adoptivsohn” ernannte. Dieser mallorquinische Ursprung ist auch der Grund warum die Nachfolger von Joan Miró es dem “Roten Blitz” (Zug nach Soller) genehmigten einen Halbmond eines Gemäldes von Joan Miró kostenlos als Firmenimmage (Corporate Identity) nutzen zu dürfen. In allen Wagons des “Roten Blitz” sind Kopien kleiner, unveröffentlichter Malereien die Joan Miró als Kind in Soller gemalt hat, aufgehängt. Im Bahnhof des “Roten Blitz” in Soller gibt es eine Ausstellung von Gravuren und Stichen von Joan Miró (Eintritt kostenlos). Der erste “Berühmte” der Mallorca ‘touristisch’ beworben hat war Ludwig Salvator von Habsburg, Erzherzog von Österreich-Toskana. Er kam in 1867 - mit 19 Jahren - nach Mallorca, hat sich auf Anhieb in die Insel verliebt, schlug hier seinen Wohnsitz auf (Finca Son Marroig, Valldemossa) und heiratete die Tochter eines örtlichen Tischlers. Im Laufe von ungefähr 30 Jahren erwarb er einen 16 Km langen und teilweise bis zu 10 Km tiefen Küstenstreifen zwischen Valldemossa und Deia. Hier liess er für die damaligen “Touristen” Aussichtspunkte mit unvergesslichen Blicken über die Berge und das Meer anlegen die man teilweise heute noch sehen/besichtigen kann. Ludwig Salvator - auf spanisch Luis Salvador - begann mit der Sammlung und Systematisierung von Daten und Informationen über die Balearen. Das so entstandene siebenbändige Monumentalwerk “Die Balearen“ ist auch heute noch ein zuverlässiges und genaues Zeugnis jener Epoche (Wikipedia). Wesentlich kürzer war der Aufenthalt von Frédéric Chopin der im Winter 1838-1839 mit seiner Lebensgefährtin Dupin – bekannter als George Sand – und deren Kinder 4 Monate in Valldemossa verbrachte. Hier schrieb George Sand das Buch “Ein Winter auf Mallorca”. Die Möglichkeit die Zellen des Karthäuserklosters “La Cartuja” in denen Chopin und George Sand wohnten zu besuchen führt dazu dass der touristische Werbeffekt vom Aufenthalt von Chopin/George Sand wesentlich bedeutender ist als jener von den Aufenthalten von Ludwig Salvator oder Joan Miró. Vor ein paar Jahren kam es zu einem Streit zwischen verschiedenen Nachfolgern von Besitzern von Zellen des Karthäuserklosters der bis vor Gericht ging. Es ging darum entgültig festzustellen in welcher Zelle genau Chopin gewohnt hat bzw. ob das dort ausgestellte Klavier das Originalklavier von Chopin ist. Kaum zu glauben, aber laut Gerichtsurteil hat man jahrzehntelang Besuchern eine Zelle gezeigt in der Chopin gar nicht gewohnt hatte. Seit diesem Gerichtsurteil in 2012 gibt es nun 2 verschiedene Zugänge zum Karthäuserkloster und es wird natürlich auch zweimal Eintritt verlangt – jede Familie kassiert für den Besuch ihrer Zellen. Das Karthäuserkloster in Valldemossa ist, zusammen mit der Kathedrale von Palma und dem Schloss Bellver, eines der meistbesuchten Kulturgüter Mallorcas. Und wo wir schon beim Schloss Bellver sind: Das Schloss Bellver ist das einzige, runde Schloss Spaniens. Es wurde Anfang des 14. Jahrhunderts vom König Jaume II im gotischen Stil gebaut. Das Konzept des Rundbaus hat seinen Ursprung im Schloss Herodion (Westjordanland). Bellver wurde während der Regierungen der Könige Jaume II, Sancho und Jaime III benutzt, teilweise als Gefängnis.
  • Quallen auf Mallorca

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    BernatB
    Mit Anfang der Sommer- bzw. Badesaison ist es nur eine Frage der Zeit bis das leidige Thema der Quallen wieder akut wird. Wo es Meer und Strand gibt, gibt es Quallen. Das “überfischen” der natürlichen Feinde der Quallen und die abnehmende Zahl von Wasserschildkröten sind nur zwei der Gründe des vermehten Auftretens dieser lästigen Viecher. Andere Gründe sind die immer wärmere Wassertempertur, das auftreten von ‘neuen’ Arten von Quallen die aus dem Atlantik bzw. dem Roten Meer ins Mittelmeer wandern, man spekuliert sogar mit dem zunehmenden Salzgehalt und anderen Nährstoffen die in Küstennähe ins Wasser geraten. Windstärke- und Richtung so wie Strömungen tragen ebenfalls zur Anwesenheit bei. Quallen haben in den letzten Jahren zur Minderung der Badefreude geführt, viele Touristen ziehen das Swimmingpool ihrer Hotels dem Risiko an von Quallen gefährdeten Stränden ins Wasser zu gehen vor. Aber man sollte nicht aus denAugen verlieren dass, zum Beipiel, Australien ein beliebtes Urlaubsland ist und die dortigen Strände trotz der möglichen Anwesenheit von giftigen – und teils lebensgefährlichen- Quallen (von Haifischen ganz abgesehen) gut besucht sind. Es ist alles nur eine Frage der Warnsysteme und Vorkehrungen um die Begegnung mit Quallen (fast) auszuschliessen und unbetrübt baden gehen zu können. Die meist auftretenden Arten von Quallen im Mittelmeer, konkret in den Gewässern von Mallorca, sind die “Medusa común” (Aurelia Aurita), die “Medusa huevo frito” (Cotylorhiza tuberculata), die “Medusa de compases” (Chrysaora hysoscella) und die weitverbreitete "Pelagia noctiluca” die überwiegend im Frühjahr/Sommer auftritt. Diese Quallen haben alle die gleiche Eigenschaft: der Kontakt mit den Tentakeln brennt auf der Haut, bei einer Quallenart unwesentlich mehr als bei der anderen. Seit ein paar Jahren sichtet man sogar die wirklich (sogar lebens-) gefährliche Qualle, die “Fragata portuguesa” (Physalia Physalis, auf deutsch "Portugiesische Galere'?). Diese Quallenart tritt zwar überwiegend im Atlantik auf wird aber seit ein paar Jahren auch im Mittelmeer – aber relative weit von der Küste entfern - gesichtet. Eine vor kurzem durchgeführte Studie mit über 15.000 Beobachtungen kam zu einem unerwarteten und fast überraschendem Schluss: die “Aguamala”bzw. “Medusa Blanca” – weisse Qualle (Rhizostoma pulmo), ist in der Bucht von Alcudia ‘zuhause’ (ist auf den Balearen nur dort vorzufinden und vermehrt sich auch nur hier). Das mag auch der Grund sein warum das auftreten von Quallen an der mallorquinischen Nordküste häufiger ist als in anderen Zonen der Insel. Die Landes - und die Inselregierung versuchen seit Jahren dasQuallenproblem in den Griff zu bekommen. An allen überwachten Stränden gibt es eine Quallenwarnflagge (Blaue Qualle auf weissem Untergrund) die am selben Mast wie die Badewarnfahnen (grün, gelb und rot) gehisst wird. Man versucht es mit Kontrollen vor der Kúste um somit aktuelle Warnungen ausgeben zu können, sogar mit fischen der Quallen bevor sie die Strände erreichen. Seit letztem Jahr gibt eine eine App (Anwendung) für Smartphones (iMedJelly) anhand derer man die aktuelle Quallensituation an den verschiedenen Stränden der Insel ersehen kann (Eingaben werden von den Rettungsschwimmern bzw. von den Betroffenen selbst vorgenommen). Die einzige Gemeinde die bisher imSommer täglich über Quallen an allen ihren Stränden warnt bzw. entwarnt ist Calvia, die dafür eine extra Website eingerichtet hat (QUALLENSTRÄNDE CALVIA - bisher nur im Sommer). Man tut also alles um die uneingeschränkte Badefreude zu gewährleisten. Sollte man trotz allem einmal die ungewünschte Bekanntschaft einer Qualle machen ist folgendes angesagt (die Rettungschwimmer an den Stränden wissen genau wie man sich verhalten soll): die betroffenen Stellen mit Salzwasser ausgiebig abwaschen (NIE mit Süsswasser) NICHT 'abreiben' Fläche mit physiologischem Serum (suero fisiológico) reinigen eine Lösung von verdünntem Ammoniak bzw. Essig (verdünnt 50/50 mit Wasser) auftragen. Zur Vorbeuge gegen Quallen kann man eine Kindsersonnencreme mit Quallenschutzbenutzen. Im Prinzip für Kinder gedacht, soll sie gut funktionieren. Der Name: DENENES ANTI-MEDUSAS**.** Ausserdem gibt es einen “Quallenschutzanzug” (Stinger), aber ich bin mir nicht sicher ob diese ‘Abhilfe’ die Badefreude mehr einschränkt als die Quallen, und somit das Mittel schlimmer ist als das Übel selbst? Fragen nach dem "wann und wo" von Quallen (wie etwa: "wir sind nächste Woche in Paguera, müssen wir da mit Quallen rechnen?" ) sind genau so wie die Fragen nach dem Wetter. Sollte darauf jemand antworten ist es reiner Zufall wenn die Antwort mit den wirklichen Gegebenheiten übereinstimmt.
  • Hotels nur für Erwachsene

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    Letzter Beitrag: von lilibet261
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    lilibet261L
    @Sonnenkind5578: Habt ihr schon Erfahrungen mit solchen Hotels Ü14 oder ähnliches? Wenn ja welche Hotels? So langsam kann man ja über Sommer 2016 nachdenken
  • Allgemeines zum Essen auf Mallorca

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    Letzter Beitrag: von Bernat
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    BernatB
    Oft kommen sowohl im Forum als auch per PN Nachfragen zum Essen auf der Insel. User fragen nach Restaurants in bestimmten Orten. Fragen wie “Welches sind die besten Restaurants auf Mallorca” oder “Wo kann man in Cala Rajada gut essen” sind nicht selten. Ich glaube dass einige, allgemeine Bemerkungen zum Essen auf Mallorca angebracht und nützlich sind. Wie bei manchen anderen Fragen auch, ist es in Sachen “Essen” nicht einfach gute Ratschläge zu geben. Die Messlatte des ‘Gaumens’ ist bei jedem anders, genauso wie die Messlatte des Geldbeutels. Was für mich ein gutes Preis-Leistungsverhältnis ist mag für andere unerschwinglich sein (oder umgekehrt). Die Bezeichnung “frischer Fisch” kann fast alles bedeuten, viele kennen den Unterschied zwischen von einem Fischerboot frisch gefangenen Fisch und ‘frischen’ Fisch aus Fischfarmen nicht und können das auch am Geschmack nicht unterscheiden. Meine persönliche Einstellung ist, immer zu empfehlen die Landes- bzw. Regionalküche zu versuchen. Bratwurst mit Pommes oder Sauerbraten essen kann man auch zuhause. Normalerweise findet man einheimische/mallorquinische Restaurants nicht an der Strandpromande in tourstischen Orten mit grossen Tafeln auf deutsch (und wohin sich nie ein Einheimischer verirrt). Die mallorquinischen Restaurants, vielleicht ohne Stofftischdecken und einem unwesentlich höheren Geräuschpegel, sind in 3. oder 4. Strandlinie, nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe der grossen Hotels. Hier sind die Tafeln auf spanisch, ein kurrzer Blick ins Lokal bestätigt dass hier kaum – oder gar keine - Touristen einkehren. Auf den Dörfern oder in Palma (z.Bs. auf einer Mietwagentour oder bei einer Stadtbesichtigung) findet man solche Lokale schnell. Es gibt unzählig viele Lokale die ein dreigängiges Tagesmenü für zwischen € 8.- und € 12.- Euros anbieten (Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch, einschliesslich Tischwein, Wasser und oft auch ‘Sprudel’, Kaffee muss extra bezahlt werden). Vor der Tür oder an der Wand ist normalerweise das “Menú del Día” ausgeschildert. Ich rate allen solche Lokale einmal auzuprobieren. Viel kann man da nicht falsch machen. Im Gegenteil, in den meisten Fällen erlebt man eine angenehme Überraschung was man hier für sein Geld geboten bekommt. Mit der richtigen Einstellung und freundlchem Personal kommt man über eventuelle Srachprobleme hinweg, wenn man einmal nicht weiss was auf den Teller kommt, mutig sein und trotzdem probieren. Das gastronomische Angebot auf Mallorca ist unglaublich zahlreich und vielfältig. Es gibt regionale, nationale und internationale Küche in allen Preisklassen bis hin zu edlen Restaurants mit Sterneköchen. Wie überall hat Qualität ihren Preis, gute Küche ist alles andere als billig. Vor allem frischer Fisch und frische Meeresfrüchte gehen zu Lasten des Geldbeutels, besonders wenn alles mit gutem Wein ‘begossen’ wird. Hier kann der Spass schon einmal zwischen € 70.- und € 100.-/Person kosten. Die Tatsache dass Mallorca eine Insel im Mittelmeer ist bedeutet bei weitem nicht dass frischer Fisch billig ist. Es gibt zwar erschwingliche Fischsorten, aber es gibt auch andere - die 'feinen' - deren Preis im Einkauf schon um die € 40.-/Kg. liegt. Frische "Gambas" (Garnelen) werden ähnlich gehandelt, über Weihachten bis dreimal so teuer. Fisch von Fischfarmen bzw. tiefgefrorener Fisch ist erschwinglich und – bei einer guten Zubereitung – sollten die meisten den Unterschied kaum erkennen können. Bei Fleisch ist das ähnlich. In Spanien wird das Fleisch grundsätzlich nicht abgehangen (das machen nur die wenigsten Metzger, teilweise lassen es die guten Köche selbst abhängen). Ich würde, zum Beispiel, kein einfaches ‘Beefsteak’ bestellen (das machen viele wiel sie denken da könne man nichts falsch machen) denn das ist hier ein dünnes, wahrscheinlich nicht zartes, Stück Fleisch. Hier sollte man die Gelegenheit nutzen Gerichte wie Lammschulter- oder Keule, Lammkoteletts, oder Spanferkel zu versuchen, oder typisch mallorquinische Spezialitäten wie “Arroz brut" (“schmutziger Reis”, ein Schlachtfest-Reiseintopf), “Berenjenas rellenas” (gefüllte Auberginen), “Sopas mallorquinas” (ein Gemüsegericht mit ein wenig Schweinefleisch), “Lomo con col” (Schweinefilet mit Kraut) oder "Frito mallorquin" (eine Art Leber- oder Schlachtfestgeschnetzeltes). Eine frisch gemachte Paella sollte man natürlich auch probieren (Vorsicht vor ‘Fertigpaellas’ – was es nicht alles gibt - die oftmals in Touristenzonen ausgeschildert sind), auch wenn man hier zwischen 20 und 30 Minuten warten muss. Weine gibt es in allen Preisklassen, sowohl mallorquinische als auch vom Festland. Spanische Weine stehen italienischen oder franzósischen Weinen in nichts hinterher. In den letzten Jahren haben mallorquinische Weine einige, internationale Auszeichnungen gewonnen, aber – und das ist meine persönliche Meinung – stimmt bei vielen mallorquinischen Weinen das Preis-Leistungsverhältnis nicht. Bei einem “Rioja” oder “Ribera del Duero” der in einem ‘normalen’, einheimischen Restaurant so um die € 15.- kosten darf wird man garantiert nicht enttäuscht. Jahrelang habe ich an der Wand hinter meinem Schreibtisch ein Schild mit folgendem Spruch hängen gehabt: “Ein Tourist ist eine Person die verreist um etwas anderes zu sehen und sich dann beschwert wenn alles nicht wie zuhause ist”. Diesen Spruch sollte man nicht wahr machen.
  • Verkaufsförderung "a la mallorquina" (4)

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    BernatB
    Bei einer meiner ersten Teilnahmen an einer Verkaufsförderungsaktion in Deutschland waren wir im Namen des (damals privaten) Fremdenverkehrsamts Mallorcas (Fomento deTurismo) unterwegs. Kurz zuvor hatte das spanische Fernsehen (TVE, 1. Programm) einen Dokumentarfilm über Mallorca gesendet. ‘Leitfaden’ dieses Dokumentarfilms war eine mallorquinische Volksmusikgruppe, LOS VALLDEMOSA. LOS VALLDEMOSA fuhren – in diesem Film – in einer Pferdekutsche rund um bzw. quer durch die Insel, die schönsten Ecken Mallorcas wurden in unvergleichbarer Schöne dargestellt, alles untermalt mit der Musik dieser Gruppe. Mit einem Wort: das – scheinbar –beste Werbemittel. Das mallorquinische Fremdenverkehrsamt beantragte eine Kopie dieses Films vom Fernsehsender und die Genehmigung den Film in Deutschland während dieser Verkaufsförderungsaktion vorführen zu dürfen. Ein Kollege und ich waren für die Technik zuständig. Räumlichkeiten waren gebucht, Projektionsgeräte bestellt. Nichts konnte schief laufen. Die erste Veranstaltung war in Hamburg. Geplant war die Vorführung des Films mit anschliessendem Gespräch über die Insel, die Attraktionen, die Hotels, die Ausflugsmöglichkeiten, etc.. Etwa 150 Reisebüromitarbeiter waren im Saal. Es gab “Häppchen” und Getränke ‘en masse’. Kurze Bergrüssung, dann der Film. Der Film dauerte 45 Minuten…… aber uns kam die ¾ Stunde wie 5 Stunden vor. Und nicht nur uns: auch in der Dunkelheit des Saals war es nicht schwer festzustellen dass mindestens die Hälfte der Anwesenden eingeschlafen war und erst durch das Licht am Ende der Vorstellung wieder wach wurde. Gleich am ersten Abend war es uns klar dass der erhoffte Erfolg dieses Super-Dokumentarfilms nicht der sein würde den wir alle uns erhofft hatten. Total unerfahren und auf absolutem Neuland hatten wir damals keine Ahnung dass jegliche Projektion die länger als 7 oder 10 Minuten dauert dazu führt dass die Konzentration der Anwesenden nachlässt, dass es denen langweilig wird und dass sie dann langsam aber sicher in Schlaf verfallen. Also mussten wir uns etwas einfallen lassen. Mein Kollege und ich verbrachten quasi den Rest der Nacht damit – bei langsamem Vor- und Rücklauf des Filmes - ganze Stücke des Films herauszuschneiden um die Laufzeit zu verkürzen (immer bei wechseln der Musik, dass man es so gut wie nicht merken konnte). Bei unserer ersten Edition verkürzten wir den Film um gute 10 Minuten. Bei der zweiten Vorstellung lief es nur unwesentlich anders als bei der ersten. Wieder schlief die Mehrzahl der Teilnehmer ein, andere gähnten. Auch die zweite Nacht verbrachten wir mit der Edition des ‘restlichen’ Films. Wieder wurde ‘auf Teufel komm raus’ geschnitten. Man kann sich leicht vorstellen wie das aussah: da wir die zu kurzenden Länge des Films nicht an einem Stück herausschneiden konnten sondern, bedingt durch Szenen-, Kommentar- und Musikwechsel eine ganze Sammlung von Szenen ausschneiden mussten, war es Kleinstarbeit die Kontrolle der herausgeschnittenen Längen von Film und deren Reihenfolge nicht zu verlieren. Schliesslich musste man den Film am Ende der Promotion und vor Rückgabewieder ‘zusammenflicken’. Der Erfolg unseres nächtlichen ‘Schnippelns’ war, Abend für Abend, nur unwesentlich erkennbar. Am Ende der Promotionwoche war der Film nur noch ungefähr 10 Minuten ang. Die Anwesenden schliefen zwar nicht mehr, aber der Film hatte jeglich possitive Wirkung verloren, war zusammenhanglos und ausser einer Ansammlung schöner Aufnahmen kaum nachvollziehbar. Der Sinn der Sache war ‘unterwegs’ total verlorengegangen. Keine Ahnung was für einen Gesamteindruck der mallorquinischen Werbekampagne die damals geladenen Reisebüromitarbeiter mit nach Hause nahmen. Aber auch so boomte der Tourismus auf der Insel in jenen Jahren mit zweistelligen Zuwachsraten, Jahr auf Jahr. Die Filmrolle mit dem wieder ‘zusammnengeflickten’ Film habe ich auch heute noch. Das spanische Fernsehen hat ihn vom mallorquinischen Fremdenverkehrsamt nie zurückverlangt.
  • Palma, 'lebenswerteste' Stadt der Welt

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    BernatB
    Jedes Jahr veröffentlicht die englische Zeitung THE SUNDAY TIMES die Liste der 50 'lebenswertesten' Städte der Welt, und dieses Jahr belegt Palma überraschenderweise (?) den Rang Nummer 1 dieser Liste die letztes Wochenende veröffentlicht wurde. Diese Liste wird jährlich von den Reisejournalisten- und Spezialisten der Zeitung erstellt, die dazu sowohl nüchterne Daten und Statistiken wie, z. Bs.,  über das Klima nutzen, aber auch subjektive Meinungen wie über das Umfeld, die Lebensqualität oder die 'Anpassungskapazitàt' Ihrer Landsleute an die Stadt. Hierzu werden - unter anderen - 'Argumente' wie "Die Hauptstadt der Balearen hat eine schöne Altstadt" oder "es gibt Strände die man von der Innenstadt aus zu Fuss erreichen kann" und 2Palma bietet alles", erwähnt. Die guten und schnellen Flugverbindungen, die Kultur und die Gastronomie, die Infrastruktur der Stadt und die Tatsache dass Palma das 'Eingangstor' zu Mallorca is, zählen zu weiteren Pluspunkten zu Gunsten der Stadt. Wie alle Mallorquiner, freue auch ich mich über die Wahl von Palma als weltweit 'lebenswerteste' Stadt. Ich werde bestimmt nicht derjenige sein der dagegen etwas einzuwenden hätte. Ich kenne einen Grossteil der Welt und kann mir keine Stadt vorstellen in der ich lieber wohnen würde als in Palma. Palma ist noch überschaubar, man kommt quasi zu Fuss überall hin, die öffentlichen Busse funktionieren, man hat eine vielfältiges Angebot an Geschäften, an Gastronomie, ein (und hier ist bestimmt etwas Spielrraum fúr Verbesserung) akzeptables Angebot an Kultur. Man hat das Meer vor der Haustür, die Berge sind nicht weit, über das Klima muss man nicht viel sagen.  Die Stadt hat Flair. Und, Wie ein Journalist der SUNDAY TIMES schreibt, "Was Palma fúr einen längeren Aufenthalt 'gut' macht, macht es 'noch besser' für einen kurzen Aufenthalt". Meines Erachtens hat man bisher viel zu wenig getan um die Stadt - als Stadt, und nicht als 'Anhängsel'/Komplement zum Strandurlaub - zu fördern und zu bewerben. Unter den 50 'lebenswertesten' Städte der Welt - und gegen diese hat Palma konkurriert und gewonnen - befinden sich Städte wie Toronto (Kanada), Auckland Neuseeland), Hoi An (Vietnam) und Berlin.
  • 'Betrug' bei Taxifahrten (Flughafen/Arenal)

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    BernatB
    Genau. Diese Schilder vermehren sich inzwischen auch auf Mallorca und an vielen Taxihaltestellen gibt solche Schilder. Habe gestern am Flughafen ein Bild von der Ausschilderung dort gemacht. Die Qualität könnte zwar besser sein (Abenddämmerung und Plexiglas vor dem Schild) aber mit etwas Vergrösserung sollte es trotzdem lesbar sein: Taxipreise ab Flughafen Palma
  • Attentate und Tourismus

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    BernatB
    Attentate und Tourismus Bedauerlicherweise hat das Attentat im Nationalmuseum von Tunis die Beziehung zwischen Terrorismus und Tourismus wieder einmal in die internationalen Schlagzeilen gebracht. Es gibt kaum eine Wirstchafsbranche in der sich die Folgen eines Attentats – oder anderen transzendentalen Ereignissen - so schnell bemerkbar machen wie im Tourismus. Die unmittelbaren Folgen des Anschlags in Tunis sind, dass die Kreuzfahrtgesellschaften ihre Stops von Tunis in andere Mittelmeerhäfen verlegen, z. Bs. nach Palma, und es zu massiven Stornierungen von schon gebuchten Reisen, nicht nur nach Tunesien sondern in andere, nordafrikanische/islamische Länder kommen wird, und dass die zukünftigen Buchungen von Pauschalreisen in diese Länder zu Gunsten von Buchungen in ‘sicherere’ Länder leiden werden. Vor allem die Inseln europäischer Länder wie Spanien und Italien werden von dieser Situation profitieren, allen voran die Balearen und die Kanaren. Der Schaden des einen führt gezwungenermassen zum Vorteil des anderen. In 2010, kurz vor dem “arabisichen Frühling”, besuchten etwa 7 Millionen Touristen/Jahr das Land Tunesien (das sind weniger als 70% der jährlichen Besucherzahl von Mallorca). Durch die politischen Ereignisse in Nordafrika erlitt Tunesien einen Einbruch von über 40% der Touristen. Man hatte Hoffnungen dass man in 2015 einen Grossteil dieser Touristen wieder zurückgewinnen könnte. Nach dem Attentat letzter Woche wird das wohl kaum mehr möglich sein. Attentate und Vorkommnisse wie der “arabische Frühling” haben unmittelbare Folgen, die Touristen ändern ihr Buchungsverhalten sofort. Aber fast genauso schnell “vergisst” man diese Vorfälle und alles kehrt wieder zum alten zurück. Und auf genau das hatten die Tunesier ihre Hoffnungen gesetzt … bis zum Attentat letzter Woche. Oftmals in der Vergangenheit haben unvorsehbare Ereignisse den Tourismus “durcheinanandergebracht”. Vor vielen Jahren war es einmal ein Erdbeben in Montenegro. Jahre später Attentate auf dem Kreuzfahrtschiff “Achille Lauro” oder im Ägyptischen Museum in Kairo, Bürgerkrieg im vormaligen Jugoslawien, die politische Situation in Israel oder Griechenland, der “arabische Frühling”. Und immer haben Länder wie Spanien oder Italien den von den Krisenländern abwandernden Tourismus ‘aufgefangen’. Das wird auch dieses Mal so sein. Die Touristen wollen Sicherheit und Stabilität, und das ist vor allem in bekannten, europäischen Ländern so gut wie gewährleistet. Der französische Premierminister hat diese Tage klar gesagt dass die Frage nicht ist ob es in Europa zu Attentaten des IS kommen kann sondern wann und wo. Tatsache ist, dass die europäischen (generell, die westlichen) Sicherheits- und Informationsdienste nicht nur gut funktionieren (in Spanien werden mit relativer Frequenz potentielle, islamische Terroristen festgenommen) sondern auch die generellen Sicherheits- und Überwachungskontrollen. Dazu kommt, dass die Möglichkeit ein Attentat auf den Inseln durchzuführen mit kaum überwindbaren Schwierigkeiten verbunden und somit fast auszuschliessen ist. Wie in anderen Beiträgen in MALLORCA INSIDE schon angesprochen erwartet man in 2015 auf Mallorca wieder ein ausgezeichnetes Touristikjahr (manche sprechen sogar von einem Rekordjahr). Die nahe Zukunft wird zeigen ob sich die vorgesehenen Buchungszahlen durch die Situation in Tunesien – zum Leidwesen der einen und zum Vorteil der anderen – noch verstärken werden.
  • Kreuzfahrthafen Palma

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    BernatB
    Kreuzfahrthafen Palma Palma hat sich zum 5.-grössten Kreuzfahrthafen Europas gemausert. Laut den letzten, vorhandenen Daten besuchten im Jahr 2012 insgesamt 984.785 Kreuzfahrttouristen die Stadt, im Jahr 2013 dann schon 18% mehr. Auch 2014 hat wichtige Wachstumsratenzu verzeichnen (die genauen Zahlen wurden noch nicht veröffentlicht). Das traurige und verwerfliche Attentat in Tunis vor ein paar Tagen wird sich –bedauerlicherweise – in Form von mehr Stops/Aufenthalten von mehr Kreuzfahrtschiffen im Hafen von Palma bemerkbar machen. Die Rederei MSC hat schon angekündigt dass man den bei ihren Kreuzfahrten geplanten Stop in Tunis durch einen Stop in Palma ersetzen wird. In 2015 erwartet man im Hafen von Palma gut über 500 Kreuzfahrtschiffe. Ein Kreuzfahrttourist gibt bei einem Landaufenthalt im Schnitt € 65.-/Tag aus, im Falle eines Ein- bzw- Ausschiffhafens belaufen sich diese Ausgaben auf € 90.-. Somit liessen die Kreuzfahrttouristen letztes Jahr etwas über 70 Millionen Euros in Palma. Palma ist hauptsächlich ein Stop-over Hafen, nur ein kleiner Anteil aller Kreuzfahrtpassagiere geht in Palma an/von Bord.
  • Offizielle Beschwerdeformulare (Balearen)

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    BernatB
    Offizielle Beschwerdeformulare Ein Dekret des Tourismusrats der Balearenregierung vom Februar 2007 reguliert die Nutzung von Beschwerdeformularen für Touristen ("Hojas de quejas para servicios  turísticos" ). Hier wird festgehalten dass alle Nutzer einer touristischen Leistung das Recht haben sich über Mängel an einer erhaltenen Leistung zu beschweren. Diese Beschwerden können entweder durch ausfüllen eines offiziellen Beschwerdeformulars, oder durch Nutzung einer der dafür vorgesehenen elektronischen oder telematischen Vorgänge getätigt werden. Alle in Anhang II aufgeführten touristischen Leistungsträger sind verpflichtet ihren Gästen auf Anfrage ein Beschwerdeformular auszuhändigen. Die auszuhändigenden Beschwerdeformulare müssen die offiziellen Formulare sein, mit einem “3-Blattsatz” dessen Original weiss ist, mit jeweils einer rosa und einer gelben Kopie (os steht es im Gesetz, in der Praxis kann es vorkommen dass der Leistungsträger ein einziges Original überreicht das gar keine Kopien hat). Die Formulare müssen laut Anweisungen auf ihrer Rückseite ausgefüllt werden (auch das steht im Gesetz, aber ich habe noch nie Formulare mit Amweisungen auf der Rückseite gesehen). Die Touristischen Leistungsträger müssen in ihren Räumlichkeiten die Verfügbarkeit der Beschwerdeformulare auf katalanisch, spanisch, französisch, englisch und deutsch ausschildern. Auf dem gleichen Schild muss die Frist innerhalb der man die Beschwerde melden muss unmissverständlich und in den gleichen Sprachen erwähnt sein. Die Anbieter von All-inclusive Leistungen müssen deutlich ausschildern welche Leistungen in diesem All-inclusive Paket enthalten sind, alle andern Leistungen müssen mit ihren jeweilgen Preisen angegeben werden. Beschwerden können in allen erwähnten Sprachen, sowie in der Landessprache des Betroffenen formuliert werden. Die zuständige Behörde kann Privatübersetzungen machen, sollte eine offizielle Übersetzung notwenig sein oder solch eine vom Betroffenen verlangt werden geht diese Übersetzung zu Lasten des Betroffenen. Nach ausfüllen des offiziellen Beschwerdeformulars muss der Betroffene die rosafarbene Kopie dem Leistungsträger aushändigen, während er das Original und die gelbe Kopie einbehält. Das Original muss innerhalb einer Frist von 3 Monaten nach entstehen der Mängel and die zuständige Behörde auf einem der folgender Wege weitergeleitet werden:   a) Abgabe in einem Touristeninformationsbüro   b) Abgabe im Register der zuständigen Touristikbehörde   c) Abgabe in irgendeinem offiziellen Register irgendeiner Behörde   d) Auf dem Postweg in dem dafür vorgesehenen Verfahren e) In einer Botschaft oder einem Konsulat, in Spanien oder im Ausland f) Auf irgendeinem anderen, gesetzlich vorgesehenen Weg Der Betroffene muss, zusammen mit dem Original des Formulars, einen Beleg erbringen dass er der Betroffene der mangelhaften Leistungen ist. Ebenfalls sollten Beweise wie Rechnungen, Quittungen, Kassenbelege u.ä. beigefügt werden. Alle Behörden oder Institutionen bei denen eine offizielle Beschwerde abgegeben wird sind verpflichtet diese an den Tourismusrat der Balearenregierung weiterzuleiten. Nach Eingang des Beschwerdeformulars bestätigt die zuständige Behörde schriftlich den Empfang innerhab einer Frist von 10 Tagen, Frist in der der Erhalt derBeschwerde auch dem betroffenen Leistungsträger mitgeteilt wird soweit bei den vorherigen Ermittlungen belegt werden kann dass die Beschwerde berechtigt ist. Sollte die Beschwerde nicht berechtigt sein bedeutet das das Ende des Vorgangs und der Betroffene wird dementsprechend informiert. Bei einer berechtigten Beschwerde muss der Leistungsträger innerhalb einer Frist von 3 Monaten Stellung nehmen. Nach Erhalt der Stellungnahme entscheidet die zuständige Behörde ob ein Sanktionsverfahren eingeleitet oder der Vorfall ohne Folgen beendet wird. Der Betroffene wird dementsprechend informiert. Sollte innerhalb der Ermittiungen festgestellt werden dass die beanstandeten Mängel eventuelle Verstösse gegen das Gesundheits- oder Umweltgesetz beinhalten leitet die Tourismusbehörde diese Vergehen automatisch an die zuständigen Behörden weiter. Sollte der Betroffene entscheiden die Beschwerde während den Ermittlungen zurückzuziehen wird das Verfahren eingestellt Sollten die Beschwerden mittels elektronischen und telematischen Medien eingereicht werden müssen die dafür gesetzlich geregelten Vorgänge genutzt werden, sowohl was die Identifizierung des Betroffenen als auch der Anhang von Beweismitteln anbelangt. Anhang II: Hotels Touristische Apartements Ferienwohnungen Campingplätze Fincas, Fincahotels Reisebüros Restaurants, Cafeterias, Bars, andere touristische Leistungsträger (laut Artikel 34.4 des Gesetzes 2/1999) Diskotheken, Nachtclubs und touristische Vergnügungszentren Wohnungen die für touristische Nutzung zugelassen sind ANMERKUNG: Diese Regulierung der Nutzung von Beschwerdeformularen trifft nur für touristische Leistungen der gelisteten Leistungsträger zu. Für Beschwerden oder Anzeigen aller anderen Produkte oder Dienstleistungen müssen die im Verbraucherschutzgesetz festgelegten Formulare und Vorgänge genutzt werden.
  • Bernats Kolumne: Kommentare/Fragen

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    Letzter Beitrag: von Günter/HolidayCheck
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    Günter/HolidayCheckG
    Ja ---Sonnenkind und Du hattest die Idee zum zusätzlichen Fragethread---Du siehst---verwirklicht. Wir haben dann nur die Headline modifiziert. Danke nochmals für den Tipp!