Wie findet Ihr eigentlich die ganzen Aussteiger-/Aussiedler-Doku`s auf RTL und Co. ??
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Hallo,
ich weiss nicht, ob dieses Thema hier reinpasst oder doch besser ins Fun.
Aber egal !Sicher habt Ihr schon die Doku`s über "neues Leben" im Ausland, verlassen Deutschland, also die ganzen Aussteiger-Berichte von RTL, Kabel oder sonstwo (nagelt mich nicht, weiss nicht genau, wer was sendet) gesehen.
Also wo`s darum geht, irgendwo auf der Welt ein neues Leben zu beginnen !
Wie findet Ihr das !
Real oder nur "Mache" ?
Findet Ihr es gut, dass so intensiv über`s Verlassen Deutschlands berichet wird ?
Ich bin da etwas sketisch und nicht sicher, ob solche Sendungen für mich hilfreich wären, wenn ich Ähnliches vorhätte..???
Erwin
P.s. liebe Admins, wenn`s hier nicht reinpasst, bitte verschieben. -
Hömma, es ist sicher nicht hilfreich, wenn ein des Englischen nicht im Mindesten mächtiges Paar, das Kanada nur aus dem Fernsehen kennt, mit **** und Pack in die Einöde von New South Wales auswandert ...
Auch ein norddeutscher Bäcker, der in Spanien die 35Stdn Woche einführen will, sollte dir nicht unbedingt als Beispiel dienen ...!?

Allerdings gibt´s auch Leute, die sich richtig Gedanken gemacht haben und tatsächlich wacker vorankommen (z.B.Conny mit dem Ferienhaus in Texas). Die Gegenveranstaltung: Verschnarchte Ostwestfalen, die auf den Canaren Eis verticken wollen und noch nicht mal den Supermarkt finden ...
Ich glaube eigentlich schon, dass diese Geschichten alle authentisch sind, sehr wahrscheinlich deutlich gestrafft, aber immerhin im Plot echt.
Bei den ganz Blöden wünschte man allerdings, sie wären gefaked!!
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Ich sags mal so. Wenn man genug Startkapital hat, sich zuvor schon nach nem Job erkundigt hat und dort dann auch ein Dach über dem Kopf hat, nichts einzuwenden.
Hier aber seinen sicheren Job aufgeben, aufs gerade Wohl mit 5000 Euro nach z.B. Neuseeland auswandern, das halte ich schlicht und einfach für BLÖD.
Ebenso sollte man sein "Wunschland" zuvor schon bereist haben, um sich über alles Mögliche schlau machen zu können. Preise von Lebensmittel, Mietpreise (werden oft wöchentlich abgerechnet), Nebenkosten, Autokosten usw.
Die Landessprache sollte man auch wenigstens etwas sprechen und verstehen können.
Es gibt tatsächlich Paare, die ihre sichere Zukunft in D aufgeben und mit 3 oder 5000 Euro in der Tasche auswandern. Sie wundern sich dann über die Preise allgemein und denken gerade, man habe dort auf sie gewartet.Da lob ich mir die Reimans aus Texas. Alles richtig gemacht

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Am besten fand ich auch die beiden die auf Teneriffa eis verkaufen wollten aber dann so dämlich waren ihre geldbörse im auto zu lassen und dann auch prompt beklaut wurden. Wie kann man nur so naiv sein. Viele auswanderer gehen total naiv und unvorbereitet an sowas ran. Nur deswegen finde ich diese Sendungen schon recht unterhaltsam. Und wenn man sich überlegt das die Geld von den TV Sendern bekommen damit man sie begleiten darf dann versteht man auch warum so viele sich filmen lassen. lg
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Ich bewundere die Leute, die sich gewissenhaft darauf vorbereiten.
Die können die Sprache, waren ÖFTER in dem Land um zu sehen ob es ihnen wirklich gefällt, haben eine Wohnung und vor allem vor Abflug einen Job in der Tasche!
Für alle anderen schafft Vox ja neuerdings auch das passende Format
------->>>> "Die Rückwanderer"

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Hallo,
ich sehe mir die Sendungen sehr gerne ab.
Zum Einen weil ich etwas über das Leben in anderen Ländern erfahre und zum Anderen weil ich immer wieder staune wie unbedarft und leichtfertig ja völlig realitätsfern viele Leute sich "auf und davon" machen.
Bei manchen denke ich mir, wenn die in Deutschland so geschuftet hätten wie sie es im Ausland tun, wären sie vielleicht auch hier zu etwas gekommen.
Jetzt bin ich gespannt auf Die Rückwanderer. Wird bestimmt recht unterhaltsam.
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Ich frage mich oft ob es wirklich real ist - oder wirklich gestellt.
Letzte Woche gehen zwei Niederrheiner in die Schweiz. Er kündigt hier seinen Job und fängt dort evtl. vielleicht bei einer Zeitarbeitsfirma an. Steht aber alles noch in den Sternen.......Die beiden haben sage und schreibe 1000,00 € Reserve zum Überleben

Was das mit realistischer und ausgereifter Planung im Vorfeld zutun hat, weiß wohl nur der Fernsehsender.
Ander dagegen das Ehepaar mit 2 Kindern die wirklich sehr gut vorbereitet nach Südafrika gegangen sind. Aber auch die mußten die ursprüngliche Planung der Ferienwohnungs-Vermietung erst mal hinten anstellen und in anderen Job´s tätig werden. Sie fand eine Anstellung bei einer Steinfirma und beschafft Aufträge in wirklich tollen Ferienhäusern und Anlagen.
Diese Familie hatte soviel "Polster" das sie 1 Jahr lang überlegten konten auch ohne einen Job zu haben.
Das hört sich dann wieder realistisch an.
Ich stehe diesen Sendung recht zwiespältig gegenüber, oberwohl sich ein gewisser Unterhaltungswert nicht abstreiten läßt.
Mal sehen was die Rückkehrer so erzählen können.
Das schlimme ist nur, finde ich, das jedes Format mit guten Einschaltquoten ausgeschlatet wird: siehe Kochsendungen oder die ganzen Überraschungs- und Renovierungsstaffeln :?
Aber jedem dem es nicht gefällt, der hat ja die Möglichkeit den Sender zu wechseln oder den Fernseher auszuschalten

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Mittlerweilen gibt’s ja jetzt auch schon das Gegenstück. Ich weiß nur nicht wie das heisst.
„Gescheiterte Existenzen berichten“ oder „Oh, Du mein Heimatland, nie mehr werd ich Dich verlassen“ …
Ich hab mir auch schon gedacht das das alles gefaked ist, denn soviel Blödheit ist schon peinlich.
Vor einer Weile ist eine junge Familie nach Gran Canaria ausgewandert ohne jemals auf der Insel gewesen zu sein.
Der Papa hat sich im Hotel abgerackert und die Mutter hauste mit dem 2 jährigen in einer kärglich möblierten Wohnung mit Blick auf die Mülltonnen im Innenhof und beschwerte sich, dass es an der Promenade von Las Palmas keinen Sandspielplatz gibt und das die Randsteine so hoch sind, das man mit dem Buggy nicht drüber kommt.
Heutzutage ist das doch immer mehr gang und gäbe, dass sich der Zuschauer wohlig auf dem Sofa räkelt, während sich andere für mehr oder eher weniger Geld zum Deppen der Nation machen. Egal ob Dschungelcamp, DSDS oder „wir wandern aus“ …. Ein Trend, den ich persönlich nicht begrüsse, denn dadurch wird es so langsam immer normaler und alltäglicher, sich am Leid bzw. an den Fehltritten anderer Menschen zu weiden. -
Holzmichel wrote:
Wie findet Ihr das !Wenn man den Ton abdreht, erträglich.
Holzmichel wrote:
Real oder nur "Mache" ?Wird schon die eine od. andere Folge geben, die einen Bezug zur Realität hat. Aber ich denk, das meiste ist erstunken und erlogen.
Die Folge über die 3 Ösis, die in Thailand eine Strandbar aufmachen wollten (wie originell, eine echte Marktlücke!!!) war getürkt. Die 3 "Laienschauspieler" sind nach Ende der Dreharbeiten mit dem Filmteam wieder nach Hause gefahren, die Strandbar steht seither leer.
Ist's in D wirklich so schlimm, dass alle weg wollen? Wenn man die Sendungen sieht, hat's fast den Anschein.
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Ein Bauer, der auch eine Frau durch das TV suchte, ist -lt.Zeitung- vor einiger Zeit ausgestiegen und hat sich in psychiatrische Behandlung begeben, weil er den durch das Fernsehteam ausgeübten Druck nicht mehr verkraftet haben soll. Die meisten Szenen sollen mehrfach gedreht worden sein, bis das TV-Team endlich zufrieden gewesen sei.
Es ist sicherlich nur eine kühne Vermutung, dass es in den in diesem Thread genannten Sendungen genauso zugeht ...
Trotz dieses Wissens haben, wie Berliner1963 richtig sagte, solche Sendungen irgendwo auch einen Unterhaltseffekt, wie man an den Zuschauerzahlen sehen kann.
Die Frage ist, ob es genauso viel Spaß machen würde, NUR Leute zu sehen, die gut vorbereitet auswandern, also mit ordentlich Knete in der Tasche, mit den erforderlichen Infos und Sprachkenntnissen im Kopf und vielleicht sogar schon mit einem Job in der Tasche.
Ich würde nicht soweit gehen, zu behaupten, dass sich Menschen am Leid anderer Menschen weiden. Sich weiden hat für mich auch was mit positivem Nervenkitzel, mit (Schaden-)Freude zu tun. Soweit möchte ich nicht gehen. Aber es ist bekannt, dass Menschen vom Leid anderer Menschen stärker berührt werden und deshalb diesen Menschen auch mehr Aufmerksamkeit widmen. Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, schlechten Nachrichten mehr Aufmerksamkeit zu widmen als guten Nachrichten. Wir schauen gebannt zu, wenn im TV Filmberichte aus Kriegsgebieten gesendet werden, wir fahren langsamer an Unfallstellen vorbei und starren zu den Unfallfahrzeugen hin und wir lesen mit Schaudern Nachrichten über Kindermorde etc.
Manche dieser Auswanderersendungen sehe ich auch, wenn es Berichte sind aus Ländern, in denen ich selbst schon gewesen bin. Gestern z.B. lief eine Sendung XXL-mein neues Leben (oder so ähnlich). In diesem Bericht ging es um Hollywood, bzw. um Leute, die nach L.A. auswanderten. Dabei ging es mir mehr darum, Orte wieder zu erkennen, an denen ich selbst schon mal gewesen bin. Das ich dabei die für mich zum Teil peinlichen Auftritte bzw. Unterhaltungen sehen musste, ließ sich leider nicht vermeiden.
Gruß, Hardy -
chriwi wrote:
Ist's in D wirklich so schlimm, dass alle weg wollen? Wenn man die Sendungen sieht, hat's fast den Anschein.Dazu paßt dann mein Gedanke:
ob es in anderen Ländern denn wirklich sooo viel besser ist - ist man Freunde, Familie und seine Heimat verlaßt, das ganze Sozialsystem - das hier nicht wirklich schlecht ist - auf gibt um einem Traum hinterher zu reisen.........?
Oder ob man nicht ab und zu mal die Koffer packen sollte und einfach mal dorthin in Urlaub fährt ?
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Hardy01 wrote:
Die Frage ist, ob es genauso viel Spaß machen würde, NUR Leute zu sehen, die gut vorbereitet auswandern, also mit ordentlich Knete in der Tasche, mit den erforderlichen Infos und Sprachkenntnissen im Kopf und vielleicht sogar schon mit einem Job in der Tasche.Ich denke, das meiste ist inszeniert und wird so lange gedreht, bis es dem Regisseur passt. Sämtliche Klischees werden bedient, die Aussteiger machen fast alle Anfängerfehler, damit wir uns zu Hause auf die Schenkel klopfen können. Die tollsten Szenen bei "Wer wird Millionär?" sind ja auch die, wo einer für eine 500 Euro - Frage zu doof ist.

Ist doch gut, wenn man im TV Leute sieht, die (noch) depperter sind, als man selber ist.

@Berliner: Meine Frage war natürlich provokant und rein rhetorisch. Ich kenn viele Deutsche und weiß ganz gut Bescheid über die wirtschaftliche Situation, Arbeitsmarktprobleme, etc... bei euch.
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Hardy01 wrote:
Ich würde nicht soweit gehen, zu behaupten, dass sich Menschen am Leid anderer Menschen weiden. Sich weiden hat für mich auch was mit positivem Nervenkitzel, mit (Schaden-)Freude zu tun. Soweit möchte ich nicht gehen. Aber es ist bekannt, dass Menschen vom Leid anderer Menschen stärker berührt werden und deshalb diesen Menschen auch mehr Aufmerksamkeit widmen. Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, schlechten Nachrichten mehr Aufmerksamkeit zu widmen als guten Nachrichten. Wir schauen gebannt zu, wenn im TV Filmberichte aus Kriegsgebieten gesendet werden, wir fahren langsamer an Unfallstellen vorbei und starren zu den Unfallfahrzeugen hin und wir lesen mit Schaudern Nachrichten über Kindermorde etc.Richtig ist, dass die Leute berührt werden. Die Frage ist nur in welcher Form. Ich bleib dabei und behaupte das es eine Art Schadenfreude ist. Einfach miterleben zu können wie doof manche Mitmenschen sind ist für einige ein reiner Genuss. Vielleicht dient es auch unbewußt zur Stabilisierung des eigenen Ichs, so nach dem Motto „ich wär ja nie so doof“ …
Jackfruit wrote:
....aber es stimmt auch, dass die meisten Auswanderer NICHT wieder in die BRD zurück kommen, denn arm sein kann man auch woanders!Schon richtig, aber „bequemer“ als in Deutschland arm zu sein ist es woanders wohl kaum.

Hier gibt’s Hartz IV und andere soziale Hilfen für unschuldig oder durch eigenes Verschulden Gestrauchelte.
Auf Dauer gibt sich sicher keiner mit einer Wellblechhütte mit Meerblick zufrieden. -
Ein Kollege von mir ist mit seiner Frau und einem Kleinkind nach La Gomera ausgewandert. Arbeit hatte er dort keine. Er wolllte wohl Gelegenheitsjobs annehmen. Inzwischen ist er wieder zurück. Es hat mit der ärztlichen Versorgung gehapert. Mit einem kleinem Kind ist das auch so eine Sache.
Eine Kollegin hat jahrelang in Griechenland während der Urlaubssaison auf Kreta gearbeitet. Macht es auch nicht mehr weil sie dort nichts für ihre Rente eingezahlt hat. Ihr war die soziale Sicherheit dann doch lieber.Bei einer Sendung war eine Familie in Spanien mit nur 2000€ ohne Sprachkenntnisse ohne Job und mit kleinem Kind. Finde ich unverantwortlich. Wenn dann sollte man entweder genug Geld haben oder sich vorher dort einen Job besorgen und sich Sprachkenntnisse aneignen. Der Mann irrte rum und bekam einfach keinen Job. Er meinte dann nie wieder nach Deutschland, wenn es hier nicht klappt versuchen wir es in Portugal.

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Hallo,
ich finde auch das diese Sendungen eine gewissen Unterhaltungswert haben.
Es gibt Leute die man bewundern kann. Die haben sich im Vorfeld informiert und wissen auch was sie tun.
Aber bei manch anderem hat man das Gefühl, die wandern aus, um mal ins Fernsehn zu kommem.
Kein Geld, kein Dach überm Kopf, keine Arbeit aber auswandern!
Gruss
Rosi -
rosi0808 wrote:
ich finde auch das diese Sendungen eine gewissen Unterhaltungswert haben.
Es gibt Leute die man bewundern kann. Die haben sich im Vorfeld informiert und wissen auch was sie tun.Bewunderst Du auch McGyver od. Rambo? Diese Sendungen sind i.d.R. genauso inszeniert und erfunden wie Serien od. Spielfilme.
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Eigentlich finde ich diese Sendungen ganz interessant, manchmal kann man sich auch über die Dummheiten die dort begangen werden nur kaputtlachen !

Am schönsten ist es jedoch immer, wenn die Leute am Abflughafen stehen, sich noch von dem " beschi... Deutschland" verabschieden und dann in der neuen Heimat jammern, wie schön es doch eigentlich in Deutschland war !
LG mistto
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Der Sehnsucht nach dem Anderswo
kannst Du wohl nie entrinnen -
nach drinnen, wenn Du draussen bist,
nach draussen, bist Du drinnen!
Drinnen duften die Äpfel im Spind,
prasselt der Kessel im Feuer.
Doch draußen pfeift Vagabundenwind
und singt das Lied vom Abenteuer....