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5279 Ergebnisse für Suchbegriff Ibiza

Vueling

Grenzenlose Enttäuschung: München – Rom – Sizilien – Rom -München mit vueling

 

Eigentlich nicht zu glauben, aber dennoch so geschehen:

 

Am 31.08.2015 flogen wir pünktlich mit vueling von München nach Rom.

 

Am 04.09.2015 ging es weiter nach Sizilien. Zunächst war kein Flugzeug da. Als das Flugzeug eintraf, gab es aber kein gate. Irgendwann wurden wir mit Bussen zum Flugzeug gefahren. Starten konnten wir aber trotzdem nicht. Das Gepäck fehlte. Als dieses im Flugzeug war, fehlte nun die Startgenehmigung. Letztendlich sind wir mit 2.5 h Verspätung gestartet. Unser privater Transfer auf Sizilien hat trotz Terminkollisionen aufgrund dieser Verzögerung gewartet und uns glücklicherweise zum Hotel gefahren. Bereits am Gepäckband fiel uns auf, dass die Koffer durchnässt waren. Offensichtlich hat man sie in Rom längere Zeit im Regen stehen lassen. Beim Auspacken stellten wir fest, dass auch der Inhalt nass war. Kleidung und Schuhehaben wir getrocknet; die Bücher sind natürlich durch die Feuchtigkeit irreversibel beschädigt.

 

 

Am 11.09.2015 sollte es via Rom von Sizilien zurück nach München gehen. In Rom mussten wir umsteigen und hatten hierfür 1 h 30 min Zeit. Bereits am Morgen im Hotel sahen wir im Internet, dass der Flug 40 min Verspätung haben soll. 2 h vor Abflug am Flughafen in Catania angekommen, war der Flug dennoch ohne Verspätung gemeldet. Trotzdem fragten wir bereits beim Einchecken nach unserem Anschlussflug. „There is no problem“, wurde uns geantwortet. Nachdem aber wieder lange Zeit kein Flugzeug da war, sind wir mit 2.5 h Verspätung nach Rom gestartet. Der Anschlussflug Rom - München hatte nur etwa 30 min Verspätung. Somit flog das Flugzeug ohne uns und etwa 30 weitere Passagiere. Während des Fluges nach Rom wurde uns auf Nachfrage (!) ein vueling-Schalter am Flughafen Rom Fiumicino genannt, an den wir uns wenden sollten. Nachdem wir diesen Schalter nach längerer Suche gefunden hatten, erhielten wir die Auskunft, dass die Dame lediglich die Aufgabe hätte, den Reisenden mitzuteilen, dass Flüge verspätet seien und an welchem gate diese Flüge gegebenenfalls starten würden. Wir müssten wieder quer über den ganzen Flughafen zurück zum anderen Terminal gehen. Dort wäre jemand für uns zuständig. Wieder angekommen, sahen wir viele Menschen in einer Warteschlange anstehen. Nach inoffziellen Informationen soll es sich um insgesamt 37 Personen, die ihren Flug verpassten, gehandelt haben. Die ersten anstehenden Mitreisenden erhielten einen Direktflug nach München am kommenden Vormittag. Alle anderen mussten am nächsten Vormittag nach Barcelona fliegen, um nach vierstündigem Aufenthalt von Barcelona nach München zu kommen. Wir sollten noch schnellstens unsere Koffer am Gepäckband abholen, weil wir nun mit einem Bus in ein Hotel gefahren werden. Seit der Landung waren mehr als 3 Stunden vergangen. Es war inzwischen etwa 20.00 h. Nun war das Gepäck sämtlicher Fluggäste nicht auffindbar; wir sollten ohne Gepäck ins Hotel fahren, d. h. ohne Waschsachen, Kleidung, etc. Im Hotel bekamen wir ein Abendessen und konnten anschließend bis 3.15 h morgens schlafen. Wir erhielten um 3.30 h ein Frühstück. Der Bus holte uns um 4.00 h ab und fuhr uns wieder zum Flughafen. Um 7.15 h sollte der Flug nach Barcelona abfliegen. Punkt 7.15 h kam die Crew an das gate und ging an der Warteschlange der Fluggäste vorbei insFlugzeug. 5 bis 10 min später kam eine zweite Crew an das gate, sprach kurz mit dem dortigen Mitarbeiter, telefonierte und ging dann wieder. Mit nur (!) einer Stunde Verspätung starteten wir nach Barcelona. Der Flugkapitän sagte etwas von„problems with the requirement of the crew“ durch und entschuldigte sich sogar für die Verspätung.

 

 

In Barcelona angekommen, mussten wir nun bis zum Nachmittag warten, bis es weiterging nach München. Wir trafen andere vueling-Fluggäste, deren Maschine nach Ibiza wurde ohne Angabe von Gründen komplett gestrichen. Die Passagiere wurden sukzessive auf nachfolgende Maschinen verteilt. Nach München flogen wir mit nur ein paar Minuten Verspätung los.

 

Nach inzwischen 30-stündiger Reise von Sizilien nach München erlebten wir hier nun eine weitere Überraschung: Sämtliche Koffer aller Mitreisenden waren nicht da! Der aufzusuchende Schalter war relativ schnell zu finden. Die zuständige Dame konnte „Pfaffenhofen“ nicht schreiben und äußerte Missfallen über diesen Ansturm. Zwecks Registrierung der vermissten Gepäckstücke bekamen wir Zettel mit Abbildungen verschiedener Koffer. Wir sollten nun ankreuzen, wie unsere vermissten Gepäckstücke aussehen. Leider waren die Kopien so schlecht, dass alle abgebildeten Koffer durch ein einheitliches schwarzes Rechteck dargestellt waren. Bedauernswerterweise hatte die Dame keinen einzigen Stift, nicht einmalf ür sich selbst. Selbstverständlich wühlten wir in unserem Handgepäck und halfen der Firma vueling gerne mit Schreibmaterial aus. Auf Nachfrage hin erhielten wir die Auskunft, dass die Koffer in zwei bis drei Tagen nachgeliefert werden würden, obwohl Koffer niemals ohne Passagiere reisen dürften!

 

 

Nachdem wir am 14.09.2015 immer noch keine Nachricht über den Verbleib unserer Gepäckstücke hatten, riefen wir beim vueling Gepäckservice an. Nach etwa 20 min in der Warteschleife meldete sich immerhin jemand in spanischer Sprache. Wenn man zu verstehen gibt, dass man deutsch oder englisch sprechen kann, kommt man wieder in die Warteschleife. Irgendwann spricht man tatsächlich jemand in deutscher Sprache. Man erfährt, dass nichts gefunden wurde. Unter gewissen Voraussetzungen, beispielsweise Einsendung aller Originalunterlagen wie Flugtickets und Gepäckscheine könnte man sich Ersatzkleidung, -schuhe, etc. kaufen. Diese Aussage bekommt man aber nicht schriftlich; es wird nur ein Band am Telefon abgespielt und man muss schnell mitschreiben. In diesem Fall ist es von Vorteil, wenn man über Stenografiekenntnisse verfügt. Auch eine Zusendung dieserBedingungen per Mail wird kategorisch abgelehnt.

 

Am 14.09.2015 abends ging einTelefonanruf ein, die Gepäckstücke wären gefunden, befänden sich in München und würden in den nächsten Tagen geliefert. Nachdem sich per Zufall herausstellt, dass wir nicht in München wohnen, sagt die Dame, dass es schwierig werden würde mit einer Lieferung. Man hätte aktuell niemand, der 200 km weit Gepäckstücke fahren kann. Es würde also dauern mit der Zustellung. Warum wir im vueling-System als in München wohnend erfasst sind, bleibt ungeklärt. Die Dame am Telefon verfügt über unzureichende Deutschkenntnisse und hat Schwierigkeiten, die richtige Postleitzahl einzugeben. Sie fragt nach Zustellungswünschen vormittags, mittags oder abends. Ich sagte ihr, das Gepäck sollte so schnell wie möglich angeliefert werden, egal zu welcher Tageszeit. Sobald ich die Lieferzeit kenne, würde ich dafür sorgen, dass jemand zu Hause ist. Aufgrund der fehlenden Sprachkenntnisse hat die Dame diese Aussage aber offensichltich nicht verstanden: Am 16.09.2015 um etwa 9.00 h morgens stand jemand ohne Vorankündigung mit dem Gepäck vor der Tür. Wir hatten großes Glück! Eine Stunde später wäre niemand zu Hause gewesen!

 

 

Dies war nun unsere Flugreise mit vueling! „Sempre più grandi!“ steht auf dem vueling-Transparent in Rom am Flughafen.

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Chilliger Partyurlaub in netter Umgebung für 8 in Ferienhaus... Und es ist nicht einfach!

@cheers sagte:

Hallo ihr Lieben!

Guten Morgen! :?

-Faliraki: geht da das Griechenland-Flair wegen der vielen Engländer verloren?

gibts da ansonsten noch mehr nennenswerte SANDstrände?

Faliraki?! Griechenlandfeeling?! :laughing: nennen wir es doch lieber englandfeeling ohne regen & mit viel sonne. für griechenlandfeeling brauchst du den mietwagen!

Auf rhodos wär die beste alternative mit flair & internationalem publikum rhodos stadt. uralte griechische stadt ist mit einem touriort wie faliraki nicht im geringsten zu vergleichen.

-Novalja: gibts da auch ne ruhigere Clubszene, Zcre scheint zumindest auf youtube extrem heftig, aber vllt täuschts ja auch... Für 3-4 mal wär das ja ok, aber Ausweichmöglichkeiten wären schön..

ausweichmöglichkeiten auf pag? dort gibts nur die stadt novalja und den strand zrce. ende. vielleicht mal einen abend in der ca. 15km entfernten "stadt" pag.

man muss aber jetzt dazu sagen, dass in euren geplanten letzten 2 augustwochen die peakseason punkto party bereits vorbei ist. es ist also nimmer sooo heftig.

ihr könnt aber natürlich auch mal gemütlich in der stadt an der hafenpromenade oder sonstwo bleiben. von einer clubszene würde ich aber direkt in novalja nicht zuviel erwarten.

novalja wird dennoch sehr voll sein ... dann auch mehr mit "normalen" urlaubern.

die strände sind von der beschaffenheit her noch um einiges gröber als lloret!

-Ayia Napa: hört sich alles soweit echt gut an, nur wie ist da die Hitze zu ertragen (hab gehört bis Mitte 40°C :shock1: )? Gehts oder geht man ein??

nunja, jeder hat da ja ein andres empfinden. ich kann dir nur sagen, dass meine freundin mal genau zu so einer affenhitze vor ort war & folgendes: ihre liege war ca. 3m vom pool entfernt. sie is vom pool raus & bei der liege war sie staubtrocken!

das problem bei so ner affenhitze ist ja 1) das es dann echt überhaupt nie abkühlt & in der nacht nervt das sowohl beim feiern als auch beim schlafen (wer rennt schon gern wie ein wasserfall umher?!) & 2) heißts da beim feiern am strand unter tags ganz schön aufpassen mim alkohol, der sonne & der hitze. das macht ned jeder kreislauf mit.

-Kos: Hört sich ja soweit alles ganz gut an... Stimmts auch erfahrungsgemäß mit unseren Erwartungen überein?

kannst du gut vergleichen mit rhodos-stadt. schon viele briten (aber nicht die der schlimmsten sorte) aber doch sehr international. ... also ich geh mal davon aus, dass du kos-city meinst!!

wenn du in einen ort mit schönerem strand & auch bissl was zum weggehn am abend willst, dann wär auch tigaki ok. kos-city erreichst du von dort easy. sind ca. 8km.

einen großen bogen würd ich um kardamena machen. das war damals ärgstes engländergebiet!

-Chersonissos: Stimmt es, dass die Insel ansich nicht so viel schönes hergibt? Also mehr nur ausschließlich was fürs Partyfolk??

wer sagt denn sowas? wenn kreta nichts hergibt, was dann?!

aber die strandsituation in chersonissos würd ich mir mal genauer ansehen. ich finds nicht für strandfanatiker. & ein malerischer griechischer ort ists auch ned ...

-Lagos: wär bisher mein Favorit, aber vllt auch nur weil ich so wenig drüber weiß :p Wie siehts denn da so Thema Party aus? Hab bisher nur die Algarve BeachParty gefunden: sehr heiß;) Findet die regelmäßg statt? Weil die Landschaft da unten muss ja ein Traum sein!

tja, algarve ist algarve. was vergleichbares findest du im mittelmeer nicht.

teils kilometerlange & ewigbreite strände, dann wieder kleine sandbuchten oft mit keiner menschenseele, dahinter oft mehrere meter steilklippen. wenn ihr etwas glück habt, habt ihr 1A bedingungen fürs wellenreiten, kiten sowieso ... welches burschenherz schlägt da ned höher?!

dazu hat sich lagos noch richtig portugiesisches flair erhalten.

über die house-szene vor ort kann ich euch leider nicht viel sagen. vorhanden wird schon was sein, aber zuuuuviel würd ich nicht erwarten. vom rest werdet ihr sicher in keinster weise enttäuscht werden. doch, wenn ihr meerwasser mit badewannentemps erwartet! :rofl: mit mehr als 22grad max. dürft ihr da nicht rechnen!

Wegfallen tun für mich bisher: Mykonos(zu teuer:(), wohl auch Ios(konnte partout keine Ferienhäuser mehr zu finden...), Malta(is einfach net so meins) Lloret(und fragt jetzt bloß net warum!Da war iches ertse mal mit 14 :rofl: ), Rimini, Alanya denk ich auch...Playa del Ingles (wegen Sperrstd. und co...)

ios kann ich mir mit den apartments gut vorstellen. die gibts dort in dem sinn nicht wirklich. aber zimmer mit nur übernachtung oder ÜF sollte es noch genug geben. die insel ist aber klein & bietet euch sonst nichts, ausser ein paar abgelegene buchten. 2 wochen wären mir dort eindeutig zuviel! könnte man aber gut mit einer anderen insel kombinieren. zB santorin, wenn eure flieger dort ankommen.

so, nun zu orten die noch passen könnten:

ibiza: passt perfekt. ihr müsst euch nur über die hohen nebenkosten vorallem in den discos im klaren sein. aber es muss ja ned jeden abend ein vollrausch im privilege sein. im apartment is ma da ja flexibel! :D

bodrum & marmaris: nicht mit der AI-riviera zu vergleichen! die strände direkt an den orten sind aber eher bescheiden. nur-flug auch nicht so billig zu ergattern wie europäische ziele.

costa del sol: in marbella & umgebung eine schicke house-szene. fortgehn aber auch eher teurer. für nerja hab ich suuuuupergeile apartments/villen gefunden ... war ich aber leider noch nicht & habe daher keine ahnung wie es da mit el. musik aussieht. ist aber auch ein großer ort, also wird man schon nicht ganz verkümmern.

tolle flugangebote nach malaga & über die kulturelle umgebung mit granada, ronda, gibraltar, ... gibts sowieso keine diskussion.

mallorca: besteht ja nicht nur aus dem ballermann. ich hab in cala ratjada nette fincas & apartments gefunden. wird aber wohl im sommer heftig überlaufen sein, aber wo ists das nicht im august?! mit auto, roller oder fahrrad kann man dort ja leicht ausweichen unter tags.

Ps: ojeee, is das viel geworden :shock:

na was heisst ... :rofl:

@kessi: nein nein, damit stimm ich mit dir mal garned überein! das klingt jetzt vielleicht hart, aber das trifft vllt. auf von deutschen pauschaltouris überlaufenen destination zu, aber die hab sowohl ich, als scheinbar auch jessy bewusst aus vorabinfo ausgelassen.

in keinem der oben genannten orte wirsd du deutschen "schlager" hören bis auf chersonissos, teils vllt. faliraki (die beiden orte würd ich sowieso bei apartment-urlaub hintenanstellen) & ausgewähltes in cala ratjada.

selbst 2008 in lloret bekam ich gott sei dank nichts derartiges zu hören!

ist ja ganz nett am feuerwehrfest und hin&wieder mal 5mins pro woche im urlaub, aber nichts ist besser für party als elektrisches.

übrigens gibts diesbezüglich was hier im forum, was man sich zur hilfestellung nehmen kann: je mehr der ort hier genannt wird, je pauschaltouristischer ist er. zrce mal ausgenommen.

& selbst in den überrannten orten, wenn man einen bogen um läden macht, in denen einem schon die nationalflaggen & -trikots am eingang entgegenhüpfen, dann klappts auch mit der abwechslung.

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Reisebericht Paris

Guten Tag zusammen,

 

da ich nicht weiss wo man sonst einen Reisebericht schreiben bzw. erstellen kann, mache ich das einfach mal im Forum...vielleicht gefällt's ja jemandem :)

 

 

Reisebericht Sylvester in Paris

Tag 1 – 31.12.2009 – Silvester

Es ist 3 Uhr morgens. Der Wecker klingelt und verschlafen und träge steigen Sarah und ich aus dem Bett. Schnell unter die Dusche gesprungen um wenigstens etwas fit zu werden und die nötigstens Dinge in die Proviantkiste gesteckt. Die Taschen stehen bereit zum Einladen in Sarahs Ibiza. Die Fahrt beginnt verregnet und dunkel. Eine deutliche Besserung dieser Witterungsverhältnisse stellt sich innerhalb der knapp 7 Stunden Fahrt nicht ein. Mittags um 12h kommen wir auf dem Autobahn-Ring in Paris an. Wir schlängeln uns gekonnt durch die Rush-hour, die uns schon nach kurzer Zeit in die Verzweiflung stürzt. Nachdem wir mitten auf einer Kreuzung stehen und Autos von den Seiten auf uns zugefahren kommen, glauben wir nichtmehr an eine beulenfreie Fahrt. Eine Ecke weiter erreichen wir unser Hotel, das IBIS Montmartre Ornano. Der Stadtteil in dem es sich befindet könnte gut und gerne als Ghetto bezeichnet werden, was nicht nur an der Quote von farbigen Parisern hängen könnte. Eingeengt zwischen Pizzabude und verlassenem türkischen Markthaus lächelt es uns mit schöner Fassade entgegen und sticht so aus dem Grau in Grau des restlichen Boulevards hervor. Wir checken ein, verstauen unser Auto in der naheliegenden Parkhaustiefgarage und das Gespäck im offenen Schrank unseres Zimmers. Danach geht es erstmal auf zum Eiffelturm. Die nette Dame am Metro-Schalter hilft uns bei der Auswahl unserer Tickets und so zahlen wir für 3 Tage Bahnfahren im gesamten Stadtgebiet unschlagbare \ 25,00 für 2 Personen. Das Bahnnetz ist ausgezeichnet und übersichtlich, sodass wir den Turm auf Anhieb finden. Das Wetter hat sich bis auf eine graue Wolkenglocke auch verbessert und unsere Entscheidung den Schirm im Auto zu lassen haben wir nicht bereut. Die langen Schlangen unterm Tour de Eiffel veranlassen uns nur ein paar Fotos mit selbigen im Hintergrund zu schiessen und uns dann mit einem kleinen Umweg über den Trocadero, wo ein paar Streetdancer gerade ihre letzte Session dieses Jahres aufführen. Einen Moment später sitzen wir schon in der Bahn Richtung Hotel und hauen uns nach einem kleinen Abstecher zu Mc Donalds erstmal ein bisschen aufs Ohr.

Abends stehen wir dann wieder auf, machen uns frisch und starten unsere Tour ins nächste Jahr. Angefangen am Place de la Concorde, wo wir uns eigentlich mit 2 Bekannten getreffen wollen, die uns jedoch versetzen, geht unsere Reise weiter über den Champs Elysses. Die ersten Schaufenster werden hier in weiser Voraussicht auf die kommende Nacht mit Brettern vernagelt und die Polizisten stehen schon mit kompletter Panzerung im Spallier. Etwas eingeschüchtert durch diese Eindrücke kämpfen wir uns durch das Gedränge entlang der Läden und Geschäfte, Bars und Restaurants bis zum Arc de Triumph. Von dort aus entschlie゚en wir uns den Jahreswechsel doch lieber an der Sacre Coer zu verbringen und starten die Fahrt in der überfülltesten Bahn die ich je erlebt habe. Boxend schaffen wir den Ausstieg an der Station Anvers und besteigen nun den einzigen Berg von Paris. Hier sieht das Menschenbild schon wieder ganz anders aus. Viele Deutsche und sogar einige mit Raketen und Knallern im Gepäck. Das Bonne Annee erklingt aus der Ferne, wird aber von den „frohes Neues“-Rufen übertönt. Der Eiffelturm glizert im Hintergrund und wir machen uns nach einer Flasche Sekt langsam auf den Weg zum Hotel, weil wir Angst haben, dass uns was passiert. Einen vertrauenswürdigen Eindruck haben wir bisher noch nicht von der Stadt der Liebe gewonnen, aber es sind ja auch noch ein paar Tage. Erschöpft und froh über unsere Unversehrtheit sinken wir ins Bett und schlafen kurzdarauf ein.

Tag 2 – 01.01.2010 – Neujahr

Nach dem Aufstehen und einer erfrischenden Dusche machen wir uns erstmal über unserer Reiseproviant zum Frühstück her. Da heute auch in Paris ein Feiertag ist, beschliessen wir erstmal zum Finanzdistrikt La Defense zu fahren. Hier befindet sich der Grande Arche, der mit dem Triumphbogen und dem „Kleinen“ am Louvre eine (Sicht-) Linie durch die Pariser Innenstadt bildet. Ein architektonisches Meisterwerk, welches nicht nur aus der Nähe riesig und zugleich offen und zerbrechlich wirkt. Nach ein paar Schnappschüssen erkunden wir noch etwas die Umgebung und bestaunen die Hochhäuser, um uns dann kurze Zeit später im Bois de Bologne wiederzufinden. Die „Lunge der Stadt“ wirkt im kalten und trüben Winteroutfit eher ziemlich blass und nicht so einladend wie wir es erwartet hatten. Im Sommer wird es hier sicherlich schöner sein, sodass wir schon einen Grund mehr haben diese Stadt auch nochmal bei gutem Wetter zu besuchen. Einige Metrostationen entfernt begenen wir der Kirche von Notre Dame. Vom Glöckner ist weit und breit keine Spur, jedoch von hunderten Besuchern die sich auf dem davor gelegenen Platz die Beine in den Bauch stehen, um in diese Kathedrale zu gelangen. Es scheint fast so als wäre die Kirche der einzige Ort in ganz Paris der Touristen am heutigen Neujahrstag einen kulturellen Einblick gewährt. Da unsere Füße bereits schmerzen entschließen wir uns diese Einblicke zu ersparen und uns im Hotel lieber kurz zu erholen. Gesagt, getan, stehen wir einige Stunden später, es ist bereits dunkel, auf einer vielbefahrenen Straße in einem der Vergnügungsviertel der Stadt, um uns die wohl berühmteste „nachgemachte“ Windmühle Frankreichs anzuschauen. Die verlockenden Rufe der Damen aus dem Moulin Rouge können uns nicht locken und nach etlichen Schnappschüssen versuchen wir uns per Karte in Richtung Montmartre zu bewegen. Nach dem schleppenden Aufstieg steht uns heute ein atemberaubender Blick zur Verfügung. Die sternenklare Nacht begrüsst uns mit einem Ausblick über die komplette Innenstadt und läd zum Träumen ein. Im Gedenken an unsere gemeinsame Zukunft erleuchten wir noch zwei Kerzen, die uns das Licht für das neue Jahr bringen sollen und lassen die weisse Kirche hinter uns liegen, damit wir uns an den „Abstieg“ zu unserer Nachtresidenz machen können.

Tag 3 – 02.01.2010 – Samstag

Ein eiskalter aber fröhlicher Morgen lässt uns früh, jedoch vielleicht nicht früh genug erwachen. Als wir einige Bahnkilometer später vor bzw. unter dem Eiffelturm stehen wird uns bewusst, dass wir uns noch eher aus den Betten hätten quälen sollen. Eine 2-stündige Schlange steht uns bevor, ehe wir uns auf die zweite Plattform befördern lassen können. Die Spitze wurde aufgrund Überfüllung und schlechten Wetters zwischenzeitlich geschlossen. Fröstelnd machen wir uns auf den Weg nach unten, nachdem wir den Blick von allen Seiten bestaunt haben. Für den Abstieg nutzen wir jetzt allerdings das Treppenhaus, wodurch sich ein Warten erübrigt und wir einige Minuten später schon wieder in der Bahn Richtung Osten sind. Nach einem erfrischenden kurzen Spaziergang, der uns nicht erspart bleiben konnte, da die Bahnstrecke an unserem Ziel nicht entlang ging, stehen wir vor einem kleinen Tor, welches den Weg in den Louvre bildet. Unser Reiseführer tut uns hier wirklich etwas Gutes mit seinem Tipp für den zweiten Eingang am Porte de Lions. Gerade einmal fünf Andere stehen mit uns hier an, wobei an der Hauptkasse vor gläsernen Pyramide ein Andrang herrscht, wie wir ihn zuvor erst unterm Eiffelturm erlebt hatten. Nach der überaus angenehmen Wartezeiten erfahren wir, dass für uns U25-jährige kein Eintritt fällig wird und freuen uns schonmal, der Dinge die uns erwarten werden. Eine Fülle von Eindrücken, die wir so niemals erwartet hätten dringt schlagartig auf uns ein. Nach Mona Lisa und deckenhohen Gemälden, bewundern wir noch Skulpturen und alt-ägyptische Grabstätten, um dann festzustellen, dass wir dermaßen überfordert sind mit dem uns hier gebotenen, so dass wir uns entschließen den Tag langsam ausklingen zu lassen. Erschöpft sinken wir gegen frühen Abend in unsere Betten nachdem wir uns zuvor noch nebenbei etwas gestärkt haben. So kaputt, dass wir uns nicht nochmal aufraffen können, etwas zu unternehmen, packen wir unsere Taschen und schlafen frühzeitig ein.

Tag 4 – 03.01.2010 – Abfahrt

Einen Wecker hätten wir garnicht benötigt, da wir aufgrund des frühen zubettgehens sehr erholt sind. Das Wetter draußen lässt uns nichts gutes ahnen und zerstört jegliche Hoffnung heute noch etwas „kleines“ in Paris zu unternehmen. So packen wir restlichen sieben Sachen und checken aus. Unser Auto hat den Aufenthalt gut in der Tiefgarage überstanden und nach einigem hin und her auf der Zubringer-Strasse befinden wir uns auf der Stadtautobahn in Richtung Deutschland. Nach einem kleinen Tankstopp kann es nun richtig losgehen. Das Wetter, welches sich in Frankreich noch als leichter Regen entpuppt, sollte bald schon umschwingen. Den Mautstationen begegnen wir nun schon als alte Hasen und kommen gut durch. Nach der Einfahrt in Belgien verschlechtert sich nun allerdings die Witterung. Aus dem Regen wird schlagartig Schnee und auch die Verhältnisse von unten scheinen nicht besser zu sein. Ab Aachen sind die Autobahnen komplett vereist und ein schnelles Weiterkommen ist kaum möglich. Erleichtert über die unfallfreie Fahrt biegen wir dann doch am frühen Abend in unsere Strasse ein und freuen uns über ein „richtiges“ warmes Essen. Das erste seit Tagen!

Fazit:

Paris über Sylvester. So verlockend die Stadt der Liebenden mit einer unvergesslichen Nacht lockt, so sehr kann es dann doch von dem Gebotenen abhängen. Wenn man nicht gerade eine Vorreservierung in einem bekannten Club oder ein Bar hat, wird es schwierig bis unmöglich hier reinzukommen. Die Schlangen von besagten Lokalitäten bestätigten das. Ein Ausblick über die Stadt wie wir ihn von Montmarte aus hatten ist schon sehr schön, allerdings ist das auch wieder wetterabhängig. Bei der Kälte draußen zu feiern ist halt nicht jedermanns Sache. Uns hat die Stadt gefallen und alles was wir dort gesehen und erlebt haben. Ob man das zu Sylvester braucht, muss man sich selbst überlegen. Wir haben unsere Fahrt nicht bereut und werden eine Sylvesterfahrt sicherlich nochmal planen; natürlich in eine andere Stadt. Preis-/Leistungsmäßig gibt es unterjährig bestimmt bessere Angebote.

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Informaciones Mallorca

Mallorca und seine (Küsten-)Ferienorte - 1. Teil:

Playa de Palma

Die Playa de Palma (oder auch Platja de Palma) wird oft und fälschlicherweise in einem Atemzug mit Arenal genannt, aber die Bucht von Palma erstreckt sich mit ihrem Touristengebiet über mehrere Abschnitte auf insgesamt 6 km. Beginnend ab Ca'n Pastilla bis hin nach S'Arenal. In mehr oder weniger gleichmäßigen Abständen befinden sich die sog. "Balnearios" (Strandbars), die man gut als Orientierungshilfe für den jeweiligen Abschnitt nutzen kann, es gibt insgesamt 15 Balnearios von denen die Nr. 6 als Ballermann "Karriere" gemacht hat. Der Bereich 15 - 9 zählt zum Ortsteil Ca'n Pastilla im Westen der Playa und hier geht es ein wenig ruhiger zu - allerdings liegt die Einflugschneise zum Flughafen direkt bei Ca'n Pastilla. Die eigentliche Platja de Palma erstreckt sich in etwa vom Balneario 8 - 5, hier findet man dann auch die Partylokale wie z. B. das Oberbayern, den Megapark, die Schinkenstraße und den Bierkönig. Wer einen Partyurlaub auf Mallorca erleben möchte, ist hier gut aufgehoben. Während der Wintersaison überwintern hier viele Langzeiturlauber. Die Balnearios haben dann, ebenso wie viele Hotels, geschlossen. Der Abschnitt der Balnearios 4 - 1 im Osten der Bucht gehört zum Ort S'Arenal. Fazit: Die Playa de Palma mit ihren 250 Hotels und ca. 50.000 Hotelbetten zählt zu den lebhaften Orten und ist ideal für Partyurlauber oder diejenigen, die eine Mischung aus Strand- und Partyurlaub suchen. Die Strand- und Wasserqualität ist gut und man findet genügend Abwechslung. Die Nähe zur Stadt Palma ist ein weiterer Vorteil. Ein Mietwagen ist nicht unbedingt erforderlich, da die Busanbindung sehr gut ist.

Colonia St. Jordi

Der im Süden der Insel gelegene Urlaubsort befindet sich ca. 45 km von Palma entfernt im Gebiet der Gemeinde Ses Salines, das Hinterland ist flach und erscheint auf den ersten Blick etwas "trist" und uninteressant. Doch auch hier gibt es Ecken, die für Urlauber lohnenswert sind, z. B. die Salzberge, Ses Salines oder den berühmten Naturstrand "Es Trenc" mit seinem FKK-Bereich und Dünenlandschaften. Der Strand gilt als "karibisch" schön - allerdings ist er, gerade während der Saison, oftmals ziemlich voll.

Colonia Sant Jordi ist nicht unbedingt eine "Schönheit" unter den Dörfern Mallorcas, aber dafür sehr familienfreundlich und hat eben den schönsten Strand der Insel gleich nebenan. Ein paar Restaurants, Bars und Geschäfte bringen im Sommer etwas Unterhaltung in den Ort. Übrigens verbringen hier auch viele Spanier und Mallorquiner ihren Urlaub.

Am Hafen ist die schönste Atmosphäre... startet man von hier in die andere Richtung, findet man einen grossen Strand, der deutlich weniger überlaufen ist als Es Trenc. Fazit: Kein Ort für Partyurlauber, die Anmietung eines Mietwagens ist empfehlenswert.

Cala Santanyi

Cala Santanyi liegt im äußersten Südosten von Mallorca, die Entfernung zu Palma beträgt ca. 60 km. Cala Santanyi hat viel von seiner Ursprünglichkeit behalten. Es gibt lediglich 3 Hotels, einige Appartmenthäuser und die Feriensiedlung Son Moja - welche überwiegend aus Privathäusern besteht. Einige kleinere Souvenirgeschäfte und Restaurant sind ebenfalls zu finden. Cala Santanyi hat eine eher schmale und eher in die Tiefe gezogene aber schöne Badebucht mit feinem Sandstrand (kleine steinige Abschnitte allerdings hier und da im Wasser aufgrund der felsigen Umgebung). Ideal für Kinder, da recht flach abfallend und aufgrund der tief eingeschnittenen Bucht kaum Wellengang oder gefährliche Strömung. In der Saison ist der Strand gut besucht - rechtzeitiges Erscheinen sichert dann die besten Plätze. Fazit: Ideal für Ruhesuchende und Familienurlaub. Mietwagen unbedingt (zumindest tageweise) empfehlenswert - die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist eher schlecht.

Cala Figuera

Gleich in der Nachbarschaft zur Cala Santanyi befindet sich Cala Figuera. Cala Figuera hat sich mit seinem Naturhafen und den hübschen Bootsgaragen die Atmosphäre eines Fischerdorfes bewahrt. Hier findet man keine großen Bettenburgen, aber auch keinen Strand (es fährt aber eine "Bimmelbahn" an die benachbarte Cala Santanyi und die schöne Cala Mondrago ist auch nur wenige Kilometer entfernt). Cala Figuera hat sich im Laufe der Jahre einen Namen als Künstlerdorf gemacht und inzwischen werden viele hochpreisige Appartmenthäuser und Ferienwohnungen gebaut. Der Ort findet bei Pauschaltouristen aufgrund fehlender Gegebenheiten wie Strand und "Flaniermeile" nur wenig Interesse und ist bei Individualtouristen eher bekannt bzw. beliebt. Fazit: Ein hübscher Ort mit Charakter und "Künstler-Nuancen". Allerdings ohne Strand und derzeit im Umbruch für das zahlungskräftige Klientel. Mietwagen empfehlenswert.

Cala D'Or

Der Ort ist ein künstlich erschaffenes Feriendomizil an der Südostküste von Mallorca. Es wurde im typischen Ibiza-Stil erbaut und man findet dort mehrere kleinen Badebuchten. Die Häuser und Hotels dürfen eine bestimmte Höhe nicht überschreiten, so dass man mehrgeschossige Hotelburgen hier nicht findet. Es gibt einen lebhaften Ortskern mit reichlich Bars/Restaurants und Geschäften in einer Fußgängerzone. Für viele besonders schön ist der Yachthafen von Cala D'Or. Der Ort hat einen fast fließenden und kaum erkennbaren Übergang zum Ort Porto Petro. In der unmittelbaren Nachbarschaft befinden sich viele schöne und kleinere Buchten, die mit Ihren Stränden zum baden einladen. In der Hochsaison ist der Ort sehr gut besucht und es herrscht ein ziemlich reges Treiben. Ruhiger geht es in der Vor- und Nebensaison zu. Fazit: Ein hübscher Ort mit reichlich Infrastruktur und netten Hotels. Aufgrund der eher kleineren Stränden sind diese in der Saison leider oft sehr voll. Ein Mietwagen ist empfehlenswert um die schöne Gegend rund um Cala D'Or zu erkunden und für die bessere Erreichbarkeit der umliegenden Buchten.

Porto Christo

Etwa 65 km östlich von Palma liegt in einer natürlichen Hafenbucht der Ort Porto Christo. Der Ort ist weniger ein Ziel von klassischen Badeurlaubern, da der Strand direkt unterhalb einer gut befahrenen Straße und einem großen Parkplatz verläuft und das auf der ersten Blick wenig einladend erscheint. Der Strand ist aber gut gepflegt, die Wasserqualität sehr gut und durch die Modernisierung des Ortes in den letzten Jahren hat sich vieles zum positiven verändert. Die Massen an Touristen strömen jedoch vielmehr in/durch den Ort um die bekannten Höhlen zu besichtigen. Hier befinden sich die Coves del Drach und die Coves del Harms. Rund um die Hafenmole und den Yachthafen findet man Bars/Restaurants und einige Geschäfte und nach einem Spaziergang entlang des Yacht- und Fischerhafens kann man hier recht gut und günstig essen. Auch die Altstadt ist recht sehenswert und in den engen Gassen findet man das ein oder andere historische Gebäude. Fazit: Kein klassischer Urlaubsort für viele Badegäste. Dennoch einen Zwischenstop wert und eher bei Individualreisenden und Bootsbesitzern beliebt. Die Busverbindungen sind sehr gut - ein Busbahnhof befindet sich oberhalb des Hafens, wo auch Glasbodenboote fahren.

Cala Millor

Nach der Playa de Palma bildet Cala Millor mit seinen Nachbarorten (Cala Bona, Sa Coma, S'Illot) die zweitgrößte Feriensiedlung auf Mallorca und das größte Touristengebiet an der Ostküste. Die Orte gehen eigentlich nahtlos ineinander über. Sa Coma zählt mit zu den hässlichsten Orten auf Mallorca - viele Hotelhochhäuser, die nur noch als Bausünden zu bezeichnen sind. In Cala Millor selber findet man alles an touristischer Infrastruktur, entlang des Strandes führt eine relativ neue und moderne Fußgängerpromenade, wo sich Restaurants/Bars und Geschäfte aneinander reihen. Was Sehenswertes gibt es im Ort selber aber dafür nicht wirklich. Auch Cala Millor lässt leider gänzlich das eigentliche Mallorca vermissen und die überwiegende Anzahl der Hotels fallen unter die Kategorie "Betonklotz". Der Strand selber macht der Übersetzung "bessere (oder beste) Bucht" eher einen Namen. Er erstreckt sich auf knapp 2 km Länge und die Strand- und Wasserqualität sind gut. In der Saison aufgrund der Ortsstruktur aber oft sehr voll. Die Busanbindung ist recht gut, gehört aber wegen der Lage von Cala Millor mit zu den teuersten der Insel (Cala Millor - Palma etwas über 7 Euro). Die Busse zwischen den einzelnen Nachbarorten fahren in der Saison stündlich, der Bus nach Palma fährt ohne Umsteigen ca. 8 mal täglich. Es fahren von Cala Millor auch Ausflugsboote und Fähren, die andere Orte an der Ostküste ansteuern. Z. B. die Calas de Mallorca, Cala Romantica, Porto Christo, Cala Ratjada) - Bootstouren gehören allerdings allgemein nicht zu den günstigsten Dingen auf Mallorca. Fazit: Kein wirkich schöner und sehenswerter Ort, aber dafür mit nahezu perfekt touristischer Infrastruktur und nicht allzu hohen Preisen. Lange Transferzeit vom Flughafen einkalkulieren (gut 90 Min). Ein Mietwagen ist aufgrund der guten Busanbindung nicht unbedingt von Nöten, empfiehlt sich aber, wenn man ein wenig mehr "echtes" Mallorca erleben möchte. Das kommt dort eindeutig zu kurz.

Cala Ratjada

Die "Rochenbucht" (Übersetzung von Cala Ratjada) ist im direkten Vergleich zur Cala Millor die weitaus schönere deutsche Hochburg unter den Urlaubsorten. Cala Ratjada liegt im äußersten Nordosten Mallorcas und verfügt nach Palma über den zweitwichtigsten Fischereihafen der Insel. Cala Ratjada ist von den Bausünden der 70iger weitesgehend verschont geblieben, der Ort ist zwar stetig gewachsen, aber der Wachstumg ging weitesgehend unter Berücksichtung von Natur und Umgebung von statten ging. Somit ist das angrenzende Naturschutzgebiet erhalten geblieben und auch die alten Langustenhäuser nördlich des Hafens unter Denkmalschutz gestellt worden. Es gibt insgesamt 5 Strände, die 2 km weit entfernte Bucht Font de sa Cala, den Strand Son Moll im Ortskern (häufig hoffnungslost überfüllt während der Saison) sowie die etwas außerhalb befindlichen Buchten Cala Agulla Guya) und Cala Mesquida. Die Strandpromenade ist schön angelegt und läd zum Spaziergang ein und durch die größtenteils verkehrsberuhigten Zonen, lässt es sich gut im Ort bummeln. Es gibt einige sehenswerte Dinge in der näheren Umgebung wie z. B. den Leuchtturm von Capdepera (Faro del Cap de Capdepera), die Casa March (Villa des verstorbenen Bankiers March mit großem Garten und Skulpturen - Anmeldung und Infos bei der Touristinformation) oder die Festung von Capdepera (Castillo de Capdepera). Cala Ratjada zeitgt sich recht vielseitig und hat viele begeisterte "Fans" unterschiedlichster Zielgruppen. Sowohl familienfreundliche Hotels mit passenden Angeboten, als auch ein Nachtleben für Partygänger findet man neben zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Während der Vor- und Nachsaison ist Cala Ratjada beim älteren Publikum sehr beliebt als auch zum überwintern... dann entwickelt sich der ansonsten gut besuchte Ferienort wieder in ein fast verschlafenes Fischerdorf zurück. Die Busanbindung ist nicht perfekt... es fahren zwar mehrmals täglich Busse nach Palma, aber wie für Cala Millor auch, ist der Preis aufgrund der Entfernung und Fahrdauer nicht ganz günstig. Fazit: Eine relativ gut gelungene Mischung aus einem typischen Touristenort und angenehmer mallorquinischer Atmosphäre in fest deutscher Hand. Gerade im Sommer wirkt der Ort jedoch wegen der Beliebtheit oft ein wenig übervölkert. Ein Mietwagen ist von Vorteil, wenn man nicht unbedingt immer per Pedes mit **** und Pack zu einer weniger überfüllten Bucht wie die im Ortskern möchte.

Forsetzung folgt weiter in Richtung Norden...

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