Reiserücktritt bei Flugangst Kleinkind. Psychologe erforderlich?
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Hallo! Wir kamen gestern aus dem Urlaub wieder. Hin- und Rückflug mit Umsteigen. Beim ersten Mal ist mein Kleiner noch problemlos eingestiegen (er ist 2). Bei der 1. Landung ging´s dann los. Er ist richtig hysterisch geworden, hat um sich geschlagen, sich kaum mehr halten lassen. Am Boden war´s wieder gut, beim Einsteigen in die Anschlussmaschine ging´s wieder los. Schon als er sie gesehen hat! Ich hab geschwitzt wie schon lang nicht mehr. Konnte ihn kaum festhalten. Während des Fluges dann immer wieder richtig gepanikt, immer, wenn´s Turbulenzen waren. Es war fürchterlich. Vergessen hat er´s die 2 Wochen auch nicht. Beim Heimflug wieder der gleiche Zirkus. Schrecklich, alle Leute waren tierisch genervt, weil er in alle Richtungen getreten hat. Mir hat der vor uns richtig leid getan.
Haben vor ca. 2 Monaten andere Flüge für Weihnachten gebucht und wir haben uns jetzt entschlossen, die Flüge zu stornieren. Ist Flugangst ein Rücktrittsgrund? Müssen wir da mit einem 2-jährigen auch zum Psychologen oder reicht der Kinderarzt? -
...mal abgesehen davon, daß es fraglich ist ob es überhaupt "Flugangst" ist und nicht eher die Schmerzen durch die Ohren, kann ich mir nicht vorstellen, daß dieses zu einem kostenlosen Storno berechtigt.
Ihr werdet also mit entsprechendem Anteil die Flüge stornieren müssen, wenn ihr sie nicht nutzen wollt...
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Das hatte nichts mit den Ohren zu tun. Und vor allem schmerzen Ohren in der Regel nicht, wenn man ein Flugzeug sieht oder ins Flugzeug erst einsteigt. Bei jedem Wackler hat er sich festgekrallt, gebrüllt und um sich geschlagen. So eine Reaktion kennen wir von ihm nicht. Und als Mutter kann ich durchaus unterscheiden, ob er Schmerzen hat oder Angst. Meine Frage war, ob auch bei Kleinkindern ein Psychater erforderlich ist oder ein Kinderarzt ausreicht. Vielleicht hat ja irgendjemand hier schon Erfahrung diesbezüglich gemacht.
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Sofern du eine Reiserücktrittversicherung hast, kann die Bescheinigung der gesundheitlichen Bedenklichkeit durch einen Kinderarzt ausreichen, um von der Buchung zurückzutreten.
Hast du die nicht, wirst du deine Bedenken bei der Airline vortragen und hoffen müssen, dass sie zumindest einer kostenlosen Umbuchung zustimmen.Bei aller Hochachtung vor deinen analytischen Fähigkeiten als Mutter: Deine Kind hat keine Flugangst. Es kann Risiken überhaupt noch nicht differenzieren oder in einer Turbulenz evtl. ein solches erkennen, vermutlich würde es sich nach einer ersten Erfahrung genauso gegen eine Runde auf dem Kinderkarussell wehren.
Mein Rat: Unterhalte dich mit dem Kinderarzt, derartige Ängste vor ansich ungefährlichen Situationen und Objekten sind im Kindesalter verbreitet und haben nichts mit der Situation oder dem Objekt zutun - will heißen, sie sind irreal, haben ihre Wurzel meist fern der Situation oder dem Objekt und er könnte wahlweise auch eine Angst vor Schwimmringe, U-Bahnfahrten oder ganz einfach Dunkelheit zeigen.
Mit der richtigen Behandlung ist das bis Weihnachten längst vergessen (zumindest, was das Kind betrifft!) und die Frage nach einer Stornierung stellt sich nicht mehr.
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Du schreibst, bei der ersten Landung ging es los. Da wird dein Kleiner mit hoher Wahrscheinlichkeit wahnsinnige Ohrenschmerzen gehabt haben. Alle weiteren Panikattacken führe ich auf Angst vor erneuten Ohrenschmerzen zurück. Mit Flugangst hat das nichts zu tun.
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Hallo!
Ich vermute schon einen Zusammenhang mit den Ohrenschmerzen und keine Flugangst. Denn die Probleme fingen ja erst mit der ersten Landung an. Das Kind wird sich gemerkt haben das es im Flugzeug unangenehm wackelt und das es bei der Landung "sehr fies" in den Ohren wehtut. Mit seinem "Theater" will das Kind wohl darauf hinweisen das ihm das fliegen mißfällt.
Hier ist wohl ein Kinderarzt gefragt.
Wenn der ins Attest schreibt das Kind sei "Flugunfähig" dürfte das für die Versicherung reichen. Vielleicht gibt es auch ein Mittel / Verfahren gegen die Ohrenschmerzen und Reiseunwohlsein etc.
Die Stornokosten einer Reise werden um so höher um so näher der Reisezeitpunkt rückt. Daher muß man im Rahmen der Schadensminderungspflicht eine mögliche Reiseunfähigkeit sofort der Versicherung melden. Also jetzt zum Kinderarzt gehen und nicht erst ein paar Tage vor der Reise. -
Einmal mehr zum Kinderarzt um das zu schecken würde Sicherheit bringen. Ich denke es sind die Ohrschmerzen, was bei Kinder sehr häufig vorkommt weil sie bei Start oder besonders Landung nicht so wie wir reagieren können. Gähnen z.B. Die Entscheidng zu stornieren oder nicht kann Euch aber keiner abnehmen, wie es geht ist ja schon beschrieben worden.
Also ich hätte zuerst mal im Internet nach - Ohrschmerzen Kleinkinder Fliegen - gesucht. Man soll nicht glauben was dabei rauskommt. Links gibt es nicht wegen dem Werbeverbot und dem Verbot anderer Foren hier.
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Man mag spekulieren, ob das Kind bei der Landung tatsächlich Schmerzen hatte - ich nehme an, ein 2 Jähriger würde das eindeutig äußern? - und somit Angst davor. Ich unterstelle allerdings (nicht nur!) einer Mutter durchaus die Kompetenz, das ggf. zu erkennen. Zudem sind die Probleme von Kindern mit dem Druckausgleich keine sehr exotischen.
Ob das Kind nun seine Ängstlichkeit aufgrund nicht erkannter und irgendwie gearteter Schmerzen entwickelte, oder ob tatsächlich irrationale Ängste die Panikattacken hervorgerufen haben, mag die Familie anhand genauer Analyse des Hergangs feststellen. Gänzlich ausgeschlossen ist jedoch eine "Flugangst" im herkömmlichen Sinne, die Gründe dafür habe ich genannt.Edit:
Die Eingangsfrage lautete "- Psychologe erforderlich?"
Die Antwort lautet "Jein - zumindest nicht für das Kind, nicht zum Zweck des Buchungsrücktritts und/oder zur Diagnose der hier vermuteten Beeinträchtigung!" -
Warum nicht im Sinne aller Beteiligten handeln und dem Kind einen tollen Weihnachtsurlaub bei den Großeltern gönnen? Und die Eltern verbringen mal ein paar Tage ganz für sich alleine in der Sonne? Wenn das Kind dann älter ist und vielleicht selbstständig Kaugummi kauen oder gähnen kann (hilft enorm beim Druckausgleich), dann kann man es ja nochmal mit einer Flugreise versuchen.
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Bravo!
Halte die Großeltern Regelung für brilliant!
Habe nur die Befürchtung, daß der kleine Engel dort auch leichte Befindlichkeistsstörungen bekommt. Entweder die Eltern erziehen ihr Kind oder umgekehrt. Umgekehrt ist die Regel. Wie gut, daß die meisten Kinder in Indien oder Afrika diese Probleme nicht kennen.
Sarkastischer Gruß
Betancuria -
Abgesehen von aller Brillanz der Vorschläge waren Alternativen in dieser Richtung scheints nicht das Thema?!
Zudem lenken sie von der Ausgangsfrage ab, die lautet "Reiserücktritt bei Flugangst Kleinkind. (null Treffer!) Psychologe erforderlich? (null Treffer!)Ein Kind mit 3 Jahren hat keine Flugangst, ergo würde auch der Rücktritt mit dem Argument zumindest schwierig und es gibt durchaus Eltern, die mit ihren Abkömmlingen verreisen mögen und - falls dem nicht so ist!? - sich kaum derartigen Komplikationen stellen würden - i.e. auf die Omi-Lösung schon vorher gekommen wären?!
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Nicht jedes Kind ist flugbegeistert und gleich gar nicht, wenn es das als Neu-Erfahrung gleich 2 x hintereinander haben muss. Ob es vielleicht doch Ohrenschmerzen aufgrund der unterschiedlichen Druckverhältnisse während des Landeanflugs waren oder sonstige Ängste, ist wohl schwer zu sagen. Dass ein 2jähriger dann nicht mehr zu "bändigen" ist, bringt mir ganz andere Fragen
in den Kopf... (habe selbst 2 Kinder...)Ich würde auf alle Fälle die Sache beim Kinderarzt zur Sprache bringen, sollte das Kind Auffälligkeiten zeigen, wird dieser wohl entsprechend reagieren. Einen Psychologen... ich weiß nicht, ob den ein 2jähriger wirklich schon braucht...
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@carofeli
Nochmal zum besseren Verständnis:
Die T.O. überlegt nicht etwa eine Therapie, sie will die gebuchten Flüge Gebühren frei stornieren und möchte wissen, ob zu diesem Zweck ein Attest über Flugangst eines Psychologen dienlich ist.
Ein solches Attest wird es nicht geben, weil 2 Jährige - ich wiederhole mich - nicht unter Flugangst leiden. Bei einer entsprechenden Rücktrittsversicherung hilft es jedoch gewiss, eine Angststörung attestieren zu lassen, die - wie auch immer geartet und verursacht! - zu der Diagnose führt: Ein Flug ist dem Kind aus gesundheitlichen Gründen nicht zuzumuten (oder Eltern und Kind und vielleicht auch nicht den anderen Fluggästen und der Cabin Crew ...?).
Ich nehme an, dass auch eine einigermaßen renommierte Airline mit einem solchen Attest zu irgendeiner Kulanz bereit wäre, würde aber als Ansprechpartner den Hauskinderarzt empfehlen, der den Lütten schon länger kennt und dadurch sicher leichter die Ausprägung (infolge Belastung für alle Beteiligten) und Ursache der Hysterie erkennt.Ich finde überdies Hinweise auf ggf. "eigene Erfahrung" nur dann hilfreich, wenn jemand etwas sehr ähnliches erlebt hat; hat man das nicht, kann man die Situation m.E. nur schwer bewerten. Allein der Umstand, "auch zwei Kinder zu haben" scheint mir etwas dürftig für Spekulationen, was der Zwerg gefeiert hat und wie es dazu kam - zumal die T.O. das gar nicht zu thematisieren gedenkt!?
Es geht der ihr gemäß meines Verständnisses nicht um "praxisnahe Tipps von Oma bis Ohrenschmerzen", sondern allein um Hinweise zum sinnvollen Verhalten in Sachen Stornierung der Flüge. Ansonsten hätte dieser ganze Sachverhalt hier nichts verloren und gehörte vielmehr ins Unterforum "Gesundheit auf Reisen"! -
Gut, dann lesen wir es eben verschieden.

Ich lese sachlich verdichtet die Frage "Ist eine gesundheitliche Beeinträchtigung ein ausreichender Grund, von der Buchung kostenlos zurückzutreten?" und habe dazu sehr detailliert Stellung genommen - ergo ohne Bedarf auf einen weiteren Nachtrag! -
Ich finde es sehr bemerkenswert, dass trotz eines Dementis der Mutter, weiter auf der "Ohrenschmerznummer" herumgeritten wird.
Ähnlich sinnvoll, wenn jemand danach fragen würde , ob es Bier in Gläsern oder Pappbecher am Pool gibt und als Antwort würd komm..." Die Cocktails sind lecker, kosten aber leider 5€..
Um nicht ganz O.T. zu geraten...
ähnliches ist uns beim Flug mit meinem Neffen im Alter von vier Jahren passiert. Totales Geschreie und umsichschlagen beim Flug nach Palma, gleiches auf dem Rückflug. Kinderarzt oder Psychologe wurde danach aber nicht aufgesucht, da keine Weihnachtsflüge geplant waren.
In drei Wochen wird er 21 und hat seit dem Erlebnis nie wieder ein Flugzeug bestiegen....nach eigener Aussage würden ihn da auch keine zehn Pferde mehr hinein bekommen
Andrea
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Nochmal: Die Notwendigkeit einer psychologischen Expertise wurde bezüglich der evtl. Storni hinterfragt, nicht im Blick auf die akute Reaktion des Kindes!
Für eine Herleitung der Ursachen sowie ersthafter Prognosen sind viel zu wenig Details bekannt. Ich denke, es werden sich hier für die TO eher keine weiteren interessanten Aspekte ergeben. -
Exact so , hatte ich die Eingangsfrage auch verstanden.
Aus diesem Grund schrieb ich auch, dass weder ein Arzt , noch ein Psychologe aufgesucht wurde. Ergo kann ich nichts dazu schreiben ob die Vorlage eines Attestes zum kostenfreien Storno ausreichen würde.
Ich gehe aber stark davon aus, dass die T.O. bereits die Flüge zu einem Hammerpreis bei Ebay verscherbelt hat und statt dessen einen Familienurlaub in Bodenmais, zusammen mit Oma und Opa gebucht hat
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Nachdem der ein oder andere hier (inkl. mich) verbal eins auf die Mütze bekommen hat, weil der jeweilige Beitrag als nicht ganz so tiefgründig und thema-treffend empfunden wurde, wäre es schön, wenn ybi2 sich nochmals melden würde. Evtl. gibts ja einen neuen Sachstand.
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Hallo zusammen, dann möchte ich euch doch noch auf den neuesten Stand bringen. Erstmal danke für den einen oder anderen hilfreichen Beitrag. Ich bin noch im Besitz meiner 5 Flüge und habe keinen Urlaub in Bodenmais gebucht, da ich Bodenmais in und auswendig kenne! Ich wohne nämlich nicht weit weg!!!
Ich habe wegen eines Psychologen nur deshalb angefragt, weil ich Flugangst immer wieder in Verbindung mit Besuch beim Psychologen ergoogelt habe. Ok, es mag keine Flugangst im herkömmlichen Sinne sein. Er hat halt einfach Angst. Er hat Angst vor dem Schaukeln, mag nichts, was wackelt. Aber so eine Situation hatten wir auf seinen vorher 8 absolvierten Flügen noch nicht. Allerdings hat er einiges mitgemacht in letzter Zeit und es kann gut sein, dass das auch eine Rolle spielt. Das hat nichts damit zu tun, dass uns der Kleine erzieht statt wir ihn und vom Kinder Abschieben halte ich erst recht nichts. Wenn er übrigens jetzt noch ein Flugzeug sieht, und das passiert fast täglich, sagt er immer: "Nein, nimmer". Ich könnte es mir gut vorstellen, dass er später nicht mehr freiwillig fliegen wird.
Als erstes habe ich bei der Iberia angerufen, wie hoch die Stornokosten sind und was man jetzt zurückbekommen würde. Die Antwort: Lediglich einen Teil der Steuern, vom Ticketpreis nichts, da die Flüge (angeblich) nicht weiterverkauft werden.
Laut Reiserücktrittsversicherung brauchen wir in der Regel einen trifftigen Krankheitsgrund kurz vor Reiseantritt oder ein Attest, das jetzt schon bestätigen kann, dass sich die Situation bis Weihnachten nicht ändert und unser Kleiner auch dann noch flugunfähig ist. Dieses Attest würden wir übrigens sofort bekommen.
Wir werden die Entwicklung jetzt noch ein bisschen weiter beobachten und uns dann entscheiden, ob wir es ihm zumuten wollen oder nicht.
Liebe Grüße, ybi