Hallo,
es ist doch so, wie Perter schreibt. AGB's schön und gut, aber nicht immer müssen diese so festgemauert dastehen, wie Sie auch formuliert sind. Es braucht aber die AGB's in der Reisebranche. Man sieht alleine, was jetzt schon alles eingeklagt wird.
Jedem der mehr Rechte für die Pauschalurlauber fordert, muß aber auch klar sein, daß sich diese Rechte dann auch auf den Preis auswirken werden. Vor allem will doch gar nicht jeder mehr Rechte. Auch wenn ich mich wiederhole, aber mir gehen beispielsweise Flugzeiten sowas von am A.... vorbei!
Wenn ich in den Urlaub fahre oder fliege, dann kann mich so leicht nichts nerven. Im Gegenteil. Ich war schon einige male derjenige, der von Zeitenänderungen deutlich profitiert hat. Die Menschen sind unterschiedlich und wenn ich dafür vielleicht 20,-€ pro Reise sparen kann, weil die Zeiten eben gerade nciht festgeschrieben, sind habe ich langfristig einen Vorteil.
Ich für mich persönlich - andere mögen das auch wiedrum anders sehen.
Ein Beispiel, das sich vor kurzem bei mir zugetragen hat. Ein Kunde hat eine Städtereise als Pauschalreise mit Flug und Transfer gebucht. Er wurde von mir darauf hingewiesen, daß sich die Flugzeiten auch noch komplett ändern können. Der Preis lag aber etwa bei der Hälfte dessen, was er individuell gezahlt hätte. Es war klar: Selbst wenn sich was ändert spart er immer noch.
Es kam also, wie es kommen muß. Die Zeiten wurden deutlich verändert und der Kunde war verärgert! Konnte oder wollte sich nicht mehr an das gesprochenen erinnern und ich mußte ihm leider klar sagen, daß sich die Zeiten nicht so wie er sich das vielleicht gedacht hatte, sondern komplett anders verändern können. Keine Erstattung möglich, weil hier leider nichts machbar war.
Kurze Zeit darauf flog er auf die Kanaren und hatte eine Hoteländerung. (Mogan Valle) Hier war auch schon vorab klar, daß es zu einer Änderung kommen muß. Vieles konnte vor Ort geregelt werden, aber als Familie sind totzdem halt nicht nur die eigentlichen Sterne ausschlaggebend. Nach Rückkunft hätter er selbst nicht mehr reklamiert. Auf mein Zuraten hin, tat er es doch und erhielt vom Veranstalter 10% des Reisepreises erstattet.
Im ersten Fall war er klar der leidtragende der Bedingungen, im zweiten der Profiteur, denn hätte er das Hotel individuell gebucht hätte er auch dort direkt streiten müssen. Ich bin mal gespannt ob er als nächstes wieder Pauschal oder individuell bucht. Wird sicher spannend.
Aber so ist das nun mal. Mal gewinnt man durch Regeln und mal verliert man dadurch; wobei er eigentlich nicht wirklich verloren hatte, wenn man im ersten Fall den Reisepreis betrachtet. Aber sei's drum.
Wenn man hier also Ratsuchenden sagt: "Horch mal her. Dies oder jenes hättest Du tun sollen. Dies oder jenes hast Du falsch gemacht. Darauf hast Du keinen Anspruch" etc. dann hat das ja nichts damit zu tun, daß man Probleme kleinreden möchte, sondern dem Kunden helfen will, denn der Veranstalter bzw. Richter wird letztendlich genau diese Argumente ebenfalls vorbringen.
Es nützt doch keinem was, wenn man Ratschläge gibt, von denen man überzeugt ist (mehr ist es letzen Endes ja auch nicht) daß Sie den Kunden ohnehin nur Geld kosten.
Gruß
Berthold
p.s. Natürlich dürfen und sollen bei diesem Thread auch nicht Reisebüros mitreden. Ich denke, daß ich auch im Namen von Peter spreche. Einzig schön wäre es wenn genau hier, bei den Beiträgen, kurz ein Hinweis erfolgt, ob es sich um ein Reisebüro (-mitarbeiter) handelt. Rein zwecks der Übersichtlichkeit.