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  • "Handbuch des guten Touristen"
    BernatB Bernat

    “Verzehren Sie keinen Alkohol in der Öffentlichkeit”, “Begünstigen Sie oder fördern Sie die Prostitution nicht”, “Ziehen Sie sich in der Öffentlichkeit nicht nackt aus”, “Haben Sie keinen Geschlechtsverkehr in der Öffentlichkeit”, “Missbrauchen Sie nicht die Nutzung der Balkone”, usw., usw. sind nur einige der Empfehlungen die in einer gerade von der Guardia Civil (spanische Polizeieinheit) veröffentlichten Broschüre zu lesen sind.

    Der Oberst der Guardia Civil der Balearen (Jaume Barceló ) und die Vertreterin der spanischen Zentralregierung auf den Balearen (Teresa Palmer) haben diese Tage das “Handbuch des guten Touristen” vorgestellt. Diese Broschüre soll unter den Touristen verteilt werden und sie darauf hinweisen dass die Tatsache sich im Urlaub zu befinden rechtswidriges, antisoziales und obszönes Verhalten nicht rechtfertigt. “Wenn Sie Besucher unserer Inseln sind tun Sie bitte Ihr Bestes um die Tatsache einer guten Sicherheit in Ihrem Urlaubzielgebiet nicht zu wiederlegen”, kann man weiterhin lesen. Jaume Barceló und Teresa Palmer betonen, dass man beabsichtigt nicht nur den Touristen einen guten und erholsamen Urlaub und ein gutes Zusammenleben mit den Einheimischen zu gewährleisten, sondern auch ein gutes Image der Balearen als touristisches Zielgebiet.

    In “10 goldenen Regeln”, einem Dekalog, weist man ausserdem auf verschiedene, rechtliche Situationen hin, wie zum Beispiel auf Betrug bei vermieten von Unterkünften, auf verkehrwidriges Verhalten, auf Sicherheitsmassnahmen bei Bergwanderungen oder auf Umweltschutzbestimmungen. “Wir wollen zu einem sicheren und qualitätsgerechten Tourismus beitragen”, ist zu hören. “Seien Sie trotz der Sicherheit vorsichtig um Kleindiebstähle zu vermeiden”. “Nehmen Sie keine Wertsachen mit und tragen Sie keinen Schmuck am Strand” sind weitere Empfehlungen.

    Ein anderes Kapitel ist dem Alkoholgenuss und dessen Gefahren gewidmet. Man weist darauf hin dass Angebote von Billigalkohol, “Happy Hours” und “kostenlose Getränke” oftmals ein Zeichen von illegalem Alkoholverkauf sind. Man warnt vor dem sogenannten “Balkoning” (die ‘Sportart’ wie manche von einem Balkon zum anderen bzw. vom Balkon ins Swimmingpool springen, bei der jährlich einige Touristen ums Leben kommen). Man erinnert daran dass die Forderung oder Annahme sexueller Dienstleistungen in öffentlichen Zonen in denen Minderjährige verkehren können ein Verstoss sein kann.

    Auf den ersten Blick scheint diese Innitiative ein possitiver Schritt zu sein. Was nur die Zukunft zeigen wird ist, ob man damit etwas erreicht. Ich persönlich habe da meine Zweifel. Wer verreist um am Ballermann (oder in Magaluf) “die Sau aus dem Sack zu lassen” wird sich wohl schwerlich durch diese Broschüre davon abhalten lassen. Und, “last but not least”, es sollen 2000 (ja, ZWEITAUSEND) dieser Broschüren verteilt werden!! Bei Ankünften – in der Hochsaison – von bis zu 150.000 Passagieren an einem einzigen Tag, sind 2000 Exemplare nicht einmal der bekannte Tropfen auf einem heissen Stein.

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Mehr über Hotelrenovierungen auf Mallorca
    BernatB Bernat

    In einigen Threads sowohl im Mallorcaforum als auch in MALLORCA INSIDE wurden immer wieder Hotelrenovierungen angesprochen. Das generelle Interesse scheint gross zu sein, denn diese Threads sind mit von den meistgelesenen (siehe z. Bs. “Hotel-Projekte/Umbauten/Hoteltrends auf Mallorca”, “Renovierte Hotels in Can Picafort”, “Die neuesten Hotels auf Mallorca”, "Boutique-Hotels in Palma", etc., etc.). Deshalb heute etwas mehr zu diesem Thema.

    Seit dem neuen Generalgesetz für Tourismus (Ley General Turística) von 2012 wurden bisher auf Mallorca insgesamt 393 Hotels mit einer Gesamtinvestition von € 660 Millionen (Balearen insgesamt € 750 Millionen) renoviert. 250 der betroffenen Hotels kamen dadurch in eine höhere Kategorie. Trotz des aussergewöhnlichen Drucks der Reiseveranstalter die Preise der renovierten Hotels nicht zu erhöhen ist zu erwarten dass die Preise der renovierten Hotels für die Saison 2016 bis zu 20% steigen werden (will heissen: die Preise die die Hoteliers an die Veranstalter für die von denen vertraglich abgesicherten Kontingente weitergeben). Wie sich diese eventuellen Preiserhöhungen in den Preisen der Reiseveranstalter für die Pauschalangebote in den Katalogen wiederspiegeln werden bleibt abzuwarten. Die Hoteliers wollen sich nicht länger dem ‘Mandat’ der Reiseveranstalter beugen wie das meistens in der Vergangenheit der Fall war.

    Die Zeichen einer angeblich steigenden Nachfrage von allen Aufkommensmärkten (allen voran Deutschland und England, gefolgt von Schweden, der Schweiz, Belgien und Irland) tragen dazu bei dass sich die Hoteliers, was ihre Preispolitik anbelangt, relativ unflexibel zeigen. Seitens der mallorquinischen Hoteliersvereinigung ist zu hören dass “diese wichtigen Investitionen rentabel sein müssen” und dass “ein wesentlich besseres Produkt wesentlich bessere Preise verdient”. Die Unternehmer hätten das Risiko dieser Investitionen nur auf sich genommen weil diese Renovierungen eine bessere Rentabilität zur Folge haben müsse.

    In der Saison des laufenden Jahres erwarte man eine Steigerung der Auslastung, der Gästezahlen und der Rentabilität, und man gehe davon aus dass im Jahr 2016 die Zahlen sogar noch besser werden. Der aggressive Preiskampf der Konkurrenzländer- bzw. Zielgebiete scheine diesen Trend nicht zu beeinflussen.

    Aurelio Vázquez (IBEROSTAR), Vertreter der Hotelketten im Vorstand der mallorquinischen Hoteliervereinigung hat wiederholt betont dass sich Investitionen in Renovierungen in der Vergangenheit immer bezahlt gemacht haben.

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Deutsches Bier ???
    BernatB Bernat

    Was darf man denn unter dem Begriff "gutes Bier" verstehen? Bei so einer "offenen" und total subjektiven Frage wirst Du kaum 'brauchbare' Antworten bekommen (ausser "an jedem Eck", wo es übrigends auch Bratwurst, Pommes, Sauerkraut und Schnitzel gibt).

    Mallorca

  • Handyempfang Cala Millor
    BernatB Bernat

    Zum besten meines Wissens muss man sich bei einem spanischen Anbieter einloggen, denn nur die haben eigene Infrastruktur, Verstärker und 'Zellen' in Spanien. Keine Ahnung wer der Betreiber des EPlus-Netzes ist/sein soll?

    Mallorca

  • Wanderung zum ”Castell del Rei” (Burg des Königs)
    BernatB Bernat

    Dass es auf Mallorca, und vor allem im Tramuntanagebirge, unzählige Möglichkeiten zu einmaligen Wanderungen gibt dürfte den meisten bekannt sein. Eine der schönsten Wanderungen mit unvergleichbaren Aussichten (Aussicht 1 - Aussicht 2 - Aussicht 3) -  ist die Wanderung zum “Castell del Rei” (Burg des Königs) auf der Privatfinca TERNELLES (Gemeinde Pollensa).

    TERNELLES st eines der vielen Eigentümer der reichsten, mallorquinischen Familie, der Famile March (unter anderem, Besitzer der BANCA MARCH, der ‘gesündesten’ Privatbank Europas). Auf dieser Finca befindet sich eine kleine Gebetsstätte zu der ein historisch verankerter, “öffentlicher” Weg führt. Seit Jahrzehnten gibt es Prozess nach Prozess, bis in die höchsten Instanzen, jedes Mal mit den entsprechenden Einsprüchen, in denen es um die “Öffentlichkeit” (historisches Wegerecht zur Gebetsstätte) dieses Wegs geht.

    Die Umweltschützer und Verteidiger “öffentlicher” Wege auf der Insel “nutzen” die Finca TERNELLES um die öffentlichen Rechte zu verteidigen. Man organisert Kundgebungen und Protestaktionen am Tor zur Finca. Man feiert wenn ein Prozess gegen die Familie March gewonnen, man protestiert wenn ein Prozess verloren wird. Das ganze “hin und her” scheint kein Ende zu nehmen.

    Seit einigen Jahren hat die Familie March und die Gemeinde Pollensa eine Abmachung ‘auf halbem Weg’ getroffen. Man erlaubt den Zugang von maximal 20 Personen pro Tag, die Reservierungen laufen über eine Website der Gemeinde Pollensa. Mit dieser Genehmigung haben die ‘erlesenen’ Zugang zum Weg der zum Castell del Rei führt. Leider ist die Website zum Antrag der Zugangsgenehmigung nur auf mallorquinisch/katalanisch. Deshalb versuche ich hier kurz zu erklären/übersetzen wie man diesen Antrag ausfüllen muss. Im Frühjahr/Sommer ist es unwesentlich einfacher eine Reservierung mit nur ein paar Tagen Vorlauf zu bekommen, im Winter besteht eine grosse Nachfrage und dann kann das schon etwas länger dauern.

    In den Anweisungen zum Antrag muss man folgendes beachten:

    Zu allererst nachschauen (Seite bis zum Kalender nach unten skrollen) ob am gewünschten Tag noch Kapazitäten frei sind (disponible=verfügbar)

    Wenn Kapazitäten frei sind, alle Felder des Antragsformulars ausfüllen (siehe unten)

    Sobald der Antrag bei der Gemeinde engeht wird dieser per E-Mail bzw. per Fax bestätigt

    Täglich werden Genehmigungen für máximal 20 Personen erteilt. Erfahrungsgemäss müssen Anträge für sonntags einen Monat im vorhinein gestellt werden. Anträge für wochentags müssen mindestens 48 Arbeitsstunden vorher gestellt werden um genügend Zeit zu haben die Genehmigungen an die Eigentümer weiterleiten zu können

    Der Zutritt zur Finca ist ab 08.00 Uhr möglich. Bis wieviel Uhr man die Finca wieder verlassen haben muss kommt auf die Jahreszeit an und wird den Betroffenen im Moment des Zutritts mitgeteilt

    Fahrzeuge sind auf der Finca nicht erlaubt, genauso wenig wie Begleittiere.

    Zur Klärung irgendwelcher Fragen die Telefonnummer 971 865467 anrufen und nach “Marrosi” fragen.

    Übersetzung des Antragformulars:

    • Vor- und Nachname

    • Pass-, Ausweis- oder NIEnummer

    • Addresse

    • Stadt

    • Telefon

    • E-Mail
      Tag des Besuchs:

    • Tag

    • Monat

    • Jahr

    • Anzahl Personen (maximal 20)

    NACH AUSFÜLLEN AUF “ENVIAR” KLICKEN

    (Der Besuch ist KOSTENLOS)

    Das mag alles etwas kompliziert klingen, aber diese Wanderung lohnt sich auf jeden Fall. Die Wanderung hat einen leichten Schwierigkeitsgrad, auf dem Weg zur Burg sind insgesamt ca. 500 Höhenmeter zu bewältigen. Etwa mehr als die erste Hälfte des Wegs führt durch den Wald, der Rest der Strecke ist so gut wie unbewachsen und bietet keinen Schatten.

    Viel Spass bei dieser Wanderung.

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Schlacht der Mauren und der Christen
    BernatB Bernat

    "Arroz y frijoles" gibt es ausschliesslich in einigen südamerikanischen/karibischen Kneipen, in spanischen/mallorquinischen nicht. Und ob man die da auch "moros y cristianos" nennt kann ich nicht sagen.

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Schlacht der Mauren und der Christen
    BernatB Bernat

    Schlacht der Mauren und der Christen (Sóller)

    Im Jahr1561 wurde Sóller in den frühen Morgenstunden des 11. Mai von türkischen und algerischen Piraten überfallen. Von dem Wachhäuschen des Coll de S’Illa aus sichtete man 23 Schiffe (mit insgesamt 1800 Piraten) die in die Bucht von Sóller einfielen. Das gesamte Dorf – einschliesslich der Frauen – leistete Wiederstand, verteidigte sich mit allen vorhandenen Medien und gewann letztendlich den Kampf. Die Piraten mussten sich erfolglos zurückziehen.

    Seit vielen Jahren feiert man diesen Sieg im Kampf der “Mauren gegen die Christen” (Fiesta de Moros y Cristianos) in Sóller. Am Montag nach dem 2. Sonntag im Mai jeden Jahres wird in Söller/Puerto de Sóller ein riessiges Volksfest organisert und der Kampf (und Sieg der Christen) inszeniert. Der Kampf der “Moros y Cristianos” hat sich in den letzten jahren zu einer der wichtigsten Fiestas der Insel entwickelt.

    Um 15.00Uhr läuten alle Klocken der Dorfes Alarm. Man hat Piraten gesichtet. Die Bauern versammeln sich auf der Plaza d’es Estiradors. Gegen 17.00 Uhr stürmen die Truppen der Sarazenen den Strand in Puerto de Soller und gehen an Land. Unter dem Qualm und Rauch der Feuerwaffen versuchen die Bauern – erfolglos - den Strand zu verteidigen. Wenig später erobern die Piraten auch den Strand d’en Repic. Die Bauern ziehen sich Richtung Sóller zurück, verlieren aber auch den Kampf am Pont d’enBarona, schon am Stadtrand von Sóller. Die Mauren dringen bis auf den Dorfplatz vor, blündern alles was sie auf dem Weg finden. Man kann nicht verhindern dass auch das Rathaus, die Banken und die Häuser von den Piraten, die mit Leitern durch die Fenster klettern, ausgeraubt werden. Am Nachmiitag bekommen die Bauern zusätzliche Unterstützung von den Einwohnern des Dorfes, können die Piraten abwehren und gewinnen unter Führung des Kapitäns “Angelats” schiesslich sogar den Kampf. Mauren werden auf dem Dorfplatz aufgehängt.

    Jedes Jahr wird dieser Kampf inszeniert, hunderte von Teilnehmern verkleiden sich, Puerto de Sóller und Sóller füllen sich mit Rauch, Qualm und dem Krach der Waffen. Gegen 20.00 Uhr verkündet Kapitän Angelats den Sieg vom Balkon des Rathauses aus, alle singen die Hymne der Balearen (“La Balanguera” ) und es beginnt eine lange Nacht einer nicht enden wollenden Siegesfeier – an der sowohl die Mauren als auch die Christen teilnehmen - während der Alkohol en-masse fliesst.

    Wer sich zu dieser Zeit auf Mallorca befindet sollte sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen.

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Die Mallorquiner (7)
    BernatB Bernat

    In vorherigen Beiträgen habe ich an Beispielen beschrieben dass - und warum - die Mallorquiner verschlossen, reserviert, zurückhaltend, mehrdeutig und neidisch sind. Aber nicht nur das, sie sind auch nachtragend und "vergleichend beleidigt".

    Zum Beispiel. Eine Gruppe Freunde - frühere Arbeitskollegen - geht wöchentlich einmal zusammen essen. Alle sind Rentner, keiner hat finanzielle Probleme. Unerwarteterweise stirbt die Mutter von einem der Gruppe. Einer der Runde schlägt vor im Namen der Gruppe zur Beerdigung einen Kranz zu schicken. Ein paar der Gruppe wollen sich an den Kosten des Kranzes nicht beteiligten. Der Grund: "Als meine Mutter gestorben ist habt ihr auch keinen Kranz geschickt", oder "Warum soll ich mein Mitleid zum Ausdruck bringen? Als meine Frau im Krankenhaus lag hat er mich nie gefragt wie es ihr geht bzw. ihr gute Besserung gewünscht".

    Momentan liegt einer dieser Gruppe im Krankenhaus. Gestern haben ein anderer und ich ihn besucht. Während unserer Unterhaltung mit dem Kranken hat dieser uns erzählt wer ihn im Krankenhaus bisher besucht hat. Aber im Laufe des Gesprächs wurde es schnell deutlich dass es ihm wesentlich wichtiger war festzustellen - und uns das deutlich zu machen - wer ihn NICHT besucht hat (denn das vergisst er nicht und wird das in der Zukunft irgendwann einmal in irgendeiner Form 'zurückzahlen' ).

    Als wir das Krankenhaus verliessen sagte der Freund mit dem wir im Krankenhaus waren (auch ein Mallorquiner): "Typisch mallorquinisch. So eine Einstellung können nur wir haben".

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Feuchtgebiet "Ses Fontanelles"
    BernatB Bernat

    In dem inzwischen geschlossenen Thread über "Tourismusförderung im Winter" wurde unter anderem der Bau des neuen Einkaufzentrum PALMA SPRINGS (siehe Beitrag "Neue grosse Einkaufszentren in Palma" ) in dem Feuchtgebiet von "Ses Fontanelles"  angesprochen ("Ses Fontanelles" liegt hinter/neben dem PALMA AQUARIUM zwischen Can Pastilla und der Autobahn nach Llucmajor in unmittelbarer Flughafennähe).

    Das Projekt dieses Einkaufzentrums war von Anfang an umstritten. Die mallorquinische Umweltschutzorganisation GOB organiserte Protestaktionen und sprach/spricht von der systematischen Zerstörung einer der wenigen Feuchtgebiete der Insel. Die ursprünglich  erteilten Genehmigungen wurden jahrelang auf Eis gelegt (inzischen sind die Bauarbeiten voll im Gang).

    Ich glaube in diesem Zusammenhang sind einige Komentare dazu angebracht.

    Die Öffentlichkeit erfährt über solche Projekte normalerweise nur das was man in den Medien lesen/hören kann. Die Behörden haben den Promotoren dieses Einkaufzentrum (€ 230.- Millionen Investitition, Erschaffung von ca. 2.300/3.500 direkte und bis zu 6.000 indirekte Arbeitsplätzen) erst nach jahrelangem hin und her die notwendigen Genehmigungen erteilt, und das mit strengen Auflagen.

    In Spanien gibt es ein Sprichwort das lautete: "man erinnert sich nur an die Heilige Barbara (Heilige für Unwetter) wenn es blitzt und donnert", will heissen, niemand also auch keine Umweltschutzorganisation, hat sich in der Vergangenheit um dieses Feuchtgebiet gekümmert, gefordert dass es saubergehalten bzw. gereinigt und gepflegt wird, dass der Wasserzufluss gewährleistet ist, dass man Verschmutzung vermeidet, etc., etc. Erst nachdem die Pläne des Einkaufzentrum veröffentlicht wurden ging man auf die Barrikaden ... und das möglicherweise mehr aus politischen als aus Umweltschutzgründen. Die mallorquinsiche Umweltschutzorganisation GOB ist bekannt für diese Handlungsweise (ich habe in der Vergangenheit oftmals Umweltvergehen beim GOB angezeigt und gebeten öffentlich dagegen zu protestieren ..... aber nie wurde etwas unternommen weil es, laut Kriterium von GOB, wahrscheinlich politisch nicht rentabel war).

    Dem Projekt von PALMA SPRINGS wurden strenge Auflagen vorgegeben. Das eigentliche Feuchtgebiet umfasst ca. 227.000 m2 die absolut geschützt bleiben. Nicht nur das, der Promotor hat angeboten zusätzliche 50.000 m2 ebenfalls zu schützen. Das eigentliche Einkaufzentrum wird lediglich maximal bis zu 10 Hektar vom Gesamtgrundstück nutzen. Der Promotor verpflichtet sich im eigentlichen Feuchtgebiet von ca. 22 Hektar einen der Öffentlichkeit zugängigen Naturschutzpark anzulegen neben dem zusätzlich ein botanischer Garten angelegt werden wird. Es soll einheimische, in mallorqinischen Feuchtgebieten urmals vorhandene Flora und Fauna angesiedelt werden um den ursprünglichen (seit vielen Jahren abhanden gekommenden) Charakter dieses Feuchtgebiets wieder herzustellen.... und, und, und ...

    Innerhalb des Naturschutzparks wird man zwei Besucherpfade (einen von 1.500 Metern Länge, der zweite von 2.700 Metern) anlegen, genauso wie eine "Aussichtbrücke" von der aus man die Flora und Fauna betrachten und beobachten kann. Ein Interpretationszentrum über Flora und Fauna mallorquinischer Feuchtgebiete wird errichet. Aber all das ist den Umweltschützern wohl egal?

    Kein Schwein hat sich beschwert während dieses Feuchtgebiet jahrzehntelang als Müllhalde genutzt wurde ... also warum dann jetzt wo man zum ersten Mal etwas konstruktives zur Wiederherstellung tun wird?

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Mandelbäume auf Mallorca
    BernatB Bernat

    Im Ausland ist der Mandelbaum auf Mallorca hauptsächlich wegen der Mandelblüte im Winter (Januar/Februar) bekannt. Die Mandelblüte wird teilweise auch der “Schnee Mallorcas” genannt. Paradoxerweise ist es nicht selten dass man während der Mandelblüte gleichzeitig Schnee in den Bergen sehen kann.

    Schon seit römischen Zeiten gibt es Mandelbäume auf Mallorca, jedoch grossteils als Zierbaum auch mitten in den Ansiedlungen und Dörfern, nie auf grösseren Flächen. Im 18. Jahrhundert machte der Bauer Bernardo Contestí auf seiner Finca in Son Macía den ersten Versuch Mandelbäume zur komerziellen Nutzung zu pflanzen. Aber erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als fast alle Traubenreben durch die Reblaus zerstört wurden (siehe Beitrag Wein/Weingüter auf Mallorca), ersetzte man ca. 30.000 Hektar Reben mit Mandelbäumen die dann im Laufe von 50 Jahren auf bis zu 90.000 Hektar – fast 50% der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche - aufgestockt wurden. Obwohl es auf der ganzen Insel Mandelbaumplantagen gibt, wurden diese überwiegend in der Ebene (Llucmajor, Algaida, Campos, Porreres, Manacor, Santanyí) angelegt. Der mallorquinische Naturforscher Pedro Estelrich hat anfang des letzten Jahrhunderts bis zu 382 verschiedene Sorten Mandelbäume auf der Insel klassifiziert.

    Wenn man von einem Durchschnitt von bis zu 100 Bäumen/Hektar ausgeht waren auf Mallorca einmal fast 8 Millionen Mandelbäume angeplanzt. Bei einer Produktion von ca. 10Kg Mandeln/Baum (mit Schale) bzw. knappe 3 Kg netto (Kerne), kann man schnell erkennen wie wichtig die Mandelproduktion der Insel einmal war. Das Problem der Mandelbäume ist, dass sie erst nach 5 Jahren anfangen zu tragen, aber der Ertrag bereits nach 25 Jahren rückläufig ist. Nach ca. 40 Jahren sind Mandelbäume nicht mehr rentabel. Das ist der Hauptgrund – ein weiterer sind die durch denTourismus gestiegenen Personalkosten - warum ein Grossteil der noch bestehenden Mandelbäume der Insel nicht mehr abgeerntet wird und die Bäume somit verwahrlosen.

    Die Preise für Mandelkerne guter Qualität schwanken mit der weltweiten Produktion (in Jahren mit wenig Produktion kann ein Kilo Kerne im Geschäft bis zu 10.-/Kg kosten, in Jahren mit viel Produktion geht dieser Preis bis zu ca. € 4.50/Kg herunter, der Bauer bekommt ca. 30% von diesem Preis). Heutzutage gibt es so gut wie keinen Bauer mehr der auschliesslich von der Mandelproduktion leben kann … leider.

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Streik beim "Roten Blitz" Mallorca (Zug nach Sóller)
    BernatB Bernat

    Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich geeinigt. Die restlichen Streiktage werden NICHT stattfinden.

    Mallorca

  • "Hierbas" (mallorquinischer Kräuterlikör)
    BernatB Bernat

    "Mesclat" ist mallorquin für "gemischt". Das bezieht sich auf die angesprochenen "Hierbas", gemischt halb trocken und halb süss. Manche sagen auch "semi" dazu, oder "mig i mig" (halb und halb).

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Tourismusförderung im Winter
    BernatB Bernat

    Malini:
    .../...
    Hässliche Ecken à la Playa de Palma .....
    Hoppla! Man staune: die hässlichen Ecken auf einer wunderbaren Insel sind die "Ecken" die von Touris hässlich gemacht werden? Weil es eine Nachfrrage gibt und die Hoteliers/anderen Anbieter mit ihren 'Produkten' diese Nachfrage decken?

    Traurig aber wahr. Was die meisten Mallorquiner/Einheimischen darüber denken braucht man wohl nicht extra zu erwähnen...... (um dann, obendrein, zu hören dass Mallorca "hässliche Ecken" hat).

    Mallorca

  • "Hierbas" (mallorquinischer Kräuterlikör)
    BernatB Bernat

    @wattenlöper

    TUNEL ist der meistverkaufte und wahrscheinlich beliebteste "Hierbas-Likör". Und, ja, ich befürchte dass die meisten der Kräuter auf dem Etikett vorzufinden sind (was aber dem Geschmack nichts abtut).

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • "Hierbas" (mallorquinischer Kräuterlikör)
    BernatB Bernat

    Palo ... auch ein traditionelles, wesentlich weniger bekanntes, mallorquinisches  "Supergesöff", hat aber mit "Hierbas" nichts zu tun. Palo entsteht durch eine Wasser-Alkohol-Mazeration von Chinarinde und Enzian, und ist deshalb en bisschen bitter. Vor 50 Jahren war das hier noch der "Standard-Aperitiv", entweder mit einem bisschen Soda oder einem kleinen Schuss Gin. Heute trinken nur noch wenige Palo (im Vergleich zu früher).

    Den Touristen hat man früher oftmals - aber natürlich fälschlicherweise - erklärt, dass man Palo aud Johannisbrot macht.

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • "Hierbas" (mallorquinischer Kräuterlikör)
    BernatB Bernat

    Viele Mallorquiner, vor allen auf den Dörfern, machen einmal im Jahr - Ende Mai/Anfang Juni - ihren eigenen Kräuterlikör, die "Hierbas". Früher hat man mit Wasser verdünnten Ethylalkohol als 'Grundstoff' zum ansetzten mit Sternanis und Kräutern benutzt, heutzutage kaufen die Mallorquiner 'offenen' (literweise. aus einem Fass) Anisschnaps und setzen den mit Kräutern an.

    So oder so, ist der 'Grundstoff' Anisschnaps der mit aromatischen und medizinischen, grossteils einheimischen Kräutern angesetzt wird damit die "Hierbas" ihren charakteristischen Geschmack bekommen. Und hier gibt es wahrscheinlich so viel verschiedene Rezepte wie es 'Hersteller' gibt.

    Es gibt 7 oder 8 Zutaten die so gut wie alle 'Hersteller' benutzen. Das sind Eisenkraut, Wermut, Pfefferminz. Fenchel, Johannisbrot, Zitronenschale, Wacholder und Kaffeebohnen. Viele schwören dass der Geschmack sich mit jeder zusätzlichen Zutat verbessert. Ich persönlich mache ausser den schon genannten Zutaten noch folgende dazu: grüne Walnüsse, Kirschen, Kamille, Majoran, Sauerampfer, Rosmarin, Thymian, Borretsch, Wildmalve, Melissenkraut, Salbei, Weinraute, Stangenzimt, Orangenschale,  Orangenbaumblätter, Zitronenbaumblätter, Strohblume, Tilia und Minze. Von 2 weiteren Zutaten (einheimisache Pflanzen), habe ich leider die deutsche Übersetzung nicht gefunden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen (viele der Teilnehmer der IHCT-Usertreffen Mallorca können daas bestätigen). Auch die Mallorquiner wollen alle das Rezept wissen, bzw. wo man diese Kräuter überhaupt finden kann.

    Angesetzt werden die ·"Hierbas" Ende Mai/Anfang Juni wenn die Kräuter am saftigsten sind (und bevor sie im Sommer verwelken). Je nachdem oh man trockene, süsse oder gemischte "Hierbas" machen will nutzt man trockenen, süssen oder - in der gewünschten Proportion gemischten - Anis als 'Grundstoff'. Der Anislikör nimmt den Geschmack der Kräuter (je nach Menge der Kräuter) in 6 bis 8 Wochen an. Während dieser Zeit verändert sich der Geschmack da nicht alle Kräuter ihren Geschmack gleichmässig 'abgeben'. Sobald der Likör den gewünschten Geschmack erreicht hat füllt man etwa ein Drittel in eine Flasche ohne Kräuter um um zu vermeiden dass der Geschmack zu stark - und somit fast ungeniessbar - wird. Diese Drittel ersetzt man mit frischen 'Grundstoff' (der in den Behälter mit den Kräutern nachgefüllt wird), der dann etwas länger braucht um wieder den gewüschten Geschmack zu erreichen. Dieses Nachfüllen kann man innerhalb 18 Monaten - oder sogar noch mehr, so lange die Kräuter Geschmack 'abgeben' - einige Male wiederholen, so dass man die ursprünglich angesetzte Menge im Laufe der Zeit verdoppeln oder fast verdreifachen kann (mit den ursprünglichen Kräutern).

    Vielen Touristen - und Einheimischen - schmecken die in Bars und Geschäften erstandenen "Hierbas" gut. Einige mallorquinische, komerzielle Hersteller exportieren sogar einen Teil ihrer Produktion. Und jetzt möglicherweise eine kleine Enttäuschung: einige der komerziell angebotenen "Hierbas" (die meisten?) haben bei ihrer Herstellung nie 'echte Kräuter' zu Gesicht bekommen. Man nutzt verdünnten Ethylalkohol mit Aromastoffen. Diese komerziellen "Hierbas" schmecken zwar gut, sind aber mit den 'echten', hausgemachten - leider - nicht zu vergleichen.

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Tourismusförderung im Winter
    BernatB Bernat

    Tatsache ist dass die Einstellung und kommerzielle Handlungsweise der Spanier nicht unbedingt immer mit der der Deutschen übereinstimmt. Manchmal hat man tasächlich den Eindruck als hätten einige das Geschäft gar nicht nötig, aber verallgemeinern kann man das natürlich nicht.

    Dass ein Deutscher, der bestimmt keine Sprachprobleme hat, nicht antwortet wundert mich schon etwas.

    Mallorca

  • Kurioses über das Rathaus in Palma
    BernatB Bernat

    Alle die eine Stadtbesichtigung von Palma gemacht haben sind am Rathaus vorbeigekommen. Viele haben Bilder con diesem interessanten Gebäude gemacht, das zwischen den Jahren 1649 und 1680 im Barrockstil gebaut wurde. Ursprünglich war in dem Gebäude erst ein Hospital und danach die Universität untergebracht. In 1894 brannte quasi das ganze Innere des Gebäudes ab und wurde rundum erneuert. Über das jetzige Rathaus gibt es einige Kuriositäten. Über zwei davon erzähle ich in diesem Beitrag.

    Entlang der Hauptfassade zieht sich eine Sitzbank die den Spitzname "Faulerzerbank" oder "Wenns nicht wär ..." ("Si no fós", auf mallorquin) trägt. Hier sassen in alten Zeiten immer diejenigen die keine Arbeit hatten, bzw. gar nicht arbeiten wollten. Vorbeigehende fragten die dort sitzenden, so die Legende, "... und warum arbeitest Du eigentlich nicht?", worauf die 'Faulenzer' eine Antwort parat hatte die immer mit dem Satz "Wenns nicht wäre dass ich ..... (z. Bs. Rheuma habe, mir der Arm weh tut, etc., etc.)" anfing. Man wird - heutzutage - nur wenige Mallorquiner finden die sich dort ausruhen.

    An der Fassade kann man viele, feine Steinhauerarbeiten- und Verzierungen sehen. Die dafur verantwortlichen Bildhauer baten den damaligen Bürgermeister ihre 'Arbeit' anzuerkennen indem er ihnen erlaubt ihren Namen in kleinen Buchtstaben in der Fassade zu verewigen. Der Bürgermeister verweigerte diese Bitte. Aus 'Rache'  verewigten sich die Bildhauer auf anderer Weise: zu den Verzierungen neben dem Haupteingang fügten sie eine Schnecke, auf der einen Seite, und eine Eidechse, auf der anderen Seite dazu. Einer der Bildhauer hiess mit Nachname "Caracol" Schnecke), der andere "Dragón" (Eidechse).

    Man muss schon genauer hinschauen um diese Figuren zu erkennen. Den meisten fallen sie schlichthin nicht auf.

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Tourismusförderung im Winter
    BernatB Bernat

    Auf der Insel gab es schon immer ein 'echtes' Thermalbad mit allem was dazu gehört, von dessen Existenz die wenigsten überhaupt wussten.

    Erst seit kurzem wurde ein 5-Sterne Hotel daraus gemacht und erst seitdem bewirbt man das auch entsprechend:

    HOTEL FONTSANTA & SPA/Wellness

    Mallorca

  • Tourismusförderung im Winter
    BernatB Bernat

    Günter/HolidayCheck:
    .../...
    @Bernat--was "bringt" eigentlich die Fundacion Turismo Palma365* um Pedro Homar Oliver? Wie der Name der Stiftung das ja schon ausdrückt--es wäre doch deren Job, Impulse für die Ganzjahresstrategie zu entwickeln/setzenGute Frage.
    In dieser Stiftung sind sowohl Behörden - grösste Vertretung ist die der Stadt Palma, einschliesslich Hafenbehörde - als auch 28 Privatunternehmen vertreten. Zielsetzung ist, den Qualitâtstourismus der Stadt Palma bzw. der Insel Mallorca zu fördern.

    Das bisher einzige, bekannte Ergebnis dieser Stiftung ist die Kreierung der Kampagne "Passion for Palma" (2013) und dem damit verbundenen Merchandising dessen letzte 'Erfindung' die Fledermaus "Passi" ist. Ich glaube dass die PALMA PASS Karte auch auf deren Mist gewachsen ist.

    Ich habe den persönlichen Eindruck dass hier zu viele mitreden wollen/sollen, dass man es allen recht machen will, aber kaum Finanzierung zur Verfúgung steht und man somit wenig Nägel mit Köpfen macht (bzw. machen kann).

    Mallorca
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