Hallo,
es tut mir richtig gut zu lesen dass ich nicht allein dastehe und mir vorwerfen muss, bei der Erziehung meines Sohnes alles falsch gemacht zu haben.
Sohnemann ist 17 - in seinem Zimmer sieht es aus wie in einem Sandlerquartier, maulen, motzen und meckern ist an der Tagesordnung.
Wie hier schon oft erwähnt finden sich von Küchenutensilien über alte Zeitungen, leere Limoflaschen, saubere und dreckige Wäsche bunt gemischt in seinen Laden und Schränken.
Eine Säuberungsaktion meinerseits ist ungefähr so erfolglos wie in der Sahara Salat zu pflanzen - längstens nach zwei Stunden ist das Chaos wieder wie vorher....
Hilfe im Haushalt funktioniert meistens auch nur mit viel Überredungskunst und vielen Drohungen (Simpsons-Verbot, Feuerwehr-Verbot... - gemein ich weiß, aber sonst tut er GAR NIX)
ABER: Wenn Donnerstag ein Feiertag ist oder aus sonstigen Gründen ein arbeitsfreier Tag für ihn ist dann hab ich plötzlich den hilfsbereitesten Sohn.
Geschirrspüler ist ausgeräumt, die Küche sauber, sein Zimmer auch einigermaßen ok, der leergegessene Teller ist gespült und wartet ausnahmsweise nicht am Wohnzimmerboden auf mich.
Manchmal bäckt er sogar einen Kuchen...
WEIL nämlich am Mittwochabend Übungsabend bei der Feuerwehr ist und da will Sohnemann unbedingt hin - wenn er am nächsten Tag arbeiten muß geht das nämlich nicht da er sehr früh auf muss...
Ich hoffe das irgendwann mal wieder die, als Kind erlerneten Umgangsformen zum vorschein kommen - hoffentlich hat er sie bis dahin nicht alle vergessen.
Alles Liebe