Guten Morgen,
ich finde, die Mara und die Tsavos sind bei allem vollkommen gegensätzlich: Tierdichte, Wegenetz, Größe, Anzahl der Touristen und Camps.
Ich persönlich bin lieber in der Mara unterwegs, jedoch nicht unbedingt in der Talek Gegend oder im Osten in Richtung Keekorok Lodge. Dort fahren mir einfach zu viele Safaribusse lang.
Ich mag es, dass in der Mara die Wege nicht schon Straßencharakter haben. Das ist mir im Tsavo zu stark der Fall, erst recht, wenn man Baufahrzeuge sieht. Außerdem fährt man in der Mara durch richtige Flüsse, dort gibt es im park nicht diese Brücken. Das hat schon eher etwas von Wildnis.
Dann muss man sagen, dass es im Tsavo schon ein Nachteil sein kann, dass man evtl. an Tiere nicht näher rankommt. Die Risiken für die Natur kenne ich natürlich... Einen Löwen in 200m zu sehen ist etwas anderes als aus 20m bzw. noch weniger...
Das sich die Autos um die Highlights drängen, ist in allen gut besuchten Parks der Fall. In der Mara habe ich gesehen, wie über 20 Autos um einen Leoparden standen. Das ist nichts für mich. Nur da kann man flüchten.
Im Tsavo Ost hatten wir es letztes Mal, dass wir ein Löwenrudel gegen Abend entdeckt hatten. Unser Fahrer gab es (leider) gleich durch. Innerhalb einer Viertel Stunde war die Straße mehr als verstopft. Bei 30 Autos habe ich aufgehört zu zählen. Man kamm weder vor noch zurück. Mal kurz runter von der Straße konnten wir auch nicht, weil die Parkaufsicht alles beobachtete, sogar ein Hubschrauber kam.
Aus Sicht der Touristen war das logisch: Das waren die ersten Löwensichtungen nach vier Tagen dort im Park, d.h. alle Touristen im Park hatten noch keine Löwen gesehen.
Die Landschaft im Tsavo ist abwechslungsreicher. Galeriewälder, Dornbuschsavanne, Grassavanne usw. Jedoch finde ich die großen Grasssavannen der Mara ebenfalls faszinierend, v.a. in Zeiten, wo nicht mehr Hochsaison ist. Das ist ebenfalls sehr schön.
Grüße
Gregor

Und das ganze kurz vor der Regenzeit, d.h. 35C. und 80% Luftfeuchtigkeit. Im Bus locker 40-45C.... Herrlich!