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Aktuell

  • Kosten für Schirme und Liegen
    nokiN noki

    Hola!

    Die Strandbestuhlung samt der Schirme wird an öffentlichen Stränden jedes Jahr neu von den Gemeinden ausgeschrieben. Üblich sind dabei etwa 2,50 € pro Liege und pro Schirm pro Nase, aber das kann stark nach oben hin variieren, je nach Größe der Taschen der Verwaltungsbeamten!
    25,--€ für einen Tag, das scheint mir aber schon ein Wucherpreis zu sein! Allerdings wenn es nur 2 Liegen und ein Schirm gewesen sind!
    Kann das belegt werden? Oder war da noch etwas anderes dabei, Drinks, überteuerte Wassermelonenstücke, uä.?
    Selbst in San Andres - Las Teresitas kommt man nicht auf diesen Preis, trotz Parkgebühr, Strandbenutzung, künstlich angepflanzte Palmen zu sehen, ein bisschen Südseefeeling sehen, und überhaupt ins Wasser zu dürfen! Der Komplettpreis für das alles sollte ganz erheblich unter der Summe der Einzelpreise liegen.
    Und dort ist es schon reichlich teuer.
    Der Mann mit der umgehängten Ledertasche, ständig darin mit Münzen klimpernd, hat gar nichts zu sagen. Er spurt auch sehr schnell, wenn man ihm mit der behördlichen Aufsicht droht! Er darf nur und erst dann kassieren gegen einen Beleg, wenn Gäste sich entschieden haben dort längere Zeit zu verweilen. Und besteht unbedingt auf den Tagesbeleg (por dia)! Eigentlich ist es Pflicht, dass bei solchen Belegstränden eine Preistafel vorhanden sein muß. Meist wird sie in einer uneinsehbaren Ecke platziert.

    Lasst euch von denen nicht einschüchtern, die haben keine Kompetenzen, auch wenn sie noch so laut und unangenehm werden!
    Mir ist einmal erzählt worden, dass es sogar eine Polizeiabteilung geben soll, die sich Touristenpolizei oder so ähnlich nennt. Bestätigen kann ich es nicht. Die sollen bei berechtigten Beschwerden ziemlich hart durchgreifen, auch gegen ihre eigenen 'Banausen', und sind dementsprechend gefürchtet.

    Gruß Dieter

    Teneriffa

  • Makro-Objektiv für Canon EOS 400D
    nokiN noki

    .... Ich stimme den vorhergenden Beiträgen zu!

    Jedoch etwas komliziert wird es dann, wenn ein externer Blitz eingesetzt werden muß, und das ist sehr oft der Fall bei z. B. Schmetterlingen, andere Insekten oder andere Objekte ganz nahe in einem großen Abbildungsmasstab. Da spielt nämlich die Belichtungsautomatik nicht mehr mit. Mal ganz abgesehen von dem Fehlwinkel.
    Ein Stativ, auch bei Blende 2,8 und geringer, scheint mir zwingend notwendig zu sein. Und damit geht die Schärfentiefe ganz gewaltig in die Kniee!
    Bei ganz nahen Objekten ist ein Ringblitz auf dem Objektiv empfehlenswert, aber das ist eine teure Angelegenheit.

    Gruß Dieter

    Fotografie, Unterwasserfotografie, Filmen (alt)

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Hallo, liebe Forumsgemeinde,

    ich vermisse etwas Beteiligung von Euch! Diesen Thread möchte ich doch nicht alleine durchziehen, das gibt nur Mißstimmung und Ärger, womöglich noch mit dem Admins. Das würde mir so gar nicht angenehm sein!
    Also wo seid ihr alle, die Teneriffa kennen?

    Diese Schilderungen sind das was ich so sehr liebe auf meinen Besuchen dort und auch anderswo.
    Hotels, Attraktionen, und die meisten großen Sehenswürdigkeiten verlieren weitgehenst mein Interesse, wenn ich sie schon kennengelernt habe, außer ich möchte hinter die Kulissen schauen und die Hintergründe erkunden. Das klingt hochmütig, ist es aber ganz gewiss nicht! Ich liebe es eben mehr dem "Volk aufs Maul zu schauen" und mich unter ihnen zu bewegen und ihre ganz spezifischen alltäglichen Gepflogenheiten, Sorgen und Eigenarten kennenzulernen, das reizt mich mehr als ein berühmter Stuhl auf dem vielleicht einmal eine ebenso berühmte Person gesessen haben soll! Der Stuhl ist stets der gleiche, nur eben der Po auf ihm war ein anderer. Und was geht mich der an, wenn er nicht mehr draufsitzt!

    Als Tourist werde ich ohnehin überall sofort identifiziert. Dabei kommt es aber für mich darauf an in welche Kategorie man mich einordnet. Das ist mir sehr wichtig!
    Natürlich ist es von unschlagbarem Vorteil jeweils ortsansässige Freunde zu haben, womöglich noch bekannte und einflußreiche Personen, aber am Beginn steht und stand immer die Selbsteroberung all dessen was ich weiß und kennengelernt habe.
    Insofern muß ich auch oft passen, wenn man mich nach Hotelempfehlungen oder "was muß man gesehen haben" fragt, was mir teilweise schon recht angekreidet wurde als Zielexperte. Ganz abgesehen von den Anmerkungen, dass das hier ein Reiseforum sei und kein Spielplatz für Reiseerlebnisse!

    Das ist nun einmal das Geleis auf dem ich fahre!
    Und ich beherrsche die spanische Sprache immer noch nicht!

    Gruß Dieter

    Teneriffa

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Ein Besuch auf einem Gebrauchsgüter- und Tiermarkt!

    Auf der Strecke von Buenavista nach Masca, zwischen Portela Baja und Las Portelas, findet monatlich samstags ein Markt statt, der eigentlich so keine Touristenattraktion ist. Er liegt ziemlich abgelegen und man findet ihn nur schwer. Schon früh morgens beginnt er.

    Dort gibt es alles zu erwerben, was des Bauern Herz höher schlagen lässt. Er ist auch nur für diese Käufer- und Verkäufergruppe gedacht. Trotzdem kommen die Einwohner teilweise von weit her, um an diesem „Fest“ teilzunehmen, auch wenn sie keine Kunden sind oder etwas zu verkaufen haben. Man darf es aber nicht mit einem deutschen Flohmarkt vergleichen oder verwechseln, außer dass alle Geräte gebraucht sind!
    Hier gibt es alles, vom Trecker, Acker- Haushaltsgeräten, Nutztieren, bis hin zu Ernteerzeugnissen aus der Region. Und zwar nur einheimische Produkte und Gebrauchtwaren! So wie etwa in den Markthallen von Icod. Fremde und unbekannte Händler, sowie aus anderer Staaten kommend, sind nicht erwünscht und werden schnell entfernt. Jeder erfolgreiche Handel wird noch per Handschlag abgeschlossen und besiegelt. Man kennt sich untereinander, aber handeln ist trotzdem Pflicht.
    So auch bei uns, als wir die jungen Ziegen für unsere Nachbarn erstehen wollten, von denen ich schon berichtete.
    Nun ist es so, dass die Händler nicht mit einer ganzen Herde anreisen, sondern nur mit ein oder zwei typischen Exemplaren, z. B. einem braunen und einem weißen oder gescheckten Tier als "Muster". Die „Züchter“ sind bekannt und man kann ihnen vertrauen. Trotzdem kauft man nicht die ‚Katze im ****’! Denn Betrügereien werden untereinander streng geahndet.
    Nach langen und zähen Verhandlungen erstanden wir dort acht halbwüchsige weibliche Ziegen, die wir uns aber selbst vom Hof abholen mussten, denn den Transport muss man selbst bewerkstelligen, was aber kein Problem darstellt. Dazu noch ebenso viele Glöckchen mit verschiedenem Klang und wir handelten aus, dass uns eine ältere „Ziegentante“ für die Zeit der Eingewöhnung ausgeliehen wurde. Das ist außerordentlich großzügig. Die Glöckchen sind wichtig falls sich die Tiere in fremder Umgebung einmal verlaufen sollten, wenn die „Tante“ mal nicht aufgepasst hat. Ein Böckchen nahmen wir noch nicht mit, denn die sind in dem Alter noch ziemlich rüpelhaft zu ihren Schwestern. Er kann dann später „Pascha“ werden, wenn sich seine Geschwister nicht mehr alles gefallen lassen. Es ist überhaupt so, dass meistens in einer Herde die älteren Ziegen das Sagen haben, ohne das Imponiergehabe der Böcke!
    – Fast menschlich?! –
    Unser Großeinkauf sprach sich schnell herum, ebenso wie unser vorteilhafte Handel. Das zollte den anderen Händlern wohl Achtung. Waren doch meine Gastgeber alles andere als Landwirte, sondern bekannte emeritierte Wissenschaftler. Selbst der Bürgermeister erwies uns die Ehre einer Begrüßung.
    Außerdem „lief“ uns noch eine „Bergziege“ samt einachsigem Hänger über den Weg für einen sehr günstigen Preis. Das ist ein Gefährt, das man bei uns auch aus den Gebirgsregionen kennt. Ein ganz kleines dreiräderiges Zweitakt-Treckerchen mit einem Doppelgabellenker. Das ist ein richtiges Multifunktionsgerät, sehr robust und kaum kaputt zu kriegen. Es ersetzt nicht nur praktisch den Esel vor dem Wägelchen, sondern auch andere Hilfsgeräte können angeschlossen werden, und musste nur noch etwas aufgefrischt werden. Ansonsten war alles gut gepflegt und voll funktionstüchtig. Und das zu überprüfen und zu erledigen fiel mir als Aufgabe zu, ebenso wie die Unterweisung der neuen Besitzer im Umgang mit dem Gerät.

    Das war ein guter Kauf und ein erfolgreicher Tag, der dann in einem Gasthaus mit Wein, Brot und Schinken standesgemäß besiegelt wurde, ganz ohne Papier.

    Als wir heimkehrten und unseren Nachbarn das berichteten, wollten sie es gar nicht recht glauben, dass wir solch einen guten Handel abgeschlossen hatten. Sie wussten vorher nichts von unserem Vorhaben. Und als ihnen nun gesagt wurde dass das alles für sie sei, da standen ihnen die Tränen in den Augen; sie konnten ihr Glück kaum fassen! Waren doch ihre Häuser auch schon renoviert aus- und angebaut worden.
    Die Ziegen beherbergten meine Freunde noch eine kurze Zeit zur Eingewöhnung auf ihrem Anwesen, und behielten zwei davon für sich selbst.
    Es war ein fairer Handel bei dem niemand übervorteilt worden ist!

    Ein wunderschöner und unvergesslicher Tag ging zu Ende! Und wir haben alle kräftig gefeiert und am Glück unserer Nachbarn teilgenommen!
    Am Sonntag fuhren wir dann alle mit Kind und Kegel, und egal welchen Glaubens, mit einem Bus zur Messe nach Icod mit anschließendem gemeinsamen Mittagsessen in einem ländlichen Gasthof.

    Gruß Dieter

    Teneriffa

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Soeben habe ich eine Mitteilung von Teneriffa erhalten, dass es auf La Gomera am Wochenende wieder Brände gegeben haben soll.
    Trotz der mittlerweile starken Kontrollen, auch auf Teneriffa. Schon im Februar sind die Feuerwachen sehr verstärkt worden, und es gibt spontane Kontrollen an den Rast- und Grillplätzen, auf denen in den letzten Jahren unliebsame und illegale Zuwanderer und "Händler" ihr provisorisches Quartier aufschlagen.
    Es soll zu erhöhter Wachsamkeit seitens der Behörden aufgerufen worden sein, auch deswegen, weil die Vorkommnisse teilweise mit hoher krimineller Energie ausgeführt werden. Auf Gran Canaria soll es noch schlimmer sein!
    Also, liebe Urlauber dort, lasst euch nicht auf Händeleien ein und gebt Acht auf euer Eigentum, besonders wenn ihr unterwegs seid. Macht euch jemand dumm an oder kommt euch merkwürdig vor und geht euch nicht von der Pelle, dann schreit ihn sehr lautstark an; das ist sehr wichtig! Aber werdet niemals von euch aus handgreiflich, wenn es kein körperlicher Selbstschutz ist! Vor allem in den Hauptzentren mit großen Menschenansammlungen (Loro Parque, Wochenmärkte, sonstige Touristenattraktionen, ... ) ist das ein überaus wirksames Mittel! Es bedeutet immer Alarm!
    Macht euch den Gedanken zur Gewohnheit: Die sind nie alleine!

    Lasst euch nie anfassen, so kumpelhaft unter den Arm, um die Schulter, oä.. Ein Spanier würde das nie tun, es sei denn er reicht euch die rechte Hand zum Gruß von Angesicht zu Angesicht und legt seine linke Hand leicht auf eure rechte Schulter oder an den Oberarm. Das ist aber ein klares Zeichen von Freundschaft mit ihm! Es kann mitunter lange dauern bis er es tut! Diese Geste kenne ich eigentlich auch nur zwischen Männern.
    Spanier vermeiden körperliche Nähe und Kontakt mit anderen, die nicht zur näheren Familie gehören, selbst dort auch nicht in der Öffentlichkeit, außer bei sehr guten Freunden, wie oben beschrieben! Aber dann kennt man sich schon sehr gut, und es besteht keine Gefahr oder ein Missverständnis.
    Nehmt immer eine Kopie des Personalausweises mit auf euren Touren, denn wer sich nicht ausweisen kann, gerät schnell in einen Verdacht und steht großem Misstrauen gegenüber. Und das auszuräumen kostet oftmals viel Zeit und Geduld!

    Die 'Stahlarmbänder' sitzen bei der Polizei und anderen Schutzkräften seeeehr locker gegenüber diesen ungebetenen Aufdringlingen. In deren Haut ich aber dann nicht stecken möchte!

    Ein gut gemeinter Rat, den es sich lohnt ihn zu beachten!

    Gruß
    Dieter

    Teneriffa

  • Wie sieht es dort nach dem Feuer 2007 aus???
    nokiN noki

    .. Der befindet sich im festgetackerten Thread:
    Teneriffa - Insel voller Rätsel ......

    Gruß
    Dieter

    Teneriffa

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Eine Forst-Inspektionsfahrt durch einen Teil des Teno-Gebirges.

    Es ist sehr traurig, wenn man jetzt noch (Febr. 2008) die Verwüstungen durch die Brände sieht! Alles grünt und wächst zwar schon wieder, jedenfalls das Gras und Buschwerk.
    Los ging es in aller Frühe mit drei geländegängigen Fahrzeugen von der Hauptstation des Forstamtes bei Erjos. Es sollte keine Spazierfahrt werden! So versicherte man mir, und ich könne noch absagen.
    Die Jeeps waren voll beladen mit allen erdenklichen Sicherheits- und Rettungswerkzeugen (Seilzügen, Winden, Sägen, usw.) incl. großer Mengen an Proviant, Babynahrung und Dinge für den alltäglichen Bedarf!

    Insgesamt waren es fünf Forstbeamte, eine angehende Forstinspektorin aus Deutschland, die dort auf Teneriffa ihr praktisches Jahr absolviert, und ich als wenig nützliches Anhängsel. Dafür konnte ich mich beim Lesen der Flurkarten und bei der Dokumentation ein wenig nützlich machen.
    Unsere Route folgte nicht der Feuerwalze, die aus der Richtung von Icod über Erjos bis nach Santiago del Teide wohl gekommen ist, sondern wir bogen direkt auf Forstwegen hoch zum Pass auf die westliche Seite des Tenogebirges ab.
    Zwischendurch wurden noch einige völlig verbrannte Forsthütten, die auch als Feuerwachen dienen, angefahren, die sich aber schon wieder im Aufbau befanden. Es roch noch überall nach Brand, trotz der Feuchtigkeit und der Zeit, die vergangen war. Es wird viel getan!
    Baumwurzeln und verbrannte Stämme werden nicht abgeräumt, sondern nur zersägt. Sie sollen vor der allzu schnellen Erosion schützen. Die meerseitigen Ebenen und Ausläufer waren weniger betroffen, denn dort gibt es keine Hochwälder, sondern mehr Niederwuchs. Aber auch der war gerade wieder dabei voll zu sprießen. Anders als in den Wäldern vor und am Grat. Von Las Portales folgten wir dann der Straße nach Masca.
    Dort sah es schon sehr traurig aus! All die Terrassen-Plantagen an den Hängen und die Häuser waren schwarz verbrannt. Die uralten Palmen und Laubbäume sind verbrannt. Nach Masca selbst sind wir nicht weiter runter gefahren, denn dort war der Wiederaufbau in vollem Gange. Was ich aber durch den Feldstecher sah, ließ mich schaudern!

    • Mein schönes Masca, mein „Gummibärchendorf“! – Wie Recht hatten doch die alten Gründer des Dörfchens ihre Häuser an felsigen und unwegsamen Hängen zu bauen! Jedenfalls so fanden die Flammen, die herüber von Santiago gekommen sind, weniger Nahrung.

    Wir brauchten ein Nachtquartier, denn am nächsten Tag waren die sehr abgelegenen Bauernhöfe und die Hochebenen des Teno vorgesehen. Irgendwann verspürt man in den Geländewagen auf diesen Pisten auch sein eigenes Knochenskelett nicht mehr. Alles schmerzt nur noch, oder ist betäubt von der Rüttelei!
    Also Übernachtung unter Zeltplanen im Schlafsack, und kein Dreisterne-Menue. Dafür dreckig, durchgeschwitzt und sehr betrübt über das Gesehene. Und dabei war das Gröbste doch eigentlich schon vorbei! Jetzt kam der ‚Papierkram’ dran. Alleine der Praktikantin mussten wir großes Lob zollen. Sie kam aus dem Schwarzwald, und war wohl schon etwas vertraut mit solchen Geschehnissen. Jedenfalls war sie der noch ‚nicht verbrannte Baum’ in unserer Runde! Sie hat uns alle aufgemuntert.

    Morgens ging es weiter in die entlegenen kleinen Siedlungen, bzw. Höfe zur Küste hin. Die liegen sehr abseits, und dorthin geht es talab- und talaufwärts. Wenn man das von höheren Punkten aus sieht, dann denkt man es ist nicht weit, vielleicht eine viertel Stunde Autofahrt!
    Das ist ein Trugschluss! Es dauert dann teilweise eine Stunde um dieses Anwesen zu erreichen. Und dort leben noch Großfamilien.
    Über die Babysachen und sonstige Artikel freuten sie sich sehr. Die Hügel und Weiden waren zwar auch abgebrannt, aber es spross und wuchs wieder alles. Und ihre Ziegenherden waren wenig dezimiert worden. Wobei eine verbrannte Ziege dort für einen Bauern schon ein großer Schaden ist. Zumal die Tiere in Panik geraten und in die Schluchten stürzen! Auf anderen Höfen sah es ebenso aus.

    Es wurde dann eine Bestands- und Verlustaufnahme erstellt, denn kurz nach den Bränden hat die Regierung Gelder freigegeben.
    Wir übernachteten dort abermals, diesmal jedoch nicht unter provisorischen Planen.

    Was ich so mitbekam ist, dass man die Hochwälder nicht einfach so aufforsten kann, weil: Es fehlt an geeigneten Pflanzen, an Material, an Arbeitskräften! Unsere mitteleuropäischen Baumarten sind dafür nur sehr bedingt geeignet. Selbst regenerieren können sich große Waldflächen nicht mehr! Dazu ist der Schaden zu tiefgreifend. Zur Freude aller wuchsen aber schon wieder Buschwerk und Gräser; somit ist jedenfalls die allzu schnelle Abtragung der Oberfläche vorerst gebannt.

    Und auf ging es auf direktem Weg über den Pass dahin zurück von wo wir gestartet waren. Das dicke Ende ist der Papierkrieg: Katalogisierung, Schadenszuordnung, bisherige Erfolgsmaßnahmen, weitere Empfehlungen, usw. ----- ! Alle Berichte gehen direkt an das zuständige Ministerium.

    Und das alles von ein paar Verbrechern verursacht, die mal sehen wollten wie ein Wald brennt! Oder die in höherem Auftrag für 'Bauerwartungsland' sorgen sollten?! Das kennt man ja von Mallorca aus früheren Zeiten. Denn es scheint eindeutig festzustehen, dass hier Brandstifter am Werke waren. Alleine schon aus der Tatsache heraus, dass auch an anderen Orten der Insel zur gleichen Zeit große Brände ausbrachen! Ein Übergreifen auf die nördlichen Flanken des Teide hoch vom Orotavatal konnte jedoch weitgehendst abgewendet werden.
    Ich bin zutiefst beeindruckt davon was schon geschehen ist was noch folgen wird und mit welchem gut koordiniertem und engagiertem Aufwand und Einsatz alles angegangen wird! Es scheint so, als hätten sich alle Einwohner diese Katastrophe zu ihrer eigenen gemacht. Ein Politikum ist für mich jedenfalls offensichtlich nicht erkennbar.
    Viele Privathäuser sind Opfer der Flammen geworden, und viele Menschen mussten evakuiert werden!
    Nun kommt es darauf an die Gelder an die richtige Stelle zu bringen, und nicht diejenigen zu füttern, die jetzt vergeblich mit Bauland spekuliert haben. Die Ermittlungen sind längst noch nicht abgeschlossen!
    Und eben hierzu diente und dienen diese regelmäßigen Inspektionsfahrten!
    Abgelegenen Grundbesitzern wurden schon von dubiosen Geschäftemachern Angebote für den Verkauf ihres Landes unterbreitet. Und das schon zu einer Zeit, als noch nicht einmal gesagt werden konnte, dass die Feuer gelöscht sind!

    Soetwas ist in meinen Augen einfach nur erbärmlich und skrupellos!

    Gruß
    Dieter

    Teneriffa

  • Wie sieht es dort nach dem Feuer 2007 aus???
    nokiN noki

    Hallo Maike,

    ein Bericht darüber, nur über einen Teil der Insel, ist bei mir schon in Arbeit. Es soll eine Schilderung einer Forstkontrollfahrt zur Bestandsaufnahme des Teno-Gebietes werden.
    Hab' noch etwas Geduld!
    Die Forstrenaturierung und Aufforstung ist dort weit komplizierter als man denkt, und als erstes sind doch die abgelegenen bäuerlichen Betriebe mit ihren Plantagen vorrangig.
    Harzhaltige Holzarten überstehen solche Brände viel eher als sehr wasserreiche Arten, bei denen die Pflanzen durch das sich ausdehnende erhitzte Wasser von innen zerstört werden. Ganz wie bei uns bei einem Blitzschlag!

    Gruß
    Dieter aus PI

    Teneriffa

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Wie lebt es sich in einem „Höhlen-Haus“? - Ein Haus im Haus! -

    Zu sechs Personen waren wir eingeladen ein paar Tage bei den Besitzern zweier solcher Höhlenwohnungen in diesen zu wohnen. Ich war zunächst etwas skeptisch, weil ich solch eine aus der Gegend Chinamadas im Anagagebirge schon kennen gelernt hatte. Es wurde ganz anders als erwartet!
    Auch diese beiden „Wohnungen“ lagen ganz abseits im Norden der Montanas de Anagar, und sie sind nur per Geländewagen mühsam zu erreichen, auf Wegen, die sonst den Maultieren oder Eseln überlassen sind.
    Diese Häuser kann man nicht kaufen; sie stehen unter Denkmalschutz!
    Man kann nur ein Nutzungsrecht auf sie erwerben mit sehr strengen Auflagen. Am Äußeren darf nichts Sichtbares ver- oder geändert werden uvm. Die rechtmäßigen Besitzer sind immer noch die ehemaligen Bewohner.
    Von außen machten beide Fassaden einen schmucken Eindruck, wie bei uns die Front eines schönen Familienhauses. In der Mitte die geschnitzte Eingangstür und daneben diverse Fenster, davor eine einladende Terrasse. Nebenan waren noch ein paar kleine Höhlen ohne Front, aber dazu komme ich noch.
    Aber nun im Inneren, da sah es ganz anders aus!
    Die Höhle hatte etwa eine Tiefe von ca. 30 Metern, eine Breite von schätzungsweise 25 Metern und eine Höhe von 8,5 Metern. Das reicht aus um ein Wohnhaus dort reinzubauen. Und so war es auch! Von dem Gestein der Decke und den Wänden war nichts mehr zu sehen; es war alles so wie in einem normalen zweistöckigen Wohnhaus auch, außer dass die Fenster in den hinteren und oberen Räumen fehlten und die Türhöhe (höchstens 1,75 Meter) und Deckenhöhe geringer waren. Die Mauern und Wände bestanden größtenteils aus Felssteinen oder grob gebrannten Ziegeln, und waren nicht verputzt. Dafür standen und hingen überall Öllampen und vereinzelnd eine indirekte elektrische Niedervolt-Beleuchtung. Die vorderen Räume mit den Fenstern, waren eigentlich mehr eine Eingangshalle in toller Ausstattung, allerdings mit Kamin versehen!
    Nun komme ich zu den kleinen Nebenhöhlen: Dort befanden sich die Pumpen für die Wasserbeseitigung von den Gesteinswänden, Belüftungsgebläse, Notstromgeneratoren und diverse andere techn. Geräte und Stallungen für die Tiere.
    Zwischen den Mauern der Wohnungen und den Felswänden der Höhle waren etwa jeweils einen Meter, oder wenig mehr, zugänglicher Freiraum um das Wasser abzupumpen und Versorgungsanschlüsse zu verlegen. Es gab nur einen dürftigen elektrischen Oberleitungsanschluss. Sat-Antennen sind nicht erlaubt; Handys haben keinen Empfang.
    Es war urgemütlich dort drinnen, mit einem sehr angenehmen und gesundem Klima!
    Das schafft keine Klimaanlage!
    Abends auf der Terrasse gab es dann frisch erlegte Kaninchen vom Grill mit der obligatorischen Knoblauchsauce sowie selbst gebackenes Brot, den kanarischen Kartoffeln und den selbst angebauten und hergestellten roten Wein.
    Selbstverständlich hatten wir Voräte für mindestens drei Monate mitgebracht, also einen kleinen Supermarkt. Zwei der lieben Langohren (Esel) mußten zweimal vollbepackt vom Parkplatz der Autos hochlaufen, denn direkt bis an die Häuserfronten kamen wir nicht ran. Sie wurden auch fürstlich mit Äpfeln und Möhren belohnt. Ebenso wie die Hunde, die alles bewachten.
    Als die nötige Bettschwere unweigerlich kam, hatte ich die Befürchtung, dass alle Bettsachen klamm und feucht wären, was ja nicht so gesundheitsförderlich sein soll! Sie waren es nicht! Und wir haben alle geschlafen bis uns der Gong zum Frühstück weckte.
    Und das ging fünf volle und herrliche Tage lang so.
    Vor der Tür "mümmelte" das Abendessen, es weideten die Ziegen für den Käse und zum Briefkasten waren es gute zehn bis mehr Minuten bergab zu laufen. Gottlob kam die Post nur höchstens zweimal pro Woche!
    Eine ganz schlimme und bösartige Plage sind dort die vielen Ratten! Nichts ist sicher vor deren Zugriff! Und so haben einige von uns sich ein paar Tage in aller Herrgottsfrühe, noch vor dem Aufstehen, aufgemacht um nach Kräften unter ihnen aufzuräumen. Zumindestens einige so anzuschießen, dass sie durch ihr infernalisches Geschrei die Reste ihrer Sippen vertreiben. Danach ist dann erstmal für eine Weile Ruhe vor ihnen.

    Die rechtmäßigen Eigentümer wohnten gleich nebenan; sie hatten natürlich ein Wohnrecht auf Lebenszeit, und waren glücklich über die „Modernisierung“ ihres „Häuschens“, die denen obliegt, die ein Nutzungsrecht erworben haben. Natürlich waren sie immer bei uns, auch mit den von ihnen selbst eingeladenen Gästen und Familienangehörigen.
    So waren es mitunter gute 20 Personen draußen auf der Terrasse oder bei feuchter Abendwitterung oder Regen drinnen hinter den Fenstern am Kamin.

    Zu dem hier Geschilderten muß aber unbedingt angemerkt werden, dass es sich hier um zwei ungewöhnlich große Höhlen handelt! Die meisten sind sehr viel kleiner und haben überwiegend auch kein Mauerwerk im Inneren. Deswegen war ich anfangs auch sehr skeptisch, denn direkt in Chinamada sind die Höhlen alle sehr viel kleiner. Alle sind staatlich vermessen, so dass jederzeit überprüft werden kann, ob sie nicht im Nachhinein erweitert worden sind. Für viele von ihnen erhalten die Bewohner sogar staatlich Zuschüsse. Allerdings nur dann, wenn kein externes Nutzungsrecht auf sie erworben wurde, denn dann trägt derjenige den überwiegenden Anteil der Erhaltungskosten.

    Von außen sieht niemand wie’s da drinnen ausschaut!

    Grüße
    Dieter

    Teneriffa

  • Öffentliche Verkehrsmittel
    nokiN noki

    Oh ja! Man kommt gut über die ganze Insel! Es bedarf manchmal nur einiges an Zeit und Geduld.
    Das öffentliche Verkehrsnetz ist hervorragend ausgebaut und organisiert, und dazu noch unschlagbar preisgünstig.
    Es gibt so viele verschiedene Linien die dort fahren, ich meine nun Schnellbusse, Busse, die nur wenig halten und solche, die jedes Haus an der Straße anfahren.
    Übrigens, an den Landstraßen ist es so, dass man nur die Hand heben muß und der Bus hält, ob Haltestelle oder nicht! Um sich aber eine richtige Rundfahrt zusammenzustellen, braucht es ein wenig Logistik (das ist der moderne Ausdruck für: Wann, wie, wohin, warum!) Manchmal, so gegen die Mittagszeit, laufen die Uhren der Fahrer allerdings auch etwas anders!
    So ist mir das geschehen in Tamaimo. Der Bus hielt vor einer Bar an, der Fahrer nahm sein "Lunch-Paket" und verschwand in der Bar für mindestens eine Stunde. Es war Siesta, das sollte man mit beachten! Allerdings war es ein Bus, der jedes Örtchen anfährt. Niemand der Mitfahrenden hat sich daran gestört.
    Das betrifft aber nicht die größeren Streckenlinien!
    Strecken- und Linienpläne bekommt man überall in den Hotels und den Knotenpunkten der Linien.
    Wenn man Zeit hat, macht es sehr viel Spaß mit einem dieser "Milchkannenbusse", die überall halten, zu fahren. Es hat mich einmal eine Zwischenübernachtung in einem weit entfernten Ort gekostet!
    Und darüber war ich überhaupt nicht böse!

    Gruß
    Dieter

    Teneriffa

  • Benötige Hilfe, erstes mal Teneriffa
    nokiN noki

    Hallo Steffi!

    Du hast die Costa Adeje ganz gut beschrieben, und dieser Küstenabschnitt ist wirklich noch erträglich gegenüber Americas und Christianos!

    Aber hast Du Dich da nicht etwas mit dem Sonnenauf- und Untergang vertan? Seit Milliarden von Jahren geht bei uns auf unserer Erde die Sonne regelmäßig im Osten auf und im Westen unter. Ein Sonnenaufgang kann also niemals über La Gomera sein!
    Allerdings ist es schön, wenn die Sonne ein wenig hochkommt die beleuchtete Küste der Nachbarinsel zu sehen, ebenso die 'rote' Insel bei Sonnenuntergang, der erfolgt dann je nach Jahreszeit bis hin nach La Palma.

    Bitte, bitte nimm mir diesen Einwand nicht übel, aber sonst müßte sich die Erdumdrehung und damit deren Umlaufbahn gegensätzlich geändert haben, und das ist nicht möglich!
    Nichts für Ungut - ein kleiner Schreibfehler nichts weiter!
    Wenn Auf- in Untergang geändert wird, ist alles wieder OK!

    Gruß
    Dieter

    Teneriffa

  • Speicherkartenfrage
    nokiN noki

    Sorry, ich schrieb oben 'Karten bis 2 MB vertragen', das ist natürlich nicht richtig! Es sollte vielmehr 2 GB heißen!

    Bei meiner Sony F 828 sollte sogar ein Memory-drive, eine Mini-Festplatte, mit über 4 GB erlaubt sein. Beim Ausprobieren war die Cam völlig überfordert. Teilweise wurden die Fotos nicht einmal komplett abgespeichrt.

    Gruß
    Dieter

    Fotografie, Unterwasserfotografie, Filmen (alt)

  • Speicherkartenfrage
    nokiN noki

    Aber Achtung mit den Speichergrößen der Karten! Lest genau in den techn. Daten nach wieviel GB Eure Kamera überhaupt bedienen und verwalten kann! Sonst bekommt Ihr Probleme. Es gibt Cam's mit reichlich Pixeln, die aber nur Karten bis 2 MB vertragen, z. B. meine Sony V1! Und die große F 828 wird auch schon "zickig" darüber hinaus.
    Lieber eine Karte mehr, als die Kamera überfordern.

    Gruß
    Dieter

    Fotografie, Unterwasserfotografie, Filmen (alt)

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Hallo, und Guten Morgen!

    Man sollte doch annehmen können, wo es viel Wasser gibt, müßte es auch viele Teiche und Seen geben! Ich meine nun ganz natürliche, keine Staubecken oder Zisternen mit einer äußerlichen Betonumrandung.
    Davon gibt es mehr als genug! Hauptsächlich südlich von Vilaflor, wo sich auch die endlosen, überplanten Tomaten- und Bananenplantagen befinden, und längs der südlichen Ausläufer der Las Canadas.
    Als ich einmal von der Autobahn kommend über San Miguel weiter nach Granadilla fahren wollte, habe von oben einen solchen See entdeckt! Er liegt bei Tamaide - El Roque kurz vor San Miguel. Da bin ich umgekehrt, um nachzusehen, ob es wirklich ein natürlicher Teich war. - Es war einer! - Umgeben von üppigen, saftigen Grünflächen und die Ufer bewachsen mit Bambus und Schilf. Er hatte einen kleinen Zulauf und einen Ablauf mit einem Wehr versehen, um den Wasserstand zu regulieren. Das lud mich ein dort eine längere Rast einzulegen. Es war einfach "heimisch" mit den vielen Schmetterlingen und Libellen!
    Ein Bauer schnitt dort Gras, und wunderte sich, dass da mitten am Ufer ein Touri sich ausgestreckt hatte. Aber ein Schluck aus einer Weinflasche machte ihn dann so gesprächig, dass ich nichts mehr verstand.

    Sonst habe ich nirgendwo auf der Insel wieder einen solchen kleinen natürlichen Binnensee gesehen! Außer natürlich den Lagunas de Erjos im Nordwesten. Die sind jedoch unverhältnismäßig sehr viel größer und ausgedehnter als mein kleiner 'Dorfteich' es ist. Und soweit ich weiß, stehen die auch unter Naturschutz im Forstgebiet des Teno.
    Schaut man von oben herab, so sind sie relativ leicht erkennbar an ihrer hell- bis dunkelgrünen Wasserfläche, wohingegen die Auffangbecken dunkel sind, und deren Betonrand gut erkennbar ist. Außerdem haben die keinen so schönen "Vorgarten" am Ufer. Das ist auch ohne Fernglas gut zu sehen!
    Sollte jemand von euch noch einen kennen, so wäre ich sehr dankbar zu wissen wo der liegt!

    Gruß
    Dieter

    Teneriffa

  • Speicherkartenfrage
    nokiN noki

    Hallo!

    Ich glaube, dass ich Holginho und Coriosus Recht geben muß, zumindest was die Serienbilder betrifft.
    Es gibt in der Tat Karten mit einer hohen Transferrate, und es gibt eben die, mit denen eine normale Kamera beim Abspeichern gut zurecht kommt, sogar in akzeptabler Zeit. Serienbilder sind ein anderes Problem und eine andere Schwierigkeit für die Software der Kamera. Meistens ist dazu ein Zwischenspeicher; beim PC auch Cache genannt, erforderlich. Dieser speichert einen Teil der Aufnahmen zwischen, und schickt sie dann mit der kameraeigenen Tranferfrequenz weiter an das Speichermedium.
    Da macht sich schon die "Schreibgeschwindigkeit" der Karte ganz schön bemerkbar! Aber alles das kommt eigentlich nur zum Tragen bei Serienaufnahmen und bei Video-Sequenzen.
    Minderwertige Karten haben oftmals "Bitfehler". Das macht nichts bei Einzelaufnahmen, aber bei Serien schon, denn die Übertragungsrate der Kamerasoftware geht damit ziemlich schnell runter.
    Es ist zwar keine Information verloren gegangen, aber das Schreibprogrmm muß diese Fehlstellen erstmal identifizieren, ignorieren und überspringen und dann schreiben. All das kostet Zeit.

    Gruß
    Dieter

    Fotografie, Unterwasserfotografie, Filmen (alt)

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Das „Laub“ der Nadelbäume, was geschieht damit?

    Es geht hier um die harzhaltigen Baumarten, wie Pinien, Kiefern und andere Nadelbäume!

    Manchem Besucher der Calderas wird möglicherweise schon einmal aufgefallen sein, dass an den Straßenrändern der Strecken zum Teide hoch große Haufen von Nadeln der Bäume zusammengerecht worden sind. Besonders im Frühjahr und Herbst ist das zu beobachten.
    Nicht nur aus dem Grunde, dass der dicke Nadelteppich unter den Bäumen eine große potentielle Brandgefahr darstellt, sondern diese Nadeln sind ein begehrtes Material für diejenigen, von denen ich gleich berichte. Sie sind zwar teilweise verdörrt und vertrocknet, trotzdem enthalten sie noch die Harzöle und werden sehr gewinnbringend verwertet.
    Große LKW’s laden diese Haufen auf und transportieren sie zu den Kosmetikfabriken! Die Nadeln werden dann zerkleinert und geschrotet. In einem speziellen Extraktionsverfahren mittels Alkohol (nicht der genießbare!), werden die ätherischen Öle aus dem Brei separiert. Danach wird der Alkohol wieder herausdestilliert und wieder benutzt. Übrig bleibt ein Konzentrat der Harzöle.
    Das kann man dann in homöophatischer Verdünnung bei uns und anderswo z. B. als Badezusatz, Kosmetik kaufen. Der fast ausgelaugte Rest mit den festen Bestandteilen wird häufig als Brikets gepresst und als Brennmaterial verkauft. Ein sehr wohlriechender Kaminbrennstoff!
    Private Bauern nutzen die Nadeln von ihrem Grundstück allerdings auch als Streu im Stall ihrer Tiere.
    Und die Bäume nadeln im Jahr sehr üppig!

    Gruß
    Dieter

    P.S. Es gibt allerdings nicht mehr viele von diesen Fabriken, die das so machen! Meistens werden diese Konzentrate heute synthetisch hergestellt. Außerdem sind die Sicherheitsbestimmungen im Rahmen der EU-Bedingungen in den letzten Jahren wegen der leicht entzündlichen Extraktionsmittel enorm verschärft worden, so dass es sich wohl nicht mehr lohnt diese Methode anzuwenden.

    Teneriffa

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Hochzeitsreigen, - oder ein Opernball auf maritime Art?

    Jetzt habe ich sie erwischt, diejenigen, die dieses nächtliche Schauspiel geben!

    In einigen kleinen Felsenbuchten, die aber sehr tief sein müssen, findet im Februar ein märchenhaftes Ereignis statt. Mir ist schon so oft davon erzählt worden, aber ich hielt es immer für eines dieser kanarischen Märchen.
    Die Hochzeit abertausender von Tintenfischchen (Segelkalmaren).
    Sie steigen aus den Tiefen des Atlantiks hoch in kleine abgelegenen Buchten, z. B. eine liegt ganz in der Nähe von Las Americas, andere längs der steilen Westküste.
    Sie sind zum Laichen dort an den schroffen Felswänden empor gekommen, und sie haben ihre „Festtagsbeleuchtung“ eingeschaltet. Diese Kalmare haben eine, aus vielen Farben bestehende, eigene Beleuchtung am Körper, ihr Körperpurpur, die sie je nach Situation ein- und ausschalten können. Wie zigtausende von Glühwürmchen es tun würden!
    Wenn es windstill ist, dann illuminiert die ganze Bucht wie ein leuchtender Schleier, der durch das Wasser gezogen wird. Aber wehe es naht ein Feind in Form von z. B. Pilotwalen, oder man wirft einen Stein ins Wasser, dann ist in Bruchteilen von Sekunden der leuchtende Spuk vorbei. Blitzschnell sind sie verschwunden in den schroffen Felsen der Lavawände.

    Die einheimischen Fischer kennen und wissen das, aber sie hüten dieses Geheimnis und die Buchten sehr gut. Immerhin gehören Kalmare ja auch zu ihren Fängen.
    Aber nicht zur Laichzeit!
    Ich habe versprochen die anderen Buchten nicht preiszugeben! Und daran halte ich mich!

    Einheimische und befreundete Angler, die es lieben nachts von den Felsen aus zu angeln, hatten mich ganz nah vor Mitternacht noch benachrichtigt, dass nun das „Leuchtspektakel“ beginnt. Und nach etwa 20 min. Fahrzeit incl. Wanderung zur Bucht waren die Hochzeitslämpchen immer noch eingeschaltet und der Reigen in vollem Gange. Der Eindruck ist schwer zu beschreiben! Die ganze Oberfläche des Wassers war bunt beleuchtet, wie von Irrlichtern.

    Merkwürdigerweise soll das nur an diesen Küstenabschnitten zu beobachten sein. Und dann immer nur in den gleichen kleinen Buchten! Vielleicht so, wie es andere Meeresbewohner auch tun, sie kehren an den Ort ihrer 'Geburt' zurück! Und das alljährlich zu gleichen Zeit!

    Ein einmaliges nächtliches Schauspiel, das nur einmal jährlich zu bewundern ist! - Und dann auch noch um Mitternacht, zu einer Zeit bei der man normalerweise einen Cocktail an der Bar genießt!

    Gruß
    Dieter

    Teneriffa

  • Der Esel und der Wein ....
    nokiN noki

    Guten Morgen Maribel,

    das ist eine schöne Anekdote, und deren gibt es viele dort, und sie werden immer wieder gerne erzählt!
    Überhaupt sind die Canarios große Geschichtenerzähler, und man fällt auch häufig darauf rein, wenn man sie für bare Münze nimmt. Die Einheimischen lieben es geradezu bei einem Glas Wein in gemütlicher Runde solche Geschichten mit sehr ernstem Gesichtsausdruck zu erzählen. Nur die anwesenden alten Leute lächeln dann immer ganz verschmitzt. Teilweise sind diese Anekdoten von Gerenationen überliefert, und werden gerne den Kindern erzählt. Ein paar davon kenne ich auch von den Fischern, aber ich fürchte ich bekomme die Pointe nicht mehr so ganz hin!

    Gruß
    Dieter

    Teneriffa

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Guten Morgen!

    Hier eine Berichtigung und Ergänzung zu den Balkonen, auf die ich dankenswerter Weise hingewiesen wurde!

    Diese Art der Antriebsübertragung verschiedener Maschinen von einer gemeinsamen Antriebswelle mittels Riemen nennt sich Transmission und nicht Vorgelege!

    Natürlich ist der Balkonbauer auch Schnitzer der Zwischenelemente und Verzierungen an und zwischen den Pfählen und Säulen. Die Muster sind uralt überlieferte Tradition, so wie auch die Dachkonstruktionen.
    Die schönsten Balkone sah ich in der Altstadt von La Laguna, der alten und einziegen Universitätsstadt zwischen Santa Cruz und Puerto de la Cruz.

    Danke für den aufmerksamen Hinweis!

    Übriens in der Kirche von Icod, gleich neben dem Drachenbaum, sind solche Schnitzereien zu bewundern. Die Decke des Kirchenschiffes ist ganz aus Holz geschnitzt; selbst das Gestühl ist reich verziert. Muß man unbedingt gesehen haben bei einem Besuch des Drachenbaumes!

    Gruß
    Dieter

    Teneriffa

  • Barcelo Santiago - Teneriffa
    nokiN noki

    Hallo Franziska,

    meine Information ist auch so, dass die Poolebene samt der Pools und die hinteren Zimmer längst renoviert worden sind. Leider habe ich bei meinem letzten Besuch dort nicht vorbeigeschaut. Vielleicht weiß das ein anderer User, der kürzlich dort war, ja genauer!
    Eine Mail-Anfrage könnte alles klären. Neckermann kann viel schreiben, wenn ihr Kontingent erschöpft ist, oder sie keine aktuellen Infos haben.
    Aber nun ist der Zug ja schon abgefahren - schade!

    Gruß
    Dieter

    Teneriffa
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