Weiter zum Inhalt
Bei HolidayCheck über 10 Millionen Bewertungen und Bilder für Hotels, Sehenswürdigkeiten und Reiseziele vergleichen und mit Preisvergleich und Tiefpreisgarantie Ihren Urlaub buchen!
  • Einloggen
PescheP

Pesche

@Pesche
  1. Startseite
  2. Übersicht
  3. Pesche
  4. Beiträge
Über
Beiträge
701
Themen
60
Geteilt
0
Gruppen
0
Follower
0
Folge ich
0

Beiträge

Aktuell

  • Tatsächlicher Gewinn einer Urlaubsreise
    PescheP Pesche

    Hallo zusammen

    Der kleine, nicht ganz unwesentliche Unterschied ist, ob man wissentlich an einem Wettbewerb teilnahm oder aus "heiterem Himmel!" ohne jegliche Vorleistung mit einem Gewinn beglückt wird.

    Grundsätzlich muss man bei Gewinnen aus "heiterem Himmel!" berücksichtigen, das weltweit kein Unternehmen größere Geschenke macht ohne entsprechende Gegenleistung.

    Bei Reisegewinnen ist weiter zu berücksichtigen: Saison, saisonbedingte Flugpreise, Hotelkosten für ev. 2. Person, Hotelklasse (Sterne kann man unterschiedlich interpretieren!!), Qualität und Angebot von Speis & Trank, obl. oder fakul. Verkaufsveranstaltungen mit schlitzohrigen Verkäufern und diverse Nebenkosten die ins Geld gehen. Und man stellt in der Regel erstaunt fest, dass das sogenannte Geschenk (oder der Gewinn!) kein Geschenk (oder kein Gewinn!) mehr ist, sondern man bezahlt diese Leistungen vollumfänglich. Hervorragende "Schnäppchenangebote" wie sie immer wieder angeboten werden bieten vielmals mehr und sind in der Regel noch wesentlich günstiger als die, auf den zweiten Blick nicht mehr so glänzenden Geschenke oder Gewinne.

    Gruss
    Pesche

    Allgemeine Fragen

  • Hungern für die Strandfigur
    PescheP Pesche

    Hallo zusammen

    Hungern für die Strandfigur ist hier die berechtigte Frage. Jetzt habe ich ein Problem.

    Als Genussmensch genieße ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit ein exzellent zubereitetes Essen. Und Gelegenheiten dazu gibt es viele. Zu viele! Wenn ich nur schon an die exotischen Spezialitäten denke, die auf unseren vielen Reisen den Weg in meinen Teller finden, läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Und zu allem Übel schaut meine Frau den Köchen immer wieder über die Schulter und in die Töpfe und kocht die herrlichen Gerichte nach eigenem Gusto nach. Das Problem: Meistens schmecken mir die exzellent zubereiteten und servierten Speisen noch besser als das Original! Leider beeinflussen diese Köstlichkeiten nicht ganz unerheblich mein Gewicht und zwangsläufig auch meinen Körperumfang!

    Zerknirscht habe ich deshalb meine Situation und die von Leidesgenossinnen und Leidesgenossen intensiv analisiert und bin zu einem erstaunlichen, wenn nicht revolutionären Schluss gekommen. Wir Betroffene sind unserer Zeit um Jahre, wenn nicht um Jahrzehnte voraus. Das Schönheitsideal des “Homo sapiens” wird sich in Zukunft diametral verändern. Männer, resp. Frauen mit Bauch werden gefragt sein und für dürre Vertreter der männlichen Rasse mit ihren lächerlichen Waschbrettbäuchen und für magersüchtige weibliche Klappergestell-Models wird man nur noch ein mitleidiges Lächeln übrig haben. Die Zukunft gehört den Molligen!

    In diesem Sinne wünsche ich allen HC-Forenteilnehmern “Bon Appétit!” und einen schönen Urlaub.

    Gruß
    Pesche

    Archiv

  • erstes mal tunesien,Alkohol
    PescheP Pesche

    Hallo zusammen

    Müssen es unbedingt Zigaretten sein? Auch in Tunesien sollte man sich den Gepflogenheiten des Landes angepasst. Und dazu gehört nun mal das rauchen einer Wasserpfeife. Einheimische haben mich in die Geheimnisse des Wasserpfeifenrauchens eingeführt. Allein das auswählen des Tabaks aus unzähligen Sorten und das ganze Prozedere beim anzünden der Pfeife macht Spaß. Der anschließende Genuss ist vorprogrammiert!

    Und auch betreffend Alkoholika -- sollte man sich den Gepflogenheiten des Landes anpassen. Ausgenommen in „Touri“ Hotels und „Touri“ Gaststätten gibt es da gewisse Probleme. Mit anderen Worten -- kein Alkoholausschank in Lokalen außerhalb der bekannten Massentourismus-Destinationen, die mehrheitlich von Einheimischen frequentiert werden. Was mache ich jetzt als Weinliebhaber, der gerne inmitten von Einheimischen den süffigen Tropfen genießen möchte? Und ich erhalte hinter vorgehaltener Hand Tipps. Jeweils am Freitag wird in einigen unscheinbaren Lokalen nebst vorzüglichen kulinarischen Spezialitäten Wein und Bier angeboten. Unglaublich welche Mengen die vorwiegend männlichen Tunesischen Gäste in die Kehle schütten! Aber irgendwie begreiflich. Der Vorrat muss wieder für eine Woche langen. Ich hoffe nur, dass „Allah“ ein Auge zudrücken wird und die „Sünderlein“ nicht bestraft!

    Gruß
    Pesche

    Tunesien

  • Kriminalität in Kuba????
    PescheP Pesche

    Hola amigos

    Kriminalität in Cuba? Vor Jahren, anlässlich Rückreisen von meinen Geschäftsreisen in Südamerika, habe ich auch “stopp over” in Cuba eingelegt. Verglichen mit weiteren Staaten war Cuba eines der sichersten Länder Mittel und Südamerikas. Ich habe dieses paradiesische “Inselchen” etwas abenteuerlich mit Pkw’s bereist, schwarz gewechselt (bei Schlitzohren, die mit der Polizei gemeinsame Sache machten!) und war immer wieder zu später Stunde, mehr oder weniger mit Rum gefüllt unterwegs. Und das alles ohne die geringsten Probleme. Nur, ich glaube das war einmal. Als Realist würde es mich nicht wundern wenn Cuba, bedingt durch die vorgesehene Öffnung und den Abgang “Fidels”, langsam aber sicher wieder auf vorrevolutionäre Zustände zusteuert. Mit anderen Worten: Von der Mafia kontrolliertes USA Bordell. Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen.

    Als Genussraucher macht mir noch etwas anderes Sorgen. Ein Eldorado für Raucher ist, resp. war immer noch der Geheimtipp Cuba. Und solange die Kubaner mit oder ohne „Fidel“ noch ihre handgerollten Zigarren qualmen, ist die Welt, wenigstens in dieser Beziehung auf diesem „Inselchen“ noch in Ordnung. Bei den Kubanern gehört der Genuss einer Zigarre wie die Musik zum Lebensgefühl. Ein Kubaner sagte mir einmal: Eine Zigarre raucht man nicht, man genießt sie!

    Leider ist das alles Schnee von gestern. Diesbezüglich hat sich einiges verändert. Ab Februar 2005, wenn ich recht orientiert bin, gilt jetzt auch in Cuba ein striktes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, Büros, Theatern, Versammlungsräumen, Kinos sowie allen öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis. In Restaurants ist das Rauchen nur noch in speziell ausgewiesenen Raucherzonen erlaubt.

    Etwas Hoffnung lässt lediglich folgende Feststellung -- frei nach dem Motto: „es geht auch so!„ aufkommen:

    Kurztrip nach Marbella (SP). Wie immer besuche ich mein urgemütliches Stammlokal (ein Familienbetrieb) das vorwiegend von Einheimischen aus dem Quartier frequentiert wird. Beim Eingang ein vergilbter Anschlag der darauf hinweist, dass gemäss gesetzlichen Bestimmungen in diesem Lokal nicht geraucht werden darf. Also alles klar! Nicht ganz -- in meinem Stammlokal wird geraucht wie eh und je! Kein Gast reklamiert. Überzeugte Nichtraucher (vorwiegend Ausländer!) meiden das Lokal und die Raucher sind zufrieden und meiden Lokale in denen konsequent nicht geraucht werden darf. So einfach ist das -- und alle, inkl. die Wirtefamilie sind zufrieden!

    Ob das auch in Cuba funktioniert kann ich nicht beurteilen. Mein letzter Trip war vor 2005. In der Schweiz wird es, wenn das Rauchverbot in Kürze flächendeckend durchgesetzt ist, mit Sicherheit nicht funktionieren!

    Sorry, jetzt bin ich etwas abgeschweift. Es geht ja hier um die Kriminalität und nicht um das Rauchen. Und mit zunehmenden Massentourismus und AI-Bunkern wird sich so sicher wie das Amen in der Kirche auch eine zunehmende Kriminalität nicht vermeiden lassen!

    Gruß
    Pesche resp. Pedro

    Kuba

  • Mit ASC nach Kenia?
    PescheP Pesche

    Hallo zusammen

    In meiner Hommage an den ACS in diesem Forum, habe ich ein Erlebnis glatt unterschlagen!

    Anschließend an unsere ACS-Kreuzfahrt ist eine Woche Erholung in einem African Safari Club Hotel angesagt. Meine Frau Bedi und ich entschließen uns zu einem Strandspaziergang über die Mittagszeit. Mehrere African Safari Hotels befinden sich in Sichtabständen entlang des Kilometer langen Strandes. Einzige Ausnahme ist ein etwa 100 m breiter Strandabschnitt zwischen zwei Hotels ohne Sichtkontakt. Gemütlich schlendern wir allein auf weiter Flur durch diesen Strandabschnitt und genießen das Rauschen der Brandung. Plötzlich nähert sich uns aus dem Busch ein junger Schwarzer. Ich begrüße ihn mit einem freundlichen “Tschambo”. Sonderbar, der Gruß wird nicht wie sonst üblich lachend erwidert. Jetzt steht der Junge vor uns, zieht ein großes Küchenmesser hinter seinem Rücken hervor und herrscht uns in gebrochenem Deutsch an: <<Überfall -- Geld!>> Wir sind nur mit Strandhose, Strandschuhen und T-Shirt bekleidet und haben kein Geld dabei. Ich sage: <<Wir haben kein Geld>>, darauf der Junge: <<Uhr>>, nestelt an meiner billigen Swatch und nimmt sie mir ab. Dann herrscht er meine Frau an: <<Frau -- Uhr!>> Ich rufe laut: <<Bedi hau ab und hole Hilfe>> und Bedi saust ab, der Junge auf und nach. Nach einigen Schritten stoppt er und wendet sich wieder mir zu, schaut auf meine Strandschuhe und sagt: <<Mann -- Schuhe>>. Jetzt sehe ich rot und überlege nicht mehr logisch. Wenn das so weitergeht muss ich nackt ins Hotel zurück. Kurzschlusshandlung: Ich packe den Jungen und drücke ihm mit aller Kraft zwei Finger in die Augen. Mein Hirn erinnert sich im Unterbewusstsein an diese Abwehr, die ich in jungen Jahren in einem Judo-Kurs gelernt habe. Der Junge schreit auf vor Schmerz, lässt das Messer fallen und wir stürzen beide zu Boden. Neben mir liegt das Messer. Ich ergreife es und hätte mit voller Wut zugestochen. Das realisiert auch der Junge. Mit einem Sprung ist er wieder auf den Beinen und saust Richtung Busch ab. Ich schaue mich um und da steht einige Meter entfernt Bedi, die doch Hilfe holen sollte. Das hatte Bedi auch im Sinn. Als sie mich jedoch kämpfend im Sand liegend sah, wollte sie mir helfen. Autsch, das hätte ins Auge gehen können!

    Blutend vom Sturz in den Sand, das große Küchenmesser in der Hand, treffen wir unter den erschrockenen Blicken vieler Gäste in unserer Hotelanlage ein. Wächter stürzen auf uns zu und wollen wissen was passiert sei. Auch der Hotelmanager ist schon aufgeregt im Anmarsch und bringt uns weg von den schockierten Gästen in sein Bureau. Ein Cognac wird offeriert und die Polizei informiert. Kurz darauf treffen die Beamten ein und wollen eine Personenbeschreibung. Ja, was soll ich da zu Protokoll geben: <<Jung, Schwarz, etwas größer als ich und krauses Haar, eben wie zig-tausend andere Einheimische auch!>>. Irgend wie habe ich sogar Bedauern mit dem Jungen. Ich weiß nicht welche Not in getrieben hat, nicht mehr ganz taufrische “Touris” zu überfallen. Und wenn ihn die Polizei erwischt, “dann gute Nacht!”. Ich habe mal in Kenia einen Gefangenentransport beobachtet. Die Häftlinge angekettet wie ehemals die Sklaven. Ich frage die Polizeibeamten noch: <<ob ich das Küchenmesser als Andenken mitnehmen kann?>> Leider nicht möglich wird mir beschieden -- Corpus Delicti!

    Abschließend muss ich noch bemerken, seit diesem Überfall werde ich von den Wächtern im Hotel nur noch ehrfurchtsvoll mit “Tschambo Rambo!” begrüßt.

    Und jetzt, einige Jahre später muss ich ohne wenn und aber zugeben, ich habe mich in dieser Situation völlig falsch verhalten obwohl einige Freunde und Bekannte finden, ich hätte richtig reagiert. Das Leben für einige Franken aufs Spiel zu setzen? Nein und nochmals nein -- aber wie schon gesagt: Es war eine unüberlegte Kurzschlusshandlung!

    Und noch etwas: Die etwas aufdringlichen Beachboys brachten meine Frau und mich, im Gegensatz zu mehr oder weniger “bösen Buben” immer wieder zum schmunzeln. Das gehört für uns auch zum afrikanischen Ambiente!

    Gruß
    Pesche

    Kenia

  • Auto mieten und fahren in der Dominikanischen Republik?!
    PescheP Pesche

    @Madeleine

    Danke Madeleine

    Jetzt sind wir schon zwei, die das mit der "chaotischen Liebenswürdigkeit" gleich sehen. Auch ein Grund, warum Südamerika nebst unserem lebenswerten CH- "Alpenländli", leider mit Vorschriften bis zum geht nicht mehr, zu meiner zweiten Heimat geworden ist.

    Gruss
    Pesche

    Dominikanische Republik

  • Auto mieten und fahren in der Dominikanischen Republik?!
    PescheP Pesche

    Hallo zusammen

    Ich kann es nicht verkneifen, allen Unkenrufen zum Trotz, noch einmal meinen Senf zu diesem Thema abzugeben. In meinem Beitrag schrieb ich:

    <<Im Gegensatz zu unzähligen Touristen liebe und schätze ich den, zugegeben etwas chaotischen Fahrstil von vielen Einheimischen in südamerikanischen Ländern, der sich aber wohltuend von der sturen “ich bin im Recht!” Fahrweise in unseren Breitengraden unterscheidet!>>

    Wenn ich mir so die vielen “Möchtegern-Schumis”, die das letzte aus ihren Boliden herausholen und schneller fahren als sie Denken können und die lieben Pkw-Piloten, die mit verbissener Mine ihr Recht auf unseren Strassen verteidigen anschaue und lieber einen Crash in Kauf nehmen als auf ihr Recht nach Gesetz zu verzichten, freue ich mich auf auf meine nächsten Trips mit Miet-Pkw’s in südamerikanischen Landen.

    Gruß
    Pesche

    Dominikanische Republik

  • Mit ASC nach Kenia?
    PescheP Pesche

    Hallo zusammen

    Es ist zwar schon einige Jahre her, aber wir waren mit dem Preis/Leistungsverhältnis von ASC immer sehr zufrieden. Und das bezieht sich auf Organisation, Transport, inkl. separates speditives ACS-Check in
    in Mombasa , Unterkunft & Verpflegung im Hotelkomplex im gewählten Hotel mit traumhafter Anlage, einwöchige Flug/Geländewagen-Safaris ab privatem Flugfeld von ACS und nicht zuletzt auf eine einmalige zweiwöchige ACS- Kreuzfahrt auf dem indischen Ozean zu traumhaften Destinationen und ein Segeltörn mit einem großen nostalgischen Zweimaster-Motorsegler.

    Schon damals gab es einige wenige Unzufriedene und Meckerer, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihrem Frust Luft machten und zufriedene Gäste nervten. Diese “Spezies” wird nie aussterben! Obwohl man nach dem Motto: “billig, billiger am billigsten!” in der Flug-Holzklasse reiste, das günstigste Hotel mit Standardzimmern buchte, auf die Klimaanlage und Minibar aus Kostengründen verzichtete, Spezialitätenrestaurants in den Anlagen ebenfalls aus Kostengründen mied, die exklusiven Drinks an der Bar zu teuer fand, eine kurze 08/15 Safari in einem überfüllten Bus buchte, eine Innenkabine auf dem ASC Kreuzfahrtschiff bezog -- erwartete man selbstverständlich locker vom Hocker 5-Sterne Komfort, mit anderen Worten komfortable Sitzverhältnisse im Flieger, eine Suite mit Meerblick und Luxuskomfort im besten Hotel, Gourmet-Essen in den Spezialitätenrestaurants ohne Mehrpreis, spezielle Drinks zu Discountpreisen, eine Safari in einer Kleinstgruppe, eine Deluxe-Kabine oder eine Superior-Suite auf dem Kreuzfahrtschiff. Und selbstverständlich in jeder Beziehung die spezielle Aufmerksamkeit, die einem VIP Gast vom Personal entgegengebracht wird.

    PS
    Lediglich ein negatives Erlebnis muss ich doch noch erwähnen. Ein Gast an unserem Tisch feierte Geburtstag. Auf Kosten des Hauses wurde eine Riesentorte gespendet. Das Geburtstagskind schenkte unserem sympathischen Kellner die übriggebliebene halbe Torte für seine Familie. Die Reaktion des Kellners: <Ich darf keine Geschenke von Gästen annehmen, sonst werde ich fristlos gefeuert!> Ohne Wissen der Vorgesetzten des Kellners haben wir das Problem nach Feierabend gelöst!

    Gruß
    Pesche

    Kenia

  • "Havanna" Film im TV
    PescheP Pesche

    Hallo zusammen

    Als Amerika Fan und damit man mich jetzt nicht missversteht -- ich bin Fan von Ländern die unterhalb den USA liegen, gebe ich auch noch einen Tipp zu dem Film "El Acordeón del Diablo" ab, den ich kürzlich mit großem Genuss konsumiert habe.

    Mit "El Acordeón del Diablo" erzählt der Filmemacher Schwietert die Geschichte des kolumbianischen Akkordeonspielers, Komponisten und Sängers Francisco "Pacho" Rada. Der deutsche Regisseur zeigt mit seiner Arbeit, dass nicht nur in Kuba, sondern auch an der kolumbianischen Karibikküste tolle Musik gemacht wird. Dabei ist Schwieterts Blick völlig frei von klebrigem Ethno-Kitsch. Rada, der 1907 geboren wurde und als Erfinder des "Son", einem der vier Vallenato-Rhythmen, gilt, hat mehrere Hundert Lieder geschrieben. Viele davon gelten heute als Klassiker und sind im Radio zu hören oder auf CD zu kaufen. Geld haben jedoch andere mit seiner Kunst verdient. Rada lebt in einem schlichten Wellblechhaus am Stadtrand von Santa Marta. Reich ist der Musiker, der einer der ersten Troubadoure war, die nur in Begleitung ihres Akkordeons über das Land zogen, Nachrichten übermittelten und überall spielten, wo es etwas zu feiern gab, an Nachkommen: Rada hat 422 Enkel, Ur- und Ururenkel. Schwietert hat sein musikalisches Erbe auf Film gebannt.

    Kinostart war am: 01.03.2001

    Gruß
    Pesche

    Kuba

  • Couscous in Alger!
    PescheP Pesche

    Halo zusammen

    In Alger findet die Panafrikanische Messe statt, vergleichbar mit der Hannover Messe in Deutschland. Ich arbeite am Messestand meiner Arbeitgeberfirma.

    Sauberkeit ist für uns auch in fremden Landen wichtig. Für die Reinigung des Messestandes ist eine algerische, französisch sprechende Putzfrau verantwortlich. In einem Gespräch erwähne ich beiläufig, dass meine Arbeitskollegen und ich Alger sehr interessant finden und speziell von den kulinarischen Spezialitäten wie z.B. “couscous” begeistert sind.

    Freudestrahlend nimmt das die Frau zur Kenntnis und sagt: <<Ich lade euch alle zu einem “couscous” ein. Morgen bringe ich alles mit und koche euch das Gericht im Gästeraum des Messestandes>>. Eine Ablehnung hätte die Frau tödlich beleidigt. Und dann ist es soweit. Vor unseren Augen füllt sie eine Couscousière, eingeklemmt zwischen ihren nackten Füssen mit Gemüse und Geflügel. Das Problem ist nur: Hände und Füße der guten Frau sind in den letzten Wochen mit Sicherheit nicht mit Wasser, geschweige denn mit Seife in Berührung gekommen. Wir schlucken alle leer. Aber die Gastfreundschaft darf nicht verletzt werden. Die Couscousière wird auf einen Gaskocher gestellt, anschließend ist Kochphase angesagt. Und dann wird angerichtet.

    Lediglich Jean, ein Arbeitskollege aus der CH-Romand passt. Dieses ********** sagt in seinem gepflegten Französisch der Köchin: <<Ich bin erst kürzlich operiert worden und mein Arzt hat mir scharfe Speisen verboten!>>.

    Das “couscous” schmeckt nicht schlecht, aber ein rechter Appetit will nicht aufkommen. Mit leidvoller Mine schaut uns Jean beim Essen zu und sagt zur Gastgeberin: <<Madame, mir läuft das Wasser im Munde zusammen, aber ich muss mich zurückhalten!>>. Darauf Madame: <<Das tut mir so leid>>. Dann wendet sie sich wieder uns zu, füllt die Teller mit ihren schmutzigen Händen ein zweites mal und sagt treuherzig: <<Ihr habt Glück, ich teile die Portion von Jean unter euch auf!>> Darauf Jean zu Madame: <<Ich kann das nicht mehr mit anschauen, ich habe einen solchen Appetit auf “couscous“>>. Und dieses ausgekochte ********** hat nicht einmal gelogen. Wieder im Hotel, bestellt er genüsslich ein herrlich schmeckendes “couscous” !

    Gruß
    Pesche

    Sonstiges Afrika

  • Tipp für Peking individuell -- vor der Olympia Invasion!!
    PescheP Pesche

    Salü Alice

    Danke für’d Nachfrag. Mini zwe OP si guet abgloufe. Bärner Gringe möge einiges verlide. 15 Insel-Spezialischte oder no besser Genies, hei bi dr OP mitmacht! Jitz isch REHA agseit. Mit Wäutreise isches das Jahr äuwä nüt. Macht nüt. Luegeni haut, wi üsi NATI, EURO 08 Sieger wird! Oder gseh i da öpis fausch?

    Sorry, wenn weitere Forenteilnehmer nur noch Bahnhof verstehen!

    Gruss
    Pesche

    Sonstiges Asien

  • Tipp für Peking individuell -- vor der Olympia Invasion!!
    PescheP Pesche

    Hallo zusammen

    Vielleicht sind weitere Forenteilnehmer interessiert, Peking noch vor der Olympiade und den Touristeninvasionen individuell zu besuchen. Peking wird sich nach Olympia in einem neuen Gesicht präsentieren. Ob zum Vorteil oder Nachteil wird sich weisen.

    Wir haben 2006 im Hotel „Grand View Garden“ im Stadtteil „YOU‘ ANMEN“ logiert. Das Hotel liegt etwa 7 Straßenkilometer vom Platz des Himmlischen Friedens entfernt, um nur einen zentralen Punkt zu nennen. Die Einreiseformalitäten am Airport erfolgen für Individual- (Einzelvisa) und Gruppentouristen (Gruppenvisa) problemlos. Je nach Laune der Immigrationsbeamten (kleine Könige!) müsst ihr mit 10 bis 30 Minuten rechnen. Die Fahrt mit einem Taxi vom Flughafen in das „Hotel Grand View Garden“ dauert je nach Verkehr etwa 45 Minuten (ca. 45 km). Als Grundpreis sind 10 Yuan für die ersten 4 km zu zahlen, danach richtet sich der Preis nach der Wagenklasse (1,20 bis 1,60 Yuan pro km), die geltenden Beträge sind an den hinteren Fenstern angeschlagen.

    Die chinesische Architektur des Hotels “Grand View Garden”, die komfortablen Zimmer, die diversen mit Stil ausgestatteten Räumlichkeiten, das integrierte Hallenbad und nicht zuletzt der gute Service haben uns beeindruckt. Auch das reichhaltige Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen. Außerdem liegt das Hotel direkt an einem traumhaften Park mit einem See. Für Hotelgäste ist ein direkter Zugang (ohne Ticket) zum Park möglich. Genau das richtige, um sich nach ermüdenden Trips durch Peking zu erholen und die Batterien für neue Stadtexpeditionen wieder zu laden!

    Wechseln ohne Taxen könnt ihr im Hotel. Gleicher Kurs wie auf den Banken. (während unserem Aufenthalt (2006): 1Euro = 9,355 Yuan). Auf dem Flughafen nur das nötigste wechseln, schlechter Kurs!

    Obwohl die Taxis sehr billig sind (z.B. 20 Yuan vom Hotel bis zum Platz des Himmlischen Friedens), haben wir als Exoten unter den „Touris“ mehrheitlich Bus und U-Bahn bevorzugt und in den meistens hoffnungslos überfüllten Wagen den Alltag vieler Einheimischen hautnah miterlebt. Mehrmals haben wir staunend erlebt, dass die in den Wagen mitfahrenden Schaffnerinnen, junge Chinesinnen und Chinesen energisch aufforderten, uns ihren Sitzplatz zu überlassen. Es stellt sich nun die berechtigte Frage: War der Grund, weil wir Touristen waren oder sahen wir so alt und gebrechlich aus? Na, lassen wir das!

    Jetzt noch eine Wegbeschreibung: Ab Hotelausgang, rechts bis Kreuzung mit Lichtampeln (ca. 500 m). Dort ist die Endstation der Buslinie Nr. 10. Der Bus fährt ins Zentrum zum Kaiserpalast (ca. 30 Minuten bis 1 Stunde und mehr, je nach Verkehr) und dann weiter bis zur Endstation beim Hauptbahnhof. Den Rummel vor dem Bahnhof muss man erlebt haben. Leider ist der Zutritt zu den vollgestopften Wartesälen und zu den Bahnsteigen mit den Fernzügen in die Mongolei und nach Russland im Gegensatz zu früher nur noch mit Bahn-Ticket möglich. Alternativ könnt ihr bei der U-Bahnstation “Changchunjie” den Bus verlassen und mit der U-Bahnlinie 2 ins Zentrum (Station Qianmen) fahren. Und von dort direkt zu Fuß in das quirlige Alt-Peking mit den belebten engen Gassen und den noch übriggebliebenen einmaligen Hutongs, wo die Zeit anscheinend stillgestanden ist. Empfehlenswert ist weiter, ein Fahrrad, ausgerüstet mit der obligaten Riesenklingel zu mieten und sich in das Labyrinth der Gassen und Gässchen zu stürzen. Aber Vorsicht -- Kompass nicht vergessen!

    Besucht aber auch die letzten Hutongs etwas außerhalb des Zentrums. Dort sichtet man weit und breit keine „Touris“. Man kommt sich auf den Strassen mit den Massen von Menschen, die mehr oder weniger leckere Speisen auf der Gasse zubereiten oder von der Zahnbürste bis zum Fernseher alles verkaufen schon ein wenig deplaziert vor. Ein Gespräch ist praktisch unmöglich. Hier spricht man ein Chinesisch, das nicht einmal Chinesen aus Shanghai verstehen! Auch das ist Peking. Fragt sich nur, wie lange noch. Olympia 2008 steht vor der Tür. Ganze Hutong-Quartiere werden abgerissen, Einkaufszentren und Hotels der Superlative erstellt und die ehemaligen Bewohner an den Rand der Stadt in unpersönliche graue Betonblocks umgesiedelt. Ob zu ihrem Wohl ist eine andere Frage! Peking will sich 2008 im Glanz einer modernen Metropole der Welt präsentieren.

    Mit weiteren der unzähligen Buslinien und den U-Bahnlinien 1 und 3 könnt ihr Peking kreuz und quer erforschen. Einheitspreis im Bus ist übrigens 1 Yuan und in der U-Bahn 3 Yuan. Unbedingt Kleingeld bereithalten -- wechseln ist nicht üblich!

    Nebst den weltbekannten Sehenswürdigen sind die vielen traumhaften Parks mit kleinen bis größeren Seen mit Bootsvermietung, Theater und Musikdarbietungen immer wieder für Überraschungen gut. Interessant sind auch die unzähligen Freiluft-Fitnessanlagen, die man mitten in den Quartieren findet. Staunen ist angesagt: Uralte Chinesinnen und Chinesen turnen an diesen kuriosen Geräten ohne eine Miene zu verziehen wie Teenagers! Wir haben es zum „Gaudi“ der Einheimischen „Sportler“ auch ausprobiert. Macht Spaß und Muskelkater!

    Noch ein kleiner aber wichtiger Tipp: Lasst euch im Hotel unbedingt die gewünschten Sehenswürdigkeiten und Lokalitäten auf chinesisch aufschreiben. Taxifahrer, Bus und U-Bahnpersonal sprechen in der Regel kein Wort Englisch (soll sich zwar auf Olympia ändern -- Zweifel sind aber angebracht!) geschweige denn Deutsch oder eine weitere Weltsprache! Lediglich Studenten suchen immer wieder auf Englisch das Gespräch mit Touristen.

    In der näheren und weiteren Umgebung des Hotels “Grand View Garden” findet man unzählige gemütliche, mehrheitlich von Einheimischen frequentierte Restaurants von einfach bis luxuriös. Meine Frau und ich sind Genussmenschen und haben für ein exzellentes chinesisches Mehrgangessen mit süffigem Wein (auch das gibt es in China!) oder einem kühlen Bier, jeweils zwischen 30 und 100 Yuan für zwei Personen bezahlt. Nicht in jedem Restaurant gibt es eine englische Speisekarte. Ein Reiseführer mit den wichtigsten Wörtern auf chinesisch ist Gold wert und man hat nicht plötzlich einen Hund, eine Kröte oder eine Ratte auf dem Teller. Haben wir mal angenommen! Und detailliertes Nachfragen haben wir uns auf Reisen abgewöhnt. Entweder es schmeckt oder es schmeckt nicht - so einfach ist das! Lediglich die Weinbestellung ist mit gewissen Schwierigkeiten verbunden. In unserem chinesischen Sprachführer ist wohl das Wort „Wein“ vermerkt, jedoch von weiß oder rot keine Spur. Manchmal stehen bis zu 5- und mehr Bedienerinnen um unseren Tisch und versuchen zu erraten, wenn wir das chinesische Wort „Wein“ in Verbindung mit roten Gegenständen bringen wollen. Alles lediglich eine Frage der Zeit. Das Problem wird immer mit dem üblichen chinesischen Lächeln gelöst! In unserem Hotel, obwohl auch preiswert, muss man in den verschiedenen Lokalitäten für ein Essen ab 200 Yuan mit Wein oder Bier für zwei Personen rechnen. Relativ teuer sind auch die Drinks in der Hotelbar. Aber immer noch wesentlich billiger als bei uns in der teuren Schweiz.

    Besorgt euch unbedingt einen ausführlichen und möglichst neuen Stadtplan mit Straßenverzeichnis, U-Bahnlinien und Angabe sämtlicher U-Bahnstationen im Stadtplan.

    Abschließend wünsche ich euch einen erlebnisreichen Aufenthalt in diesem “schnuggeligen” Städtchen!

    Gruß
    Pesche

    Sonstiges Asien

  • Kulinarischer Höhepunkt in Krabi!
    PescheP Pesche

    @ SIMCARPUS

    Zerknirscht muss ich gestehen, dass wir auf unseren Reisen Speisen mit Genuss konsumiert haben, die uns “eher mehr weniger”geschmeckt hätten wenn ....!! Grundsätzlich gilt für uns: Entweder es schmeckt oder es schmeckt nicht. So einfach ist das. Und detailliertes Nachfragen haben wir uns abgewöhnt. Eine zwar etwas egoistische Einstellung -- aber wir sind nun mal kleine Sünderlein! Mit wenigen Ausnahmen essen meine Frau und ich alles. Aus Prinzip verzichten wir allerdings auf Froschschenkel und Leber von gestopften Gänsen in unseren Breitengraden. Kulinarische Höhepunkte hin oder her! Auch auf geröstete Käfer und flambierte Würmer aus der chinesischen Küche können wir locker verzichten, auch wenn die Chinesen mitleidig feststellen, dass wir kulinarische Banausen sind!

    Zugegeben, wir haben irgendwo auf unserem Planeten auch schon Speisen konsumiert, die uns alles andere als geschmeckt haben. Aber wir hätten unsere einheimischen Gastgeber tödlich beleidigt, wenn wir eine Einladung zum Essen im Familienkreis ausgeschlagen hätten. Da half nur eins: Augen zu und mit einem tüchtigen Schluck (es muss ja nicht unbedingt mongolische Stutenmilch sein -- Bää!!) runter damit!

    Und betreffend “spicy“: Ich habe in Mexiko einen längeren Lehrgang besucht (sprich Geschäftsreise!) inklusive Zusatzlehrgängen, z.B. in Sri Lanka, Thailand etc. und mein “Mägeli” entsprechend trainiert. Als bescheidener Mensch stelle ich fest, heute sind entsprechende Spitzenleistungen möglich.

    Sorry, ich muss abbrechen, schließlich befinden wir uns hier nicht in einem Kochseminar!

    Gruß
    Pesche

    Thailand

  • Kulinarischer Höhepunkt in Krabi!
    PescheP Pesche

    Hallo zusammen

    Kulinarisch ist in Patong Beach auf der Halbinsel Phuket alles zu haben. Vom Hamburger mit Pommes, über Pizzas, “Züri-Gschnätzlets“ mit Röschti, Schnipos, Deutsche Wurst von Weiss bis Curry, exklusive französische, italienische oder indische Gerichte, Thai & China-Food wobei unter Thai: “scharf, schärfer am schärfsten!” zu verstehen ist und noch vieles mehr, bis zu Fisch und Meeresfrüchten in allen Variationen.

    Ein individueller Trip führt uns ans Festland nach Krabi. Es ist Mittag und ein Hungergefühl macht sich bemerkbar. Am Krabi River sticht uns ein etwas baufälliges Pfahlbaurestaurant ins Auge. Ich bin mir sicher, in dieses Lokal verirren sich keine “Touris”. Touristen haben wir in Patong Beach zur Genüge, also hinein in die gute Stube. Und so ist es. Lediglich Thais sitzen an wackligen Holztischen und genießen, so wie es aussieht das Essen. Wir nehmen Platz an einem Tisch und fragen auf Englisch nach der Speisekarte. Das Serviermädchen schaut uns verdutzt an. Hier spricht man anscheinend nur Thai. Mit Gesten versuchen wir ihr klar zu machen, dass wir Hunger haben und gerne etwas bestellen würden. Jetzt geht der Kellnerin ein Licht auf. Strahlend bringt sie uns eine A4 große Speisekarte, eingehüllt in einem Plastikmäppchen mit herrlichen Menuvorschlägen -- nehmen wir mal an! Die Thai-Küche gehört schließlich dank ihrer Vielfalt und raffinierter Würzkunst mit zu den besten der Welt. Jetzt haben wie ein kleines Problem: Auf der Speisekarte sichten wir lediglich seltsame Schriftzeichen!

    Und wie schon angedeutet, die Serviererin spricht kein Wort Englisch. Jetzt habe ich eine Erleuchtung und entschließe mich für ein Gericht mit besonders schönen Schriftzeichen. Auch meine Frau Bedi entscheidet sich nach eingehendem Studium der Karte für ein Gericht mit Schriftzeichen, die noch schönere “Bögli” aufweisen. Als Genießer bestellen wir schließlich keinen 0/8-15 Food. Wir werden nicht enttäuscht. Meine Frau erhält eine herrlich schmeckende mit Fleisch und Gemüse gefüllte Omelette und ich ein exzellentes Huhngericht mit Reis. Einmal mehr stellen wir fest: Am besten speist man in unscheinbaren, mehrheitlich von Einheimischen besuchten Lokalen.

    Gruss
    Pesche

    Thailand

  • Auto mieten und fahren in der Dominikanischen Republik?!
    PescheP Pesche

    Hallo Carsten W.

    Unsere Auffassungen betreffend Gefahren (Verkehr und Gesetz) in einigen Ländern, sind bedingt durch die jeweiligen persönlichen Erfahrungen zu unterschiedlich. Das ist auch gut so. Ich will dir meine Meinung nicht aufdrängen. Ein Restrisiko geht man immer ein, wenn man auf eigene Faust mit einem Miet-Pkw gewisse Länder bereist. Reiseveranstalter und Autoversicherer haben ihre eigenen Gesetzte, in der Regel zu ihrem eigenen Vorteil. Warnungen von Spezialisten vom auswärtigen Amt sollte man Ernst nehmen. Zusätzlich verlasse ich mich aber auf meinen gesunden Menschenverstand und schätze die jeweilige Situation vor Ort im Gespräch mir Einheimischen ein. Mir wurde schon geraten, gewisse Gegenden und Strecken zu meiden, die vom auswärtigen Amt mit keinem Wort erwähnt wurden. Als ehemaligen Projektleiter habe ich einige Südamerikanische Länder hautnah erlebt. Von meinem Arbeitgeber, einem Multi wurde erwartet, dass man mit jeder Situation fertig wird. Business hatte Vorrang! Auch mit Regierungsbeamten -- manchmal kleinen Königen. Und Schmieren, wenn man mal in Schwierigkeiten gelangt, ist leider hin und wieder unumgänglich! Ich habe auch sogenannte Verkehrsexperten aus unseren Breitengraden getroffen, die nach einigen hundert Metern im prodelnden Verkehr von Caracas oder Rio entnervt das Handtuch warfen und schweißtriefend bemerkten: In diesem Chaos fahre ich keinen Meter weiter. Schmunzelnd denke ich auch auf einige Erlebnisse mit Polizisten zurück.

    Schlecht besoldete Polizisten sind auch nur Menschen, die mit ihren Familien überleben wollen. Darauf bestehen, eine in der Regel unberechtigt aufgebrummte Busse sofort vor Ort zu begleichen. Für die bezahlte Busse (sprich Schmiergeld!) nie eine Quittung verlangen! “Märten” ist übrigens erlaubt! Auf meinen üblichen Einwand: “ich würde die Polizisten gerne auf ihren Posten begleiten und auf einer Bank wechseln, weil ich leider nur einen kleineren Betrag flüssig habe!” wurde nie eingegangen! Und ich bezahlte vor Ort ein verantwortbares Schmiergeld nach dem Motto: “Leben und Leben lassen!”

    Interessant, einige Polizisten verkauften mir anschließend zu Schnäppchenpreisen guten Whisky und französischen Cognac, den sie Schmugglern abgenommen haben. In Venezuela ergab sich mit der Zeit eine echte Freundschaft mit einigen Ordnungshütern. Eine echte Win/Win-Situation.

    Gruß
    Pesche

    Dominikanische Republik

  • Auto mieten und fahren in der Dominikanischen Republik?!
    PescheP Pesche

    Hallo Carsten

    Allen Unkenrufen einiger Forenteilnehmer und gewissen Reiseleitern, die das Land nur aus der Perspektive geführter Touren kennen zum Trotz, stelle ich folgenden Beitrag nochmals in das Forum.

    Erfahrungsgemäss erhältst Du den Ratschlag: Die DR nicht auf eigene Faust zu erforschen!

    Wer bereist heutzutage diese faszinierende Insel schon auf eigene Faust. Man könnte ja überfallen werden oder das “Mägeli” bei dieser exotischen Einheimischen-Kost verderben! Und dann die schlechten Strassen, der grauenhafte Straßenverkehr -- Hände weg! Im Gegensatz zu unzähligen Touristen liebe und schätze ich den, zugegeben etwas chaotischen Fahrstil von vielen Einheimischen in südamerikanischen Ländern, der sich aber wohltuend von der sturen “ich bin im Recht!” Fahrweise in unseren Breitengraden unterscheidet.

    Beherzige lediglich die zwei, speziell auch in der DR überlebenswichtigen Regeln:

    Regel Nr.1
    Der stärkere (Laster, Bus, Geländewagen usw. hat immer Vortritt und ist immer im Recht!

    Regel Nr.2
    Vertraue nur dem eigenen Fahrstil und berücksichtige, dass weitere Verkehrsteilnehmer ohne böse Absicht, sämtliche bei uns geltenden Regeln missachten können.

    Und noch etwas: Deine Fahrpraxis in Venezuela wird dir hilfreich sein. Ich habe in Venezuela einige tausend km (z.T. beruflich) zurückgelegt und keinen Unterschied zur DR festgestellt. Auf einen Nenner gebracht: SUEDAMERIKANISCHE FAHRWEISE!!

    Ich empfehle Dir, vor Ort einen Pkw (empfehlenswert 4-Rad) für die gesamte Feriendauer zu mieten. Die Flexibilität im Vergleich mit dem öffentlichen Bussystem macht sich bezahlt. Obwohl auch Bußreisen inmitten von fröhlichen Einheimischen ein einmaliges Erlebnis sind. Das Problem ist nur, Du musst Zeit haben. Bei mehr als einer Woche kannst Du den Pkw-Preis massiv drücken. Unterkunft und Verpflegung unterwegs, von einfach bis luxuriös (auch Privat), ist kein Problem.

    Ich empfehle Dir weiter, den touristisch noch nicht erschlossenen Südwesten zu besuchen. Insbesondere die Gegend um den Lago Enriquillo hat es mir angetan. Ab dem Bootssteg von La Azufrada, zwischen La Descubierta und Postrer Rio gelegen, setzt man mit Fischerbooten (unbedingt Preis aushandeln!) zur Insel Cabritos über. Flora und Fauna, z.B. mit den Spitzkrokodilen und den Nashornleguanen sind einmalig. In den Dörfern rund um den See findet man überall einfache Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten. Bemerkenswert, die von den Einheimischen rege benutzten Naturpools, die auch in den kleinsten Orten nicht fehlen, sind eine herrliche Alternative zu den sterilen Poolanlagen in den Luxushotels an der Küste und laden immer wieder zu einem erfrischenden Bad ein.

    Je nach politischer Lage bietet sich beim Grenzort Jimani die Gelegenheit, kurz, auch ohne Visum Haiti zu besuchen. Ein kleines Trinkgeld für die Grenzsoldaten machen es möglich.

    Abenteuerlich sind auch die Küstenstrassen im Norden zwischen Puerto Plata und Monte Cristi. Am Wochenende sind an den Playas Fiestas angesagt. Fisch, Rum und Merengue inmitten von fröhlichen Einheimischer muss man erlebt haben. Bleibt man mal bei einer Flussüberquerung oder im Sand stecken, findet man immer wieder hilfsbereite und freundliche Einheimische, die einem aus der Patsche helfen. Der Ehrlichkeitshalber muss ich allerdings gestehen, dieser Trip funktionierte erst im zweiten Anlauf. Etwas beunruhigend waren bei unserer ersten Reise, die brennenden Pneus, die in immer kürzeren Abständen die Strasse teilweise blockierten und die am Strassenrand nicht sehr freundlich dreinblickenden Menschen. Die Fahrer entgegenkommender Fahrzeuge machten uns außerdem mit Gesten darauf aufmerksam, umzukehren. Das haben wir auch getan. Aber was war los? Wir entschlossen uns bei einer Tankstelle zu halten und im Restaurant nachzufragen. Im Restaurant war es dunkel wie in der Nacht. Wir tappen uns an einen Tisch und schauen uns um. Nachdem sich unsere Augen an das Dämmerlicht gewöhnt haben, realisieren wir eine lange Bar, gut frequentiert mit jungen Mädchen und LKW- Chauffeuren, die hin und wieder gemeinsam durch eine Türe entschwanden. Messerscharf realisiere ich: <<Wir sind in einem ****!!>>. Eine nette Serviererin mit Doppeljob klärt uns dann auf, dass es sich bei den Strassenblockaden um aufgebrachte Bauern handle, die gegen neue Bestimmungen der Regierung protestieren. Es sei ratsam diesen Trip um eine Woche zu verschieben, damit wir nicht ungewollt in ein Scharmützel zwischen Bauern und Polizisten geraten. Den Tipp haben wir befolgt!

    Auch eine Fahrt mit der Fähre von Samana nach Sabana de la Mar habe ich noch in bester Erinnerung. Insbesondere bei Sturm und hohem Wellengang ist bei der Ausschiffung Abenteuer pur angesagt. Wenn der Anlegesteg nicht angelaufen werden kann, müssen von der Ankerstelle der Fähre die restlichen 100 bis 200m mit schmalen Auslegebooten zurückgelegt werden. (Für Nichtschwimmer nicht geeignet!) Was uns niemand gesagt hat, dass die Rückfahrt nur bei genügend Passagieren durchgeführt wird und so wie es aussieht, erst am nächsten oder übernächsten Tag stattfinden wird. Kein Problem, für solche Fälle gibt es ja Hotels. Nur, das einzige Hotel im Ort ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die Zimmer, resp. Löcher in einer angebauten Ruine mit Wellblechdach und ausgerüstet mit einer Matratze direkt auf dem Steinboden entsprechen einem 4- Sterne Komfort minus etwa 50 Sterne. Alternativ ist auch eine Busfahrt via Santo Domingo nach Samana möglich, informiert uns der freundliche Hoteldirektor. Fahrtdauer mit Umsteigen rund einen Tag. Etwas länger als die etwa einstündige Fahrt mit der Fähre. Während wir bei einem Drink das weitere Vorgehen diskutieren, erscheint plötzlich ein Engel in Gestalt des Fähren-Käptens und teilt uns mit, dass sich noch weitere Passagiere eingefunden hätten und der Kahn in einigen Minuten mit Kurs nach Samana in See steche. Einmal mehr: Irgendwie klappt es immer!!

    Die quirlige Stadt San Pedro, in der Nähe von Juan Dolio ist ebenfalls einen Besuch wert. Ganz San Pedro trifft sich am Samstagabend am Malecon (Strandpromenade) bei Speis & Trank, Musik und Tanz bis in die frühen Morgenstunden. Im Zentrum ist auch das „Cuerpo de Bomberos“ (Feuerwehr) in einem herrlichen Kolonialgebäude mit Kommandoturm (früher ein Glockenturm) und Rundblick auf eine interessante Stadt stationiert. Das sehen wir uns an. Stolze Angestellte schleusen uns durch die Räume und Werkstätten, führen uns die Löschfahrzeuge und Ausrüstungen vor und freuen sich an unserem Interesse. Die diametralen Unterschiede zwischen der kolonialen Architektur, auch im inneren des Gebäudes und den relativ modernen Feuerwehrausrüstungen und Löschfahrzeugen sind frappant.

    Auch der Besuch von Santo Domingo ist ein “Muss” und das nicht nur am Tag. Von Einheimischen erhält man immer wieder Tipps, wo gerade etwas läuft. Veranstaltungen, die in keinem Reiseführer enthalten sind.

    Unvergesslich auch das Rumfest in Miches, einer Kleinstadt in der Provinz El Seibo, am Südzipfel der Samana-Bucht gelegen. Rumfirmen aus der Region bieten ihre Erzeugnisse, die man wie Mineralwasser konsumiert rund um die Uhr an. Lebensfreude pur. Tipp: Pkw stehen lassen! Folgende kleine Episode habe ich noch in bester Erinnerung. Meine Frau und ich schlendern inmitten von ebenfalls mit Rum gefüllten Einheimischen durch die engen Gassen von Miches. Ohne Vorwarnung werden wir plötzlich durch ein heftiges Tropengewitter überrascht. Flucht ist angesagt. Rein in die Häuser oder unter die Zeltblachen der Verkaufsstände. Nur, wo ist meine Frau Bedi? Spurlos verschwunden. Ich starte eine Suchaktion. Blick in die ebenerdigen Wohnzimmer der Anwohner. Überall das selbe Bild. Kunstledersofa in allen Farben, riesiger Fernsehapparat, Heiligenbilder an der Wand und die Bewohner, vom Säugling bis zur Großmutter -- überall das selbe Bild? Nicht ganz. In einem Wohnzimmer sichte ich auf dem Sofa inmitten von Jungs einen Fremdkörper, der sich aus der Nähe als Bedi entpuppt. Ohne wenn und aber wurde Bedi von den sympathischen und hilfsbereiten Bewohnern eingeladen, das Gewitterende im geschützten Raum abzuwarten.

    Die AI-Touristenghettos im Osten um Punta Cana sind nicht so unser Ding. Mit Land und Leuten hat dieser langweilige Ort am Ende der Welt nichts, aber auch gar nichts gemeinsam! Aber auch Boca Chica, die Hochburg des Massentourismus mit den obligaten Bars und Discos haben meine Frau und ich fluchtartig verlassen. „Touris“, die sich schlitzohrigen Miniganoven als wandelnde Schmuck- und Videosäulen präsentieren, permanent mit Geld um sich werfen und wie Gänse ausgenommen werden und dann herumposaunen wie gefährlich die DR sei, sind auch an der Tagesordnung.

    Und noch etwas: Im Südwesten und im Landesinneren sowie bei Problemen sind Spanisch-Kenntnisse von Vorteil. Ich wünsche Dir einen erlebnisreichen Aufenthalt in einem Land, das einiges mehr zu bieten hat als Sonne, Meer und Traumstrände.

    Gruss
    Pesche

    Dominikanische Republik

  • Mitte 20iger wollen erstmals eine Kreuzfahrt machen - mit wem? Tipps?
    PescheP Pesche

    Hallo Sunnygirl

    Vielleicht hilft dir bei der Entscheidungsfindung mein, zugegeben etwas lang gewordener Reisebericht, den ich schon einmal in das Forum gestell habe:

    Obwohl meine Frau und ich von Kreuzfahrten im allgemeinen wenig bis nichts halten, entscheiden wir uns anlässlich einer Ferienmesse und einem Besuch am Messestand des “African Safari Clubs”, eine zweiwöchige Kreuzfahrt auf dem Indischen Ozean zu buchen. Unser Vorurteil: 3’000 und mehr Passagiere, unpersönliche Buffetrestaurants, uralte begüterte Kunden, Kleidervorschriften, langweilige Bordaktivitäten und nicht zuletzt, die in der Regel bis ins letzte Detail organisierten überteuerten Landgänge, ein Horror für uns Individualtouristen, müssen wir begraben. Die aufgestellten African Safari Club Hostessen versichern uns glaubhaft, dass es sich bei dem Clubschiff um ein familiäres kleines Kreuzfahrtschiff mit maximum 250 Passagieren und 130 Besatzungsmitgliedern handelt. Das Durchschnittsalter der Gäste sei relativ jung, die Kleidervorschriften, ausgenommen beim festlichen “Captains Dinner” leger und die Bordaktivitäten auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet. Auch die Landgänge können ohne Probleme auf eigene Faust organisiert und durchgeführt werden. Lediglich die Auslaufzeiten sollte man beachten. Warten auf vermisste Passagiere könnte den gesamten Fahrplan durcheinander bringen und dem Kapitän einige Sorgen bereiten. Das alles hat uns überzeugt und wir buchen eine Außenkabine mit einem runden Guckloch auf dem Caribbean Deck, knapp über dem Wasserspiegel zu einem sehr moderaten Preis. Schließlich sind wir Rentner und geben uns nicht mit einer dunklen Innenkabine zufrieden! Zerknirscht muss ich allerdings gestehen -- über uns gibt es noch ein Pacific Deck und ein Riviera Deck mit Deluxe-Kabinen, Superior-Suiten bis zur Präsidenten-Suite. Aber in diesen Kojen kann man auch nur schlafen! Den krönenden Abschluss macht dann noch das Promenade Deck und das Sun Deck mit dem Bordpool und den verschiedenen obligaten Einrichtungen wie Bars, Restaurants, Lounge, Casino, Dancing, Fitnessraum und noch vieles mehr für die Passagiere.

    Vor Reiseantritt erkundige ich mich noch bei Kreuzfahrtprofis um zusätzliche Tipps betreffend “standesgemäße” Rentner-Klamotten. Die Profis empfehlen uns sportlich elegante Kleidung und für das obligate “CAPTAINS DINNER”, dunkler Anzug mit Krawatte für den Herrn und für die Dame langes oder kurzes elegantes Abendkleid oder Abendanzug. Da ich seit meiner Pensionierung im Gegensatz zu meinen beruflichen Tätigkeiten prinzipiell in fremden Landen nicht mehr in 5 Sterne Hotels ********, bei Flugreisen anstelle Business die Holzklasse bevorzuge und Veston mit dazu passender Krawatte bei unseren Ferientrips zu Hause im Kleiderschrank einsperre, entschließen wir uns für eine legere, mehr oder weniger sportliche Kleidung.

    So ausgerüstet reisen wir zufrieden auf dem Luftweg nach Mombasa in Kenia. In einem African Safari Club-Hotel nutzen wir die Gelegenheit, uns bei Speis & Trank anzuklimatisieren und dann ist es soweit: 13 30 Uhr -- Einschiffung in MOMBASA auf die “MS ROYAL STAR”. Einchecken, Kabinenbezug und kleiner Orientierungsrundgang auf der Kleinen und ist man mal an Bord, doch so Großen “MS ROYAL STAR”. <<Und jetzt ein kühles Bier in einer Bar auf Deck, signalisiert mein Hirn!>>. Daraus wird nichts. Ein aufgelegtes Tagesprogramm in unserer Kabine sowie permanente Lautsprecherdurchsagen machen solch frommen Wünsche brutal zu Nichte. 15 45 Uhr -- “SEENOT-RETTUNGSÜBUNG” ist angesagt. Stress pur! Schwimmweste suchen, Bedienungsanleitung lesen, Weste überstülpen, den vorgeschriebenen Treffpunkt suchen und finden. 15 Minuten intensive Theorie, die die grauen Hirnzellen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit bringen und ab auf das Aussendeck. Begrüßung durch unseren griechischen Kapitän: “Captain Vagelis Aravantinos“. Ein Frauenschwarm in seiner weißen Uniform, umgeben von seinen Offizieren.
    Zum Glück verzichtet der Kapitän und sein Kader auf praktische Übungen wie besteigen der Rettungsboote, Wasserung und ein Sprung ins Meer vom obersten Deck. Ende der Rettungsübung und Tea-Time am Pool, respektive Bier-Time am Pool für mich!

    Und dann ist es soweit: 17 00 UHR -- die “MS ROYAL STAR” verlässt MOMBASA, begleitet von einem Lotsenboot und nimmt Kurs auf ZANZIBAR (Nm 138 = 255 km). Rund 160 Passagiere haben gebucht! Ein Traum, wenn ich an Kreuzfahrtschiffe mit 3’000 und mehr Passagieren denke. 20 30 Uhr -- “WELCOME DINNER”. Das von philippinischem Personal (Chef de Service, Oberkellner, Kellner und Weinkellner!) perfekt angesagte und servierte mehrgängige Wahl-Dinner, begleitet mit einem herrlichen Tropfen aus dem Bordeaux ist schlicht und einfach einsame Spitze. Und das erstaunliche, wir werden bereits am ersten Abend und den folgenden mit unseren Namen begrüßt. Anschließend Tanz und um 24 00 Uhr ein Mitternachtssnack. Bummel über das Sun Deck, Erholung in einem bequemen Deckkorbstuhl, Schlummertrunk und ab ins Körbchen.

    08 00 Uhr -- “MS ROYAL STAR” läuft in den Hafen von ZANZIBAR ein. Da der Pier mit Frachtschiffen, die in der Regel immer Vorrang haben voll besetzt ist, werden wir mit unseren zwei Tenderbooten an Land gebracht. Wir verzichten auf die organisierten Landgänge und benutzen den Tag, Zanzibar Town auf eigene Faust zu erkunden. Obligate Zollkontrolle an Land mit Prüfung unseres Visums, funktioniert auch ohne Reisebegleitung und ab in das farbenfreudige Getümmel und in die mit herrlichen Gewürzdüften geschwängerten Stadt. Die sehenswerten Fleisch, Fisch, Gewürze, Gemüsemärkte und die quirlige Altstadt “Stone Town” muss man hautnah erlebt haben. Und dann der alte Dhow-Hafen. Die Zeit stand still! Wenn man die alten Segelschiffe, die zwischen Zanzibar und der ostafrikanischen Küste pendeln etwas näher unter die Lupe nimmt, glaubt man sich um 100 Jahre zurück versetzt. Die z.T. gewichtigen Lasten werden von kräftigen schwitzenden Schwarzen, vergleichbar mit den ehemaligen bedauernswerten und ausgenutzten Sklaven, ohne jegliche Hilfsmittel auf dem Rücken an Bord gebracht. Dieses “Inselchen” wäre bestimmt einen längeren Aufenthalt wert, aber eben, unser Kapitän wartet und will in See stechen.

    16 15 Uhr -- “MS ROYAL STAR” verlässt ZANZIBAR und nimmt Kurs auf die Inselgruppe der KOMOREN zwischen OSTAFRIKA und MADAGASKAR -- Insel MAYOTTE (Nm 526 = 974 km). Obligates perfektes Dinner, Show, präsentiert vom Royal Star Cabaret, Tanz zum Abspecken und Mitternachtssnack und wir sind wieder reif für unsere Koje. Am folgenden Tag ist “dolce far niente” auf See angesagt. Obwohl unzählige Aktivitätsprogramme angeboten werden, sportliche und etwas weniger sportliche -- meine Frau und ich passen und wenden uns weiteren empfehlenswerten Annehmlichkeiten zu. Ein Drink am Pool, Badeplausch im Pool, ein Drink auf dem Sun Deck, ein leckerer herrlich schmeckender kleiner Lunch, begleitet mit einem kühlen Bier auf dem Promenade- Deck. Für das mehrgängige Mittags-Schlemmermenu im klimatisierten Restaurant haben wir nur ein mitleidiges Lächeln! Tea Time am Pool mit hausgemachtem Konfekt und die Sonne versinkt schon wieder langsam im Meer. Sportlich mit einem Bier in der Hand, schaue ich noch aus meinem bequemen Deckliegestuhl den Gästen zu, die sich aktiv am Bord-Angebot “Walk a mile zum Sonnenuntergang mit Alex” beteiligen. Schmunzelnd stelle ich fest, dass von den anfangs etwa 20 sportlichen Teilnehmern, am Schluss des Walkings noch zwei Gäste schweißtriefend hinter Alex herwatscheln! Das gute Essen und die Drinks zeigen Folgen! Und der arme Alex macht ja nur seinen Job. Heute läuft das abendliche Dinner unter dem Motto “LORD NELSON DINNER”, wie gewohnt ein reiner Genuss. Und wieder geht, nach den anschließenden Veranstaltungen ein geruhsamer Tag auf See zu Ende.

    08 00 Uhr -- “MS ROYAL STAR” ankert strömungsbedingt zwischen den beiden vorgelagerten Inseln PETITE TERRE und der Hauptinsel GRANDE TERRE. Per Tenderboot setzen wir zur Landestelle in MAMOUDZOU über, der Hauptstadt der KOMOREN. Wir verzichten wiederum bewusst auf eine geführte Tour inmitten “Touris” und erforschen auf eigene Faust zu Fuß MAMOUDZOU, den farbenprächtigen Markt und die nähere traumhafte Umgebung. Freundliche Einheimische erklären uns, wie man mit der Kursfähre zur Insel PETITE TERRE übersetzen kann. Gefragt getan, nachdem wir uns eingehend vergewissert haben, dass eine Fähre rechtzeitig wieder zurück ist, damit wir das letzte Tenderboot nach Hause, resp. auf die “MS ROYAL STAR” noch erwischen und dem Kapitän und eventuell frustrierten Passagieren nicht unnötig Magenschmerzen bereiten. Im Gegensatz zu ZANIZIBAR können wir uns auf MAYOTTE französisch unterhalten und mit französischen Francs bezahlen. Etwas gewöhnungsbedürftig, nachdem wir uns auf ZANZIBAR auf englisch verständigten und mit tanzanischen Schilling bezahlten.

    16 00 Uhr -- “MS ROYAL STAR” verlässt MAYOTTE und nimmt Kurs auf MADAGASKAR -- NOSY BÉ (Nm194 = 359 km). Heute ist ein “FRANZÖSISCHES DINNER” angesagt mit anschließendem Lotto, Jazz Show, Tanzwettbewerb und den üblichen Aktivitäten. Anschließend obligates genießen von Mond und Sternen in der warmen Nacht und die endlosen Weiten des ruhigen indischen Ozeans aus dem Blickwinkel eines bequemen Korbstuhles auf dem Sun Deck. Begleitmusik: Das beruhigende gleichmäßige dumpfe Dröhnen der Schiffsmotoren! Hin und wieder setzt eine Seemöwe im Licht der Bordbeleuchtung auf den Decks auf und wartet geduldig auf einen Leckerbissen. Erstaunlich: Hunderte von Kilometern vom Festland entfernt und nur möglich, weil die intelligenten Vögel vorbeifahrende Fracht- und Kreuzfahrtschiffe als fahrende Gourmet-Futterinseln benutzen.

    07 00 Uhr -- “MS ROYAL STAR” liegt auf der Reede vor NOSY BÉ. Nachdem das Schiff von den örtlichen Behörden freigegeben wurde, bringen uns die Tenderboote an Land. Permanent umringt von fliegenden Händlern mit einem großen Früchteangebot in ihren schmalen Auslegebooten. Ein Bilderbuch Sujet! NOSY BÉ (große Insel) wird nicht umsonst “Perle des Ozeans oder gar Tahiti von Madagaskar” genannt. Und auch die Hauptstadt HELL-VILLE, in der das Leben so ruhig wie zu Kolonialzeiten verläuft, ist nicht nur ein Geheimtipp von Globetrottern und Rucksacktouristen. Am Hafen warten bereits die Busse für die organisierten Trips. Wie gewohnt durchstreifen wir aber dieses kleine Städtchen mit rund 10‘000 Einwohnern auf eigene Faust und besichtigen lebhafte Schulen mit fröhlichen Kindern in Schuluniformen, Stadttheater und Märkte. In einem gemütlichen Kolonialbeizli, geführt von einem Franzosen aus Bordeaux, treffen wir zwei sympathische Aussteiger aus Deutschland. Die zwei sind eben erst auf etwas abenteuerliche Weise angekommen und planen ein Camp für Rucksack-Traveller in HELL-VILLE. Viel Glück! Auch MADAGASKAR wäre eine längere Reise wert, aber wie schon auf SANSIBAR -- unser Käpten will weiter!

    17 00 Uhr -- “MS ROYAL STAR” verlässt NOSY BÉ und nimmt Kurs auf die SEYCHELLEN -- LA DIGUE/PRASLIN. (Nm = 748 = 1’385 km). Ein “BUFFET MANIFIQUE” unter den Sternen lautet das Dinner-Motto, eine Ueberraschungs-Show und eine Tropische-Show ist vorgesehen und anschließend Tanz unter den Sternen. Einmal mehr ein gelungener Abend!

    Heute ist Erholung auf See angesagt. Ich verfolge aus sicherer Distanz die Aktivitäten: “Walk a Mile” mit Alex, “Wasser Gymnastik” und “Guten Morgen Gymnastik” mit Tanya. Die Profis machen ihre Arbeit gut! Ich hege aber andere Interessen und steige auf die Brücke und beobachte den Kapitän und seine Offiziere bei ihrer Arbeit im Kommandoraum. Der Kapitän sichtet mich offensichtlich erfreut, kommt auf die Brücke und fragt mich: <<Ob mich die nautischen Ausrüstungen interessieren und welchen Beruf ich ausübe?>>. Selbstverständlich bin ich interessiert. Und dann geht die Post ab. Über eine Stunde erklärt mir der Kapitän die Geheimnisse der halbautomatischen Steuerung, der Sicherheitseinrichtungen, die Funkstation, den Bordcomputer, das Navigationssystem “INMARSAT Satellite Communications“, das Arbeiten im Kartenraum mit den Berechnungen der Route unter Berücksichtigung der Windverhältnisse, der Strömungen und des Wetters. Und zu guter Letzt überlässt er mir das Steuer. Als “Minijacht-Böötli” erprobter Süßwasserkapitän auf dem stürmischen Neuenburgersee steuere ich den Kahn, immerhin 120 m Länge, 15,5 m Breite und einer Geschwindigkeit von 16 Knoten = ca. 30 km/h locker vom Hocker und cool Richtung SEYCHELLEN! Leider haben das die wenigsten Passagiere mitbekommen! Heute abend ist “ITALIENISCHES DINNER” mit anschließender Filipino Show angesagt. Auch dieser Abend geht mit einem “Late-Nigth- Snack” und anschließender Disco für Nachteulen zu Ende.

    Heute ist der zweite Tag Erholung auf See angesagt. Auf dem Promenadendeck bin ich mit dem Decksteward, “Moreno“, einem gebürtigen Kolumbianer ins Gespräch gekommen. “Moreno” schätzt es, sich mit mir auf spanisch zu unterhalten. Ich muss nur irgendwo Platz nehmen und schon ist “Moreno” im Anmarsch und bringt mir ein kühles Bier. Das ist Service! Und beim Abschied ein gutes Trinkgeld wert. Apropo Trinkgeld: Das Merkblatt mit Angaben “welchen Bordangestellten man ein Trinkgeld in unterschiedlicher Höhe überreichen sollte!”, haben wir ignoriert und im “Rundordner” entsorgt. Wir haben nur die Angestellten mit einem großzügigen Trinkgeld beglückt, die uns während der gesamten Reise zu unserer vollen Zufriedenheit bedient und umsorgt hatten. Interessant: Einige dieser hilfreichen und freundlichen Geister waren auf dem Trinkgeld-Merkblatt mit keinem Wort erwähnt!

    Auf dem Tagesprogramm sehe ich, dass Morgen das “CAPTAINS DINNER” angesagt ist. Und schon wird meine Frau Bedi mit einem Schreckensgedanken konfrontiert: “Was passiert, wenn wir an den Tisch des Kapitäns eingeladen werden und das ohne standesgemäße Gala-Klamotten!” Ich beruhige Bedi. Als Tischgäste des Kapitäns werden mit Sicherheit keine (fast) Unterwasserpassagiere, sondern VIP Gäste aus den Superior-Suiten eingeladen. Und wir halten uns an unserem Tisch in gebührender Entfernung, etwas deplaziert zwar, aber still. Also alles ok. Nicht ganz! Am Abend sichte ich ein Couvert auf dem Tisch in unserer Kabine. Bedi befürchtet Schreckliches. Ich öffne das Couvert und lese:

    Sehr geehrter Herr und Frau ....
    Kapitän Vagelis Aravantinos würde sich freuen, Sie morgen abend zum Dinner ins Belvédere Restaurant an seinen Tisch einladen zu dürfen.
    Datum: 11. Februar 2001
    Treffpunkt: 20 00 Uhr in der Marco Polo Lounge zum Cocktail.
    Wir bitten um Bestätigung bis morgen 16 30 Uhr an der Réception. Herzlichen Dank.

    Darauf die Reaktion von Bedi: <<Ich bleibe in der Kabine und bin krank. Du kannst allein hingehen und dich blamieren!>>. Mal abwarten. Morgen laufen wir in PRASLIN ein und dann sehen wir weiter.

    08 00 Uhr -- MS ROYAL STAR liegt auf der Reede von PRASLIN. Nachdem das Schiff von den örtlichen Behörden freigegeben wurde, bringen uns die Tenderboote an die Anlegestelle von PRASLIN. Auch hier interessiert uns der organisierte Ausflug auf die Insel LA DIGUE nicht im geringsten.Wir erkundigen uns bei den Einheimischen und lösen für die Überfahrt auf die Insel ein Ticket mit der lokalen Fähre. Die Fahrt inmitten von fröhlichen Einheimischen ist allein schon ein Erlebnis. Diese kleine Dschungelinsel gilt als eine der schönsten auf den SEYCHELLEN. Anstelle von Autos zirkulieren Ochsenkarren und Fahrräder. Wir erkunden die tropische Insel mit Mietfahrrädern auf einigermaßen akzeptablen angelegten Fahrradwegen. Mitten im Dschungel geraten wir in ein heftiges Tropengewitter. Kurzer Stopp in einem Dschungelbistro und durchnässt bis auf die Haut flüchteten wir zurück zur Fähre und anschließend mit dem Tenderboot auf die trockene “MS ROYAL STAR“.

    Erster Gang zur Réception und zernirschte und kleinlaute Entschuldigung: <<Wir haben nichts anzuziehen für das “CAPTAINS DINNER!” und müssen leider passen>>. Die Sekretärin des Kapitäns schmunzelt und informiert mich: <<Der Kapitän wünsche ausdrücklich, dass wir an seinem Tisch Platz nehmen. Ich hätte mich intensiv für die nautischen Ausrüstungen interessiert und bestelle jeweils zum Dinner einen Bordeaux, den auch er sehr genieße>>. Und betreffend Kleidung: <<Kein Problem -- wir sollen anziehen was uns passt und wenn ich es wünsche, könne sie mir eine Krawatte entlehnen!>>. Ich wünsche nicht! Alles andere als zufrieden, aber Bedi bleibt nicht in der Kabine und spielt nicht krank. Geschafft!!

    Und dann ist es soweit: 20 00 Uhr -- wir treffen pünktlich in der Marco Polo Lounch ein. Bedi mit schwarzer Hose und immerhin etwas festlicher Bluse und Jacke, ich in heller Hose, schwarzes Kurzarmhemd ohne Krawatte und schwarzen Schuhen. Abgerundet mit einem schwarzen Seidenlumber. Nicht unbedingt Gala! Unter den Augen vieler neugieriger Gäste, die sich vor dem Galadinner ebenfalls in der Lounge aufhalten, werden wir von der persönlichen Sekretärin des Kapitäns an einen reservierten Tisch geleitet. Begrüssung durch den Kapitän, gemeinsame Vorstellung der VIP-Gäste und dann werden Champagner und Apérohäppchen offeriert. An der Bar die verwunderten Blicke zweier junger Schweizerinnen, die es als guten Witz auffassten, als ich ihnen am Nachmittag so beiläufig sagte, dass wir das “CAPTAINS DINNER” gemeinsam mit dem Kapitän einnehmen werden. Ich kann es nicht verkneifen, ihnen verschmitzt und lässig zuzuwinken. Solche Momente muss man bis ins Detail auskosten!

    20 30 Uhr -- die Sekretärin geleitet uns an den reservierten Kapitänstisch. Top Organisation. Namensschilder weisen uns die zugeteilten Plätze zu. Erneute Schreckenssekunde bei meiner Frau. Am Platz neben ihr -- kein Namenschild! Des Rätsels Lösung: Der Kapitän nimmt Platz zwischen meiner Frau und einer blonden Französin. Der Chef de Service stellt persönlich das mehrgängige Gault Millau Menu vor und übergibt anschließend das Zepter dem Chefweinkellner. Und jetzt folgt mein großer Auftritt. Unter den Augen der uns permanent beobachtenden nicht so privilegierten Gäste, reicht mir der Kapitän die gutbestückte Weinkarte mit den freundlichen Worten: <<Suchen sie bitte einen exzellenten passenden Wein aus!>>. Das habe ich auch getan. Einem Kapitän soll man nicht wiedersprechen! Und der Wein schmeckte dem Kapitän und den geladenen Gästen. Nehme ich mal an. Das Dinner und der unterhaltsame Abend mit dem Kapitän, seiner aufmerksamen Sekretärin und den sympathischen Gästen aus Frankreich und Deutschland war ein voller Erfolg! Und Bedi ist zufrieden, erlöst und amüsiert sich auch. Kurz und bündig: Ein gelungener Anlass!!

    Am folgenden Morgen nach dem Frühstück: Kleine Episode zum Schmunzeln. An Bord befand sich auch ein eingebildeter arroganter Franzose aus einer Luxus-Suite. Hochnäsig stolzierte er wie ein Gockel in seinen karierten Designer-Hosen (wir sprachen nur vom Schlossherrn!!) über die Decks, nie ein Lächeln auf dem Gesicht, reservierte überall Liegestühle ohne sie zu benutzen, erwiderte keinen Gruß, entschuldigte sich nicht wenn er Gäste touchierte, behandelte das Personal wie den letzten Dreck, kurz gesagt ein Rüpel. Und jetzt das erstaunliche. Als wir dem “Rüpel” am Tag nach dem “CAPTAINS DINNER” begegnen, grüßt er uns sehr zuvorkommend, tätschelt freundlich lächelnd den Arm meiner Frau, macht aufmerksam Platz und schaut uns wohlwollend nach.

    Ein Wunder! Nein, ich glaube eher, der Schlossherr hat uns am “CAPTAINS DINNER” intensiv beobachtet und sich seine eigene Meinung gebildet: “Einflussreiches Paar, die Frau als Tischnachbarin des Kapitäns, Mann mit weitgehenden Beziehungen, Politik, Militär, Handel, Industrie?” So oder so -- Geladene Gäste am “CAPTAINS DINNER” sind keine Privilegien, die unbedeutenden “Nobodys” zustehen! Lassen wir ihn in seinem Glauben.

    04 00 Uhr -- “MS ROYAL STAR” verlässt PRASLIN und nimmt Kurs auf MAHÉ (Nm = 227 = 50 km).

    08 00 Uhr -- “MS ROYAL STAR” erreicht den Hafen von VICTORIA/MAHÉ. Erstmals können wir das Schiff ohne Tenderboote verlassen. Zu Fuß über die Gangway erreichen wir den Pier. Wir erkunden VICTORIA, die Hauptstadt der Insel MAHÉ und die nähere Umgebung. Zwischendurch erholen wir uns an Bord und schauen dem regen Ein- und Auslaufen unzähliger Frachtschiffe aus allen Herren Ländern zu. Jetzt passiert es. Am Bug, also vorne und am Heck, also hinten unserer “MS ROYAL STAR” parkieren, respektive ankern zwei Riesenkreuzfahrtschiffe mit Minimum je 3’000 und mehr Passagieren an Bord. Lachend schauen diese Banausen aus schwindeleregender Höhe von ihren Decks hinunter auf unser oberstes Sun Deck. Was bleibt mir anderes übrig, als auch lachend, wenn auch frech hinaufzublicken. Lassen wir das und ignorieren diese Massenkreuzfahrer!

    20 30 Uhr -- Zum letzten Mal wird das Dinner, heute unter dem Motto “CREOLISCHES DINNER” serviert. Mit einer New Classics Show, Tanz und gebackenen Maccaroni als Mitternachtssnack und anschließender Disco, geht auch dieser letzte Abend einer erlebnisreichen und einmaligen 3’024 km langen Seereise, ohne Aerger und Sturm zu Ende.

    11 15 Uhr -- Beginn der Ausschiffung. Die Passagiere verlassen die “MS ROYAL STAR” über die Gangway und werden unten an der Treppe vom Captain Vagelis Aravantinos und seinen Offizieren verabschiedet. Einige Gäste verabschieden sich mit Handschlag andere mit freundlichem Kopfnicken. Bedi macht mir heute noch Vorwürfe, weil ich das Abschiedsprozedere nicht im Bild festgehalten habe. Der Kapitän umarmt mich zum Abschied (ist in Griechenland unter Freunden üblich) wendet sich meiner hinter mir gehenden Frau zu, umarmt auch sie und küsst sie auf beide Backen. Und dieser Abschiedshöhepunkt ist nicht für die Ewigkeit festgehalten. Und ich habe es nicht einmal gesehen. Bedi wird mir das nie verzeihen!

    Mit Bussen werden wir zum internationalen Flughafen von MAHÉ gebracht.
    14 00 Uhr -- Abflug und 15 30 Uhr -- Ankunft in MOMBASA!

    Wir verbringen noch eine geruhsame Woche bei Speis & Trank im African Safari Club-Hotel “Paradise Beach” in MOMBASA und lassen die einmaligen Erlebnisse (inkl. Gewichtszunahme!!) unserer ersten, in jeder Beziehung gelungenen Kreuzfahrt Revue passieren!

    Gruss
    Pesche

    Kreuzfahrten

  • Mit Auto in Thailand
    PescheP Pesche

    Hallo Alex

    Ein Auto zu mieten in Thailand ist kein Problem, vorausgesetzt man beherzigt folgende überlebenswichtige Regeln, die ich auch schon in ein Forum gestellt habe:

    Regel Nr.1
    Der stärkere (Laster, Bus, Geländewagen usw. hat immer Vortritt und ist immer im Recht!

    Regel Nr.2
    Vertraue nur dem eigenen Fahrstil und berücksichtige, dass weitere Verkehrsteilnehmer ohne böse Absicht, sämtliche bei uns geltenden Regeln missachten können.

    PS
    Ich berücksichtige rund um den Globus prinzipiell nur einheimische Vermieter vor Ort und bin bis heute damit sehr gut gefahren und das nicht nur finanziell!

    Gruss
    Pesche

    Thailand

  • oben ohne erlaubt/geduldet?
    PescheP Pesche

    Hallo zusammen

    Oben ohne gilt, respektive galt, nicht nur für weibliche Spezies, sondern auch für uns Männer. Was soll das, wird sich der geneigte Leser fragen?

    Es geht schlicht und einfach um die Körperbehaarung. Und was entnehme ich nun meiner Tageszeitung: “Jetzt kommt der Waschbärbauch!” Nach Jahren der jünglingshaften Glattheit scheinen Haare auf der Brust wieder angesagt zu sein. Geht die Metrosexualität auf ihr Ende zu -- stellt meine Zeitung die berechtigte Frage? Eine Frage, die ich als behaarter Zeitgenosse ohne wenn und aber mit einem klaren und unmissverständlichem “ja” beantworten muss!

    Radikaler kann ein Jugendlicher sein Erwachsenwerden nicht zeigen: Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe zeigt sich stolz auf der Bühne mit Haaren auf Brust und Bauch. Zuletzt galt das Brusthaar in den Achtzigerjahren als sexy. Davon zeugten Stars wie David Hasselhof oder Tom Selleck, mit denen ich mich schon damals in bester Gesellschaft befand. Wenigstens in Bezug auf die Behaarung! Dann aber geriet der Wildwuchs ins abseits. Nur noch glatt rasierte “Bubis” wie David Beckham & Co schienen sich sehen lassen zu können. Aber das ist Schnee von gestern. Die Zukunft gehört den Haarigen. Pech für jene, die sich ihre Brusthaare für immer weggelasert haben!

    Und jetzt freue ich mich auf die kommende Badesaison. Wenn ich daran denke: Mit mehr oder weniger eingezogenem Bauch über die Ruhewiesen Richtung Strand oder Poolrand zu schlendern, permanent verfolgt von den bewundernden Blicken unzähliger mehr oder weniger Schönheiten, oben ohne bis mit, von jung bis alt, überkommt mich schon heute ein angenehmes Kribbeln. Störend könnte eventuell nur noch mein buschiger Schnauz wirken. Aber auch da bin ich zuversichtlich. So sicher wie das Amen in der Kirche werden in absehbarer Zeit buschige Schnäuze, kunstvoll geschnitten, wieder dem gängigen Schönheitsideal entsprechen und Frauen in Begeisterungsausbrüche versetzen.

    Gruss
    Pesche

    Dominikanische Republik

  • Wer macht nach der Entfürhung der Österreicher noch Urlaub in Nordafrika???
    PescheP Pesche

    Hallo zusammen

    Jetzt muss auch ich noch meinen Senf zu diesem Thema abgeben. Grundsätzlich meiden wir rund um den Globus Länder und Gegenden, in denen kriegerische Handlungen und Scharmützel zwischen Polizisten und gewissen Gruppierungen stattfinden. Wer das missachtet ist nicht mutig und furchtlos, sondern schlicht und einfach nicht ganz bei Sinnen. Und noch etwas: Verblendete Gotteskrieger und Terroristen wollen weltweit mit entsprechenden Schlagzeilen in den Medien auf sich aufmerksam machen. Anschläge auf Touristenhotels, Touristenetablissements und vollgestopfte Touristenbusse sind deshalb beliebte Objekte und können im Gegensatz zu weltbekannten Sehenswürdigkeiten nicht permanent überwacht werden. Deshalb reisen wir nur in Ausnahmefällen in geführten Gruppen. Wer interessiert sich weltweit schon für zwei unbedeutende “Nobodys” wie meine Frau und mich? Und das ist gut so! Etwas anderes macht mir zunehmend schon etwas Sorgen. Tag für Tag lese ich in meiner Tageszeitung: Frau, Mann von Jung bis Alt -- zusammengeschlagen und ausgeraubt. Und das nicht von Al Kaida und Co irgendwo auf unserer Kugel, sondern in meinem Heimatstädtchen Bern!

    Gruß
    Pesche

    Tunesien
  • 1
  • 2
  • 25
  • 26
  • 27
  • 28
  • 29
  • 35
  • 36
  • 27 von 36

  • Inhalte melden
  • Veranstalter AGB
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutz
  • Privatsphäre-Einstellungen
  • AGB
  • Impressum
© 1999 - 2026 HolidayCheck AG. Alle Rechte vorbehalten.
  • Erster Beitrag
    Letzter Beitrag