Baikal wrote:
Nein eine juristische Fachdiskussion ist nicht notwendig. Allerdings kommt man um das formelle Recht an sich nicht so einfach herum, da es eben genau das "gefühlte" Recht verhindern soll.
Mal zur Klärung aus Wikipedia:
Als Kavaliersdelikt bezeichnete man früher Vergehen von Adligen, die nicht zum Ehrverlust und bei diesen damit verbunden zur Aberkennung des persönlichen Adels führten, der Täter blieb "Kavalier". Heutzutage bezeichnet der Begriff Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten, die gemeinhin als moralisch so gut wie einwandfrei gelten.
Das Empfinden für ein Kavaliersdelikt ist zeitlichen und gesellschaftlichen Schwankungen unterworfen. So gelten heute vollkommen andere Dinge als Kavaliersdelikt als etwa im 20. oder gar 19. Jahrhundert. Beispielsweise betrachten viele Menschen heutzutage das „Schwarzfahren“ mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Beförderungserschleichung) als Kavaliersdelikt, manche auch kleinere Eigentumsdelikte wie etwa Ladendiebstahl, die wieder andere verwerflich finden. Einfache Ordnungswidrigkeiten, insbesondere im Straßenverkehr, werden von weiten Teilen der heutigen Gesellschaft als Kavaliersdelikte empfunden, so dass viele nur durch die abschreckende Wirkung von Bußgeldern davon abgehalten werden und nicht durch moralische Normen.
Das Empfinden für ein Kavaliersdelikt... genau darum ging es mir. Was wird unter Reisenden als Kavaliersdelikt empfunden?
Gruß,
Peter