Hallo,
emotional magst Du mit Deiner Argumentation recht haben. Aber weder Fluggesellschaften noch Hotels handeln in solchen Ausnahmesituationen emotional, sondern nur rational. Keine Fluggesellschaft wird mit einer z.B. 300 Passagieren fassenden Maschine fliegen, wenn die Auslastung nur bei 50 % oder noch weniger liegt. Airlines kalkulieren am Limit. Nur mit Fliegern die ausgelastet sind, kann ich wirtschaftlich erfolgreich agieren.
Kein Hotel wird den Betrieb weiterführen, wenn mehr als 50% - 75 % der Gäste stornieren.
Weder die Airlines noch die die Reiseveranstalter, noch die Hotels haben die Schweinepest verursacht. Ob die Hysterie berechtigt ist oder nicht, kann verlässlich keiner sagen. Die Reiseveranstalter und ihre Dienstleister haben sie die Hysterie nicht verursacht. Gerne würden die Veranstalter die verbindlichen Buchungen der Touristen erfüllen - davon leben sie. Aber die Stornierungen erfolgen durch die Urlauber. Somit werden als logische Konsequenz Hotels geschlossen und diverse Flüge eingestellt.
Insgesamt hängst Du die gesamte Thematik aber zu hoch auf. Der Anteil der deutschen Pauschaltouristen die jährlich nach Mexico reisen liegt unter einem Prozent vom Gesamtvolumen aller Pauschaltouristen !!
Natürlich sind die betroffenen Touristen verärgert. Aber sie werden (die relativ wenigen Mexico Reisenden) trotzdem wieder demnächst bei deutschen Reiseveranstaltern buchen. Einige wenige werden den Veranstalter wechseln oder andere die Destination. Aber in Summe wird auch zukünftig gebucht und verreist. Das Wissen die Leistungsträger sehr genau.
Wenn Du mal ruhig und nüchtern überlegst, als Reiseveranstalter würdest Du genau so handeln. Oder willst Du die Wirtschaftlichkeit Deines Unternehmens aufs Spiel setzen. Wenn Du als verantwortlicher Manager so agierst, bist Du morgen arbeitslos.
So sind die Realitäten, hart, rational und ungeschminckt. Reiseveranstalter, Hotels und Airlines sind keine caritative Vereine, sondern Wirtschaftunternehmen.
Gruß
Hans

