tom99 wrote:
... da auch die angegebene Höchstgeschwindigkeit bei ca. 850 km/h lag.
....Aber man kann auch im Sinne der Passagiere ein anderes Management mit der Situation erwarten und einen Plan B aus der Schublade holen.
...ehm, heute fliegt fast keine Verkehrsmaschine mehr wirklich seine mögliche Höchstgeschwindigkeit (zumindest nicht immer und nicht mehr häufig), um Treibstoff und damit Kosten zu sparen. Somit liegt ja auch in diesem Punkt oft noch eine Möglichkeit, Zeit zu gewinnen.
...zum zweiten Punkt bin ich ganz deiner Meinung! Und üblicherweise hat auch eine Fluglinie so einen Plan B: ein Mitarbeiter ruft bei Busunternehmen an und fragt nach, ob und wie schnell ein Bus (mehrere Busse...) verfügbar wären. Was, wenn genau in dieser Nacht kein Fahrer verfügbar war (alle haben ihre maximale Einsatzzeit an dem Tag schon gehabt, der Fahrer der frei hätte, hebt am Handy nicht ab)... ?
Mögliche Gründe (habe selbst sechs Jahre in einem Busunternehmen gearbeitet und hatte solche Fälle bei Schneefall in Salzburg [Umleitung München, 180 km von Salzburg, der Flughafen].
Der Pilot meldet an seine Einsatzleitung, dass er - voraussichtlich - nicht vor Schließung des Flughafens X landen werde. Die Einsatzleitung versucht dann --> in Frankfurt --> eigenes Personal (noch) aufzutreiben; sei es jetzt 21 oder 22 Uhr Ortszeit gewesen: denkbar, dass Condor schon alle Schalter geschlossen hatte und die Bodencrew im Feierabend war. Woher soll also Condor dann Personal stellen? Das erfährt aber normalerweise die Crew an Bord nicht (mehr). Schon aus Sicherheitsgründen (ein Pilot soll seinen Vogel fliegen und sich nicht um andere Transportprobleme den Kopf zerbrechen). Somit gibt er die Info an die Passagiere, dass für den Weitertransport gesorgt werde und damit ist seine Aufgabe [Meldung, Frage, Antwort, Weiterleitung] erfüllt, denke ich.
Das aber sollte natürlich für einen Kunden keine Ausrede sein, wenn es darum geht, kundenfreundlich und effektiv zu arbeiten.
Für mich ist dann ein echt wesentlicher Punkt, wie die Fluglinie - der Reiseveranstalter die Reklamation und Schadenersatzforderung abhandelt. Entschuldigt er sich, zahlt alles zurück und gibt noch irgendein Zuckerl dazu oder stellt er sich taub?
Da kommt dann natürlich auch der "Zug der Zeit" zum Vorschein: immer günstiger, immer mehr Verbindungen, immer weniger Personal (leistbar) macht sich natürlich in Stresssituationen bemerkbar. War man da in den 1990er Jahren noch großzügiger, herrscht heute oft Achselzucken beim (schlecht[er]) ausgebildeten (günstiger, ich schreib net billigen) Personal...
Alles natürlich - siehe oben - für den Kunden unbefriedigend. Allein, ich sehe da nicht wirklich eine hellere Zukunft für solche Situationen. Obwohl, und das abschließend, es natürlich auch unzählige ähnliche Situationen gibt, in denen sehr wohl Busse warten und man mir-nichts-dir-nichts zum Flughafen München, 60 km außerhalb gebracht wird und dort grollend mit dem Taxi wieder in die Stadt zurück muss (der Transferbus kam über die Autobahn von Nord und du hast nach Hause winken können, blöd gelaufen!
)