Guten Morgen Bulgarienfan,
ist das gebuchte Hotel aus welchen Gründen auch immer bei Ankunft nicht verfügbar, so muss der Veranstalter eine gleichwertige Unterkunft im selben Urlaubsort anbieten. Kann er dies nicht, so muss er ohne Mehrkosten eine höherwertige Unterkunft im selben Urlaubsort anbieten.
Kann er auch dies nicht, so muss er die nächst gelegene gleichwertige oder höherwertige Unterkunft anbieten, die man - siehe Urteil - jedoch nicht annehmen muss und - theoretisch gesprochen - sofort wieder heimfliegen kann, Geld zurück plus entgangene Urlaubsfreuden einklagen kann.
Akzeptiert man jedoch die angebotene Alternative, erlöschen weiter gehende Ansprüche. Ausgenommen natürlich, die Alternative hätte Mängel, die man selbstverständlich dann wieder "ganz normal" reklamieren muss und kann.
Gruß
Peter
mosaik
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BGH stärkt Rechte von Reisekunden bei Hotelüberbuchung -
Haftung des Veranstalters bei AusflügenDie rechtliche Situation zu diesem Thema ist eigentlich eindeutig.
Weist ein Reiseveranstalter in seinem Katalog darauf hin, dass Ausflüge vor Ort (zu buchen sind) nicht von ihm veranstaltet werden, sondern lediglich vermittelt, so entspricht dies voll den gesetzlichen Verpflichtungen.Selbst wenn ein Erfüllungsgehilfe des Reiseveranstalters (Hotel, örtliche Agentur oder eigene Reiseleiter) einen Ausflug vor Ort verkauft und es ersichtlich ist, dass nicht der deutsche Reiseveranstalter, sondern der örtliche Partner der Veranstalter, ist das rechtlich so okay.
Es heißt nämlich auch in den gesetzlichen Vorschriften, dass der Veranstalter im Verlauf der Reise keine anderen Ausflüge anbieten darf, als jene, die er als Veranstalter mit Preis in seinem Katalog anführt.
Das bedeutet beispielsweise, dass bei einer Busrundreise der Reiseleiter oder Busfahrer keine anderen Ausflüge anbieten darf, als jene, die in der Reiseausschreibungen stehen. Wird trotzdem ein neuer Ausflug, gegen Bezahlung, im Namen des deutschen Reiseveranstalters angeboten, können Kunden, die dazu psychologische überredet wurden, nach Rückkehr in Deutschland das Geld für diesen Ausflug trotz Teilnahme auch wieder zurück verlangen!
Doch kehren wir zum Thema zurück. Versicherung - Haftung, ohne den anderen Beitrag zu kennen, tippe ich auf folgende Situation(en):Es wird ein Ausflug in Ägypten gebucht, eine Wüstensafari, und weil sonst kein Fahrer mehr übrig ist, fährt ein Fahrzeug ein Reiseteilnehmer und - hat einen Unfall. Nun möchte dieser gerne den deutschen Reiseveranstalter dafür haftbar machen, dass der böse böse Achmed-al-Wüst so saumässig dahin geplättert ist und er, der arme Urlauber hinten drein musste (ein fiktives Beispiel, bitte!).
Da ist die Rechtslage eindeutig und klar: hat der deutsche Reiseveranstalter darauf hingewiesen, dass die örtlichen Ausflüge ein örtlicher Veranstalter anbietet, muss sich der arme Tourist an das ägyptische Reisebüro wenden. So ist es.
In dieser Angelegenheit ist mir im Moment kein Urteil bekannt.
Gruß
Peter -
BGH stärkt Rechte von Reisekunden bei HotelüberbuchungGrundsätzlich sehe ich bzw. sah ich diese Sache auch so (mir war der Fall noch vor Urteilsverkündigung bekannt). Der einzige Punkt, der allerdings für den Laien wichtig ist, ist:
...Der Senat hat bestätigt, dass der Reiseveranstalter nicht berechtigt ist, den Reisenden ohne seine Zustimmung an einem anderen als dem gebuchten Urlaubsort unterzubringen...
Und genau der Punkt war auch meine Meinung, dass Inseln vergleichbar mit Urlaubsorten sind und nicht, weil es "Malediven" heißt, als ein Urlaubsort angesehen werden kann-können.
Das heißt jedoch im Klartext: wenn ich Side, Südtürkei buche, so muss ich durchaus ein Hotel akzeptieren, dass fünf Kilometer am anderen Ende des Strandes liegt, sofern es den gleichen Standard - Ausstattung aufweist. Selbstverständlich bleibt mir zwar in diesem Fall das kostenlose Rücktrittsrecht, jedoch entfiele in diesem Fall die Entschädigung für entgangene Urlaubsfreuden.
Dieses Urteil stellt auch klar, dass die bisherige gängige Praxis, Kunden Ersatzhotels in Urlaubsregionen anzubieten nicht hingenommen werden muss. Vor allem, wenn diese Änderung erst kurz vor dem Urlaub bekannt wird (man nennt diese Taktik bei uns in den Alpen: Vogel-friss-oder-stirb...).
Gruß
Peter -
TUI bvorzugt Boeing und schafft Airbus abmal Scherz beiseite.
Bei derartigen Investitionen haben Unternehmen auch an ihre eigenen Arbeitsplätze zu denken. Überteuerte Investitionen können dann das eigenen Unternehmen zu Grunde richten. Sprich, da schaut man schon auch auf die Konditionen (bei allem Verständnis für die europäische Wirtschaft!).
Ich fuhr jahrzehntelang Nissan, allerdings werden die ja bekanntlich auch schon in England gefertigt... Jetzt fahr ich VW, aber auch nur, weil mein Schwager bei einer Porsche Niederlassung Geschäftsführer ist...
Also, weiterhin mit TUI fliegen, wenn's Produkt passt!
Gruß
Peter -
Krisenmangement der VeranstalterGünther als Betroffener hat uns in mehreren Postings in verschiedenen Foren gut die Situation vor Ort dargestellt. Er zeigte auch auf, dass die einen Veranstalter gut bis vorbildlich für ihre Gäste sorgen konnten, andere - so eben sein Veranstalter - schlecht bis gar nicht.
Nun möchte er uns aus verständlichen Gründen (noch) nicht sagen, um welchen Veranstalter es sich dabei handelt. Gleichzeitig sieht er aber Handlungsbedarf in Form von Aktivierung der Presse.
Es steht mir hier nicht zu als nicht-dabei-Gewesener über gut und böse, richtig und falsch zu urteilen. Ich glaube aber, dass man in Anbetracht des Ausmasses der Katastrophe und der enormen Zahl an Todesopfern und - bitte nicht vergessen - Millionen sonst Betroffenen, schwer zu einem ausgeglichenen Urteil kommen wird.
Ich habe schon verstanden, dass es nicht nachvollziehbar ist, fast 200 Menschen zu einem Flughafen zu bringen, auf dem niemand etwas von deren Weitertransport wusste. Mag sein, dass die Handy-Verbindungen nicht überall funktionierten, mag sein, dass in einer "Zentrale" man diese Anweisung gab, ohne mit der "Hauptzentrale" es koordiniert zu haben. Mag sein, dass andere Veranstalter einfach nur schneller waren und dadurch verfügbare Hilfe schneller einsetzen konnten - und wer später kam, schlicht keine Hilfe mehr fand.
Und Günther sprach es ja selbst an: es waren Menschen, die Menschen helfen sollten und die sind halt auch mal besser und mal weniger gut.
Wie auch immer, ich möchte nochmals meine Gedanken hier aussprechen, nicht zu urteilen, sondern Verbesserungen anzuregen. Veranstalter mit der Presse jetzt niederzumetzeln wird die Probleme, die waren, nicht mehr ändern und Probleme, die die Probleme herbeigeführt haben (Personalknappheit? schlechte Ausbildung?) nur bedingt verbessern.
Reiseveranstalter stehen allesamt unter dem enormen Druck der Konsumenten, alles noch günstiger, einfacher und schneller rund um den Erdball anzubieten. Keine Frage: trotzdem sollte alles richtig organisiert sein. Nur denke ich, es wäre utopisch zu verlangen, dass alle Gebiete weltweit gleich gut versorgt werden können, mit Verantwortlichen, mit Vorsorgemassnahmen, mit Top-Betreuung usw.
Irgenwo fiel die Aussage: ... dann braucht man ja keine Reiseleiter, wenn sie dann eh nicht da sind...Ohne jemanden in Schutz nehmen zu wollen, aber Reiseleiter sind auch nur Menschen. Wer jemals den Job des Reiseleiters länger ausgeübt hat, weiss, dass er ein Tausendsasser sein muss. Mir sagte einmal eine Reiseteilnehmerin: Reiseleiter haben kein Recht auf Essen und Freizeit - sie haben 24 Stunden für den Kunden da zu sein, sonst sollen sie nicht Reiseleiter werden.
Es wird jetzt wohl viele verschiedene Meinungen zu diesem Thema geben, jede für sich betrachtet wohl auch mehr oder weniger richtig. Aber, auch wenn es mir passiert wäre, denke ich, ich kann in solchen Situationen nicht erwarten, dass allen gleich gut und perfekt geholfen werden kann und ich in solchen Ausnahmesituationen wohl dies hinnehmen muss. Wohlgemerkt nochmal: helfende Diskussionen für Verbesserungen sollten nicht unterbleiben, nur das (Hin-) Richten ist vielleicht in dieser Ausnahmesituation nicht förderlich.
Ich wünsche allen, dass wir nie persönlich in die solch schwierige Lage kommen werden und hoffe auf ein gutes Jahr 2005.
Gruß
Peter -
kein wc im bus? reisepreisminderung?Taizè ist ein kleiner Ort im Burgund nach Cluny, wo sich vor einigen Jahrzehnten eine christliche Bruderschaft um Frére Roger versammelt hat und ein "Kloster" aufgebaut hat. Alljährlich kommen dort Menschen, vor allem Jugendliche, aus aller Welt zum Beten und gemeinsamen Musizieren, Spielen usw. zusammen.
Diese Glaubensgemeinschaft hat aber auch immer wieder größere Treffen in aller Welt.
Gruß
Peter -
EILT !!!Planetopia am kommenden Sonntag/ThemaFrühwarnsystemewie ich einer Fernsehmeldung entnommen habe, fiel einem 10jährigen englischen Buben auf, dass kurz vor der ersten Flutwellen, dass Wasser zu blubbern begann, sich grau färbte und sich zurück zog (was ja auch von den Malediven gemeldet wurde).
Der Bub hatte in der Schule von seinem Lehrer gelernt, dass dies Anzeichen eines Tsunamis sind und etwa 10 Min. bis zum Eintreffen der Welle an Zeit bleibt.
Er arlamierte seine Mutter, die den Hoteldirektor und der ein zweites Hotel. So konnte sich mehrere hundert Menschen retten...
Gruß
Peter -
Kein WC im Bus. Reisepreisminderung?Es gibt zwei Arten von Toiletten in Reisebussen: eine funktioniert auf Basis von Chemikalien (die auch nicht frieren können) und die andere auf Wasserbasis (Wasser jedoch bekanntlich bei Minusgraden friert...).
Ob also die Nichtbenützbarkeit einer vorhandenen Toilette einen Reisemangel darstellt oder nicht, wird nun davon abhängen, ob die Toilette in der Reiseausschreibung eine versprochene Reiseleistung war und zu wenige Toilettenpausen eingelegt wurde bzw. ein Stopp auf Anfrage verweigert wurde.
Doch ich denke im Sinne der Gemeinschaft von Taizé sollte dies, wenn es tatsächlich der einzige Grund sein mag, hingenommen werden können.
Gruß
Peter
PS: auch in modernsten Bussen sind WC's nicht gegen Vereisung gefeit... -
kein wc im bus? reisepreisminderung?Es gibt zwei Arten von Toiletten in Reisebussen: eine funktioniert auf Basis von Chemikalien (die auch nicht frieren können) und die andere auf Wasserbasis (Wasser jedoch bekanntlich bei Minusgraden friert...).
Ob also die Nichtbenützbarkeit einer vorhandenen Toilette einen Reisemangel darstellt oder nicht, wird nun davon abhängen, ob die Toilette in der Reiseausschreibung eine versprochene Reiseleistung war und zu wenige Toilettenpausen eingelegt wurde bzw. ein Stopp auf Anfrage verweigert wurde.
Doch ich denke im Sinne der Gemeinschaft von Taizé sollte dies, wenn es tatsächlich der einzige Grund sein mag, hingenommen werden können.
Gruß
Peter -
Hallo, es ist schön, gesund zurück zu sein....Katastrophen im allgemeinen bringen den Menschen wieder ihre Schwächen ins Bewußtsein. So wohl auch jene der Reiseveranstalter, die zwar vieles für einen "perfekten Urlaub" zu planen und zu bedenken, aber offensichtlich zu wenig bis nichts für Katastrophen.
Mein Reisebüro-Leben hörte ich stets von meinen Vorgesetzten, von Reiseveranstaltern bei Meetings: "nur keine Verunsicherung der Kunden", alles hintan zu halten, was Urlaubslust hinderlich sein könnte. Das ist die eine Seite.
Ich möchte aber auch die andere Seite nicht unangesprochen lassen. Nämlich die Konsumenten, die sich vielleicht auch gar nicht mit dererlei Möglichkeiten auseinander setzen möchten. Konsumenten, die vergessen, dass man pro Flugstunde sich auch rund 800 km von der Heimat entfernt, in Gebiete, in denen wohl auch andere Maßstäbe in vielen Hinsichten gelten mögen.
In den "Salzburger Nachrichten" war in einem Leitartikel dieser Tage zu lesen:
"...Jedes Verständnis für die Verzweiflung ... Doch die Großkatastrophe im Indischen Ozean hat mehr zerstört als Handymasten und sie hat mehr durcheinander gewirbelt als Flugpläne. Sie hat sämtliche Strukturen der modernen Zivilisation ... vernichtet. ...Für die Menschen...geht es jetzt nicht um europäische Errungenschaften wie pünktlichen Informationsaustausch und pünktliches Reisen, sondern ums nackte Überleben.Das geht nur schwer in europäische Köpfe...Hinter mancher Empörung der vergangenen Tage steckt der Ungeist unserer Wohlstands- und Vollkaskogesellschaft: Wir können es nicht fassen, dass es Lebenssituationen gibt, in denen wir auf uns selbst angewiesen sind... Mag sein, dass das österreichische Krisenmanagement angesichts der gegenwärtigen Katastrophe überfordert ist. Ebenso überfordert sind wir alle, die wir es nicht akzeptieren können, dass unsere so perfekt ausgeklügelte Zivilisation derzeit an eine Grenze stößt."
Daher meine ich, dass Denkanstösse zur Verbesserung von nun aufgetretenen Schwachstellen sicherlich weiterhelfen. Kritik alleine jedoch angesichts des Ausmasses der Katastrophe vielleicht nochmals überdacht werden sollte.
Ich wünsche Euch allen, die ihr eine Wiedergeburt erleben durftet von Herzen alles Gute, und jenen, die das Glück hatten, nicht dabei zu sein - so wie ich - Verständnis und Geist in kommenden Diskussionen.
Gruß
Peter -
Was nun?@Lutzi
...ein Anwalt ist gut, der mehr rausholt, als ich es könnte..--> ... der Anwalt ist gut, der sich im Reiserecht auskennt!
Im Reiserecht sind die Ersätze für Mängel relativ festgeschrieben. Da gibt's nix wirklich mehr rauszuholen. Wird ein Mangel im Allgemeinen mit 10 Prozent geregelt, dann wird auch der beste Anwalt nicht mehr als 10 Prozent erreichen.
Wir sprechen, wohlgemerkt, von Mängel-Regelung, nicht von Schadenersatz bzw. vertanen Urlaubszeit. a) Schadenersatz mag wohl individuell sein, b) dazu gibt es auch bereits mehr oder weniger feste Sätze.
@Gabriele
ein bis zwei Monate Bearbeitungszeit einer Reklamation, vor allem bei Großveranstaltern wird man wohl hinnehmen müssen. Es gibt im übrigen keine festgesetzten Grenzen, bis wann eine Reklamation erledigt sein muss. Ich meine aufgrund langjähriger Praxis, ab drei Monaten sollte man dann etwas unternehmen.Gruß
Peter -
Venedig im Februar/ValentinstagRelativ vernünftige Preise findet man im Cannareggio-Viertel, dem ehemaligen Judenviertel, das sich östlich bis nordöstlich vom Hauptbahnhof befindet.
Wo ich eigentlich auch immer halbwegs preislich vernünftig essen konnte, war das Viertel um den Campo SAnta Margherita, hinter der Universität. Das ist vom Canal Grande aus gesehen westlich bzw. nördlich vom Fondamento Zattere (da legen die Kreuzfahrtschiffe an).
Und natürlich noch in Richtung der Insel San Pietro di Castello, aber schon deutlich weg vom Arsenal!Gruß
Peter -
Sardinien im Mai oder September?Ich bevorzuge den September: das Meer ist noch wirklich bade-warm, ab 15.9. sind so gut wie keine Touristen mehr auf der Insel und das Wetter üblicherweise stabil.
Im Mai hingegen muss man im gesamten Mittelmeerraum mit Regenfällen rechnen. Ich erlebte schon Reisen in Mittelitalien im Mai, da hat es eine Woche lang geschüttet - aber wie!!
Sardininen zählt zu den teuersten Urlaubszielen Europas. Zumindest im Nordosten der Insel, im Gebiet der Costa Smeralda mit den wohl absoluten schönsten Landstrichen Italiens, braucht man Geldsäcke... Je weiter man in den Süden kommt, desto erträglicher wird es. Es empfiehlt sich aber stets einen Blick auf die Speisekarte eines Restaurants zu werfen, bevor man es betritt ... (Ausnahmen bestätigen natürlich auch auf Sardinien die Regel!).
Gruß
Peter -
Seekrank auf Kreuzfahrtschiffen?Die "Ruhe" einer Kreuzfahrt hängt natürlich auch von der Reisezeit und der Reisegegend ab.
Fangen wir in Europa an: das Mittelmeer im Juni, Juli und erste Hälfte August wird üblichweise sehr ruhig bis ruhig sein. Ab Mitte August setzen stärkere Winde ein, und in den Herbst hinein sind kleinere Stürme nicht ausgeschlossen (Anfang Okt. zwischen Genua und Barcelona waren seeeehr wenige Passagiere beim Abendessen....).
Die Karibik wird ab Mitte Juli bis Anfang Oktober von den Wirbelstürmen heimgesucht, was durchaus auch an manchen Tagen auf Schiffen gespürt werden kann (obwohl diese natürlich den Tropenstürmen großräumig ausweichen).
und so weiter...Also, nur Mut, es gibt total romantische Kreuzfahrten, (fast) so wie im "Traumschiff"...
Gruß
Peter -
Reisebüros mit "krummen" ÖffnungszeitenÖffnungszeiten von RB's haben auch manchmal mit den ganz persönlichen Erfahrungen des Inhabers mit der Lage und der Kundschaft zu tun.
Beispielsweise hatte ich einige Jahre bis 18 Uhr geöffnet und stellte fest, dass zwischen 17 und 18 Uhr - aufgrund der Lage meines Büros so gut wie niemand mehr buchen kam.
An Samstagen hatte ich nach einigen Jahren überhaupt geschlossen. Ich stellte fest, dass eindeutig 90 Prozent jener Kunden, die am Samstag Vormittag vorbeischauten, NICHT buchten. Der Grund: mein Büro lag an einer Ausfallsstraße von Salzburg in Richtung beliebter Wohnorte in der Umgebung. Die Kunden, die am Samstag vorbeischauten, um sich beraten zu lassen oder einen Katalog holten, arbeiteten entweder alle in der Innenstadt von Salzburg und gingen dort dann mittags buchen... oder sie gingen dann in ihrer Heimatgemeinde ins örtliche Reisebüro.
Auch war ein Öffnen vor 9 Uhr nicht notwendig, weil der Kundenstrom deutlich nach 9 Uhr begann.
Natürlich trugen auch bis vor wenigen Jahren die starren Gesetze in Österreich bzgl. der Öffnungszeiten dazu bei. Es war zum Beispiel bis vor zwei Jahre verboten, am Samstag länger als bis 14 Uhr ein Reisebüro offenzuhalten, abends war die "Sperrstunde" 19 Uhr... Aber das hat sich jetzt auch geändert.
Gruß
Peter -
Mercer-Studie: Mit Billigtickets in den Ruin.In den letzten fünf Jahren hat sich auf dem Fluglinien-Markt quasi alles geändert. So gesehen gibt es also nur eine kurze Zeitspanne der Erkenntnisse. Wird also nicht ganz so einfach sein, die Zukunft, wie nah oder fern sie auch sein mag, vorauszusehen.
Die Flughäfen tun mir nun einmal am wenigsten leid, falls es zu einem "Sterben" käme: sie unterstützen mit sechs- bis siebenstelligen Beträge die Billig-Fluglinien. Was sie bei "herkömmlichen" Linien- oder Chartergesellschaften nie getan haben und es auch noch nicht tun. Somit entscheiden sie ja selbst, mit wem sie in den Tod gehen wollen...
Ich sehe die Entwicklung so, dass sie sich an das Marktverlangen der Konsumenten angepasst hat bzw. weiter anpassen wird müssen. Steigen die Preise, wird es eine Schmerzgrenze geben. Wird diese überschritten, werden die Passagierzahlen wieder deutlich sinken.Das scheinen mir ganz normale Marktmechanismen zu sein. Fakt ist, dass früher viele Fluggesellschaften sehr gut bis gut gelebt hatten. Und wie das Beispiel Lufthansa zeigt, man auch noch immer flott leben kann.
Gruß
Peter -
Seekrank auf Kreuzfahrtschiffen?noch ein Tipp: wenn geht, Betten sollten 90 Grad zur Fahrtrichtung stehen, da spührt man dann das Rollen des Schiffes auch nicht so unangenehm. Aber das kann man sich halt leider auch nicht immer aussuchen.
Gruß
Peter -
Zur Kasse gebeten...nur € 5.-- willst du für den Zweitschlüssel verlangen? das ist eindeutig zu wenig, lieber Salvamor...
Slowakei: 3-Sterne-Hotel in der Hohen Tatra: vorne: Wald, hinten: Wald, links: Wald, rechts: Wald, dazwischen: ein riiiiiiiiiesen Parkplatz: ein einziger Reisebus mit 50 Personen muss aber trotzdem € 3.-- Parkgebühr auf hoteleigenem Parkplatz zahlen. Übrigens, an allen Straßen und möglichen Abstellplätzen im "Wald" standen Parkverbotszeichen...
Abano Terme, Nov. 04, 4-Sterne-Hotel: Gruppe für drei Nächte fragt nach Bademäntel - ja, € 15.-- Leihgebühr für den gesamten Aufenthalt, wie kurz der auch sein mag...
Salzburg, Messegelände, wer zum Autobahnzubringer des Messegeländes fahren will, zahlt € 1.-- Durchfahrtsgebühr...
Salzburg, Hauptbahnhof, öffentliche Toilette: € 0,50 - aber IM VORAUS bitte schön zu bezahlen...
Buseinfahrtsgebühren:
Florenz - noch € 250.-- man will aber € 500.--
Venedig - noch € 175.-- aber man ist raffiniert: wer nach Mestre die Leute zum Bahnhof bringen will, zahlt auch schon rund € 70.--... und wer sich denkt, dann lass ich die Leute mit der Fähre von der Villa Malcontenta, an der südliche Seite der Lagune, aussteigen - zahlt auch: Zufahrtsstraße zur Fähranlegestelle für Busse nur gegen Bezahlung von € 100.-- möglich, Parkgebühren extra...
Siena: € 100.--Kurort in der Südtoskana: Chianciano Terme: Busse müssen auf dem öffentlichen Parkplatz weitab der Hotels parken: pro Nacht € 70.--
Rom: wer seine Gruppe zum Hotel in der Stadt bringen will, nur zum Aussteigen, zahlt im Schnitt PRO Fahrt (früh, mittags, abends...) rund € 7.-- "Fahrerlaubnisgebühr"
Türkei: all-inclusive-Hotel, alle Zimmer mit Klimaanlage, nur: wer die Fernbedienung der hoch oben montierten Klimaanlage haben wollte, musste eine Mietgebühr bezahlen...
also wie ihr seht, diese Sitten gibt es durchaus schon in Europa...
Herzliche Grüße
Peter -
Unterschiedliches Leisungsangebot für österreichische KundenHallo lieber Karl,
TUI bietet also eine Bahnkarte mit an bei Abflügen ab Deutschland bzw. auch Salzburg. Diese Karte ist aber an keinen bestimmten Zug gebunden. Das heißt, versäumst du aufgrund einer Ankunftsverspätung deinen Wunschzug, gilt die Karte für jeden weiteren Zug (wenn ich mich recht erinnere, ist die Rückfahrt binnen zwei Tagen nach Reiseende gültig).Das wiederum bedeutet, du kannst im Grunde selbst jeden Zug dazu kaufen und beispielsweise ab/bis Frankfurt fliegen.
Gruß
Peter -
Probleme mit dem Zimmerschlüssel?da fällt mir noch so ein Beispiel ein:
Es gibt da Leute, die stehen sich auf mich (trotz meiner "Service-Wüsten-Gedankenlandschaft..."), dass ich die Reiseleitung bei ihren Gruppenreisen mache. Sagen wir man überheblich, weil ich mich halt irgendwo wirklich auskenne oder irgendetwas halt so mache, wie es diese Kunde halt gerne habe.
Jetzt buchen sie zwei Nächte um € 35.-- Gruppenpreis ein Hotel in Oberitalien, dazu einen Bus von uns vielleicht auch um € 35.-- pro Person. Und dann wollen sie wissen, was ich "koste": dann sag ich: meine anteiligen Lohnkosten und Lohnnebenkosten usw. halt Firmenpersonalaufwand total für die Tage, die ich meiner Firma nicht zur Verfügung stehe, das Taggeld, das ich bekomme (meist um die € 30.-- pro Tag für Essen, Trinken, Schuh- und Zahnputzzeug...) macht summa summarum pro Tag und Gruppe € 150.-- aus - bei vielleicht 40 Personen also rund € 12.-- pro Person für drei Tage "Service".
Das ist den meisten zu teuer für rund-um-die-Uhr da sein, Informations-Berieselungen, Stadtrundgängen usw. sich-um-alles-kümmern, seine-Sorgen-und-Launen-an-mir-auslassen usw....
Das müsste doch beim Reisepreis von rund € 110.-- dabei sein!!!!!!
Das sind aber oft Leute, die selbst keine Überstunde umsonst machen würden, oder in ihrem Betrieb für die "Anfahrt zum Kunden - Stadtgebiet - Pauschale € 39.--" rechnen...
Was ist also "Servicewüste im Reisebüro"? Der Wunsch, gerecht entlohnt zu werden? Der Wunsch, dass Leistung anerkannt wird?Ich red natürlich nicht von jenen, die wirklich nur Katalog in die Hand drücken.
Auch ein Aspekt in dieser Diskussion ...Gruß
Peter