Bewertungen Barranco de Guayadeque

Bewertungen - Barranco de Guayadeque
Kategorie: Sehenswertes
Unterkategorie: Sonstige Landschaft
Gesamtbewertung
4.33333333333
5.2
Sonnen
Weiterempfehlungsrate 100%


Allgemeine Beschreibung Barranco de Guayadeque

Die Guanchen waren die Ureinwohner der Kanarischen Inseln, einer geographisch zu Afrika, politisch aber zu Spanien gehörenden Inselgruppe. Es gibt die Annahme, dass die Guanchen nur auf Teneriffa gelebt hätten, und jede Insel eigene Namen für ihre Ureinwohner verwendete. Letzteres ist zwar auch richtig, aber dennoch ist sicher, dass die Ureinwohner aller Kanarischen Inseln den gleichen Ursprung hatten, und deshalb auch Guanchen genannt werden. Als Synonym wird auch der Begriff Altkanarier verwendet.

Über die tatsächliche Herkunft der Guanchen ist grundsätzlich wenig bekannt und bewiesen. Wahrscheinlich gab es mindestens drei Besiedlungsschübe auf die Kanarischen Inseln.

Die ersten Menschen wanderten vermutlich ab etwa 3000 v. Chr. von Ost nach West auf die Kanaren ein. Es ist wahrscheinlich, dass sie von einem Wüstenvolk aus der Sahara abstammen, welches mit Binsenbooten von Nordafrika übersetzte. Außerdem weisen archäologische Ausgrabungen auf eine weitere Besiedlung aus Europa hin. Für eine Teilbesiedlung aus Europa spricht die rassische Beschaffenheit der hochgewachsenen und weißen, hellhäutigen Altkanarier. Es gibt auch Funde, die dem Cro-Magnon-Menschen ähnlich sind.

Um 1100 v. Chr. könnten Phönizier auf der Suche nach Handelsmöglichkeiten die Kanarischen Inseln besucht haben. Deshalb könnte man eine gewisse Abstammung von ihnen in Betracht ziehen, denn sie waren große Seefahrer im Atlantik, und könnten auf den Kanaren dabei u.U. eine schon existente Kultur vorgefunden haben.

Im Zeitraum von 500 - 200 v. Chr. kommen weitere Menschen aus Nordafrika auf die Inseln. Höchstwahrscheinlich finden diese Leute aber schon mehrere existierende, kleine Königreiche vor.

Vom 6. Jahrhundert an bis ungefähr ins Jahr 800 haben vermutlich die Berber die Kanaren erreicht. Es war wohl der letzte große Besiedlungsschub. Während dieser Zeit ging möglicherweise das antike Wissen um die Kanaren im mittelalterlichen Europa verloren.

Die Guanchen wohnten bis zur spanischen Eroberung in einer Art steinzeitlicher Kultur auf den Inseln. Über die Größe der Bevölkerung gibt es keine verlässlichen Angaben. Man nimmt die Zahl kurz vor der spanischen Eroberung, zu Anfang des 15. Jahrhunderts, mit etwa 50.000-70.000 Einwohnern an.

Die gewaltsame Eroberung durch die Spanier begann 1402 unter Jean de Béthencourt auf Lanzarote und endete 1495 unter Alonso Fernández de Lugo auf Teneriffa. Hierbei sollten die Guanchen zum Christentum übergehen. Ein Teil der Altkanarier wurde umgebracht, viele wurden versklavt oder verschleppt. Die steinzeitliche Kultur ging nahezu zu Grunde. 1441 war der spanische Franziskanermönch Didakus, San Diego de Alcalá, auf die Kanarischen Inseln gereist, gründete auf Fuerteventura das Kloster Fortaventure und missionierte von dort aus die Guanchen, was ebenfalls neben der physischen auch die kulturelle Vernichtung ihrer Ethnie vorantrieb.


73 Bilder Barranco de Guayadeque

Barranco de Guayadeque
von Nicole im Juli 11
Barranco de Guayadeque
von Annette im Mai 11

Barranco de Guayadeque
von Annette im Mai 11
Barranco de Guayadeque
von Annette im Mai 11

Barranco de Guayadeque
von Annette im Mai 11
Barranco de Guayadeque
von Annette im Mai 11
Weitere Reisetippbilder

12 Bewertungen Barranco de Guayadeque

6.0
Sonnen
Wer in Agüimes Rast macht, sollte unbedingt noch ein Stück weiter ins Barranco de Guayadeque fahren. Im Agüimes ziemlich am Ortsausgang Richtung Ingenio zweigt die Straße ins Guayadeque-Tal links ab. Man fährt noch etwas durch Argüimes und hinter dem Ort tut sich zunächst das Guayadeque-Tal auf. Auf der gut asphaltierten Straße kann man in Ruhe durch das Tal fahren, da die Geschwindigkeit ohnehin auf 40 km/h begrenzt ist. Nach einigen Kilometern kommt der erste Haltepunkt mit den ersten noch bewohnten Höhlenwohnungen und einem kleinen Restau... Reisetippbewertung weiterlesen
im Mai 11,
Annette, Alter 41-45

6.0
Sonnen
Im Oktober besuchten wir die Höhlenwohnungen im Barranco de Guayadeque. Ist sehr gut von Ingenio aus erreichbar. Am Ortsende links halten. Sehr schön erhaltene (auch bewohnte) Höhlenwohnungen und andere Anlagen sind zu besichtigen. Das Wetter wechselte minütlich von Sonne zu Nebel und Regen. Ein imposantes Schauspiel. Es gibt auch eine kleine, in den Fels gehauene, Kapelle. Im dortigen Restaurant kann man rustikal, aber sehr lecker, reichhaltig und sogar noch günstig speisen. Auch für Kinder ein interessanter Ausflug. Zu Beginn des Tales gi... Reisetippbewertung weiterlesen
im Oktober 10,
Katja, Alter 36-40

6.0
Sonnen
Eine wunderschöne grüne Schlucht, mit dem Centro de Interpretacion (Museum mit Erklärungen zur Geschichte, nicht groß, aber ganz lehrreich), den Wohnhöhlen und vielen Ausflugslokalen. Schön zu beobachten ist der Klimawechsel wenn man in allen Höhen anhält und aussteigt. Nach oben wird es sehr viel kühler! Die Wohnhöhlen an der kleinen Höhlenkapelle kann man über einen kleinen Höhenweg von außen anschauen. Die Einwohner sind sehr gastfreundlich. Die insgesamt 4 Ausflugslokale sind am Wochenende mit Einheimischen überfüllt. Die Straße ist dan... Reisetippbewertung weiterlesen
im Juni 10,
Angelika, Alter 41-45

6.0
Sonnen
Unvorstellbar daß hier...total abgeschieden noch Menschen leben. Wir sind selbst mit dem Auto hingefahren. Haben auch ewig gebraucht bis wir es gefunden haben. Am besten vielleicht einen Ausflug dorthin mit einem Bus buchen. Dieser Ausflug hat mich wirlich total geprägt. Wir waren leider erst sehr spät da. Das Museum hatte schon zu. Es war wirklich unheimlich da wir fast keinen Menschen dort begegnet sind und überall bellten Hunde. Die Wege zu den Wohnungen abzulaufen war wirklich höchstintressant. Wenn man die Berge genauer ansieht, ... Reisetippbewertung weiterlesen
im April 09,
Sandra, Alter 26-30

6.0
Sonnen
In den Bergen war es zwar frisch, aber es war Sehenswert. Die Wohnungen der Menschen sind direkt in den Berg gebaut. Leider waren wir zu spät und man konnte nicht mehr hinein schauen, aber die Kirche war noch offen und es war sehr interssant zu sehen, wie dort "ausgegraben" wird. Ganz oben befindet sich eine Felskneipe namens Vega. Auch in den Berg gehämmert. Reisetippbewertung weiterlesen
im Februar 09,
Gabi, Alter 41-45