Grönland: Unsere Bestseller-Hotels
Alle anzeigenDer Flugbetrieb wurde am 16. April aufgenommen und hebt die Erreichbarkeit Südgrönlands deutlich an. Für die zuvor nur schwer zugängliche Region bedeutet die neue Infrastruktur einen spürbaren Einschnitt. Qaqortoq ist seitdem direkt per Flugzeug anzusteuern und übernimmt damit eine Schlüsselrolle im regionalen Luftverkehr.
Vor der Eröffnung führte der Weg nach Qaqortoq in der Regel über den rund 60 Kilometer entfernten Flughafen Narsarsuaq. Von dort aus ging es für Reisende per Hubschrauber oder Schiff weiter.
Mit dem neuen Flughafen verkürzt sich diese Reisekette in vielen Fällen spürbar. Qaqortoq wird nun regelmäßig von Nuuk aus angeflogen, saisonal sind außerdem Verbindungen aus Island vorgesehen. Für viele Gäste reduziert sich die Gesamtreisezeit dadurch deutlich. Der Flughafen ist allerdings nicht als internationaler Großflughafen ausgelegt, sondern auf kleinere Maschinen und regionale Strecken ausgerichtet.
Was Südgrönland besonders macht
Die Region zählt zu den landschaftlich vielseitigsten Gebieten der Arktis. Typisch sind weitläufige Fjorde, lange Küstenabschnitte und vergleichsweise milde Täler, in denen sich sogar in kleinem Rahmen Landwirtschaft betreiben lässt.
Kulturell ist Südgrönland geprägt von kleinen Siedlungen, der Geschichte der Inuit sowie von historischen nordischen Niederlassungen aus der Wikingerzeit. Diese Mischung aus Natur und kulturellem Erbe macht die Region besonders reizvoll für Reisende mit Interesse an unberührten Landschaften und nordischer Geschichte.
Sanftes Wachstum im Tourismus
Die leichtere Erreichbarkeit dürfte sich auf den Tourismus vor Ort auswirken. Gleichzeitig wird in Grönland grundsätzlich ein behutsamer Ausbau des Reiseangebots verfolgt, der ökologische und gesellschaftliche Aspekte einbezieht.
Im Fokus steht, die Gästezahlen maßvoll zu steigern und dabei sowohl die lokale Infrastruktur als auch mögliche Umweltfolgen im Blick zu behalten. In vielen Teilen Grönlands spielt der Tourismus wirtschaftlich bereits eine Rolle, insgesamt ist er aber weiterhin recht gering entwickelt.
Der neue Flughafen in Qaqortoq ist Teil eines umfassenderen Ausbaus der grönländischen Luftverkehrsinfrastruktur. In den vergangenen Jahren wurden auch andere Flughäfen modernisiert oder erweitert, etwa der Flughafen Nuuk. Weitere Vorhaben – beispielsweise in Ilulissat – befinden sich ebenfalls in Umsetzung. Ziel dieser Projekte ist es, die Anbindung der Insel insgesamt zu verbessern, ohne die bestehenden regionalen Strukturen vollständig abzulösen.
Südgrönland: nah und dennoch entlegen
Mit der neuen Infrastruktur wird Südgrönland zugänglicher und bleibt dennoch eine abgeschiedene Region. Für Reisende bedeutet das eine spürbar verbesserte Anreise, während zentrale Merkmale der Gegend weiterhin bestehen. Dazu zählen die geringe Bevölkerungsdichte, weite Naturräume und die überschaubaren touristischen Kapazitäten.
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