Vier Flamencokleider hängen am Geländer eines Balkons
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Andalusien ist anders: maurische Paläste, weiße Dörfer, Street-Art, stille Buchten und Fisch auf die Hand. Wir stellen zehn Orte zwischen Küste, Wüste und Schluchten vor, die mehr sind als Postkartenmotive. Und warum es sich lohnt, öfter mal vom Weg abzukommen.

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Andalusien: Unsere Bestseller-Hotels

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Blick über die Dächer von Sevilla
Sevilla, Andalusien © stock.adobe.com - SeanPavonePhoto

Sevilla

Sonnenuntergang auf dem Metropol Parasol

Mitten in der Hauptstadt Andalusiens, in Sevilla, ragt eine der ungewöhnlichsten Holzkonstruktionen Europas in die Höhe: Der Metropol Parasol – von den Einheimischen „Las Setas“, die Pilze, genannt. Von der Aussichtsebene blickst Du über die Altstadt, den Fluss Guadalquivir und ein Meer aus Kirchtürmen. Sevilla, das rund 80 Kilometer von der Küste entfernt liegt, ist berühmt für seine maurischen Paläste, Kathedralen, Azulejos und duftende Orangenbäume. Viele der rund 700.000 EinwohnerInnen sind Studierende aus aller Welt – das spürst Du besonders rund um den Platz Alameda de Hércules. Der Treffpunkt für das junge, alternative Sevilla, mit Bars, Cafés und kleinen Galerien, die bis spät in die Nacht geöffnet haben.

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Eine Festung vor einer Bergkulisse
Granada, Andalusien, Spanien © stock.adobe.com - Taiga

Granada

Flamenco in den Höhlen von Sacromonte

Oberhalb der Altstadt von Granada, am Hang des Viertels Sacromonte, liegen weiß getünchte Höhlenwohnungen, in denen abends Flamenco getanzt wird. Authentisch, begleitet von Gitarren, Gesang und dem Klackern der Absätze auf dem Felsboden. Der Stil stammt aus der Kultur der Gitanos, der andalusischen Roma-Community. Und tagsüber? Ab zur weltberühmten Alhambra, durch die arabischen Teehäuser des Albaicín streifen oder den Blick auf die Sierra Nevada genießen.

Michaelas Tipp

Achte vor Ort auf Aushänge, Flyer oder frage in der Touristeninformation nach. Denn in den bekannten Höhlen wie Cueva de la Rocío, Zambra María la Canastera oder Venta del Gallo finden regelmäßig Vorstellungen statt.

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Blick von oben auf eine Kathedrale in einer Stadt am Meer
Kathedrale, Cádiz, Andalusien © stock.adobe.com - Dmytro Kosmenko

Cádiz

Frittierter Fisch und Sherry direkt aus der Markthalle

Cádiz liegt ganz im Südwesten Andalusiens, auf einer schmalen Landzunge im Atlantik. Die Stadt gilt als eine der ältesten Europas, mit über 3.000 Jahren Geschichte, phönizischen Wurzeln und einem labyrinthischen Altstadtkern. Herzstück ist der Mercado Central de Abastos, eine Markthalle voller Fischstände und Mini-Bars. Dort bekommst Du frisch frittierten Tintenfisch, Garnelen oder Boquerones – kleine Sardellen, goldbraun in der Pfanne gebraten – direkt auf die Hand. Dazu passt ein Glas eiskalter Fino-Sherry aus der Region. Danach lohnt ein Spaziergang entlang der Uferpromenade bis zur alten Festung Castillo de San Sebastián – Wind, Wellen und Blick auf die Bucht von Cádiz inklusive.

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Altstadt Malaga, Costa del Sol
Altstadt Malaga, Costa del Sol, Spanien © Shutterstock.com - Sean Pavone

Málaga

Street Art und Rooftop-Bars

Málaga, an der Costa del Sol im Süden Andalusiens, ist weit mehr als nur Geburtsstadt von Pablo Picasso. Zwischen der Kathedrale, der Festung Alcazaba und dem modernen Hafenviertel Muelle Uno mischt sich historische Kulisse mit kreativer Energie. Besonders im Viertel Soho findest Du riesige Wandbilder internationaler Street-Art-KünstlerInnen, kleine Galerien und alternative Läden. Und wenn der Sonnenuntergang naht: Wie wäre es mit einem Drink auf einer der Rooftop-Bars – etwa die im Hotel Molina Lario oder auf dem AC Hotel? Dort hast Du Blick auf den Hafen, die 580.000-Einwohner-Stadt und das Meer und dieses herrliche Gefühl, ganz entspannt über den Dingen zu stehen.

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Brücke zwischen zwei Bergen, auf der Menschen stehen
Caminito del Rey, Andalusien © stock.adobe.com - farec

Caminito del Rey

Nervenkitzel mit Blick in die Schlucht

Etwa eine Stunde nordwestlich von Málaga, bei der Ortschaft El Chorro, verläuft einer der eindrucksvollsten Wanderwege Andalusiens: der Caminito del Rey. Einst war er als gefährlichster Weg Spaniens bekannt. Doch mittlerweile ist der Steg komplett erneuert. Er hängt teils frei schwebend an einer Felswand, rund 100 Meter über dem Fluss Guadalhorce. Die Strecke ist etwa acht Kilometer lang und führt durch Tunnel, über Brücken und entlang schmaler Pfade und dauert rund drei Stunden. Für dieses Abenteuer solltest Du unbedingt schwindelfrei sein. Danach kannst Du Dich mit einer einheimischen Spezialität in einem der Dorflokale belohnen: Forelle, frisch aus dem Fluss.

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Eine Straße im Gebirge am Meer
Naturpark Cabo de Gata-Níjar, Andalusien © stock.adobe.com - Tomasz Czajkowski

Costa de Almería

Abgeschiedene Buchten am Mittelmeer

Ganz im Osten Andalusiens, abseits der typischen Urlaubsrouten, zieht sich die Costa de Almería entlang schroffer Felsküsten. Besonders eindrucksvoll ist der Naturpark Cabo de Gata-Níjar, eine Landschaft aus Lavagestein, Kakteen und staubigen Pisten. Hier könnte auch ein Westernfilm spielen. Stille Buchten wie die Strände Monsul oder Playa de los Muertos sind zwar nicht leicht zu erreichen, aber genau das macht sie besonders. Doch die Mühe lohnt sich: Es gibt weder Bars noch Liegen, dafür weichen Sand zwischen Felsformationen, salzige Luft und glasklares Wasser, das in türkis- bis tiefblauen Farbtönen schimmert. Und mittendrin ein Handtuch – Deins.

Michaelas Tipp

Mit dem Mietwagen nach San José oder Carboneras, von dort führt je ein kurzer, aber steiler Weg zu den Buchten. Wasser, Hut, feste Schuhe, Handtuch, Sonnencreme – mehr brauchst Du nicht.

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Costa de la Luz © amter - stock.adobe.com
Costa de la Luz © stock.adobe.com - amter

Costa de la Luz

Endloser Atlantikstrand mit Pinien

Weiter westlich, an der Costa de la Luz bei Huelva, trifft Andalusien auf den Atlantik. Die Playa de Mazagón stellt quasi das Gegenteil zu den felsigen Buchten im Osten dar: ein 13 Kilometer langer Sandstrand mit Dünen, Pinienwald und viel Wind. Das Meer ist etwas wilder, das Licht klarer und die Weite ringsherum beeindruckend. Hier geht es nicht ums Sehen und Gesehenwerden, sondern ums Spazierengehen, um Sonne, Wind und Wasser und Freiheitsgefühle. Solltest Du genug vom Sand haben, bist Du in ein paar Minuten im Schatten der Pinien.

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Blick auf eine Brücke über eine Schlucht bei Dämmerung
Puente Nuevo, Ronda, Andalusien © stock.adobe.com - SeanPavonePhoto

Ronda

Antiquitäten, steile Gassen und eine Mega-Brücke

Ronda liegt rund 100 Kilometer westlich von Málaga, auf einem Felsplateau, das von einer tiefen Schlucht durchzogen ist. Die Puente Nuevo, eine gewaltige Steinbrücke aus dem 18. Jahrhundert, überspannt diesen Abgrund und verbindet die Alt- mit der Neustadt. Beim Gang über die Brücke wandert Dein Blick automatisch nach unten. Und Du spürst dieses Kribbeln im ganzen Körper, denn es geht 120 Meter in die Tiefe. In den schmalen Gassen Rondas findest Du Werkstätten, alteingesessene Läden und kleine Antiquariate mit andalusischer Keramik, vergilbten Postkarten oder gebrauchten Gitarren. Und wenn Du genug gestöbert hast: Setze Dich in ein Café und lausche, wie auf dem Platz gegenüber jemand Gitarre übt.

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Dorf mit hellweißen Häusern
Setenil de las Bodegas, Andalusien © stock.adobe.com - e55evu

Setenil de las Bodegas

Das instagrammable Dorf

Setenil, in der Provinz Cádiz, gehört zur Ruta de los Pueblos Blancos – einer Strecke durch weiß getünchte Dörfer im bergigen Hinterland. Anders als im Höhlenviertel Sacromonte in Granada wohnen die Menschen hier nicht im Fels, sondern unter ihm: In der Calle Cuevas del Sol ragen massive Felsvorsprünge so weit über die Straße, dass sie direkt als Dach über Cafés und Wohnzimmern dienen. Das sieht so spektakulär aus, dass Photoshoppen auf Deinen Fotos nicht nötig ist. Setenil hat rund 2.700 Einwohner und zieht sich entlang des kleinen Flusses Trejo. Von Ronda aus bist Du in 20 Minuten dort.

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Stadt mit Kathedrale und Brücke im Vordergrund, Berge im Hintergrund
Córdoba, Andalusien © stock.adobe.com - DavidShaun

Córdoba

Mauerwerk und Mythen

Córdoba liegt im nördlichen Andalusien und gehört zu den eindrucksvollsten Städten der Region. Warum? Das siehst Du zum Beispiel an der Mezquita-Catedral im Stadtzentrum, ein Bauwerk, das Andalusiens Geschichte sichtbar macht: Ab dem 8. Jahrhundert war Córdoba Hauptstadt des islamischen Kalifats von Al-Andalus – eines der wichtigsten geistigen Zentren Europas. Nach der christlichen Rückeroberung wurde die Moschee zur Kathedrale umgebaut. Heute stehen hunderte maurischer Säulen und ein katholisches Kirchenschiff unter einem Dach. In den Gassen rundherum findest Du blumengeschmückte Innenhöfe, jüdische Viertel, römische Mauern und ganz viel Atmosphäre.

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