Ein echter Tipp in Mitteleuropa
Warum sich ein Urlaub in Ungarn lohnt: 5 überraschende Gründe
Wer bei Ungarn ausschließlich an Budapest denkt, lässt sich einiges entgehen. Das mitteleuropäische Land, das an Österreich grenzt, ist zwar für seine Hauptstadt bekannt, hat aber noch so viel mehr zu bieten als nur die Metropole an der Donau.
Ob Nachtleben, Thermalquellen oder die wilde Puszta, Ungarn hält für viele Urlaubstypen Highlights bereit. Wenn Du weniger überlaufene Ziele suchst und trotzdem keine Abstriche bei Erlebnissen machen möchtest, findest Du hier fünf überzeugende Argumente für einen kürzeren Trip oder auch längeren Urlaub in Ungarn.
Ungarn besitzt Metropolenflair
Städtereise-Klassiker wie Paris, Barcelona oder Amsterdam platzen häufig aus allen Nähten. Ruhe findest Du auch in Budapest natürlich nicht an jeder Ecke, die Metropole punktet aber mit ähnlichem Charme bei für manchen wohl deutlich angenehmerer Atmosphäre.
Die Metropole an der Donau gilt als wirtschaftliches sowie kulturelles Zentrum Ungarns und wird etwa auch als Paris des Ostens beschrieben. Zu den bedeutendsten Wahrzeichen zählen das Parlamentsgebäude, der Burgpalast und die prächtige Matthiaskirche. Wirklich charmant wird es in den berühmten Ruinenbars der Stadt – etwa dem fast schon legendären Szimpla Kert – oder auf der Suche nach den Minifiguren des Künstlers Mihály Kolodko, darunter ein Abbild von Kermit aus der Muppet Show. Für Städtereisende reicht schon ein verlängertes Wochenende, um erste Eindrücke zu sammeln.
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Ungarn bietet Wellness mit langer Geschichte
In Europa ist die Badekultur an nur wenigen Orten so tief verwurzelt wie in Ungarn. Schon die Römer nutzten der Überlieferung nach die heißen Quellen des Landes. Heute verteilen sich unterschiedlichen Angaben nach insgesamt über 1.200 Thermalquellen auf das gesamte Gebiet. Thermalwasser enthält häufig Mineralstoffe Kalzium und Magnesium und wird stellenweise als schmerzlindernd beworben.
In Budapest lohnt sich etwa ein Besuch der Széchenyi-Bäder mit zahlreichen Innen- und Außenbecken oder des Gellértbads, das historisches Ambiente mit modernem Spa verbindet. Letzteres ist aufgrund von Renovierungsarbeiten aber leider noch eine ganze Weile geschlossen und wird wohl erst 2028 wiedereröffnen.
Wer lieber in die Natur eintaucht, findet in Hévíz nahe des Plattensees den laut des Kurorts größten natürlichen und biologisch aktiven Thermalsee weltweit. Wellnessreisende und alle, die nach einer Auszeit vom Alltag suchen, bekommen hier ein Angebot, das schwer zu toppen ist.
Ungarn hat sein eigenes Meer
Der Plattensee, auch Balaton, liegt im Westen des Landes und wird gern als das ungarische Meer bezeichnet. Mit einer Fläche von etwas weniger als 600 Quadratkilometern ist er der größte Binnensee Mitteleuropas. Im Sommer lädt das Wasser zum Baden ein, besonders an den beliebten Stränden von Siófok. Und wer feiern möchte, kommt auch auf den Partymeilen am Balaton auf seine Kosten.
Für Ruhesuchende bietet sich das Nordufer an: In Balatonfüred lässt es sich auf den Spuren der Römer schlendern, und am Tafelberg Badacsony wartet ein toller Ausblick über den See. Die Region gehört zudem zu den bekanntesten Weinanbaugebieten des Landes. Ende Juli und Anfang August steigen etwa wieder die Badacsonyer Weinwochen.
Ungarn möchte das beliebte Urlaubsziel nicht nur für Badegäste, sondern auch für AktivurlauberInnen attraktiv machen. So gibt es hier etwa schöne Rad- und Wandertouren. Damit ist der Plattensee wohl in den seltensten Fällen ein falsches Ziel, egal ob für Familien, Paare oder Alleinreisende.
Ungarn lockt abseits ausgetretener Touristenpfade
Apropos Wein: Ungarn besitzt eine erstaunliche Landschaftsvielfalt und einige der interessantesten Weinregionen Europas. Das Weinbaugebiet Tokaj-Hegyalja wurde im Jahr 2002 von der UNESCO als Kulturlandschaft ins Welterbe aufgenommen. Die Region ist bekannt für ihre charakteristischen Süßweine, insbesondere den Tokaji Aszú, sowie für Rebsorten wie Furmint und Lindenblättriger.
Wer keine ausgesprochene Weinaffinität mitbringt, findet trotzdem seinen Grund zum Staunen: Im Hortobágy-Nationalpark siehst Du Wildpferde, erlebst eine reichhaltige Vogelwelt und triffst Zackelschafe. Die weite Puszta im Osten und das nördliche Mittelgebirge mit Höhlen, Burgruinen und Wäldern runden das einmalige Landschaftsbild ab.
In Ungarn gibt es mehr Urlaub für weniger Geld
Wer mit einem überschaubaren Budget verreisen möchte, sollte Ungarn ernsthaft in Betracht ziehen. Die Kosten für Übernachtungen und beim Essengehen liegen in Ungarn in der Regel unter dem Preisniveau in Deutschland. Deshalb ist das Land eine gute Option für einen Urlaub mit kleinerem Geldbeutel. Natürlich gibt es aber auch noblere Anlaufstellen und in größeren Städten sind die Preise häufig höher als auf dem Land.
Ungarn erlebte zuletzt einen touristischen Aufschwung und es gibt unzählige moderne Hotels sowie attraktive Angebote. Hotels, Gastronomie und Freizeitaktivitäten sind trotzdem aktuell im Vergleich oft günstiger als in westeuropäischen Urlaubsorten.
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So gelingt der Ungarn-Urlaub
Das Klima ist im Osten kontinentaler als im Westen. Im September ist es in Budapest tagsüber gerne noch zwischen 20 und 25 Grad Celsius warm – ein guter Kompromiss zwischen hochsommerlicher Hitze und der Kühle des Herbstes. Für Badeurlaub am Balaton empfehlen sich Juni bis August.
Der Flughafen Budapest Ferenc Liszt wird von zahlreichen deutschen Flughäfen aus direkt angeflogen. Mit dem Auto ist Ungarn vor allem aus Süddeutschland und Österreich gut erreichbar. EU-Reisende benötigen kein Visum und nicht zwingend einen Reisepass, lediglich den Personalausweis.
Wer Budapest oder eine andere Großstadt zumindest oberflächlich erkunden möchte, kommt auch mit einem verlängerten Wochenende auf seine Kosten. Wer das Land und seine Regionen ausführlich erleben möchte, sollte mindestens zehn bis vierzehn Tage einplanen.
Ungarn ist eines jener Reiseziele, bei denen Du selten enttäuscht nach Hause fährst, egal ob nach einem Kurztrip in die Hauptstadt, einem Sommerurlaub am Plattensee oder einem Wellnesswochenende an einer der Thermalquellen.