Das Hotel war Super. Der Strand war weiß und voller Palmen mit Kokosnüssen. Einfach traumhaft. Das Wasser war sauber und klar. Fische und Schildkröten waren alle da (Schildkröten auch zu jeder Tageszeit da wo Seegras am Boden ist). Dort fressen sie ganz gemütlich und lassen sich gar nicht stören. Das Personal vom Hotel war sehr freundlich (hat immer gelächelt). Das Essen war lecker und vielfältig.
Das Zimmer - Naja wir sind ja in der Nacht angekommen und waren wirklich müde. Aber ich wusste schon sofort, dass ich mit diesem Zimmer nicht glücklich werden würde. Negativ: Modriger Geruch, Schimmel an der Wand im Kleiderschrank (keine Rückwand vorhanden), Kleidung und alles andere was man sauber und gutriechend mitgebracht hat, hat spätestens nach einem Tag diesen Geruch komplett angenommen. Eklige Flecken an der Wand der Toilette. Spiegel bis zur Hälfte blind. Angerostete Scharniere an den Glastüren. Diese sind nach oben einen halben Meter offen und sind vor der Dusche und der Toilette. Es gibt Geräusche und Gerüche mit denen man die Familie nicht beglücken möchte auf so engem Raum :-) Zwei Steckdosen im Zimmer. Eine am Badspiegel, neben dem Waschbecken. Also alle Pads, Handys, Powerbanks usw. abwechselnd da dran zum Aufladen in den paar Stunden - in der Nacht - die man im Zimmer verbringt. Zwischendurch noch die Akkuzahnbürste aufladen oder den Fön dran zum Benutzen. Die andere Steckdose war direkt hinter meinem Kopfkissen. Ich wollte aber nicht mit den ganzen Geräten mein Bett teilen ;-) Schlecht war auch: Man hat ja zu Dritt einfach mal unheimlich viele nasse Handtücher und Badesachen, die man ja auch mal trocknen muss. Die darf man aber nicht über die Glasbalkonfront hängen und es war sonst nix da für Raushängen und Trocknen lassen. In der Dusche war ein Seil zum Ausziehen, aber dann hätten ja die Sachen wieder modrig gerochen über Nacht. Jetzt positiv: Zimmer wurde jeden Tag saubergemacht, Handtücher immer frisch hingelegt, Sand im Whirlpool weggemacht, Minibar immer gut gefüllt (Chips und Schoki gut fürs Kind, Bierbüchse gut für im Whirlpool für Mama und Papa), große Wasserflaschen mit stillem Wasser (gut für unterwegs zu Ausflügen), ruhige gut funktionierende Klimaanlage (gut für die Nerven), tolle große bequeme Betten (Rückenfreundlich), saubere Dusche mit gutem Druck und beweglicher Duschschlauch (gut für Reinigung von oben bis unten). Balkon mit Whirlpool war super! Zimmer war ja oben. Aber unten (ebenerdige Terrasse) hätte ich nicht nackig baden wollen (Gut für die Anderen ;-))
Es war alles vorhanden was wir gern essen. Buffet war groß und ausreichend. Wir hatten nichts auf dem Teller was nicht geschmeckt hat. Ich habe mal Tintenfisch probieren wollen. So ein Stück mit Saugnäpfen dran. Hm, habe zwei Minuten tapfer draufrumgekaut - habe es dann meiner Serviette gegeben :-) Zweimal haben wir im Freien gegessen. Einmal Frühstück und einmal Abendbrot. Beides war toll. Es waren allerdings nur 6 oder 7 Tische draußen. Die waren meistens besetzt. Aber nicht schlimm. Im Restaurant waren auch großflächig Fensterflächen geöffnet und Ventilatoren an der Decke. Da konnte man die Wärme also gut ertragen. Wir waren nur Heilig Abend im Gourmet-Restaurant. Buffet wäre für uns besser gewesen! Die üblichen Cocktails wie Margarita, Pina Colada oder auch Mochito und Caipirinha haben mir nicht geschmeckt. Ich weiß nicht warum?! Das hat alles so nach künstlichem Süssungsmittel geschmeckt. Wie wenn ich mal aus Versehen ne Zücklitablette vom Opa im Kaffee hatte. Vielleicht haben die überall Sirup oder keine Ahnung reingemacht. Der Cocktail mit Milch und Kaffeelikör war aber irgendwie lecker!
Beschwert haben wir uns nicht, wir waren ja auch kaum da :-) Reinigungspersonal war freundlich, Bedienung im Restaurant war fix und sehr nett (trotz Stress). Rezeption war auch immer besetzt und man hat mir auch gleich ein neues AI-Armband ans Handgelenk gemacht, als ich das beim Schnorcheln in ner Höhle verloren hatte. Übrigens hat unser Kind, beim Schnorcheln im Meer, diese Stoffarmbänder "hundertfach" gefunden und hat sich die alle um den Arm geknotet. Gibt bestimmt auch bessere Armbänder für die Sterne!
Vorsicht lang! War in Schreiblaune. Rechtschreib- und Grammatikfehler kann man finden und behalten. Also die Fahrt zum Hotel hat gut geklappt. Waren gegen 23.00 Uhr im Hotel und haben, nachdem wir das Zimmer angeschaut haben, erstmal an der Strandbar etwas gegessen und einen Cocktail getrunken. Da alles schon erwähnt wurde über das Hotel, die Hotelanlage und das Essen, beschränke ich mich hier überwiegend auf die Ausflüge, die wir gemacht haben. Wir liegen nicht gern stundenlang am Strand, sondern wollen auch etwas Erleben. Zumal Mexiko für uns echt das bisher aufregendste Urlaubsland war. Wir haben uns so auf den Urlaub gefreut, hatten uns aber auch (typisch deutsch) viele Sorgen um alles Mögliche gemacht. Also eine Woche hatten wir Zeit und Ausflugsziele sind reichlich vorhanden. Wir haben die Hotelanlage täglich nach dem Frühstück verlassen und sind mit dem Colectivo nach Playa del Carmen, Tulum und zu verschiedenen Cenotes (mit Süßwasser gefüllte Höhlen) gefahren. Einmal haben wir auch irgendwo ein Taxi genommen, weil der Fahrer uns den Colectivopreis angeboten hat. Das geht also auch. Die Cenotes, der Xel Ha Park in Tulum (großer Wasserpark mit Lagune und Übergang ins Meer) und auch das Meer am Hotelstrand waren unsere Highlights. Wir schnorcheln einfach gern und sind gern im Wasser. Wir haben uns also vorher im Internet alles rausgesucht, was wir sehen wollen und haben uns dorthin fahren lassen. Alles günstig, schnell und problemlos. An der Schnellstraße vor dem Hotel kamen die Colectivos im Minutentakt. Wir haben nie länger als 2 min. warten müssen. Manchmal standen sie sogar schon da als sie uns über die Fußgängerbrücke (Unbedingt benutzen!) haben kommen sehen und haben extra gewartet bis wir ran waren. Noch schnell ne Anmerkung: Fahrten im Colectivo (kleine Busse) sind auch manchmal ungewöhnlich für uns Deutsche. Man sitzt unangeschnallt im Kleinbus und fährt so schnell wie auf unseren Autobahnen. Teilweise muss man auf einem Notsitz an der Tür sitzen oder neben dem Fahrer auf dem mittleren Sitzkissen. Kurz unter der Decke und paar Zentimeter vor der Frontscheibe (auch nicht angeschnallt). Einmal war der Bus schon voll und der Fahrer hat trotzdem angehalten. Und schon standen noch 4 Mexikaner im Mittelgang. Aber darüber, dass etwas im Urlaub passieren könnte, denkt ja Keiner nach ;-) Zwischen Akumal und Tulum waren wir in unserer ersten Cenote. Die hieß LabnaHa. Der Empfang (Hütte) war gleich an der Straße. Wir haben uns dort sehr nett mit dem deutschsprechenden Besitzer der Cenote unterhalten. Dann ging es ganz abenteuerlich minutenlang mit einem klapprigen Kleinbus und einem einheimischen Guide durch den Dschungel und dann war dort mittendrin ein großes Loch in der Erde mit Holztreppe runter. Das war ein tolles Erlebnis. Umkleidemöglichkeit für mich war ein Toilettenhäuschen - ich sag mal so: auf so einer Toilette war ich noch nie in meinem Leben ;-). Dann wir, bewaffnet mit Taucherbrille, Schwimmweste und Taschenlampe die Treppe runter unter die Erde und rein ins klare hüfttiefe Wasser. Nur wir Drei und 2 mexianische Touristinnen, zusammen mit unserem sehr schlecht englischsprechenden Guide. Das war am Anfang ein mulmiges Gefühl aber der Anblick der Stalagmiten und Stalaktiten (die wir mit den Taschenlampen angeleuchtet haben) - Einmalig !!!. Fledermäuse gibt es dort auch. Teilweise sehr gespenstisch. Wenn man die Taschenlampen ausgemacht hat, und das haben wir alle mal gemacht, war es stockdunkel und totenstill. Das Wasser ist sehr tief und zwischendurch muss man echt durch enge Stellen durchschwimmen. Dieses erste Erlebnis in Mexico werden wir nie vergessen. Der Besuch im Park XelHa in Tulum ist da schon eher ein gemütlicher schöner Tagesausflug. Aber wir haben vorher zwischen Tulums Maya Stätten (zieht Badesachen drunter - Traumstrand dort!) richtig geschwitzt und sind dann in den Park. Wir waren dann bis zum Abend dort. Der Park ist soooo schön. Man kann selbstständig verschiedene Holztreppen runtersteigen in die Lagune und man fühlt sich sofort wie in einem Aquarium. Überall Fische - ein Traum. Wenn man Hunger hat, setzt man sich einfach (in Badesachen) in ein rundum offenes Restaurant und isst sich am Buffet (ist im Preis inkl. genau wie Getränke und Eis) satt und geht danach wieder Schnorcheln. Handtücher, Schwimmwesten, Schnorchel und Tauchermasken gibt es dort mit dazu. Schließfächer, Duschen, Toiletten als Umkleide. Alles da. Es war ein super Tag! Zu empfehlen sind noch die Gran Cenote in Tulum (überwiegend mit Tageslicht) und die Cenote die bei unserer Coba Tour (über Hotel gebucht) dabei war. Also die Coba Tour haben wir am letzten Tag gemacht. Carsten (vom Hotel) hat uns die verkauft. Aber wir haben mitbekommen, dass man auch mit einem Colectivo von Tulum nach Coba kommt. Diesmal haben wir uns aber in einer Reisegruppe ganz wohlgefühlt. Man wird pünktlich früh oder mittags an der Rezeption abgeholt und dann geht's los zu einem Abenteuer. In Coba dann angekommen, fährt man zusammen mit hunderten Touristen und richtig lustigen Fahrädern (damit man schneller vorwärts kommt) in allen Varianten und Größen (Bremsen vorher prüfen!) durch den Park zu den verschiedenen Maya Ruinen. Dort bekommt man viel erzählt, man will aber eigentlich nur auf die Nohoch mul Pyramide (El Castillo) rauf. Das wird nämlich bald verboten sein, weil sie davon kaputt geht. Die Pyramide ist wirklich beeindruckend hoch, steil und nicht ungefährlich. Ein Seil in der Mitte, sollte man auf jeden Fall für den Abstieg auf allen Vieren benutzen. Unser Guide Viktor war ein lustiges Kerlchen - er hat immer alle Leutchen aus seiner Gruppe gut im Blick gehabt und hat super auf uns aufgepasst. Sehr fürsorglich und er konnte gut Deutsch sprechen. Nach den Ruinen ging es rüber zu dem Turm mit der Zipline (Seilrutsche). Das kann man machen, muss man aber auch nicht. Wer sich nicht traut, wird mit dem klimatisierten Gruppenkleinbus zur anderen Seite vom See gefahren. Da kommt dann der Rest von der Gruppe wieder runter. Wir Drei haben uns getraut mit der Zipline über den See zu fliegen. Rein in den Sonnenuntergang. Auch mein erstes Mal und ich habe es nicht bereut. Wieder eine Erfahrung, die man nie vergisst. Da man dann durchgeschwitzt ist, vom Fahrradfahren, Auf- und Abstieg von der Pyramide und dem Angstschweiß auf der Zipline :-) fährt man dann noch ein paar Minuten zu einer echt tollen Cenote. Wieder Loch in der Erde, aber diesmal mit ner hölzernen tiefen Wendeltreppe in eine nur durch Scheinwerfer beleuchtete riesengroße Höhle mit kaltem klaren Wasser gefüllt (alles richtig tief, es gibt keine flachen Stellen). Die Wendeltreppe hat auf 8, 5 und 3m Höhe ein provisorisches Sprungbrett. Wer also richtig mutig ist, springt dort einfach runter in die Tiefe. Viele Kids haben das gemacht. Ein tolles Schauspiel. Fledermäuse gibt es auch wieder und weil das Wasser so dunkel ist, ist man bissel besorgt was da alles drin existieren könnte an Lebewesen. Nur Spaaaß ;-) Gibt nur ganz kleine Fische da drin. Danach gab es ein Buffet zum Abendbrot (für alle Reisegrüppchen) mit einer Maya-Darsteller-Inszenierung (witzig) in der oberen Etage eines Freiluftrestaurants. Aber weil man solchen Hunger hat, schaut man kaum hin beim Essen. Schade eigentlich. Playa del Carmen ist zum Shoppen und zum außerhalb der Hotelanlage mal was Essen sehr schön. Tipp: Margaritas und ne am Tisch frisch zubereitete Guacamole zum Essen auf ner luftigen überdachten Dachterrasse... Naja, man soll es sich ja auch gut gehen lassen im Urlaub, hab ich gehört. Riesige Flaniermeile ist da. Check. Die hätte aber auch irgendwo in Europa sein können.
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