Das Hotel Alexandra Golden verfügt über ca. 50 Zimmer, welche auf insgesamt 6 Blocks verteilt sind. Block 1 beinhaltet zusätzlich das Haupthaus mit Speisesaal und Rezeption sowie die Haustechnik. Die Anlage ist als großes Oval angelegt, jeder einzelne Block ist anders gestaltet. In der Mitte wird die Hotelanlage durch eine Art Bachlauf/Sumpf geteilt, hierüber führen 2 kleine Brücken. Es gibt einen separaten Zugang zum privaten Strandabschnitt. Die Anlage ist sehr gepflegt, wir haben noch nie soviel Personal gesehen, welches sich um die Pflege kümmert. Angeboten wird Frühstück sowie Halbpension, alternativ kann man abends auf eigene Rechnung "a la carte" essen. Während unsere Aufenthaltes waren ca. 25% Deutsche / Östereicher / Schweizer sowie 25% Engländer im Hotel Die restlichen 50% verteilen sich auf Ostblock- und Balkanstaaten, hautptsächlich aber Bulgaren, Rumänen und Russen. Aufgrund des Preisniveaus waren die Gäste allerdings recht angenehm, bis auf ein paar 5 Sterne - übliche Starallüren (Schönheits-OP´s in "großem" Umfang, Beschwerden wg. den festgelegten Menüs in HP, Chihuahua´s in Handtaschen, usw. ...). Außer Paaren haben wir keine anderen Konstellationen gesehen. Das Hotel leidet momentan an einer doch eher beschönigten Bewertung. Das liegt wohl an den vielen Flitter-Paaren mit Hormonbrille, oder dem Umstand dass man schlichtweg viel Geld bezahlt hat. Da gibt man ungern offen zu, dass es auch Schönheitsfehler gab. Insgesamt ist eine Note mit der 4 vorm Komma gerechtfertigt. Wer eine sehr ruhige Hotelanlage zum absoluten Entspannen sucht, ist hier richtig. Ohne Halbpension und mit Glück beim Zimmer kann man hier einen tollen Urlaub verbringen.
Leider hat man uns mit dem zugewiesenen Zimmer eigentlich schon fast zu Anfang den Urlaub ruiniert. Gebucht hatten wir ein Doppelzimmer mit Meerblick. Für uns gibt es nichts wichtigeres als einen schönen Meerblick. Was wir bekamen, war eine Suite in einer Ecke des Hotels quasi ohne Meerblick. Das Meer sah man nur, wenn man sich auf der Terrasse hinstellte, im Sitzen sah man den Eingangstunnel in den Spa-Bereich und sonst nichts. A propos Terrasse: diese lag im Erdgeschoss direkt an der Ecke des Blocks 5 (Zimmer 506) und hatte keine Mauer oder sonst einen Sichtschutz. Wir saßen also fast ohne Meerblick auf dem Präsentier-Teller. Aus dem Schlafzimmer hatten wir einen schönen Ausblick auf 4 Klima-Großgeräte. Sorry, auch mit Whirlpool im Schlafzimmer und riesigem Bett, Vorzimmer etc.: Das Zimmer ging garnicht! Sauberkeit und Zustand kann man als vollkommen okay bezeichnen, wobei ich persönlich einigen Handwerkern keinen Cent bezahlt hätte (Fliesen, Laminat). Mehr als 3 Sonnen können wir hier nicht vergeben, da die Leistung nicht der Buchung entsprach. Ein Doppelzimmer mit Meerblick war uns wichtiger als eine Suite a la Plattenbau. Im übrigen bezweifeln wir, dass das Hotel mehr als 10 Zimmer mit echtem Meerblick hat. Zwischen Hotel und Strand steht meterhoher Schilf und viele Zimmer sind nicht direkt dem Meer zugwandt. Aber so ist es nunmal: 2 Quadratzentimeter reichen halt für den offiziellen Meerblick.
Ganz schwieriges Thema in diesem Hotel! Also wir bereuen die gebuchte Halbpension wirklich sehr. Frühstück (von 8-12Uhr) war absolut in Ordnung, für ein Hotel dieser Größenordnung war die Auswahl sehr umfangreich. Von der warmen Seite (Rühreier, Speck, Bohnen, Würste), über die Müsli- und Obstschiene bis hin zur Süßwarenabteilung war alles vorhanden. Die Wurst- und Käseauswahl erschien uns hingegen recht überschaubar. Als Rühreier-Fans müssen wir allerdings anmerken, dass der entsprechende Koch gesteinigt gehört. Was haben Feta-Käse, Tomaten und Paprika darin zu suchen??? Das Abendessen (von 19-22 Uhr) muss man leider mindestens zur Hälfte als Komplettausfall bezeichnen. Bei Halbpension wird ein 5-Gänge-Menü serviert, bei dessen Hauptgang man zwischen Fisch- und Fleisch wählen kann. Handwerklich und qualitativ kann man auch hier keine übermäßigen Vorwürfe bringen, es war leider zu oft nicht unser Geschmack. Der Kochstil ist sehr europäisch, nur selten mit griechischen Einflüssen. Zudem arbeitet der Koch übertrieben kreativ und unkreativ gleichzeitig. Während jeder Salat Nüsse und Obst enthalten hatte, gab es als Hauptspeise solche Kreationen wie Hähnchenfiilet gefüllt mit Shrimps (sah aus wie Leberwurst) mit Vanillesauce und gebratenen Bacon-Streifen. Ein anderes Essen, dessen Inhalt ich auch nach 3-fachem Lesen der dt. und engl. Beschreibung nicht verstanden hatte, erwies sich dann als wirklich hundsgewöhnliches Gulasch. Größtes Manko der Gastronomie ist unserer Meinung nach zudem der Service. Beim Frühstück musste ich teilweise 20 Minuten auf eine Kanne Kaffee warten. Es kann auch vorkommen, dass Tische (von wem auch immer) ohne Kennzeichnung reserviert sind, und man wieder aufstehen muss. Zweimal wurde unser Essen auch zuerst am falschen Tisch serviert, bis die Verwechslung bemerkt wurde. Höhepunkt war aber einmal der uns empfohlene Frühstückstisch, der völlig ungedeckt war. Ich durfte mir dann unter Zuschauern die Gedecke vom Nachbartisch holen. Achja, fast vergessen: Die Tische sind extrem schlecht, bei vielen wackelt die kleine Tischplatte stark. Die große quadratische Bodenplatte verhindert, dass man die Füße vernünftig hinstellen kann. Spätestens nach 10 Minuten bekommt man daher Kreuzschmerzen. Die Früstückseindeckung ist auch eine Katastrophe: Es werden 2 große Bretter auf den Tisch gestellt, so dass man fast gar keinen Platz mehr hat. Die Bestecke und manches Geschirr sind zwar schick, aber unhandlich. Auch nicht zu vernachlässigen: Auf der wunderschönen Terrasse zu essen ist fast unmöglich, da viele Wespen unterwegs sind. Am besten man wartet bis es dunkel ist, was beim Frühstück etwas länger dauern kann :-) Kurz und gut: Im Gastronomie-Bereich fehlt ein Oberkellner der die Zügel in der Hand hält. Hier arbeiten nur sehr junge Leute denen Erfahrung fehlt. Ingesamt passieren zuviele gravierende Fehler für den 5-Sterne Bereich. Wir können nur jedem empfehlen auf HP zu verzichten, da es ausreichende Alternativen gibt. Bei den festgelegten Menüs ist die Gefahr zu groß, dass man mehrere Tage hintereinander nichts für den eigenen Geschmack hat. Außerdem spart man sich abends die 2 Stunden, die für das 5-Gänge-Menü notwendig sind.
Das Personal ist überaus freundlich, fast alle sprechen Deutsch, zumindest ein bisschen. Aber mit Englisch geht es zu Not auch. Die Rezeption ist extrem professionell, in der Gastronomie hakt es ein wenig (siehe unten). Die Zimmer werden sehr gründlich gereinigt und abends mit dem täglichen Handtuchservice nochmal kurz aufgeräumt. Hier gab es nichts zu meckern!
Der Transfer vom Flughafen ist wie folgt gestaltet: 10 Minuten Bus vom Flughafen zum Fährhafen, 40 Minuten Fahrzeit Fähre, 20 Minuten Fahrzeit zum Hotel. Insgesamt sind 2-3 Stunden ab Landung einzukalkulieren, da die Fähre auch "nur" alle 60 Minuten fährt. Das Hotel selbst liegt ein wenig im Niemandsland in der Bucht "Golden Beach". Wenn man zu den größeren Orten an den Rändern will, sind ca. 20 Minuten Fußweg einzuplanen. Man sollte hiervon nicht zuviel aber auch nicht zu wenig erwarten: Die Strandpromande ist nicht asphaltiert, alles wirkt ein wenig rustikal. Neben den üblichen Souvenirläden gibt es viele Tavernen/Restaurants und Bars. Insgesamt aber alles sehr gemütlich und nicht allzu überlaufen. Einkaufmöglichkeiten halten sich in Grenzen, es gibt mehrere Mini-Märkte die in max. 5-10 Minuten fußläufig zu erreichen sind. Preise sind okay. Wer mehr als Wasser und Snacks braucht, muss in einen größeren Markt außerhalb des Zentrums.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der hoteleigene Strandabschnitt ist. ca. 100m entfernt und ein absoluter Traum. Es handelt sich quasi um die goldene Mitte der großen Bucht "Golden Beach", an deren Rändern schon richtig viel Trubel am Strand herrscht. Genau in der Mitte der großen Bucht liegt das Hotel, hier ist fast nichts los und man kann so richtig entspannen. Mehr als nervig sind allerdings die Strandangebote: alle 20 Minuten!!! kommt jemand vorbei und bietet "MASSAGE" an und man bekommt den entsprechenden Zettel ins Gesicht gehalten. Zusätzlich kommen die üblichen Uhren- und Brillenverkäufer hinzu. Einige scheuen auch nicht davor, auf der eigenen Liege Platz zu nehmen oder einen zu wecken. Die vom Hotel angebotenen Liegen sind allerdings auch ganz mies. Zwischen Rücken- und Köperbereich klafft eine riesige Lücke, die ab dem dritten Tag richtig wehtut. Wir haben den Strandservice nicht genutzt, aber er sah vorzüglich aus. Auf "Knopfdruck" werden vom Kellner Cocktails u.ä. zur Liege gebracht. Sonstige Unterhaltung ist zum Glück Fehlanzeige, außer 1-2 mal die Woche eine Sängerin nach dem Essen gibt es nichts. W-LAN ist in der gesamten Anlage ohne Probleme verfügbar.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Natascha & Andreas |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 24 |


