Das Hotel hat meiner Meinung nach keine vier Sterne verdient, drei Stück würden da besser passen. Das soll nicht heißen, dass das Hotel schlecht gewesen ist, sondern dass es lediglich nicht so gut ist, wie es sich anpreist. Während die großen Zimmer und die schöne Gartenanlage einen guten Eindruck auf uns gemacht haben, fiel uns der fremdartige Geruch in der Lobby und die scheinbar immer im Bau befindliche Eingangshalle negativ auf. Das Hotel empfehle ich nicht nicht weiter, weil es mir nicht gefallen hat, sondern weil ich sicher bin, dass es in Ägypten viel bessere anlagen gibt. Für unseren Badeurlaub eignete sich das Hotel wirklich gut.
Die Zimmer waren größer als erwartet. Für den Preis hätte man z.B. Auf Mallorca ein sehr viel kleineres Zimmer bekommen. Eigentlich war alles da, was man im Urlaub so benötigt - sogar einen kleinen Kühlschrank hatten wir in unserem Zimmer. Wasserkocher, Tassen und Gläser und einige Teebeutel waren auch vorhanden. Einen Fernseher gibt es auch, allerdings mit lediglich zwei deutschen Programmen, nämlich Kabel und RTL2... Wirklich prickelnd ist das Angebot in diesem Sinne also nicht. Für uns war das aber nicht schlimm, wir wollten immerhin Urlaub machen und sind nicht zum Fernsehen gucken nach Ägypten geflogen. Die Betten waren in Ordnung. Nichts besonderes, nichts, dass man positiv oder negativ erwähnen müsste. Das eine hat hin und wieder ein bisschen geknarrt, schlafen konnte man darin aber trotzdem. So wie der Rest des Zimmers war auch das Bad in Ordnung. Die Badewanne hätte aber definitiv sauberer sein können! Hier fehlte auch ein ordentlicher Duschvorhang, was darin resultierte, dass beim Duschen viel Wasser auf dem Boden gelandet ist. Auch die Tür schien schon ein wenig veraltet zu sein und ließ sich - so wie die Eingangstür - relativ schwer öffnen. Trotzdem hat uns das Bad u.A. Wegen der Größe ganz gut gefallen. Von unserem Balkon waren wir positiv überrascht. Der war nämlich verglichen mit anderen Hotels in anderen Ländern schön groß. Wir konnten das Meer zwar nur ansatzweise sehen, hatten dafür aber einen sehr schönen Blick auf den Garten. Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss: Die Klimaanlage. In der Hitze Ägyptens hat uns die Klimaanlage hin und wieder gefühlt vor dem Hitzetod bewahrt. Das ziemlich laute Geräusch, das diese dabei gemacht hat, war uns dann egal.
Tja, die Gastronomie, wo soll ich da anfangen? Das wird jetzt wohl ein etwas längerer Text. Zunächst einmal zu den Grundlagen: Das Wasser. Meine Mutter (50+) und ich (18) sind beide mit einer schwachen Form des Norovirus nachhause geflogen und wir gehen stark davon aus, dass das am Wasser und an der gesamten Gastronomie liegt. Das Wasser aus der Leitung so selten wie nur möglich benutzen. Das Leitungswasser in Ägypten ist verunreinigt, weshalb wir es lediglich zum duschen genutzt haben. Wir sind das Risiko nicht eingegangen und haben uns mit dem Wasser die Zähne geputzt. Dafür haben wir uns im Supermarkt Wasser gekauft (1€ für 0,5l) oder das Wasser aus den Wasserspendern gelassen, was mich gleich zum nächsten Problem führt: Die Wasserkanister auf den Spendern waren abgedeckt, und das hatte zwei Gründe: Zum einen sollte das Wasser vor der Sonnenstrahlung geschützt werden. Zum anderen sollte verhindert werden, dass die Hotelgäste Wind davon bekommen, wie dreckig die Kanister äußerlich sind. Das Wasser mag in Ordnung gewesen sein, so eine dreckige Flasche erweckt aber alles andere als Vertrauen. Um zunächst einmal bei den Getränken zu bleiben: Man sollte hier nicht nicht pingelig sein, was seinen Getränkewunsch angeht. Bestellst du ein Wasser ‚without gas‘, dann stehen die Chancen 50/50, dass da doch Kohlensäure drin ist. Es gibt zwar mehrere Bars, diese haben aber keine große Auswahl an Cocktails und anderen Getränken und schließen bereits um 17.00. Im gesamten Hotel scheint es nur Wasser, Bier, und zwei Sorten an Saft zu geben. Nun aber zum ‚kulinarisch vielfältigen‘ Essensangebot. Zum Frühstück kann man ins italienische Restaurant ‚Paparazzi‘ und ins Hauptrestaurant ‚The View‘ gehen. In beiden gibt es Buffet, im ‚View‘ ist die Auswahl aber größer, aber trotzdem nicht groß. Es gibt viele verschiedene Arten von Brot und Gebäck, Salat und Obst (z.B. Äpfel sind hier nicht zu empfehlen, da diese wahrscheinlich mit dem verunreinigten Wasser abgewaschen wurden!), Foul (? Ich habe noch die davon gehört, sieht aus wie ein brauner Brei... probiert habe ich es nicht), weiche und harte Eier, die aber beide hart sind. So weit, so schlecht. Was uns hier aber wirklich gut gefallen hat, war die Omlette- bzw. Spiegelei-Station und die frischen Mini-Pancakes. Die Schlange für die frischen Eiergerichte war aber immer so lang, dass ich mich gar nicht erst angestellt und deshalb jeden Tag Pancakes zum Frühstück gegessen habe. Aufgrund der Hitze haben wir zum Mittag kaum etwas gegessen, da ist es aber ähnlich wie mit dem Abendessen gelaufen. Zu Abend kann man (wenn man AI gebucht hat) zweimal kostenlos in A la carte-Restaurants essen, nämlich im Paparazzi Restaurant, welches am Abend seinen Status als Buffet-Restaurant aufgibt, und im Beduinen-Restaurant. Das Beduinen-Restaurant ist scheinbar ausgelegt als eine Art Erlebnis-Restaurant. Hier sitzt man auf für die Beduinen typischen Möbeln unter einem Zelt und bekommt beduinisches essen serviert. Dieses besteht aus einer Rohkost-Platte, leckerem Reis mit einer guten Gemüse-Soße und einem kleinen Grill für jeden Tisch, auf dem Fleisch gebraten wird. Obwohl wir uns hier vielleicht noch etwas typische Musik oder ein paar interessante Fakten zum Leben der Beduinen gewünscht hätten, hat uns der Besuch in diesem Restaurant sehr gut gefallen. Das Paparazzi-Restaurant hingegen war das genaue Gegenteil. Auf der Karte standen zwei oder drei Menüs, welche scheinbar einfach aus dem Buffet des View-Restaurants zusammengestellt wurde und dementsprechend schon nach sehr kurzer Zeit auf dem Tisch stand. Unser Essen hatte einen durchschnittlichen Geschmack, also weder positiv noch negativ. Die Atmosphäre in dem Restaurant sollte wahrscheinlich auf ein romantischen Italienisches Restaurant unterm Sternenhimmel abzielen. Leider hat man sich da wohl ein bisschen zu tief hineingesteigert, denn bei der Dunkelheit war es vor allem für ältere Hotelgäste ein echter Akt, die Karte zu lesen. Schade, denn das Restaurant am Meer hätte bestimmt viel mehr Potenzial. Verzichtet man auf die A la carte-Restaurants, so muss man sich mit dem Buffet-Restaurant ‚The View‘ abfinden. Tatsächlich ist das Angebot am Abend sehr viel besser als das Frühstück. Suppen, Salat, Brot und Desserts haben einen durchschnittlichen Geschmack. Hervorheben möchte ich hier aber den Reis und die Pommes, welche mir wirklich sehr gut geschmeckt haben. Auch das gegrillte Gemüse war ganz lecker. Neben dem Buffet kann man sich eine Pizza belegen und Nudeln nach eigenem Wunsch braten lassen. Ich hatte keine Lust, mich in die Schlange einzureihen, mir wurde aber zugetragen, dass die Nudeln wirklich sehr gut seien. Die Atmosphäre im ‚View‘ war leider vom Stress geprägt. Selbstverständlich haben die Kellner keinen einfachen Job und versuchen auch ihr bestes. Die Stimmung beim Essen bleibt aber trotzdem hektisch. Dazu trägt auch die sehr laute Musik während des Abendessens bei. Man hat das Gefühl, die Musik solle die Küchengeräusche übertönen. Leider funktioniert das aber nicht so ganz und der Gast wird sowohl mit Küchengeräuschen als auch von viel zu lauter orientalischer Musik zugedröhnt.
Ich wurde so oft von den Angestellten und Kellnern ‚How are you today?‘ gefragt, dass mitzählen sinnlos gewesen wäre. Mich selbst hat das eher weniger gestört, es gibt aber mit Sicherheit Menschen, die das als zu aufdringlich empfinden würden. Unsere Wünsche wurden ansonsten schnell und meist freundlich erfüllt und auch der Check-in lief reibungslos ab. Ägyptische Pfund konnten wir an der Rezeption problemlos wieder in Euro umtauschen. Der Zimmerservice ist uns weder positiv, noch negativ aufgefallen. Die Betten waren gemacht, neue Handtücher lagen im Bad, alles ganz ordentlich. Teilweise kam der Service aber auch recht spät, erst gegen 12:30. Abgesehen von den kleinen Makeln kann sich das Hotel im Bereich ‚Service‘ ganz gut behaupten. Luft nach oben gibt es aber trotzdem noch.
Lage und Umgebung - Tja, hier zeigen sich bereits die ersten Problemchen des Hotels... Wie auf den Bildern mehr oder weniger gut zu erkennen ist, befindet sich das Hotel irgendwohin Nirgendwo. Eine solche ja doch eher seltene Lage hat natürlich ihre Vor- und Nachteile. Um von dieser Wüstenoase in die Stadt zu gelangen, stehen Shuttlebusse und Taxen zur Verfügung, die man allerdings einen Tag zuvor anmelden und bezahlen muss. Man ist also auf das Hotel angewiesen. Zuerst einmal zu den Vorteilen: Keine Hotels in der Nähe = kein schrecklich überfüllter Strand. Mallorca-Feeling kommt hier also keinesfalls auf, man muss nicht lange nach einem freien Plätzchen suchen (Da viele Liegen am Strand allerdings bereits reserviert waren und es scheinbar nicht gestattet war, sich einfach ein Handtuch in den Sand zu legen, hebt sich dieser Punkt eigentlich mit sich selbst auf...). Die stille Natur um das Hotel herum wirkte auf jeden Fall beruhigend. Selbstverständlich gibt es in der Umgebung des Hotels keine Bars oder Restaurants. Direkt vor der Anlage haben sich aber einige wenige kleine Läden mit Touristenkitsch, eine Apotheke und eine Klinik angesiedelt. Touri-Läden und sogar einen winzigen Supermarktgibt es im Hotel selbst aber auch. Obwohl man durch die Abstinenz von anderen Hotels darauf schließen könnte, dass der Strand so weniger verschmutzt ist, liegt man mit dieser Annahme teilweise ganz und gar nicht richtig - Und hier beginnt bereits das Aufzählen der Nachteile. Der ‚offizielle‘ Hotelstrand war tatsächlich immer sauber und gepflegt. Da man durch die Abgrenzungszäune allerdings auch nach links und rechts vom Hotel aus schauen konnte, konnte man auch mal hinter die Fassade blicken - und dort wimmelte es nur so von Müll, Plastiksäcken und Bauteilen. Direkt hinter dem Amwaj befindet sich nämlich ein nicht fertiggestellte, stillgelegtes (?) Baugerüst für ein weiteres Hotel. Täglich haben wie dieses hässliche Gerüst gesehen, als wir zu unserem Zimmer gehen wollten. Die Balkone zeigen aber zum Glück nicht in diese Richtung. Kein Schöner Anblick, wenn man bedenkt, dass man so nichts als Sand und Müll vor den Augen hatte - Also haben wir unsere Blicke einfach wieder auf die Hotelanlage gerichtet. Ausflugsziele waren dementsprechend nicht mal kurz um die Ecke. Mit einer einstündigen Busfahrt nach Hurghada (hier werden viele Angebote ausgeführt, der Flughafen befindet sich auch hier) sollte man mindestens rechnen. Nach Luxor dauert die Fahrt circa zweieinhalb Stunden, nach Kairo stolze sechs Stunden. Für die Ausflüge sollte man also eine gewisse Anfahrtszeit einplanen. Am Roten Meer herrschen Ebbe und Flut und der Hotelstrand ist nur sehr SEHR flach abfallend, was lediglich für Familien mit Kleinkindern von Vorteil ist. Das resultiert zum einen darin, dass das Wasser bei Ebbe ganz schnell ganz weit weg ist. Zum anderen bedeutet das, dass man wirklich unglaublich lange laufen muss, um ins Tiefe Wasser zu kommen (Kleiner Tipp an dieser Stelle: Läuft man auf dem Steg entlang, so kommt man kurz vor dem kleinen Hafen an eine weitere Ansammlung von Liegen auf dem Steg selbst. Von hier aus führen drei Leitern sofort ins tiefere Wasser, wo man wunderbar schnorcheln kann. Wir haben diesen Platz dem Strand jeden Tag vorgezogen.). Die Unterwasserwelt direkt vor dem Hotel ist wirklich wunderschön, mehr dazu aber im Freizeit-Genre.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Im Amwaj gibt es viele unterschiedliche Freizeitangebote. Über das Fitness-Center und die Wellness-Anlage kann ich nicht urteilen, da ich diese nicht genutzt habe. Der Pool war schön groß, aber leider ein wenig verschmutzt. Wenn man sich am Beckenrand aufhält, bemerkt man viele kleine Schmutzpartickel, welche sich von der Wand ablösen. Die Poolbar, die eigentlich auch so viel Potenzial hat, ist nicht einmal der Rede wert - leider. Es gibt eine Tischtennisplatte beim Pool, welche oft genutzt wurde. Auch das Entertainment liegt für uns mehr auf der negativen Seite als auf der positiven. Einmal am Tag haben die Animateure auf der Brücke über dem Pool einen Tanz zum mitmachen aufgeführt. Jeden Tag den gleichen Tanz. Und jeden Tag waren die Animateure die einzigen, die getanzt haben. Abends war zu unserer Überraschung nichts los. Rein gar nichts. Um 19:00 wurde es bereits schon dunkel und eine Stunde später war tiefste Nacht. Keine Strandbar hatte geöffnet, keine Animation weit und breit (Ehrlich gesagt habe ich das auch ein bisschen genossen, man konnte so in Ruhe schlafen). Es werden zwar zahlreiche Touren in verschiedene Städte angeboten, den Kultururlaub sollte man dann aber doch lieber auf den Winter verschieben. Besichtigt man beispielsweise die Stadt Luxor, muss man im Sommer damit rechnen, bei 40 Grad in der prallen Sonne herumzulaufen und Grabstätten zu besichtigen, die noch einmal 10 Grad heißer sind. Trotzdem habe ich dem Hotel im Bereich ‚Freizeitangebote‘ 5/6 Punkten gegeben, undzwar wegen der großartigen Unterwasserwelt. Steigt man hinten am Steg ins tiefere Wasser, so finder man sich in Mitten von wunderschönen Korallenriffen wieder. Das sehr klare Wasser trägt neben den bunten Korallen und den verschiedensten bunten Arten von Fischen und sonstigen Meereslebewesen dazu bei, dass das Tauchen hier ein Erlebnis ganz für sich ist. Auch Anfänger und Leute, die vielleicht noch nicht so richtig vertraut sind mit der Unterwasserwelt kommen hier auf ihre Kosten. Bucht man sich also im Amwaj ein, sollte man sich das auf keinen Fall entgehen lassen. Tipp: hat man Spaß am Tauchen und Schnorcheln, dann sollte man die ‚Delfine in freier Wildbahn‘-Tour mitmachen. Hier bekommt man nicht nur die Chance, mit Delfinen zu schwimmen, man ‚ankert‘ auch an verschiedenen wunderschönen Korallenriffen weiter draußen im Meer. Solche Touren werden z.B. Von den Reiseleitern, aber auch an dem ‚Happy Dolphin‘-Stand in der Hotelanlage angeboten.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 1 Woche im August 2018 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Celi |
| Alter: | 14-18 |
| Bewertungen: | 1 |
Sehr geehrte Gaeste, Vielen Dank fuer Ihren Besuch in unserem Hotel (Amwaj Beach Club). Leider mussten wir jedoch mit Bedauren feststellen, dass wir Ihren Erwartungen nicht erfuellen koennten und Sie mit einigen Punkten nicht zufrieden waren. Unser Ziel ist es an erster Stelle, das sich unsere Gaeste willkommen und vorallem sehr wohl im Hotel fuehlen. Wir werdem Ihre konstruktive Kritik und Anregungen wertschaetzen und wir werden Ihren Kommentare mit Hotelmanagment besprechen, sodass diese an sich und Serviceleistung arbeiten und wir unser Dienst durch Ihre Kritik verbessern und diese Kleinigkeiten im Zukunft vermeiden werden. Wir wuerden uns freuen, wenn wir Sie noch Mal bei uns begruessen zu duerfen, um eine Moeglichkeit zu bekommen. Ihnen zu zeigen, dass wir an Ihren Kommentare gearbeitet haben. Sonnige Gruesse von Amwaj Beach Club und Alles Gute. Ahmed Nafea Guest Experience Team


