Das Hotel ist sehr in die Jahre gekommen und sollte unserer Meinung nach dringend renoviert werden. WLAN ist völlig überteuert, so etwas sollte heutzutage gratis sein. Die Außenanlagen machten nicht den saubersten Eindruck. Von unserem Balkon hatten wir Ausblick auf einigen Müll, der da auch schon länger lag (alte MC Donalds-Tüten, leere Flaschen usw.). Ich möchte eingangs auch erwähnen, dass wir in den letzten Jahren jedes Jahr mindestens 1 x auf den Kanaren unterwegs waren und immer Appartments der gleichen Kategorie bewohnt haben (wissen also was wir erwarten können und was nicht). Vorher hatten wir nie wirklich Grund zur Klage, diesmal schon. Das ist das erste Hotel auf den Kanaren, das wir nicht weiter empfehlen möchten/können. Wir sind mit FTI verreist und waren wirklich nicht sonderlich zufrieden. Die Reiseleitung ist in diesem Hotel gar nicht präsent, die Informationsveranstaltung und auch die normale Sprechstunde findet in einem anderen Hotel statt, zu dem man zu Fuß ca. 10 Minuten unterwegs ist (je nach Geh-Geschwindigkeit). Wer also Wert auf eine gut erreichbare Reiseleitung legt, ist hier schlecht aufgehoben. Leider hatte man auch vergessen, uns über die Abholzeit am Abreisetag zu informieren (es liegt eine Mappe mit allen Infos aus, nur die Abholtermine wurden nicht aktualisiert). Ich hatte dann ca. 20 Stunden vor Abflug durch die Rezeption bei der FTI-Telefonnummer in Playa del Carmen anrufen lassen. Kein Glück, auch bei der 2. Nummer und der Notruf-Nummer ging niemand hin. Erst nach weiteren Versuchen hatten wir Glück. Man hat mir zwar sofort die Abholzeit genannt, aber keine Entschuldigung, im Gegenteil, auf meine Frage, warum wir nicht informiert wurden, gab es nur eine unfreundliche Antwort. Auch am Abreisetag hat man uns ziemlich alleine gelassen, dieser war aufgrund der Wetterbedingungen ziemlich katastrophal. Wir wurden halbwegs zur geplanten Zeit abgeholt und am Flughafen abgesetzt. Der Reiseleiter kam kurz in den Bus und hat uns mitgeteilt, dass unsere Flüge (waren mehrere Leute mit verschiedenen Heimatflughäfen im Bus) alle aufgrund des Wetters Verspätung haben. Das wars! Dann wurden wir unserem Schicksal überlassen. Wir saßen daraufhin 10 Stunden am Flughafen fest, bis wir endlich doch noch Richtung Heimat starten konnten (andere sind gestrandet und mussten nochmal übernachten). Von FTI wurde niemand mehr gesehen. Da keine Flugzeuge landen konnten, wäre hier sicher Personal vorhanden gewesen, die sich um die „gestrandeten“ Passagiere hätten kümmern können. Da gab es sicher etliche FTI-Gäste, die in der selben Situation waren. Wir erhielten keinerlei Informationen mehr, weder von der Airline noch von FTI. Für das Verhalten der Reiseleitung und für die Flugverspätung kann das Hotel natürlich nichts, hat aber zum Urlaub dazu gehört und möchte ich nicht unerwähnt lassen. Fazit: Lanzerote hat einige schöne Ecken und ist sicherlich eine Reise wert, normal spielt das Wetter auf dieser Insel ja auch gut mit. Das Hotel kann ich allerdings niemanden empfehlen. Hier würde ich auch ein Hotel näher Richtung Puerto del Carmen empfehlen (das Morromar ist ganz am Rand). Wer mehr Ruhe sucht, ist auch sicher in Playa de Tequise besser aufgehoben (oder evtl. Playa Blanca). Wobei ich „Playa del Carmen“ nicht als unruhig und laut empfunden habe. Alles rund um Manrique ist absolut sehenswert. Achtung: Hier auf Kombi-Angebote bei den einzelnen Sehenswürdigkeiten achten. Da kann man einige Euros sparen, wenn man gleich ein Kombi-Ticket kauft (gilt glaube ich 2 Wochen). Ein paar Tage einen Mietwagen zu nehmen, würden wir auf jeden Fall empfehlen. Wir haben mit CICAR nur die besten Erfahrungen gemacht (gibt es in Playa del Carmen an jeder Ecke). Hier bekommt man einen Audio-Guide dazu, der sehr informativ und hilfreich ist.
Das Appartment war sehr abgewohnt und hat die besten Zeiten längst hinter sich. Wie eingangs erwähnt, ist eine Renovierung unserer Meinung nach dringend notwendig. Das Schlafzimmer wurde vor Urzeiten fleckig gestrichen, inzwischen sind die Wände auch vergilbt. Geputzt wurde zwar, aber die Reinigung war sehr oberflächlich. Und irgendwann geht der Schmutz dann auch einfach nicht mehr weg (oder nur mit großem Aufwand). Die Ecken waren „rund“ und so manche echt schon eklig (vor allem im Bad). Im Schlafzimmer-Wandschrank war es richtig schmutzig – entweder selbst rauswischen oder etwas unter die Kleidung legen (die nicht hängt). Auch die Küchenausstattung war alt und ein Austausch wäre nicht schlecht. Der Kühlschrank war leicht schräg bzw. nicht richtig eingebaut, und vom Tür-Anschlag auch falsch (der Kühlschrank war links an der Wand, die Tür ging nach rechts auf). Ein Ein- und Ausräumen des Kühlschranks war daher immer umständlich, zumal dahinter auch gleich der gemauerte Tisch war. Der Balkon war zwar groß, aber ebenfalls unansehnlich. Die Farbe der gemauerten Sitzbank blätterte extrem ab, Sitzen war darauf nicht möglich. Farbplättchen verteilten sich auch ständig über den ganzen Balkon (wohl durch den Wind). Auch die Wände waren vergilbt und hatten gelb-braune Streifen (durch Witterung und abgewaschene Farbe). Auch wurden die Plastik-Balkon-Möbel wohl nur selten oder gar nicht abgewischt. Der Dreck war durch die Sonne schon richtig „eingebrannt“. Das Bad war der schlimmste Raum! Wir hatten die komplette Zeit Fäkalgestank, dieser konnte nur erträglich gemacht werden, wenn wir den Abfluss der Badewanne mit dem Stöpsel verschlossen hatten. Beim Duschen in der Badewanne lief das Wasser auch nicht richtig ab (dann natürlich ohne Stöpsel) und man stand immer knöcheltief im Wasser. Schlimm war auch das fast permanente schrille Pfeifen, das die Toilettenspülung verursacht hatte. Schlafen war nur bei geschlossener Bad- und Schlafzimmertür möglich. Wir hatten es gemeldet, es wurde keine Abhilfe geschaffen. Ein Tausch des Appartments war wegen kompletter Auslastung der Anlage auch nicht möglich. Einziges Plus, der Fön war wirklich gut und leistungsstark (nur das Kabel etwas kurz, aber nicht schlimm).
Den Service kann ich leider nur mit „eher schlecht“ betiteln. An der Rezeption war dieser durchwachsen, teilweise war man freundlich und hat sich Mühe gegeben, teilweise ging es schon in Richtung „frech“. Beispiel: am Anreisetag war unser Zimmer noch nicht fertig (hierfür hatten wir aufgrund der frühen Anreise natürlich Verständnis). Uns wurde gesagt, dass wir gegen 13 Uhr nochmal nachfragen können. Da wir die Zimmer-Nummer schon kannten, haben wir gleich mal geschaut, wo dieses liegt und auch gesehen, dass das Zimmermädchen bereits im Appartment zugange war. Nach einer Stunde haben wir nochmal hingeschaut, das Appartment war fertig (wahrscheinlich längst), also bin ich bereits kurz vor 12:30 Uhr an die Rezeption. Hier hat man mich zurecht gewiesen, dass es noch nicht 13 Uhr ist. Fertig war das Zimmer aber längst und ich hab auch sofort den Schlüssel bekommen. Weiteres Negativ-Bespiel: Als nach ein paar Tagen die Betten frisch bezogen wurden, fand ich auf dem Laken beim Aufschlagen des Bettes einen relativ großen unansehnlichen Fleck (tippe auf Blut). Dieser war nicht versteckt, sondern ist sofort ins Auge gefallen. Ich hab das Laken genommen und bin damit zur Rezeption. Keine Entschuldigung – man hat mir einfach ein neues Laken in die Hand gedrückt. Musste mich also selbst um den Austausch kümmern. Und noch ein letztes Negativ-Bespiel: Wir hatten leider ein paar Tage, an denen es heftig geregnet hat (dafür kann natürlich niemand was), das Wasser ist durch das Schlafzimmerfenster (undicht) die Wand runter gelaufen und hat ca. ein Viertel des Schlafzimmerbodens überschwemmt (im Wohnzimmer das gleiche, nur nicht so schlimm). Ich habe an der Rezeption angerufen und um Reparatur des Fensters gebeten, da es wohl mit 1x Aufwischen nicht getan ist (Wasser lief ja nach)… und natürlich auch um Beseitigung der Überschwemmung, da es schon relativ viel war und nicht in 2 Minuten aufgewischt ist. Nachdem 1 Stunde nichts passiert ist, habe ich selbst aufgewischt, da es immer mehr wurde. Ich war bestimmt 10 Minuten beschäftigt. Nach 2 Stunden stand dann das Zimmermädchen mit einem Stapel Handtücher vor der Tür. Repartiert wurde in der ganzen Zeit nichts. Auch andere Reparaturbitten wurden nicht ausgeführt (davon noch später). Positiv war, dass manche Rezeptionsmitarbeiter wirklich bemüht waren. Wir mussten am letzten Tag bei der Reiseleitung anrufen (davon später mehr), hier hat man uns sofort geholfen. Auch bei anderen Kleinigkeiten (z.B. fehlende Kleiderbügel).
Die Lage ist nicht sonderlich gut. Zum Strand läuft man ca. 10 Minuten, auch der nächste Supermarkt liegt kurz vor dem Strand. Wir fanden vor allem die Entfernung zum Supermarkt störend. Als Selbstversorger mussten wir dann doch einiges schleppen (bis auf die Zeit, in der wir einen Mietwagen hatten), zumal es „heimwärts“ auch leicht den Berg hoch ging. In der Hotelanlage gibt es zwar einen winzigen Supermarkt, allerdings gibt es dort nicht alles (z.B. kaum Obst) und die Preise lagen auch deutlich höher. Restaurants sind ebenfalls ca. 10 Minuten Fußweg im Einkaufszentrum entfernt, oder noch weiter an der Promenade entlang. Frische Brötchen gibt es ebenfalls im Spar-Supermarkt kurz vor dem Strand (die im Hotel-Minimarkt sind echt sehr trocken und nicht gut). Das kennen wir von anderen Kanareninseln anders, egal wo, ein guter Bäcker war bisher immer ums Eck. Für Selbstversorger also eine eher schlechte Lage. Der Fluglärm war durchaus präsent, am ersten Tag dachte ich „oh weh“, aber man gewöhnt sich tatsächlich sehr schnell dran. Man sollte sich jedoch im Klaren sein, dass das Hotel sehr nah am Flughafen ist und die Flugzeuge schon sehr tief am Hotel vorbeifliegen und kurz vor dem Aufsetzen sind (denke bis zur Landebahn noch 30 Sekunden). Aber nur diese Tatsache wäre für uns kein K.O.-Kriterium gewesen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wir haben keine Animation genutzt. Der größere und ruhig gelegener Pool war zwar optisch und auf den 1. Blick nett anzusehen, allerdings machte der Pool nicht den saubersten Eindruck. Wir haben auch nie jemanden gesehen, der den Pool oder allgemein die Außenanlagen gesäubert hat (und der Balkon unseres Appartments ging in Richtung dieses Pools). Ich hatte keine Lust, dort zu schwimmen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im November 2014 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Silke |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 61 |


