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Oliver (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • November 2009 • 2 Wochen • Strand
Licht und Schatten
3,7 / 6

Allgemein

Vorausschicken möchte ich, dass das Hotel Bahari Beach zu gefallen wusste, allerdings auf Grund der hier vielfach gezogenen Höchstnoten ganz sicher überbewertet ist. Auf Grund eigener Erfahrungen in aller Welt kann ich diesen Top – Eindruck nicht teilen, blicke aber dennoch auf sehr schöne Tage in einem recht guten Hotel zurück. Das Hotel mittlerer Größe besticht durch seine erhöhte Lage auf einem Korallenfelsen. Das Ambiente der eher kleinen, aber feinen Anlage ist schön aussergewöhnlich schön, ja mit diesem Blick auf den indischen Ozean geradezu malerisch. Die Anlage ist gepflegt, grün und keineswegs veraltet. Der malerische Strand und das Meer haben ihre Vorzüge, aber auch einige Tücken. Man sollte die linke Treppe des Hotels wählen, um hinunter zum Strand zu gelangen. Wenn man dann einfach nur geradeaus geht, nutzt man eine Schneise, die ohne einen kantigen Steinuntergrund in das Meer führt. Auch stehen in diesem Bereich die Beachboys nicht ganz so dicht gedrängt. Die Beachboys und Beachgirls sind ein Thema für sich. Soll man vor ihnen warnen oder soll man sie empfehlen? Man muss hier sicherlich differenzieren. Ich denke, dass ein Großteil der Touristen die Beachboys als eher lästig empfindet. Kaum hat man einen Fuß auf den Strand gesetzt, versuchen sie die Touristen in ein Gespräch zu verwickeln. Einstiegsfragen sind dann meist „Wie lange bleiben sie hier?“ etc. Vielfach sprechen sie besser Deutsch als das Personal oben im Hotel. Von den angeblich hervorragenden Deutschkenntnissen im ganz überwiegend von Deutschen besuchten Hotel Bahari habe ich wenig mitbekommen. Zurück zu den Beachboys. Man muss wissen, ob man sich auf ihre Angebote einlassen will oder nicht. Wer vor ihnen seine Ruhe haben will, sollte bestimmt weiter gehen und sich nicht in ein Gespräch verwickeln lassen. Doch will ich die Beachboys nicht nur negativ zeichnen. Sie leben mit ihren Familien vom Wohlwollen der Touristen. Es gibt unter ihnen auch gute, nicht aufdringliche Leute wie Ali (nicht zu verwechseln mit Alibaba). Auch genießen die von den Beachgirls angebotenen Massagen einen guten Ruf und sind deutlich günstiger als die im Hotel. Das Meer ist ungefährlich. Allerdings: In einer tückischen Strömung vor dem Strandabschnitt ist wohl einmal ein deutscher Schnorchler ertrunken. Man sollte nicht zu weit hinaus schwimmen. Die Gästestruktur ist eher älter. Das Bahari Beach hat ein großes deutsches Stammpublikum. Die Atmosphäre ist teilweise familiär. Die Stammgäste sind hilfsbereit, kontakt- und auskunftsfreudig. Für uns stießen allerdings die meist betagten Herren übel auf, die ihre -man muss es ganz deutlich sagen- gekauften jungen kenianischen Frauen in der Anlage vorführten. Der Pool ist ausreichend, nicht spektakulär. Ich empfehle in jedem Fall den Besuch mindestens eines Nationalparks. Egal, welche Nationalparks man bucht, man kann nichts falsch machen. Das Geld ist in jedem Fall sinnvoll für unvergessliche Begegnungen mit traumhaften Landschaften und einer unvergleichlichen Tierwelt investiert. Wir haben Tsavo West und Ost, Amboseli, See Naivasha, Simba Hills und als Krönung die Masai Mara im Rahmen einer Rundreise gesehen. Allein der Besuch des Nationalparks Tsavo Ost, der nur etwa 3 Autostunden entfernet ist, ermöglicht eine Begegnung mit unglaublicher Wildness. Hier liegt insbesondere die Voi Lodge äußerst malerisch. Das Küsten-Regenwaldgebiet Simba Hills liegt nur 2 Autostunden vom Hotel entfernt. Hier kann man u.a. Waldelefanten und die seltenen Säbelantilopen sehen. Die Masai Mara liegt deutlich weiter entfernt. Doch ist der Tierreichtum in Ostafrika fast nirgendwo größer. Die sogenannten "Big 5" (Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe, Leopard) hatten wir aber bereits nach 1 1/2 Tagen mit den Nationalparks Tsavo West und Amboseli komplett. Die Masai Mara war dann nochmal die Krönung, einer der Höhepunkte eines Lebens.


Zimmer
  • Eher gut
  • Die Zimmer sind zwar nicht groß, aber wirklich nicht zu beanstanden. Unsere Klimaanlage verrichtete gute Dienste. Der Ausblick auf den indischen Ozean mit seinen Korallenriffen oder auf die kleinen, grünen ist ausgezeichnet. Unser Badezimmer war frisch renoviert und entsprach einem guten Standard.


    Restaurant & Bars
  • Schlecht
  • Bei der Frage der Bewertung des Essens ist maßgeblich, welchen Standard man von Deutschland oder anderen Urlauben gewohnt ist. Wer eher zu den Verwöhnteren gehört, wird hier über die Runden kommen, aber nicht übermäßig glücklich. Die Qualität und Quantität sind "o.k.". Doch ist das Angebot eher einseitig, nicht sonderlich groß und wenig abwechslungsreich. Beim Buffet verbessert die Pasta-Station den Gesamteindruck. Der Küchenstil ist europäisch geprägt. Das italienische Restaurant (im Preis enthalten) wartet u.a. mit Pizzen auf, die wirklich o.k., ja sogar teilweise richtig lecker sind. Die Getränke einschließlich der Cocktails haben mich nicht begeistert. Die Cocktails sind ein ideenloses, liebloses Gepansche -selbstverständlich nicht zu vergleichen mit Karibik – Standard. Es gibt im Sortiment 5, 6 wässerige Grundsubstanzen, die zusammen mit reichlich Alkohol in ein paar Variationen zusammen gepanscht werden. Das war es dann. Das Bier in Kenia ist für meinen Geschmack hingegen durchaus trinkbar. In Sachen Sauberkeit auch im Bereich der Gastronomie keinerlei Beanstandungen.


    Service
  • Eher gut
  • Der Restaurant - Service: Wenn ich teilweise die anderen Berichte lese, muss ich glauben, in einem anderen Hotel gewesen zu sein. Oder waren während unseres Besuchs einfach nur zu viele Aushilfen tätig? Der Service während der Mahlzeiten war das Lausigste, was ich jemals erlebt habe. Die Kellner sind zwar äußerst freundlich, aber oftmals störend, unaufmerksam und vergesslich. Teilweise wird nicht vernünftig eingedeckt. Das Personal ist großenteils völlig ungelernt und absolut tollpatschig. Ganz anders sieht es an der Rezeption aus. Diese ist hervorragend. Man bearbeitet Reklamationen zeitnah und effektiv. Angesichts der meist deutschsprachigen Gäste hätte ich allerdings auch hier mehr Deutschkenntnisse erwartet. Die Putzfrauen arbeiten sauber, sind ebenfalls sehr freundlich, selten vergesslich. Bis zur Reinigung der Zimmer dauerte es aber bis in die Nachmittagsstunden. Beanstandungen werden zeitnah behoben. Also auch hier gute Noten. Unter den Poolboys gab es allerdings ein schwarzes Schaf. Ein älterer Mann, der anders als die anderen Angestellten stark auf Trinkgelder fixiert war und unfreundlich wurde, wenn er nichts bekam oder sogar den Dienst verweigerte. Etwas störend empfunden wurden die Masseusen, die mit ihren überteurerten Preisen unaufhörlich Gäste ansprachen und durch das Hotel streiften. Die deutsche Hotelleiterin Kathrin ist die freundliche und pragmatische Mutter der Kompanie. Sich oft unter den Gästen zeigend, greift sie bei Kritikpunkten nicht selten sofort zum Handy und delegiert ihre meist nicht ganz so perfekte Belegschaft. Als mehrere Hotelgäste wünschten, dass der zuvor vorhandene TV-Sender "Deutsche Welle" wieder eingestellt wurde, stellte man das Hotel allerdings vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Zur Lage des Hotels habe ich bereits Ausführungen gemacht. Die Krokodil-Farm Mamba - Village ist 5 Fahrtminuten entfernt. Dort leben etwa 10.000 Krokodile -teilweise unter sehr beengten Bedingungen. Dann gibt es noch den Haller - Park, den man am Besten mit einem durchaus sehendwerten Zoo vergleichen kann. Der Flughafen ist allenfalls 25 Fahrtminuten entfernt.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Die Poolboys und Animateure sind unaufdringlich. Animationen bzw. tägliche sportliche Angebote sind durchaus vorhanden. Eine kostenlose Katamaranfahrt war im Preis enthalten. In der Anlage fehlte mir ein kleines Fitness - Studio. Allerdings steht nach vorheriger Anmeldung das Fitness - Center der Nachbaranlage Voyager Beach kostenlos zur Vefügung. Das Voyager Beach wird ganz überwiegend von Engländern gebucht. Es steht an der Rezeption ein kostenloses Internet zur Verfügung. Das klingt gut, nun kommt das "Aber". Für diesen langsamen Internetzugang Geld zu verlangen, wäre auch sehr optimistisch. Außerdem war der eine Internetzugang unter all den Hotelgästen stark umkämpft. Das Abendprogramm ist gut gemeint und mit einigem Wohlwollen auch erheiternd. Die Handtücher sind nicht brandneu, aber ausreichend. Sonnenschirme fehlen in der Tat. Viel Sonnenschutz ist nicht vorhanden. Der Pool ist halt ein Pool ohne große Schnörkel, um es wohlwollend auszudrücken.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im November 2009
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Oliver
    Alter:31-35
    Bewertungen:2