Unser erster Aufenthalt im Biohotel Stanglwirt war eine Enttäuschung. Beim zweiten und dritten Besuch konnten wir jedoch eine erfreuliche Entwicklung feststellen, weshalb wir dem Haus erneut eine Chance gegeben haben. Leider erwies sich unser vierter Aufenthalt wieder als klarer Reinfall. Trotz unseres ausdrücklich geäußerten Wunsches, für unseren Sportwagen einen ruhigen und diskreten Stellplatz zu reservieren, wurde uns ein VIP-Parkplatz direkt am Eingang zugewiesen. Dieser wirkte weniger wie ein Service, sondern vielmehr wie eine gezielte Inszenierung als Prestigeobjekt – sowohl Gäste als auch Mitarbeiter nutzten die Gelegenheit, das Fahrzeug ausgiebig zu betrachten und zu fotografieren. Für uns war dies alles andere als angenehm - für dieses „Gästeerlebnis“ wurden wir mit EUR 40,- / Tag zur Kasse gebeten. Noch gravierender war jedoch die Situation im Restaurant: Meine Frau leidet an Zöliakie und ist zwingend auf eine strikt glutenfreie Ernährung angewiesen. Dies wurde mehrfach klar kommuniziert. Dennoch musste sie einen Gang zurückgehen lassen, da sie sofort erkannte, dass glutenhaltige Zutaten verwendet wurden. Auf explizite Nachfrage wurde ein Gericht aus der Showküche als glutenfrei bestätigt – was sich im Nachhinein als falsch herausstellte und bei meiner Frau zu erheblichen gesundheitlichen Beschwerden (u. a. Erbrechen) führte. Auch beim Frühstück am nächsten Tag gab es Probleme, da das glutenfreie Brot bereits vergoren und damit ungenießbar war. Solche Vorfälle sind in einem 5-Sterne-Haus absolut inakzeptabel. Zusätzlich können wir die sogenannten Wohlfühlzimmer für Ruhesuchende nicht empfehlen. Diese sind extrem hellhörig und beeinträchtigen das Urlaubsgefühl erheblich. Auch hier hatten wir bereits bei der Buchung mehrfach den Wunsch nach einem ruhigen Zimmer geäußert. Fazit: Trotz zwischenzeitlich positiver Entwicklungen fehlt es dem Haus offenbar an Konstanz und Sensibilität für individuelle Gästebedürfnisse. Für ein Hotel dieser Kategorie ist das sehr enttäuschend. Abschließend entsteht leider der Eindruck, dass die Prioritäten anders gesetzt werden – Hauptsache Influencer finden ihren Platz, werden für Marketingzwecke in Szene gesetzt und entsprechend bevorzugt behandelt und verpflegt.

