- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
Das Hotel Cleopatra ist (wie auf vielen Bildern gut zu erkennen) ein Themenhotel. Zwar gibt sich das Thema "Ägypten" nur in den Gemeinschaftsbereichen am Pool, in der Lobby und an der Fassade zu erkennen; es sorgt dennoch für Abwechslung unter den zahlreichen 08/15-Bettenburgen in der Stadt. Das Hotel war Alles in Allem recht sauber, auch wenn die lange Sommersaison am Pool schon ihre Spuren hinterlassen hatte. Die WCs im öffentlichen Bereich waren nicht sehr sauber, allerdings scheint das ein generell spanisches Problem zu sein: Es ward in der gesamten Woche kein sauberes öffentliches Klo gefunden. Im Speisesaal werden sämtliche Mahlzeiten angeboten. Gebucht hatten wir Halbpension; für 10€ pro Mahlzeit hätte man auch Mittagessen bekommen. Doch zum Essen später mehr. Wer wie wir mit dem Flugzeug in Girona ankommt, könnte mit dem Problem konfrontiert werden, dass 2:45h kein Bus nach Lloret fährt. In diesem Fall empfehle ich, zuerst einen Bus nach Girona Zentrum zu nehmen (30 min Fahrt, 2,40€ pro Person, fährt stündlich) und dann von Girona einen Bus nach Lloret (35 min Fahrt, 5,10€ pro Person, fährt stündlich). Man ist zwar länger unterwegs als mit dem Direktbus (30 min), dafür fahren die Busse in der Nebensaison stündlich und man spart 50 Cent. Außerdem ist Girona eine sehenswerte Stadt... Zwei Tipps aus der Umgebung habe ich auch noch parat: Wer sich auf dem Weg zum Strand noch mit Snacks oder Getränken versorgen will, sollte mal bei dem Laden "Licores Alba II" reinschauen. Eigentlich ein unscheinbarer Kiosk, allerdings mit unschlagbaren Preisen und einem sehr aufgeräumten Sortiment! Schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite findet sich unsere "Stammkneipe" in Lloret, die Bar "La Parra". Sie wird von 2 Esten betrieben und dort gibt es günstige Bocadillos, Fußballübertragungen und Paulaner vom Fass (3€/0,5l) und der Heimweg ist seehr kurz! ;-) Mein Fazit: Wir haben für das Doppelzimmer mit HP knapp 39€ pro Nacht bezahlt. Für den Preis waren meine Erwartungen sehr bescheiden; sie wurden in diesem Hotel aber bei weitem übertroffen! In Deutschland bekommt man für den Preis vielleicht ein Zimmer in der Jugendherberge, in Spanien quasi eine gelungene Rundum-Versorgung. Daumen hoch für das Hotel Cleopatra!
Spanische Hotels erhalten ihre Sterne soweit ich informiert bin, fast ausschließlich anhand der Zimmergrößen. Infolgedessen wurde das Hotel Cleopatra vor einigen Jahren wohl mal umgebaut und die Zimmer den neuesten Größenstandards angepasst: Der Evakuierungsplan stimmte nämlich nicht mit dem Zimmergrundriss überein. Dementsprechend war das Zimmer recht geräumig und hatte sogar ein drittes Bett. Der Balkon war etwas klein (in der Tiefe), aber da wir ohnehin auf der falschen Seite des Hotels waren, war Sonnenbaden dort nicht möglich. Im Eingangsbereich des Zimmers fand sich überraschend eine kostenlose Heizungs-/Klimaautomatik, die ihren Dienst auch gut getan hat. Ansonsten ist das Zimmer einfach eingerichtet gewesen. Drei Betten, Tisch, Stuhl, mehrere große Schänke, zwei Nachttische, ein Telefon, kleiner Fernseher (Fernbedienung gabs gegen Kaution von 10€ an der Rezeption) sowie einen Safe, dessen Schließmechanismus man gegen eine Kaution von ich glaube 20€ ebenfalls an der Rezeption erhältlich war. Das Badezimmer war auch recht groß (~8m²) und verfügte neben WC, Bidet und Waschtisch auch über eine Badewanne mit Blubberfunktion. Ich schreibe extra "Badewanne mit Blubberfunktion" weil es wohl in dem Hotel auch Zimmer gibt, die richtige Whirlpools haben! Der Zustand des Zimmers ließ etwas zu wünschen übrig; bei vielen Möbeln löste sich das Furnier ab, ein Nachttisch hatte einen Brandfleck und meine Matratze war "etwas" durchgelegen.
Wie bereits geschrieben hatten wir Halbpension gebucht, also hatten wir zweimal am Tag die Gelegenheit die Gastronomie des Hauses zu erleben. Das Frühstück war eher einfacher Natur: Einfaches Brot, zwei Sorten Brötchen, Käse, Wurst, Marmelade sowie diverse Sorten Müsli. Wers etwas deftiger mochte konnte auch Rührei, Wurst oder Bacon bekommen und wers nicht lassen kann, konnte auch morgens schon gratis Sekt bekommen. Da die Spanier scheinbar keine begnadeten Bäcker sind und die Brötchen aus meinem Essbarkeitsbereich entfernt wurden, beschränkte sich mein Frühstück meist auf Rührei und/oder mit Käse und Schinken überbackene Toasts. Satt wurde man auf jeden Fall, schließlich kann man so viel und so oft essen wie es einem passt. Ein kleiner Tipp zum Frühstück: Finger weg vom Saftautomaten! Die Säfte schmecken durch die Bank wie Wasser mit billigen aufgelösten Vitamintabletten. Grausam. Der Kaffee war hinnehmbar und bei Tee konnten sie nicht viel versauen. Das Abendessen war für uns immer eine unterhaltsame Angelegenheit. Es gab täglich verschiedene Speisen und das durch alle Themengebiete. Das Grünzeug war zwar immer das gleiche; ansonsten gab es immer unterschiedliche Geflügel-, Schweine-, Fisch/Meeresfrüchte-, Rinder-, oder Suppengerichte. Problematisch war bloß, dass die Speisen nie beschriftet waren. Das war nämlich der unterhaltsame Teil: Essenslotterie! Meist kann man aber schon sehen, ob man etwas mag oder eben nicht und in den meisten Fällen hat das was mein Auge mochte, meinem Mund auch gut geschmeckt. Hervorheben muss man noch den Service im Speisesaal. Abends wurden nach jedem Gast nicht nur die Tische abgeräumt, sondern stets auch die Tischdecke ausgetauscht, egal ob sie nun verschmutzt oder völlig sauber waren. Problematisch stelle ich mir vor, dass in der Hochsaison der Platz etwas eng werden könnte im Speisesaal. Laut Beschilderung bot er Platz für nur 150 Personen... Zu der Bar: Bier kann man da toll trinken; die Preise sind in einem völlig normalen bis günstigem Bereich. Schlimm wirds allerdings bei den Cocktails. Finger weg! Unsere Long Island Iced Teas waren trotz korrekter Inhaltsangaben völlig daneben. Das schmeckte nach Cointreau mit Cola und weißem Zucker. Ekelhaft. Vielleicht lag es auch an der Barfrau, also empfehle ich vorher einfach mal zu fragen was die da vorhaben reinzumischen...
Der Service überraschte uns sehr positiv. Der Rezeptionist beim Check-In sprach fast perfektes Deutsch und war äußerst hilfsbereit und freundlich. Von den anderen drei Rezeptionistinnen konnten zwei ausreichend gutes Deutsch, eine eben nicht. Das übrige Personal (Reinigungskräfte, Thekenkräfte, Service im Speisesaal) beherrschte hingegen eher gar keine Sprachen, mal abgesehen vom Spanischen und minimalem Englisch. Viele Worte mussten wir mit diesem Personal aber auch nicht wechseln, von daher geht das nicht negativ in die Bewertung ein. Unser Zimmer wurde wie erwartet täglich gemacht, lediglich waren es immer unterschiedliche Zeiten und man konnte sich nie recht darauf einstellen, wann es denn soweit wäre. Abgesehen von einem seltsamen Fleck an der Decke und einem nicht entleerten Aschenbecher auf dem Balkon war das Zimmer augenscheinlich sauber, es gab also nichts Großartiges zu beanstanden. Thema "zusätzliche Serviceleistungen": Es gibt im Hotel einen Wäscheservice, den ich auch einmal genutzt habe. Abends um etwa 19 Uhr habe ich an der Rezeption eine Hose abgegeben, am nächsten Tag nachmittags bekam ich sie sauber und gebügelt zurück. Ein praktischer Service, wenn auch nicht kostenfrei.
Auf den ersten Blick in Google Maps scheint die Lage etwas abschreckend zu sein, so inmitten von kleinen Gassen und ab vom Strand. Überraschenderweise stellte sich für uns die Lage aber als ziemlich günstig dar. Zum Strand läuft man etwa 5 Minuten, ins "Zentrum" genausolange. In der unmittelbaren Umgebung sind keine Discotheken oder Kneipen, sodass Lärm von dieser Seite schonmal nicht stattfindet. Die einzigen quasi-ständigen Geräuschquellen in der Nähe war das Hotel "La Palmera" gegenüber (war aber ab 1.10. auch für den Winter geschlossen) sowie die Musikbeschallung am eigenen Pool, von dessen Seite unser Zimmer aber abgewandt war. Ansonsten störten nur randalierende Zimmernachbarn (dazu gleich mehr) und die gelegentlichen Zwiebacksägen (Motorroller) in den Gassen. Letztere lassen sich in Spanien wohl nirgendwo wirklich vermeiden.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Pool war für meinen Geschmack etwas zu kühl (die Rezeption sagte er hätte 27°C) und dadurch, dass er inmitten verschiedener Gebäude liegt war er auch größtenteils den ganzen Tag im Schatten. Es gab zwar 34 Liegen am Pool; von diesen waren aber nur höchstens 10 gleichzeitig in der Sonne. Mein Lieblingsort draußen war deshalb der Whirlpool. Beheizt auf 37°C ließ es sich stundenlang darin aufhalten. Generell würde ich aber sagen, dass ähnlich wie beim Speisesaal in der Hochsaison die Poolanlage vielleicht etwas unterdimensioniert sein könnte. Dann hilft nur: Früh raus und Handtücher auf die Liegen ;-)
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1 Woche im Oktober 2010 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Simon |
Alter: | 19-25 |
Bewertungen: | 4 |