Sehr schöne und weitläufige Anlage, direkt am Roten Meer gelegen. Sauber und gepflegt. Alle Zimmer in eingeschossigen, ebenerdigen Reihen-Bungalows. Die meisten Zimmer sind frisch renoviert, es riecht noch nach Farbe. Wir hatten ein Bad mit Marmor-Waschbecken und zwei ordentliche 1,60 m breite King-Size Betten. Die Klima-Anlage funktionierte einwandfrei und konnte sogar heizen, was in den Wintermonaten nachts durchaus mal notwendig werden kann. Das Coral Beach ist vom Hotel her eher 5 als 3,5 oder 4 Sterne wert und liegt direkt an einem wunderschönen Korallenriff. Die Gäste im Januar 2005 setzten sich überwiegend aus Russen, Deutsche und Italiener zusammen. Da die Anlage sehr weitläufig ist, waren Ruhe und Entspannung gegeben. Allein im Speisesaal der übliche Kuddel-Muddel eines Riesen-Hotels. Einmal täglich ein kostenpflichtiger Shuttlebus-Service nach Hurghada (16:00 bis 19:00 Uhr). Wer 3,5 oder 4 ägyptische Sterne erwartet, wird verwundert sein. Die frisch renovierte Hotelanlage ist mindestens 5 Sterne wert. Im Gegensatz zu vielen ägyptischen Bettenbunkern hat diese, nur eingeschossige und weitläufige Anlage, noch Flair und lädt zum Relaxen ein. Wahrscheinlich würde heute in Hurghada niemand mehr nur eingeschossig bauen, denn man bekommt mit mehr Geschossen viel mehr Urlauber auf die gleiche Grundfläche. Das schon lange existierende Coral Beach nimmt hier definitiv eine Sonderstellung ein. Schnorchler und Taucher finden im Coral Beach das Urlaubsparadies auf Erden, und die Qualität von Hotel und Zimmer halten mit diesem Positiv-Erlebnis Schritt. Allein das aus unserer Sicht für Europäer bakteriologisch ungenießbare Essen trübt die Freude deutlich, wenn man den obligatorischen Durchfall in Ägypten nicht bereits einkalkuliert hat. Wäre ja alles kein Problem, wenn man mal eben auf Restaurants in Hurghada ausweichen könnte, aber der Ort ist 30 km weit entfernt. Somit zwar erreichbar, aber eben kein Katzensprung. Manchmal würde es ja auch eine Tafel Schokolade tun, aber mangels Shop ist auch hier Fehlanzeige. Und das Hotel bietet weder Chips, noch Schokolade, noch sonstwas an. Somit ist man vor Ort gänzlich auf das problematische Essen angewiesen. Es ist schade, dass sich das Rotana Coral Beach eine solch extreme Schwäche beim Essen leistet. Aber anders geht es wohl in keinem ägyptischen Hotel. Deshalb auch letztendlich noch knapp unsere Empfehlung. * Supergünstig und ganz toll ist der T-Shirt Laden, dessen Inhaber von seinen Fans liebevoll "Mr. Bean" genannt wird. Auch den typischen Teddy hat er schon geschenkt bekommen. Hier gibt es unter Anderem alle Arten von T-Shirts (5 Euro), Sweat-Shirts (10 Euro), Westen und Strickjacken (15 Euro), die zum All Inclusive Preis auf Wunsch vorne und hinten mit hübschen Schriftzügen und Logos bestickt werden. Entweder man wählt eine der vielen Vorgaben (Rotes Meer, Red Sea, Tauchen ...) oder lässt sich selber etwas einfallen. Im Shop gibt es nervenschonende Festpreise. So entgeht man den üblichen, wahnwitzigen Feilschereien (ganz billig das T-Shirt, nur 100 Euro, gute Qualität ...). Der ägyptische Mr. Bean bietet jedoch auch alle traditionellen Bekleidungsgegenstände, allerlei Tücher und Koffer zu reellen Preisen an. Und nebenbei ist es dort immer wieder lustig.
Viel besser hätte das Zimmer nicht sein können. Frisch renoviert und geschmackvoll eingerichtet. Gleich zwei King-Size Betten a 1,60 m Breite und keinesfalls durchgelegen, eher schön fest und angenehm. Mit direkter verspiegelter Glastür zur ebenerdigen Terasse. Das Fernsehen mit ARD und VOX nicht zu vergessen. Ein eingeschalteter Kühlschrank steht für die Kühlung von Getränken bereit. Die Klimanlage funktioniert sowohl beim Heizen wie auch beim Kühlen, was will man mehr? Das ergibt sechs wohlverdiente Sonnen.
Das Studium einiger Reiseberichte zum Coral Beach hat uns glauben lassen, dass das Essen in diesem Hotel eine schmackhafte und abwechslungsreiche Ausnahme sei. Dem ist nicht so. Wie in den meisten anderen guten ägyptischen Hotels ist auch das Essen im Coral Beach (neuerdings Rotana Beach genannt) eher dritt- als zweitklassig. Aber es gibt hier noch ein viel größeres ägyptisches Standardproblem: Das Essen ist für unsere europäisch geprägten Körper schlicht und einfach zu sehr mit Bakterien belastet, was im besten Fall zu Durchfall und Magenkrämpfen führt. Auch uns hat es voll erwischt, obwohl wir uns im Wesentlichen auf Reis und gebratenes Fleisch konzentriert hatten. So lauerte die Gefahr einmal in einer Soße, die zum Hühnchen angeboten wurde und wohl bereits zum 27 Mal aufgewärmt worden war. In Ägypten hört man immer wieder die Theorie von den "kalten Getränken" bei heißesten Temperaturen, die Urlauber selbstverschuldet in den Durchfall treiben. Da es bei uns weder extrem heiß war, noch die Getränke sonderlich kalt, bleiben nur Bakterien. Eine Nil-Kreuzfahrt hatten wir vorab mit größter Vorsicht unbeschadet überstanden, das Coral Beach hat unser Verdauungssystem jedoch zu Fall gebracht. Und nicht nur unseres: Fast jedes Gespräch, das man zufällig mitbekommt, handelt vom Durchfall. Hier ist noch einiges zu tun, liebes Coral Beach!!! Als Tourist in Ägypten sollten sie wissen, dass Immodium bei den meisten ägyptischen Durchfallerkrankungen nicht anschlägt, weil diese üblicherweise durch Bakterien ausgelöst werden. Immodium bekämpft nur den Durchfall an sich, nicht aber die Bakterien. Und statt gesund zu werden bekommen sie so mit Immodium immer wieder Durchfall und Krämpfe. Hier helfen nur Medikamente, die die Bakterien bekämpfen, diese basieren meistens auf irgendeinem Penicillin-Verschnitt. In den üblichen ägyptischen Apotheken erhält man wirksame Tabletten (z.B. Antinal) für ein bis zwei Euro. Geht man jedoch in die Apotheke beim Hilton (neben dem Coral Beach) wird man für ähnliche Präperate mit 30 Euro über den Tisch gezogen. Diese werden sie jedoch dennoch gerne zahlen, wenn es soweit ist. Das Frühstück wird in holidaycheck.de oft gelobt. Unserer Meinung ohne Grund. Denn die üblichen süßen Brötchen sind keineswegs ein Highlight. Es ist jedoch möglich sich Rührei aus frischen Eiern machen zu lassen. Der Speisesaal des Coral Beach wird im Augenblick umgebaut und befindet sich momentan in einem improvisierten Zelt. Ganz nett, aber tatsächlich nur ein Provisorium. Wer fährt außer unseren russischen Freunden schon zum Essen nach Ägypten? Wahrscheinlich niemand. Eine Sonne reicht somit. Gäbe es null Sonnen, hätte das Coral Beach auch diese verdient. Essen, das Urlauber krank macht? --> Nein danke!
Der Service gestaltet sich unterschiedlich: An der Rezeption ist die Bedienung erstklassig und sehr aufmerksam. Bei der Anreise muss natürlich jeder das Ausfüllen einer Check-In Karte über sich ergehen lassen. Aber das ist üblich. Auf Zimmerwünsche wird flexibel reagiert. Ein Trinkgeld räumt letzte Zweifel vollends aus. Den Room-Service haben wir trotz Bakschisch als nicht immer als sauber empfunden, wenn auch des Öfteren hübsche, aus Handtüchern gefaltete Tiere auf unserem Bett lagen. Eine Woche lang wurde nicht gewischt, einmal fehlte das zum Leben in Ägypten dringend notwendige Toilettenpapier. Es wäre besser gewesen, wenn sich die Reinigungskräfte auf die Reinigung konzentriert hätten. Viele Hotelbewertungen sagen aus, dass die Bedienung im Restaurant zu wünschen übrig lässt. Das ist wahr. Wenn man in der Rush-Hour zwischen 19:00 und 21:00 Uhr im Speisesaal eintrifft, hat man nur wenig Chancen von den ansonsten freundlichen Obern freiwillig Getränke angeboten zu bekommen. Vielleicht liegt das daran, dass viele russische Gäste aus Sparsamkeit überhaupt keine Getränke im Hotel kaufen. Dennoch ist es ungewöhnlich, dass die Bedienung von sich aus nicht fragt, was man trinken will und teilweise erst gar nicht an den Tisch kommt.
Das Coral Beach (neuerdings Rotana Beach genannt) liegt 30 km südlich von Hurghada. Somit hat man auf der einen Seite ein sehr gut erhaltenes Korallenriff, und auf der anderen Seite eine riesige Distanz zur Stadt. Der Taxipreis bis nach Hurghada (hin und zurück) beträgt ca. 50 LE, was ungefähr 7 Euro entspricht. Die Fahrtzeit beträgt über 20 Minuten. Leider gibt es im Hotel nur T-Shirts und Andenken zu kaufen und keinen Lebensmittel-Shop irgendeiner Art weit und breit. Auch nicht im Nachbarhotel Hilton. Das ist wohl bewusst so gemacht, damit man seine Getränke mit hoher Wahrscheinlichkeit im Hotel kaufen muss. Wer zwischendurch mal Schokolade oder Chips einwerfen will, muss die lange Reise nach Hurghada unternehmen. Eine Apotheke gibt es im Coral Beach ebenfalls nicht, dafür aber eine im Nachbarhotel Hilton, die mit gigantisch übersteigerten Preisen aufwartet. Kann sie auch, denn Konkurrenz ist weit und breit nicht zu finden. Da bleibt nur wieder der Trip nach Hurghada, was manchem mit Durchfall (siehe unten) schwer fallen wird.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Ein Tennisplatz ist vorhanden und der macht einen guten Eindruck. Das Schnorcheln ist ein Highlight, kaum ein Hotel verfügt noch über ein so gutes Hausriff wie das Coral Beach. Die Animation beschränkt sich auf Volleyball am Strand und das Aufdrehen der Stereoanlage bis zum Anschlag. Wie üblich und nicht anders zu erwarten. Wer will, kann sich zum Preis von 15 Euro eine halbe Stunde Massage gönnen. Wir hörten nur Bestes. Jeder Gast erhält eine Handtuchkarte, Liegen sind in Massen vorhanden und auch der Pool macht einen gepflegten Eindruck. Das Coral Beach verfügt in seiner Anlage über die Tauchbasis dive-point.com, eine der Besten ihrer Gattung, was Qualität und Leistung anbelangt. Sicher verfügt Hughada über zahlreiche günstigere Tauch-Discounter, die ihre Gäste wie Heringe 30% billiger zum Tauchplatz schippern (von weitem mit angesehen). Wer aber Wert auf perfekte Betreuung und einen hohen Standard legt, ist im Dive-Point gut aufgehoben. Neben zahlreichen Bootstouren (50 Euro pro Tag incl. 2 Tauchgänge) werden Tauchkurse für Einsteiger und Profis angeboten. Dive-Point ist ein 5-Sterne PADI-Tauchcenter und somit allererste Wahl für alle Tachfans. Wer ohne jegliche Tauch-Kenntnisse nur mit der Hoffnung auf sein persönliches Glück tauchen möchte, der ist in den zahlreichen ägyptischen Tauchcentern besser aufgehoben. Hier lässt man jederzeit Fünfe grade sein, wenn nur die Euros im Beutel klingeln.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Januar 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Dagmar & Frank |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |


