Großes Hochhaus aus den Anfängen der 90er Jahre. International ausgerichtet, viel englisches Publikum, auch einige Russen. Große, lichtdurchflutete Lobby, aber die Zimmergänge dunkel und völlig überhitzt. Acht Fahrstühle sorgen für sehr kurze Wartezeiten, Rezeption immer ausreichend besetzt. Im Oktober 08 läuft momentan ein kleinerer Umbau im Erdgeschoss, der vom Zimmer aber nicht bemerkbar ist. Parken im gegenüber liegenden Kongresszentrum weitaus billiger, ca. 12 Euro/Tag. Ausladen kann man problemlos vor dem Hotel und fährt dann einfach rüber, Weg ist ausgeschildert.
Kleines Eckzimmer in der 18. Etage. Guter Blick auf Prag, aber Mobilar älter und abgewohnt. Flecken auf Teppich und Sesseln, Bad dunkel und schlecht belüftet. Duschvorhang aus Stoff, liebloses Marmorimitat am Waschbecken. Klimaanlage funktioniert nicht, Fenster ließ sich nur kippen. Trotz hoher Lage im Haus Dauerlärm durch die angrenzende Schnellstraße. Auf Grund schlechter Belüftung stickiges Klima, meinen Eltern gab man trotz anderweitiger Wünsche ein Raucherzimmer.
Frühstück miserabel. Kaum Auswahl an Belag, dafür viele Brotsorten. Köche verstehen nicht, dass man ein Omelett will und verweisen auf das vorhandene Sortiment. Mein Hinweis, dass es ein Omelett im letzten Jahr (sogar mit frischen Pilzen) noch gab, verstand man nicht oder wollte es nicht. Viele Kellner ruppig und unfreundlich, zwei Bedienstete latschten mir fröhlich auf die Füße. Worte des Bedauerns? Ein gequältes Sorry war das Einzige.
Leider verfällt der Service seit einiger Zeit ins Lieblose. Stück für Stück werden Leistungen gekürzt, die noch vor einem Jahr Usus waren. Englisch scheinen die meisten Mitarbeiter nicht mächtig zu sein, beim Frühstück hatte ich jedenfalls erhebliche Verständigungsprobleme mit der Köchin und dem Bedienpersonal. Teilweise hatte man das Gefühl, es wird nur mit einem Ohr hingehört aber gar nicht geistig verarbeitet, was der Gast tatsächlich möchte. Großer Minuspunkt: Zimmerreinigung war gegen 15 Uhr noch nicht abgeschlossen. Anruf an der Rezeption wurde lustlos entgegen genommen. Kein Wort der Entschuldigung, Reinigung erst nach einer halben Stunde! Concierge verstand ebenfalls wenig Englisch und wusste erst nach merhmaligem Nachfragen bei den Kollegen, dass die Bowlingbar für immer geschlossen ist. Solche Kenntnisse sollte ein Gästebetreuer Ruck-Zuck aus dem Effeff weitergeben.
Besser geht es nicht. Direkt an der Metrolinie B gelegen. Zwei Stationen ins Zentrum, zum Bahnhof mit dem Auto ca. 10 Minuten.
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