Für eine Einzelperson, die zudem "nur" am Tauchen interessiert ist, ein beinahe ideales Hotel. Näheres in den Einzelbewertungen. Für Familien (Kinder) allerdings kann ich das Haus nicht empfehlen - Die Spielanlagen sind in zweifelhaftem Zustand und der Spielraum ist sehr bedenklich. Siehe unten. Jahreszeitlich bedingt waren im Hotel (und in Dahab) nur sehr wenige Gäste (ca. 25%), was zwar für Taucher ideal ist, jedoch auch unangenehme Konsequenzen hat, zB schlechteren Service und "Baggern" um Kunden. Achtung - ich gebe realistische Sonnen ! Die 4 Sonnen entsprechen also schon einer sehr guten akzeptablen Leistung. Die Kombination aus Hausriff, Orca-Basis und dem Hotel ist für einen Tauchfreund kaum zu toppen. Direkt vor dem Hotel sind Moray Garden, The Caves, Golden Blocks und andere bekannte Spots, in der Nähe das Blue Hole (total überschätzter und überfüllter Touri-Nepp) sowie die sehenswerten Coral Gardens und der faszinierende Canyon. Das Wetter war ausreichend warm (bis 30 Grad Luft, um 22 Grad Wasser), teilweise kühler Wind. Ich werde wieder im Januar in die Region reisen. Bitte bei Trinkgelder auf dem Teppich bleiben und vor allem nur für gewünschte und sinnvolle Tätigkeiten zahlen (auch ein Tip aller Reiseleiter). Handyempfang teilweise stark eingeschränkt / stundenweise aus. Unbedingt Imodium akut mitnehmen ! :)
Entgegen der Buchung bekamen wir Zimmer unten (statt oben) sowie ohne Meerblick (stattdessen Poolbarblick). Das rächte sich, als über mir eine russische Familie einzog - tut das nicht weh, 23 Stunden am Tag mit Stöckelschuhen im Zimmer... aber lassen wir das ! Als Einzelzimmer gab es ohne Aufschlag ein großes Doppelzimmer. Das Zimmer war verwohnt, die Türen (Zimmer und Schränke) schlossen schlecht, aber das war nicht der Rede wert. Vorhanden ist ein kleiner brauchbarer Tresor, ich brauchte immerhin fast 10 Minuten bis ich ihn ohne Schlüssel geknackt hatte. Für Papiere und Kamera ausreichend ! Der Kühlschrank darunter erzeugt viel Stauwärme hält aber eine Flasche Wasser kühl. Im TV gibt es zwei deutsche Programme (RTL2, ZDF) sowie RTL aus der Schweiz in schlechter Qualität. Das Bad ist ein Sanierungsfall, wurde aber wenigstens sauber gehalten. Mehrmals pro Woche wird die gesamte Anlage mit Gas ausgeräuchert, was gigantisch aussieht - und ebenso riecht. Dafür war die Zahl der Fliegen aber auch erträglich. Auf die Ameisen (eine wespenähnlich stechende Camponotusart) wurde effektiv und gezielt Jagd gemacht. Die Klimaanlage war laut aber effektiv. Achtung : beim Abziehen der Code-Karte (am Schlüssel) aus dem Lesegerät ging nach kurzer Zeit der Strom aus, und das natürlich auch für Ladegeräte, Babyphone etc.
Falle "All inklusive". AI lohnte sich nicht ! Während zahlende Gäste für wenig Geld (Abbuchung über das Zimmer) echte Cola, und Fanta sowie gute Flaschenweine und sehenswerte Zwischenspeisen bekamen, gab es für AI-Kunden ohne Zuzahlung nur merkwürdige Getränke und unerfreuliche Snacks zu stark eingeschränkten Zeiten. Als AI-Fanta gab es z. B. ein lösliches Pulver in kohlesäurefreiem Wasser aus Großtanks. Der AI-Wein ist ... unglaublich ! Auch bei anderen alkoholischen Getränken bis hin zum Bier gibt es große Unterschiede. Aufgrund der guten Preise sollten insbesondere Gäste mit feiner Zunge auf AI verzichten und stattdessen für die Originalgetränke zahlen. Als AI'ler muss man zudem mit einem lästigen und hässlichen Plastikband am Arm rumlaufen (was sich aber mit spitzen Fingernägeln öffnen läßt) Die vielen Köche haben gute Arbeit geleistet und waren sehr freundlich, insbesondere wenn man auf arabisch grüßen und Zahlen nennen konnte. Das Essen ist teilweise gewöhnungsbedürftig und auf Dauer eintönig, aber nicht zu beanstanden. Trinkgelder wurden in bereitstehende Tip-Boxen versenkt.
Alle Mitarbeiter waren freundlich und hilfsbereit, teilweise aber auch gelangweilt. Trotz der Belegung (ca. 25%) war offenbar die volle Mannschaft vorhanden. Die Bedienungen der Poolbars waren in Zivilkleidung im Dienst. Die Reinigung erfolgte täglich, ihre Leistung war stark vom Trinkgeld abhängig. 5 Pfund pro Tag reichten für schöne Bettverzierungen aus Handtüchern und Blüten. Große Handtücher und Liegematratzen gibt es an mehreren Stellen kostenlos, auch ohne die Handtuchkarte, deren Verlust 20 Euro kosten soll. Englisch wurde gut verstanden, einige Mitarbeiter lernen grade deutsch. Ein paar Brocken arabisch reichen, um die Mitarbeiter sichtlich zu erfreuen - es ist leicht erlernbar und man sollte einen Grundwortschatz aufbauen. Geld wurde an der Rezeption gerne privat 1: 7 (schlecht) getauscht, kleine Scheine (1, 2,5, 10 Pfund) wurden aber ungerne rausgegeben, obwohl sie als Trinkgeld besonders geeignet sind. 20 Pfund sind bereits 3 Euro und das Doppelte eines durchschnittlichen Tageslohnes - ungeeignet fürs kurze Kofferschieben !
Entgegen der Ankündigung der Condor war es kein Direktflug, stattdessen wurde ein zeitraubender Umweg über Hurghada gemacht. Zudem kann ich als 2-m-Mann die Sitze im Flieger NICHT nutzen, ich musste trotz Unwillen der Flugbegleiter die Sitzlehnen zum Mittelgang demontieren. Eine Nachbuchung der "XL-Sitze" war nicht möglich. Seit meinem letzen Flug wurden offenbar weitere Sitzreihen eingebaut, denn bisher passte es überall ! Kommentar der Neckermann-Reiseleitung : Steht in den AGB, da muss ich gefälligst das Kleingedruckte lesen. -> ein Kunde weniger ! (Vorangegangenes geht nicht in die Bewertung ein) In Sharm gelandet ging die Reise in einem bedenklichen Kleinbus weiter. Ärgerlich : obwohl nicht erwünscht und absolut unnötig, verweigert der Fahrer die Annahme der Koffer. Diesen Handgriff machte ein Helfer, der dafür die Hand aufhielt, in der er einen 5-Euro-Schein (80 Pfund !)präsentierte. Der Durchschnittstageslohn in Ägypten beträgt 10 Pfund, trotzdem maulte er bei (umgerechnet) 2 Pfund je Handgriff. Ich gönne diesen Menschen alles Gute, aber nicht so plump. Hier hat das "Mit den Scheinen wedeln" der Russen offenbar erste Früchte getragen, die sich so zwar keinen Respekt, aber einen schnellen Service erkaufen. Die Fahrt nach Dahab dauerte gut 90 Minuten, dank der unerwarteten Flugverspätung kamen wir erst im Dunkeln an. Der letzte Kilometer zum Hotel führt über eine extrem schlechte Sandpiste im Schritttempo (ja, ehrlich). Eine neue Straße durch die Berge nach Dahab wird grade gebaut, das läßt hoffen. Das Hotel liegt sehr einsam, aber es gibt einen Shuttle-Service nach Dahab (wo es außer agressiven Händlern aber auch wenig gibt). Die Sonne war schon gegen 16 Uhr hinter den Bergen verschwunden, was sich auch auf das Tauchen am Hauriff auswirkte. Nachttauchgänge wurden um 17 Uhr gestartet.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Im Hotel befindet sich eine Orca-Tauch-Basis. Der Service dieser Basis, die Pefektion und Freundlichkeit der Mitarbeiter und die Tauchmöglichkeiten direkt am Hotel und in der nahem Umgebung waren traumhaft und mindestens 6 Sterne wert. Die Einrichtungen des Hotels selber bleiben aber leider weit dahinter zurück ! Zwar gibt es drei Pools mit mehrfacher Unterteilung und Rutschen, jedoch sind diese kälter wie das Meer. Unbrauchbar sind die anderen Einrichtungen wie die Fitnessgeräte, Billiartisch, Soccertisch und Tischtennisplatte aufgrund der teilweise gravierenden Schäden und Gefahren. Der Kinderspielraum ist in meinen Augen eine Katastrofe - mittendrin ein schräg geneigter schwerer Schrank mit schweren Gegenständen, der sich mit einem Finger umkippen läßt, daneben eine zersplitterte Glasscheibe, dazu eine kleine Dartscheibe ohne jeden Schutz in der Raummitte (kein Scherz !) und herunliegende Dartpfeile. Der Kinderspielplatz ist bedenklich - als Sturzschutz dienen u. a. zwei Autoreifen, die Geräte wirken wie aus den 70ern. Die Animateure waren freundlich und dezent und trotz der wenigen Gäste sehr bemüht.


