- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Laut eigener Internetseite verfügt das Hotel über 234 Zimmer auf insgesamt 6 Stockwerken. Letzte Renovierungsarbeiten sollen im Jahr 2000 stattgefunden haben, also auch schon wieder ein Weilchen her, was man hier und da auch sieht. Allgemein aber ist der Zustand des Hotels in Ordnung. Für Familien mit kleinen Kindern oder Personen, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, würde ich das Hotel nicht unbedingt empfehlen. Zwar gibt es zwei Aufzüge in der Lobby und noch einen weiteren im hinteren Teil des Hotels, ob der für Gäste benutzbar ist weiß ich nicht, aber die Größe gibt es in meinen Augen nicht her, dass sich dort z.B. ein Kinderwagen oder Rollstuhl inkl, Gepäck und etwaiger Begleitperson unterbringen lässt. Zumal konnte ich im Eingangsbereich keine Rampe entdecken und da der Speiseraum im Keller liegt, gäbe es auch dort Probleme. Allerdings so muss man anmerken, ist dort ein Treppenlift angebracht worden, der gehbehinderte Personen bei Bedarf zwischen Lobby und Speiseraum transportieren kann. Was die Verpflegung betrifft, ist denke ich mal von nur Frühstück bis Vollpension alles möglich. Ich hatte es mit Vollpension gebucht, was Frühstück, Mittag und Abendessen beinhaltete, sowie Wasser und Wein zum Mittag und Abendessen. Wenn es um die Gästestruktur geht, so konnte man sich als vergleichsweise junger Mensch von Mitte dreißig, wie in einer Seniorenresidenz vorkommen. Bestimmt waren zur jetzigen Reisezeit mindestens 80% der Hotelgäste Frauen und Männer, hauptsächlich aus Frankreich und Spanien, die zur Altersgruppe 60+ zählten. Der Rest waren Familien mit hauptsächlich älteren Kindern / Jugendlichen. Im Frühling und Sommer ist die Gästestruktur bestimmt ganz anders. Wer seine Flüge von Barcelona hat, der hat die Möglichkeit An und Abreise per Bus selbst zu organisieren und damit die nervige Transferprozedur per Sammeltransport zu vermeiden. Vom Flughafen Barcelona gibt es einen Direktbus (Reisebus) zum Busbahnhof von Lloret de Mar und der liegt keine fünf Minuten vom Hotel entfernt. Die Kosten für Hin und Rückfahrt dürften sich auf ca. 22€ belaufen. Eine weitere Möglichkeit wäre mit dem Zug von Barcelona nach Blanes zu fahren und von dort mit dem Bus nach Lloret de Mar. Diese Möglichkeit ist etwas kostengünstiger, dauert aber auch länger, und ist deutlich umständlicher, weil man umsteigen muss. Von Lloret de Mar aus kann man allgemein einige schöne Ausflüge machen. Natürlich ist wegen der örtlichen Nähe Barcelona praktisch ein -Must have- und wohl jeder Reiseveranstalter hat mindestens einen Ausflug im Zusammenhang mit Barcelona im Angebot. Ich wage es mal zu sagen: Vergesst diese organisierten Geschichten bei einer Stadt wie Barcelona! Fahrt mit dem Direktbus nach Barcelona (Haltestelle Busbahnhof Nord), holt euch dort eine Tageskarte und macht euer eigenes Ding! Wobei ein Tag kaum reichen dürfte um sich alles Sehenswerte der Stadt zu betrachten. Ich selber habe mich im Vorfeld meiner Reise entschlossen für drei Tage / zwei Nächte in dieser großartigen Stadt zu bleiben um sie mir richtig ansehen zu können. Es gibt viele günstige Jugendherbergen, die für einen solchen Aufenthalt geeignet sind. Ich finde die Extrakosten haben sich 100% gelohnt. Wenn es um einen Tagesausflug geht, dann empfehle ich auf jeden Fall die Provinzhauptstadt Girona, welche binnen einer Stunde mit dem Bus von Lloret de Mar aus zu erreichen ist. Dort kann man in der schönen Altstadt durch enge Gassen spazieren gehen und Kultur genießen Am Rande von Girona gibt es ein sehr großes Einkaufszentrum, mit mehr als 100 Geschäften, aber auch in der Stadt selber gibt es Shopping Möglichkeiten noch und nöcher. In Lloret de Mar selber hat man die Möglichkeit sich das Stadtmuseum, eine schöne Kirche und das Kulturzentrum zu betrachten. Es gibt auch einige sehenswerte Grünanlagen, die aber nicht direkt im Zentrum liegen, sondern außerhalb. Was es noch gibt ist ein Wasservergnügungspark (Water World). Dorthin fährt vom Busbahnhof ein kostenloser Shuttelbus. Ebenfalls per kostenfreien Shuttel kommt man zu einer Go Kart Bahn in der Umgebung von Lloret de Mar. Um die unzähligen Gemischtwarenläden in Lloret de Mar, also jenen Geschäften mit dem sich ständig wiederholenden Warensortiment aus Touristen-Nippes (Tassen, Postkarten, qualitativ schlechten und immer gefälschten Markentextilien...) würde ich einen großen Bogen machen. Nicht nur, dass man dort für sein Geld eigentlich nichts von Wert bekommt, nein, die wenigen nützlichen Sachen wie Sonnenmilch, Wasser, Snacks... sind preislich total überzogen. Weiterhin fand ich es absolut nervig von den Verkäufern belagert zu werden, wenn ich mich just vor fun umgesehen habe. "T-Shirt Madame? Machen gute Preis!" hieß es immer wieder, wenn sie geschnallt hatten, das man aus Deutschland kam. Vorsicht vor unmoralischen Angeboten! Es kann leicht passieren, dass man von merkwürdigen Menschen angesprochen wird, die einen Drogen verkaufen wollen. Als ich mich in einen der Gemischtwarenläden mal näher mit einer Luftdruckpistole befasste, wurde ich glatt gefragt, ob ich eine echte haben wolle... Ich dachte ich höre nicht recht! Taschendiebe und Langfinger sind in Orten wie Lloret de Mar natürlich auch beheimatet, von daher rate ich jeden Touristen die Wertsachen im Hotel zu lassen. Dort kann man sich einen Safe mieten. Wenn man das nicht möchte, sollte man die Sachen immer bei sich am Körper tragen. Ich habe mir einen Brustbeutel zugelegt, den ich unter meiner Kleidung getragen habe und die Bauchtasche hatte ich ebenfalls unter dem Shirt. Wenn man in Lokalen einkehrt, Sachen wie Handtaschen auf keinen Fall über die Stuhllehnen hängen, wo man sie nicht gut im Blick hat. Besser man stellt sie neben sich auf den Platz oder gleich so, das potentielle Diebe nicht sehen können, dass man eine dabei hat. Wenn ich bei meinen Streifzügen durch die Gassen gesehen habe, wie sorglos manche Leute da mit ihren Sachen umgegangen sind, konnte ich nur immer den Kopf schütteln.
Ich hatte Zimmer 138 im ersten Stock, Ein Zimmer, das ungefähr 20qm² groß und für eine Person vollkommen ausreichend gewesen ist. Der Zustand der Zimmermöbel möchte ich als gut bezeichnen. Das Doppelbett bestand aus zwei Einzelbetten und hatten die Angewohnheit, auseinander zu driften, wenn man sich zu stark hin und her drehte und das ist bei einen unruhigen Schlaf wie meinen leider ständig der Fall gewesen. Die Bettwäsche bestand aus dem typisch länglichen und ziemlich flachen Kissen und einer dünnen Stoffdecke. Zwar gab es auch noch eine Felldecke, aber das Ding hat sich auf meiner Haut einfach nur unangenehm angefühlt. Sauber gewesen ist die Bettwäsche aber und es gab auch unter dem Laken Schonbezüge (aus Plastik). Die Matratze war auch noch nicht durchgelegen und für mich bequem. Der Schrank ist groß und hat ausreichend Ablagemöglichkeiten und auch Bügel. Weitere Ablagemöglichkeiten fanden sich in Form von Schubladen beim Tisch und den Nachttischen. Zählt man die halb verdeckte Steckdose im Spalt zwischen Schrank und Tisch hinzu gibt es im Wohn/Schlafraum drei Stück und im Bad noch eine weitere. Der Fernseher (ca. 48 cm Diagonale) ist modern, also kein Röhren TV und hat ab Kanal 58 insgesamt fünf deutsche Programme: ZDF, ZDF-Info, ZDF-Neo, 3 Sat und KIKA. Ehrlich gesagt fand ich das super, weil ich auf diesen Kanälen auch mal am Abend die ein oder andere interessante Dokumentation sehen konnte. Das Badezimmer ist klein und vor allem eng bemessen. Es verfügt über einen großen Wandspiegel, Schminkspiegel, typisch altmodischen Fön und Waschbecken ohne ausreichend Abstellmöglichkeiten. Eine Badewanne mit guter Dusche bildet praktisch das Highlight. Als Spritzschutz ist eine Glaswand eingelassen worden. Ein Fenster hat der Raum nicht, weswegen man nach einen ausgiebigen Bad mal locker Saunafeeling hat. Kaltes und warmes Wasser waren immer vorhanden. Einen Balkon hatte das Zimmer auch, Ausgestattet mit Wäscheleine, Tisch und zwei Plastikstühlen, allerdings ohne jede Aussicht! Das Ding ist nämlich, dass vom Balkon aus, eine Tür noch weiter auf eine große Gemeinschaftsterrasse aller angrenzenden Zimmer führt. Dort stehen dann nochmal Tische und Stühle und von dort hat man dann eine Aussicht auf den Pool. Gut gefunden, habe ich diese Umstände nicht, aber nachdem dann auf der Hauptstraße Tags über laute Bauarbeiten angefangen hatten, dessen Lärm , selbst bei geschlossener Balkontür bis ins Zimmer drang, war an Sitzen auf dem Balkon oder der großen Terrasse eh nicht mehr zu denken. Schade!
Es gibt einen Speisesaal - kein Restaurant im Sinne, dass Nicht -Gäste dort essen können- und eine Hotel-Bar. Zur Hotel-Bar kann ich keine Aussagen machen. Dessen Service habe ich nicht in Anspruch genommen. Der Speisesaal ist im Keller des Hotels, ein großer, sauberer Raum mit Tischen und Stühlen, ohne jedes Tageslicht, was ich für mich als sehr deprimierend empfand. Gerne bin dort nicht hingegangen und habe auch zugesehen, dass ich mit dem Essen schnell fertig wurde und wieder von dort weg konnte. Vorweg sei gesagt: Essen ist Geschmackssache, von daher ist das hier meine persönliche Meinung. Das Essen an sich ist zwar in der Auswahl großzügig bemessen, also mehrere Sorten Brot, Wurst und Käse, Obst, Salate, Süßspeisen... aber letztlich fand ich es sehr fade im Geschmack und schlecht in der Zubereitung. Sogar die Pfannkuchen zum Frühstück, waren kaum genießbar. Zu mindestens war es das erste Mal, dass ich das Essen erbrechen musste und ich habe im Laufe meiner vielen Reisen schon so manches Hotelessen ertragen. Bei einigen Sorten Käse und Wurst, hatte ich das Gefühl, dass es sich optisch um Analogkäse und Formfleisch handelt. Sofern man sich beim Mittag und Abendessen vom Buffet bediente, waren die Speisen wie z.B. Nudeln, Pommes oder Reis auch nicht heiß, sondern nur pupwarm. Genauso gut, hätten sie einen die Sachen gleich kalt präsentieren können. Das Speiseeis, was es einmal in abgepackter Form gab, war nicht mehr gefroren, sondern schon ziemlich weich, was auch nicht besonders appetitlich ist. Getränke, Wasser ohne Kohlensäure und Wein, waren beim Mittag und Abendessen eingeschlossen. Beides gab es in jeweils 1l Flaschen. Wein habe ich nicht getrunken und vom Wasser maximal zwei Gläser, von daher eine Verschwendung in meinen Augen, weil der Rest wohl immer im Abfluss gelandet ist. Wasser in kleineren Flaschen wäre, genauso wie Cola, Fanta... kostenpflichtig gewesen. Zum Frühstück konnte man sich aus dem Automaten unterschiedliche Kaffevariationen (Kaffe, Cappuchino, Café Latte...) holen, die alle durch die Bank weg einfach nur eklig schmeckten. Ich tippe mal auf billigen Instantkaffee. Die "Säfte" aus dem Automaten (Apfel, Annanas und Orange), waren maximal Saftkonzentrat und hatte mit Saft an sich nichts zutun. Am Buffet konnte man sich dann aus einer Karaffe noch Tomatensaft oder Milch holen. Die Milch war aber auch wohl nur die 0,3% Fett Variante. Sie schmeckte nach absolut nichts und ob der Tomatensaft frisch zubereitet wurde wage ich mal an der Stelle zu bezweifeln. Bleibt positiv anzumerken, dass es Diabetikerkost in Form von Käse und Wurst und abgepackter Marmelade gab und auch für den gemeinen britischen Magen war mit dem typischen englischen Frühstück (Rührei, Speck und Bohnen) gesorgt. Das Personal im Speiseraum war nur dafür zuständig die Tische abzuräumen bzw. einer hat die frischen Speisen beim Showcooking gemacht und noch einer den Aufpasser gespielt, dass die Gäste nicht auf die Idee kamen irgendwelche Speisen aus dem Raum zu entführen. Niemand hat die Gäste gefragt, ob sie was trinken möchten, außer Wasser oder Wein. Die Getränke musste man sich gleich beim Betreten des Raumes an einer Theke geben lassen und wenn man was anderes wollte, war auch Eigeninisative gefragt. - Service gleich Null!
Das Personal an der Rezeption ist in Ordnung. Keine übertriebene Freundlichkeit, aber wenn man Fragen hat oder Hilfe braucht, sind sie gute Ansprechpartner. Die Deutschkenntnisse sind so gut, dass man sich mit ihnen verständigen kann ohne unbedingt sprichwörtlich, Hände und Füße gebrauchen zu müssen. Positiv fand ich, dass ich bei meiner späten Ankunft - gegen 21 Uhr - im Hotel meinen Koffer im Büro abstellen konnte, um gleich noch im Speiseraum was essen zu können, bevor abgeräumt wird. Mit der Zimmerreinigung war ich nicht zufrieden. Zwar wurde das Bett gemacht und auch neue Handtücher wurden gestellt, nachdem ich die Gebrauchten wie gewünscht als Zeichen in die Badewanne gelegt hatte, aber mehr wurde auch nicht gemacht, wie ich mal vermute. Denn ich fand auf dem Plastikhocker im Bad noch immer den Schokoladenfleck vor, den ich tags vorher dort platziert hatte um die Reinigungsleistung zu testen. Auf der Klobrille lagen noch immer zwei Haare von mir und unter dem Bett mein Papiertaschentuch. Über sonstige Serviceleistungen z.B. Wäscheservice, Zimmerservice... kann ich leider nichts sagen, ich glaube auch nicht, dass es welche gab, weil sich hierzu keine Liste mit Angeboten auf dem Zimmer finden ließ, was ja unter anderen Umständen der Fall wäre. Was aber möglich ist, und das ist das Minimum, ist die Möglichkeit sich durch einen Anruf zu einer bestimmten Zeit wecken zu lassen. Sorry, aber bei einen Hotel mit vier Sternen erwarte ich wirklich schon etwas mehr.
Das Hotel liegt mitten im Zentrum von Lloret de Mar, auf der Hauptverkehrsstraße. Der breite, grobkörnige Strand ist keine 5 Gehminuten entfernt. Ringsum findet sich schlicht alles, was so ein Urlaubsort aufzubieten hat. Restaurants, Lokale, Diskotheken, die bekannten Fast Food Läden sind vertreten, es gibt Supermärkte und natürlich eine Unmenge an Souveniergeschäften, wo man den typischen Touristen - Nippes erwerben kann. Allerdings lassen sich in manchen Gassen auch richtige Geschäfte entdecken z.B. eine Filiale von Douglas oder eine Filiale des Fanshops vom FC Barcelona. Wenn man wie ich vom Flughafen Barcelona kommt und einen inkludierten Hoteltransfer hat, muss man locker mindestens 90 Minuten Transferzeit einrechnen, wenn nicht sogar mehr, weil es je nach Tageszeit z.B. Staus geben kann. Alternative Empfehlungen habe ich bei "Tipps" eingefügt.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Es gibt einen Swimmingpool, der während meines Aufenthalts zum Hallenbad umgebaut wurde, damit in der "kalten" Jahreszeit die Gäste plantschen können. Der Pool ist nicht sonderlich groß, aber für die Wintermonate dürfte er reichen. Im Sommer ist der Strand praktisch vor der Tür und da ist der Pool sowieso kaum von Bedeutung, würde ich vermuten. Auch jetzt Mitte/Ende Oktober wurde er kaum genutzt. Geht es nach der Ausschilderung, ist der Pool und die Liegen für insgesamt 60 Personen geeignet. Zur weiteren Bespaßung der Gäste gab es täglich unterschiedliche Animationsprogramme, die jetzt auf die ältere Gästestruktur zugeschnitten waren. Gymnastik,Karten/Bingo-Spiele, Darts... und am Abend gab es Tanz oder Showveranstaltungen. Besonders die Abendveranstaltungen fanden Anklang bei den Gästen. Im Gemeinschaftsraum, werden ausgewählte Sportevents z.B. Champions League Spiele übertragen. Ansonsten konnte man gegen Geld noch Billard und Tischtennis spielen und in der Lobby standen zwei Internetterminals, die ebenfalls gegen Geld zu nutzen waren. Allerdings sind die Preise von 50 Cent = 5 Minuten, 1€ = 10 Minuten oder 2€ = 20 Minuten unverschämt. Im Zentrum von Lloret de Mar gibt es einige andere Internetcafés, wo man z.B. für 1,20€ für eine Stunde im Internet unterwegs ist. Zudem haben mehrere Lokale das Angebot von kostenlosen Wi-Fi.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Alleinreisend |
Dauer: | 3-5 Tage im Oktober 2013 |
Reisegrund: | Sonstige |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Sabine |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 59 |