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Natascha & Andreas (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • August 2014 • 2 Wochen • Strand
Okay, aber Minuspunkte für Zimmer und Verpflegung!
4,0 / 6

Allgemein
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
    Schlecht

Diese Bewertung bezieht sich auf unseren 10-tägigen Aufenthalt im Sensimar Playa la Barossa Ende August 2014. Wir haben lange überlegt, wie wir diese Bewertung ausfallen lassen sollen, denn es war zwar nicht unser schlechtester, aber auch sicher nicht unser schönster Hotelurlaub. Im Endeffekt haben wir uns mit gutem Willen dazu entschieden, hier eine Weiterempfehlung auszusprechen, unseren Freunden/Bekannten würden wir es aber eher nicht weiterempfehlen. Das liegt u.a. daran, dass TUI seine konzerneigene Hotelkette SENSIMAR ja fast schon überschwänglich in den Himmel hebt, in den Prospekten wird man förmlich mit Superlativen überschüttet. Die dadurch geweckten Erwartungen wurden unserer Meinung nach dann aber nur stellenweise erfüllt. So ging es auch schon bei unserer Anreise los, die hauseigene TUI-Guest-Relationship-Managerin hielt nach Ankunft unseres Busses vor den ca. 20 angereisten Gästen eine Recht blumige Rede über die schier endlosen Vorzüge des Hotels. Im Anschluss wurden die Personalausweise und Voucher eingesammelt und man musste auf die Zimmerzuteilung warten. Kurze Zeit später wurde uns mitgeteilt, dass wir leider 2 Stunden bis um 13 Uhr auf ein freies Zimmer warten müssten. Wohlgemerkt betraf das von unserer Gruppe lediglich ein weiteres Paar. Bis wir um 13 Uhr dann tatsächlich ein Zimmer bekamen, checkten mindestens 20 weitere Personen ein, denen sofort ein Zimmer zur Verfügung stand. Sorry Sensimar, aber in anderen Hotels geht das deutlich besser. Wir waren zu diesem Zeitpunkt seit 28 Stunden auf den Beinen. Ansonsten entsprach das Hotel größtenteils der Beschreibung, d.h. eine um den Pool U-förmig angelegte Anlage mit doppelt ausgeführten Seitenflügeln und ca. 250 Zimmern. Durch die kürzlich stattgefundene Sanierung wirkte alle sehr neuwertig und sauber. Zu unserer Reisezeit befanden sich dort zu 95% Paare aller Altersklassen (von 18-85 Jahre). Die Gäste unterteilten sich ungefähr in 35% Spanier und 60% aus DACH. Nach unserer Information ist im Hotel maximal HP verfügbar, WIFI ist bis an den Strand kostenlos verfügbar. Andalusien ist mit Sicherheit eine Reise wert, es gibt quasi eine endlose Zahl von Ausflugszielen. Wir können die Ausflugsagentur "GoTo-Tours" im Novo Center nur wärmstens empfehlen. Man ist hier mit max. 8 Personen und sehr kompetenten Reiseleitern unterwegs. Die Preise sind oft nur halb so hoch wie die der überteuerten TUI-Angebote. In Anbetracht der Hotelumgebung würden wir aber keinen Aufenthalt länger als eine Woche dort wirklich empfehlen. Wir haben dem Hotel trotz der vielen Kritikpunkte hier eine Weiterempfehlung gegeben, da die Basis eigentlich recht vernünftig ist. Wir hoffen, dass insbesondere bei der Gastronomie nachgelegt wird, da diese dem Preisniveau und den vollmundigen Sensimar-Versprechungen eigentlich nicht gerecht wird. Bei der Hellhörigkeit unseres Zimmers hatten wir vielleicht bei der Zuteilung Pech und anderen Gästen bleibt dies hoffentlich erspart.


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Nach der Gastronomie unser Hauptkritikpunkt am Hotel. Wir finden es fast schon unbegreiflich, dass hierüber in den vorangegangenen Bewertungen nichts zu lesen war. Die Zimmer sind in der Tat top renoviert und sehr gut ausgestattet, insbesondere das Bad weiß durch seine Größe zu gefallen. Wir haben in der Vergangenheit ja diesbezüglich schon die eine oder andere witzige Episode erlebt, aber dieses Hotel bzw. unser Zimmer war an Hellhörigkeit kaum zu überbieten. Stellenweise glaubte ich auf dem Flur zu wohnen. Jedes Geräusch, ja sogar geflüsterte Unterhaltungen auf dem Flur konnte man in unserem Zimmer mithören. Umgekehrt war das dann wohl genauso der Fall. In Kombination mit der nicht zimperlichen Putzfrau alles in allem also ein absoluter Störfaktor, da auf unserem Flur schon ein recht reges Treiben herrschte. Wir wußten uns nur dadurch zu helfen, die Tagesdecke immer vor den Spalt zwischen Zimmertür und Boden zu legen, was aber auch nur minimale Besserung brachte. Auch aus Richtung Balkon musste regelmäßig nachmittags und Sonntag morgens mit Lärmbelästigung gerechnet werden, da hier der mit Techno beschallte Sportpavillon lag. Der Balkon selbst verfügte über keinerlei Privatsphäre, da er nur durch grobmaschige Holzgitter von den anderen Balkonen abgetrennt war.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Wir hatten HP gebucht und waren davon nicht wirklich begeistert. Hier weichen die vollmundigen Sensimar-Ankündigungen doch stark von der Realität ab. Essenssaal allgemein: Alles top renoviert und modern gehalten. Die enge Tischanordnung wirkte etwas beklemmend. Die Aufstellung der Buffets ist total unglücklich, insbesondere an der Grillstation kommt es immer wieder zu ärgerlichen Wartezeiten. Man kann deswegen häufig die Zeit nicht gemeinsam am Tisch verbringen. Die Atmossphäre im Saal ist immer leicht hektisch. Wenn mann nicht pünktlich kommt, ist es zudem fast unmöglich ohne Wartezeiten einen Tisch auf der Terasse zu bekommen. Die Anordnung der Speisen und die Buffets erschienen uns in Summe etwas lieblos, das Ganze hatte einen gewissen Kantinencharakter. Ab und an fand man auch verschmutztes Geschirr an einer der Ausgabestellen. Frühstück (ab 8 Uhr): Morgens wurde eine recht zufriedenstellende Auswahl angeboten. Auch bei Wurst und Käse war das Angebot sehr umfangreich. Minuspunkte gibt es für die ungenießbaren Rühreier und den angeblich frisch gepressten O-Saft, der wie Zuckerwasser schmeckte. Abendessen (ab 19:15): Man wurde satt, aber mit 4,5 Sternen hatte das nun mal fast nichts zu tun. Nach 4-5 Tagen hat man eigentlich alles gesehen. Tomatensalat bleibt nun mal Tomatensalat, egal ob in Scheiben oder Würfel geschnitten. Diese Art der "Abwechslung" zog sich über alle Speisen hinweg. An der Grillstation (Entschuldigung: beim Show Cooking) gab es fast immer die gleiche Fleischauswahl (Entrecote, Schweinerücken), die angebotenen Hamburger oder Würstchen waren schlichtweg Körperverletzung. Auch in den Auslagen der Buffets eigentlich immer das gleiche Bild: die üblichen Sättigungsbeilagen sowie jeweils Fisch- und Fleisch in irgendeiner Sahnesauce. Übrigens hatte man am Tisch häufiger Salz- und Pfefferstreuer in der Hand als das Besteck, das Essen wurde wie im Altenheim abgeschmeckt. Die Themenabende als solche zu bezeichnen, war an sich schon ein Witz. Der einzig erkennbare Unterschied waren die farbigen Tischdecken sowie in Plastikbechern gereichte Erfrischungen am Eingang des Speisesaals. Als einzigen Lichtblick abends konnte man die verschiedenen Tapasvariationen bei den Vorspeisen bezeichnen. Abschließend wollen wir an dieser Stelle anmerken, dass wir in dieser Hotelkategorie noch nie so wenig Personal in der Gastronomie gesehen haben. Es war daher oft auch verständlich, dass Personal einen gestressten und kurz angebundenen Eindruck macht. Insgesamt war die Auswahl der Speisen sowie deren Darbietung eher bei 3-3,5 Sternen einzuordnen. P.S. Es stimmt wirklich, das Gourmet-Restaurant "Kulinarium" ist nicht anderes als die Poolbar. Wir haben dort einmal zu Mittag gegessen und waren recht zufrieden. Abends wird es dagegen wenig bis überhaupt nicht genutzt.


    Service
  • Gut
  • An der Rezeption wurde sehr gut deutsch gesprochen, im Restaurant allerdings eher eingeschränkt. Zur Not kommt man aber auch mit Englisch weiter. Wir hatten während unseres Aufenthaltes nur eine Beschwerde vorzubringen, die dann auch schnell und professionell vom Personal der Rezeption abgearbeitet wurde. Wir mussten eine viel zu weiche Matratze gegen eine härtere austauschen lassen, was innerhalb einer Stunde erledigt war. Im Restaurant hatten wir den leichten Eindruck, dass erst ein gewisses Trinkgeld die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter ein wenig steigern konnte. Die Zimmerreinigung verlief tadellos, allerdings gab sich die Putzfrau alle Mühe, dass man morgens ab 8 Uhr kein Auge mehr zu tun konnte. Mehr hierzu unter der Rubrik "Zimmer".


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Der Transfer vom Flughafen Jerez nahm ca. 1 Stunde in Anspruch. Das Hotel selbst liegt in Novo Sancti Petri, einer künstlich angelegten Touristenhochburg, es handelt sich dabei nicht um eine gewachsene Ortschaft. Dementsprechend findet man dort nichts außer dem Einkaufszentrum "Novo Center", in welchem zahlreiche Kleider- und Souvenirläden sowie Restaurants untergebracht sind. Eine vernünftige Cocktailbar oder sonstige Attraktionen für den Abend sucht man hier vergebens. Die einzige Kneipe mit PayTV ist ständig mit fußballverrückten Spaniern voll besetzt. Bis zur nächsten Strandpromenade in Barossa muss man ca. 60 Minuten am Strand in Richtung Cadiz laufen, was sich allerdings auch kaum lohnt. Die Strandpromenade wird ausschließlich von den zahlreichen Spaniern bevölkert, die dort in den riesigen Apartmentanlagen leben. Auch hier findet man außer vielen Restaurants somit keine Abwechslung für das Abendprogramm. Letztendlich war die Hotelumgebung für uns eine völlige Enttäuschung. Wir wußten im Vorfeld, dass es dort eher ruhiger ist, das Ausmaß war dann aber doch frustrierend. Einziger Lichtblick für uns war der wirklich traumhafte Strand, der die blaue Flagge vollkommen verdient hat. Insgesamt wurde er sehr sauber gehalten, die Wasserqualität war super. Letztendlich geben wir hier drei Sonnen für den traumhaften Strand sowie null weitere Sonnen für die nicht vorhandene Infrastruktur.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Wir haben das Angebot in dieser Kategorie kaum genutzt. Im Hotel liegt eine Art "Stundenplan" aus, welcher das Animationsprogramm des jeweiligen Tages beinhaltet. Ein Großteil des Sportangebotes findet im Pool oder im Sportpavillon an der rechten Außenseite des Hotels statt. Die Sportkurse werden von einer kompetent wirkenden Mitarbeitern geleitet, oft aber im Stile eines Bundeswehrausbilders zur Belustigung des übrigen Publikums am Pool. Der Fitnessraum wurde natürlich auch modernisiert und wird rege genutzt, es stehen zahlreiche Geräte zur Auswahl. Ansonsten können wir zur Liegennutzung am Pool wenig sagen, da wir Strandurlauber sind. Nachmittags war allerdings alles voll belegt. Morgens konnte man bis halb 11 keine Reservierungsorgien feststellen. Gott sei Dank sind auch hier, wie überall in Spanien, die Strandliegen kostenpflichtig. So hat man am Strand seine Ruhe und kann die Zeit dort genießen. Das Abendprogramm ist recht dezent und wurde von uns nur mangels Alternativen in der Umgebung genutzt.


    Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher schlechtHotel ist schlechter als in der KatalogbeschreibungHotel wirkt schlechter als angegebene Hotelsterne
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im August 2014
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Natascha & Andreas
    Alter:31-35
    Bewertungen:24