Wie auch andere schon berichtet haben, macht das Hotel zumindest im Eingangsbereich einen guten Eindruck, aber dann hört es auch schon auf. Die Zimmer sind eher schäbig und im Bad kann man durchauch hin und wieder das Prädikat "baufällig" vergeben. Silberfischchen sind im Preis mit drin. Wir hatten gottseidank ein Zimmer Richtung Hoteleingang (Landseite), denn da ist es einigermassen ruhig. Es sind ansonsten ziemlich viele Italiener im Hotel und die wissen, wie man Stimmung macht. Allerdings kann das auch nerven, und das Benehmen im Speisesaal ist auch manchmal etwas steinzeitlich. Single-Frauen sollten NICHT in dieses Hotel fahren. Wir (zwei Kerle) wurden mehrfach von hilfesuchenden Frauen angesprochen, ob wir uns nicht am Strand zu ihnen legen könnten, da sie sonst die Tunesier gar nicht mehr loswerden. Andere Frauen trauten sich gar nicht mehr aus dem Hotel, da frau ständig nur angebaggert wird. Werden diese Offerte ausgeschlagen, muss frau sich dann schonmal übel beleidigen lassen. In der Medina in Hammamet passiert es auch einem Mann, dass man beleidigt wird, wenn man auf die üblichen Sprüche "Billig, billig. Hallo wie geht? Nur gucken" nicht mehr reagiert. Weibliche Urlauber sollten auch nicht zu hart verhandeln, sonst kann es auch schonmal vorkommen, dass frau nicht nur beleidigt, sondern auch bespuckt wird. Was den Urlaub etwas gerettet hat, war die schöne Stadt von Hammamet. Man kann mit dem Taxi tagsüber für 4 Dinar und nachts für 5 Dinare zur Medina fahren und dort etwas rumschlendern (man wird allerdings minütlich angesprochen). Besonders schön ist dabei ein Cafe direkt an der Meerseite der Medina. Dort kann man tagsüber und besonders abends am Meer sitzen oder im altertümlichen Innenbereich einen leckeren Pfefferminztee trinken und eine Wasserpfeife geniessen - gebettet auf dicken Kissen. Das ist ein absolutes MUSS für jeden! Leider haben wir das zu spät entdeckt.... Wenn man einen Internet/Email-Zugang braucht, kann man dies ebenfalls in Hamamet erledigen. Fazit: Als Frau würde ich gar nicht mehr dorthin fahren und ansonsten sollte man wahrscheinlich "mindestens" 5 Sterne buchen.
Es gibt leider keine Kühlschränke in den Zimmern. Ansonsten TV mit ARD, ZDF, Eurosport und RTL. Wenn der Putzwagen draussen vorbeifährt, erinnert einen das auch manchmal an eine U-Bahn.
Das Frühstuück ist grausam. Aber man nimmt es irgendwann mit Humor bzw schläft lange und geht dann um halb eins zum Mittagsbufet, was einigermassen in Ordnung ist. Wir assen meistens zu viert und jeder von uns hatte seine Durchfallattacke während des Urlaubs. Unserer Meinung nach hat das Bufet höchsten 2-3 Sterne verdient. Das landestypische Cous-Cous gab es übrigens nur zweimal in einer Woche. Obst gibt es jeden Tag, aber wer da an etwas exotisches denkt, der wird enttäuscht, denn es gibt jeden Tag Weintrauben, Melone und Äpfel oder Birnen.
Die Kellner beim Bufet sind sehr nett und fleissig - man sollte aber auch den einen oder anderen Dinar springen lassen. Unter den Kellnern herrscht scheinbar eine steile Hierarchie und ein strenger Ton, sodass die Disziplin ziemlich ausgeprägt ist. Die Sauberkeit der Zimmer war eher Richtung 2-3 Sterne. Man hatte das Gefühl, dass wir der Putzfrau eher egal waren; Sie klopfte teilweise ab halb 9 in 10-Minuten-Takt und lies sich auch durch unwirsches Grunzen nicht davon abbringen. Wenn man dann zur Tür ging, um sie zu bitten, doch mal woanders zu putzen, dann meinte sie nur, dass sie dann halt morgen erst wiederkommen könnte. Ziemlich unverschämt, aber wenn man das Türschild "Bitte reinigen" später rausgehängt hatte, dann wurde diesem Wunsch auch entsprochen. Einmal hängten wir das Schild "Bitte nicht stören" an die Tür und gingen Frühstücken. Als wir wiederkamen, war die Putzfrau fleissig am arbeiten......das Schild sei runtergefallen gewesen. Ein Schelm, wer böses dabei denkt..... An der Poolbar wird man als All-inclusive-Gast eher abfällig behandelt, da man ja eh nichts zahlt und auch kein oder wenig Trinkgeld gibt. Man muss teilweise als einziger Gast an der Bar warten, obwohl nichts zu tun ist. Wenn man am Ende der All-inclusive-Periode (bis 12 Uhr nachts) noch etwas trinken möchte, sollte man lieber Geld mitnehmen. Man muss auf jeden Fall verhandeln, wie spät es denn nun genau ist und mir ist es auch schon passiert, dass der Barkeeper erstmal kurz in den Hinterraum zum Telefonieren ging, anschliessend noch irgendwas an der Kasse rumfummelte und mir dann erklärte, dass es jetzt schon genau EINE Minute nach Zwölf sei und ich dann jetzt für mein Getränk bezahlen müsse. Des weiteren sind wir gegen Ende nicht mehr gerne an den Strand gegangen, weil man dort nicht in Ruhe gelassen wird. Dort arbeiten etwa 2-4 Hotelangestellte, die eigentlich dafür verantwortlich sind, sich im die Liegestühle etc zu kümmern. Gibt man diesen aber unverschämterweise aber kein Trinkgeld, kann man sich den Rest des Urlaubs selber um seine Liegen kümmern. Auch wird man gegen Abend regelrecht vertrieben, da die Hotelangestellten einpacken wollen. Dann kann es schonmal vorkommen, dass diese laut krakeelend sich gegenseitig über den Strand treiben und auch auf eine Bitte um Ruhe nicht reagieren.
Zum Strand sind es 400 Meter über einen ungepflegten und vermüllten Acker. Ansonsten ist der Strand ok, allerdings muss man sagen, dass die Strandbar ein Witz ist. Und wer All-Inklusive gebucht hat vorsicht! All-inclusive gilt NICHT an der Strandbar, was ziemlich unverschämt ist. Klos gibt es am Strand nur an einem Nachbarstrand, und da ist es überhaupt nicht sauber.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt Aqua-Gym, sonst nichts. Es gibt auch keine Sportmöglichkeiten...ausser man möchte Geld ausgeben. Wir wollten an einem Tag an einer "Quad-Tour" teilnehmen. Also meldeten wir uns zwei Tage vorher bei einem Hotelangestellten an. Da dieser auf einer Anzahlung bestand, haben wir ihm 5 Euro gegeben. Seine Bemerkung, dass er zwei Quads reservieren müssen, war durchaus glaubhaft. Am Tag der Tour war am verabredeten Treffpunkt allerdings weit und breit niemand zu sehen - auch nach einer Stunde nicht (solche Wartezeiten waren beispielsweise bei der Massage durchaus drin). Als wir den Organisator später zur Rede stellten, hiess es, wir seien nicht da gewesen und er wäre mit 10 Personen losgefahren. Und unser Geld war natürlich weg.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 1 Woche im September 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Daniel |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


