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Skyliner(56-60)Deutschland
12 Bewertungen
Vor 1 Woche • Verreist als Paar im April 2026
Kakerlaken und überteuertes Frühstück machten den Aufenthalt miserabel
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Voller Vorfreude buchten wir bereits Ende November dieses Hotel. MotoGP in Jerez ist schließlich immer etwas Besonderes – da dachten wir: Wenn schon Rennwochenende, dann auch eine besondere Unterkunft. Und besonders war sie. Nur anders als gedacht. 1500 € für drei Nächte, ohne Frühstück – für die Gegend schon eine Ansage. Aber gut, man gönnt sich ja sonst nichts. Also kamen wir an, am vermeintlichen Luxustempel. Von außen eher unscheinbar, am Fuße der Kathedrale gelegen. Innen dann direkt das Gefühl: Hier wohnt die Stille. Und vermutlich auch die schlechte Laune. Rechts in der Ecke thronte eine Empfangsmitarbeiterin, die uns mit der Herzlichkeit eines Parkknöllchens mitteilte, wir mögen bitte im „Wartezimmer“ Platz nehmen. Nicht an ihrem Schreibtisch natürlich – das wäre zu intim gewesen. Ganz wie beim Facharzt: erst warten, dann hoffen. Dann wurden wir aufgerufen. „Zimmer ist noch nicht fertig.“ Kein Problem. Koffer abgestellt und erstmal hoch auf die Dachterrasse. Diese befand sich allerdings offenbar noch im Winterschlaf. Ende April, 28 Grad, strahlender Sonnenschein – und die Liegen fest verschnürt, die Bar abgedeckt und eine Stimmung wie auf einem verlassenen Friedhof. Als wir schließlich unser Zimmer beziehen konnten, fiel zuerst auf: klein. Sehr klein. Das Badezimmer dagegen großzügig. Praktisch, denn zwei der drei Koffer mussten direkt ins Bad auswandern. Highlight des Zimmers: die Smart-Toilette. Der Sitz war vorgeheizt – ungefähr so warm wie ein U-Bahn-Sitz nach einer langen Sommerschicht. Trotz Einweisung in die Hightech-Bedienung passierte… nichts. Außer Wärme. Sehr viel Wärme. Selbst die Zimmermädchen mussten Verstärkung holen, um das glühende Höllengerät außer Betrieb zu setzen. Und dann begann das eigentliche Abenteuer. Eine ausgewachsene Kakerlake sprintete quer durch unser Zimmer und verschwand elegant unter dem Bett. Panisch griffen wir zum Telefon. Wenig später erschien der Hausmeister – oder Exorzist, schwer zu sagen – bewaffnet mit Besen und Schaufel und stocherte so lange unter dem Bett herum, bis er den Mitbewohner eingefangen hatte. Wir waren fassungslos. Er verließ wortlos das Zimmer. Servicelevel: Tatortreinigung. An Schlaf war in dieser Nacht nicht mehr zu denken. Und als wäre das nicht genug, hatte ich nachts im Bad noch eine zweite Begegnung der krabbelnden Art. Diesmal regelte der Schlappen. Völlig übermüdet beschlossen wir beim Frühstück, das Hotel nach nur einer Nacht wieder zu verlassen. Ach ja – das Frühstück. Ein Erlebnis für sich. Es gibt ein Grundpaket und Zusatzleistungen. Anders gesagt: Es gibt die Eintrittskarte – und dann kostet Atmen extra. Grundpaket: 14 € oder 24 €. Danach geht’s los: Zweite Tasse Kaffee? Kostet. Butter? Kostet. Brot? Kostet. Vermutlich kostet auch das Messer zum Schmieren. Für einen Kaffee, Saft, Brötchen und etwas Käse landeten wir bei stolzen 43 €. Danach ging es zur Rezeption. Unsere Lieblingsmitarbeiterin saß dort wie König Joffrey persönlich auf ihrem eisernen Thron, bewaffnet mit Funkgerät und Verachtung, und ließ uns vortreten. Wir schilderten erneut den Vorfall vom Vorabend und baten darum, die restliche Buchung zu stornieren. Eine Nacht zahlen wir, den Rest nicht – wir suchen uns etwas Neues. Nach längerer Diskussion willigte sie ein. Vorher musste aber noch das Frühstück final geprüft werden. Per Funk wurde das Küchenteam befragt, was wir angeblich alles konsumiert hätten. Auf wundersame Weise tauchten plötzlich sogar Joghurt und Obst auf der Rechnung auf. Interessant, denn gegessen hatten wir das nicht. Aber gut – bei den Schnäppchenpreisen verliert man schnell den Überblick. Nach etwas energischer Kommunikation wurde das Frühstück dann gestrichen. Eine Entschuldigung? Fehlanzeige. Ein Zeichen von Bedauern? Ebenfalls nicht. Wir verließen diesen Ort leicht angewidert und schwer enttäuscht. Da Booking den Grund unserer vorzeitigen Abreise kannte, versuchten wir im Nachgang natürlich noch eine Entschädigung zu bekommen. Die Antwort des Hotels war dann der finale Höhepunkt: Man erklärte, wir seien von Anfang an „auffällig“ gewesen. Die Kakerlaken wurden zwar eingeräumt – gleichzeitig wurde aber vermutet, dass wir diese selbst eingeschleust hätten. Starke Theorie. Wer kennt es nicht? Man reist mit Kakerlaken im Gepäck an, macht absichtlich Theater und bezahlt dann trotzdem den vollen Preis. Absolut plausibel. Vom Hotel kam natürlich nichts. Booking hingegen zeigte sich deutlich kulanter. Unser Fazit: In Jerez gibt es genügend 5-Sterne-Häuser, die diesen Titel auch tatsächlich verdient haben. Dieses hier gehört nicht dazu


Zimmer
  • Zimmergröße
    Eher gut
  • Schlafqualität
    Sehr schlecht
  • Sauberkeit
    Sehr schlecht

Restaurant & Bars
  • Essensauswahl
    Schlecht
  • Geschmack
    Eher schlecht

Frühstück überteuert. Alles kostet extra


Service

Bester Service

  • Nirgends

Herablassend


Preis-Leistung
  • Sehr schlecht
  • Unerwartete Kosten

    • Nein, keine unerwarteten Kosten.

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