- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
Das Hostal Colonial ist ein kleiner Familienbetrieb. Gebucht wurde das Hotel im Rahmen eines Wanderurlaubes mit Wikinger-Reisen (www. wikinger-reisen. de) Die Einzel- und Doppelzimmer sowie Appartements mit 2 Schlafzimmern befinden sich im Haus bzw. in der Nachbarschaft. Das Gebäude ist in gutem Zustand, die Zimmer – kann nur das von mir bewohnte bewerten – zwar klein, aber sauber und ausreichend möbliert. Duschbad ist natürlich im Zimmer, die Zimmer verfügen über einen kleinen französischen Balkon. Behindertenfreundlichkeit ist leider nicht gegeben, da die Zimmer im Haupthaus nur über eine sehr schmale und steile Treppe zu erreichen sind – wie es in den anderen Häusern bestellt ist, weiß ich nicht. Bei Interesse dürfte die Frage vom sehr gut deutsch sprechenden Chef des Hauses – erreichbar über die Homepage www. hostal-colonial. com – mit Sicherheit gerne beantwortet werden. Der Eigentümer erwähnte in einem kurzen Gespräch, dass er im Winter, wenn das Hostal geschlossen ist, Umbauarbeiten vornehmen werde, die sich auf die Bar und den Restaurantbereich beziehen, der durch das Einbeziehen von Nebenräumen (Büro und den Raum mit den Eismaschinen) deutlich vergrößert wird. Die Bar wird auf die andere Seite des Raumes an die Fensterfront verlegt, an der Stelle der jetzigen Bar entsteht der Rezeptions- und Bürobereich, da eine Rezeption bisher nicht existiert und die Formalitäten an der Bar erledigt werden. Unbedingt empfehlenswert ist das hausgemachte Eis – mit ca. 3 € für zwei Kugeln nicht billig, aber trotzdem ein Muss!! Wer Halbpension hat, der kann ja täglich drin baden. Einen Besuch im Meerwasser-Aquarium sollte eingeplant werden, auch für Kinder interessant. Der Besuch beginnt mit einem kurzen 3-D-Film. Unwillkürlich versucht man, die vor dem Gesicht schwimmenden Fische zu fassen, die Muräne, die einem fast die Nase abbeißt, dürfte allerdings für eine kleine Schrecksekunde sorgen. Der Eintritt ist frei, Einlass ist aber immer nur zur vollen oder halben Stunde (Info durch Aushang am Eingang) wegen des nach dem Einlass gezeigten Films möglich. Der Südwesten der Insel ist nicht nur für einfache bis mittelschwere Wanderungen, sondern auch für Radtouren (für den durchschnittlichen Freizeitradler) geeignet, da er relativ eben ist, und außer an den Klosterbergen (Randa, Sant Salvador) keinen nennenswerten Höhen zu bewältigen sind. Ein Ausflug auf die vorgelagerte Insel Isla Cabrera, eine ehemalige Gefängnisinsel, jetzt Naturschutzgebiet, soll ebenfalls empfehlenswert sein, ich hab’s in der Woche leider nicht geschafft. Ich habe nur am Abreisetag bei meinem letzten Spaziergang zum Hafen das Ablegen eines kleinen Transfer-Schlauchbootes beobachten können, bei dem man rittlings auf zwei Gummiwalzen mit Haltegriffen sitzt. Dies ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber wohl die etwas abenteuerlicherere Variante, auf die Insel zu kommen - mit einem normalen, großen Boot geht’s aber wohl auch. Das werde ich dann halt beim nächsten Mal machen, das es mit Sicherheit geben wird, natürlich wieder im Hostal Colonial.
Zimmer ausreichend groß, Klimaanlage und Heizung sind vorhanden, Safe kann gemietet werden. Handtuchwechsel erfolgt auf Wunsch – wie üblich: Handtücher auf dem Boden werden gewechselt, Handtücher auf der Stange nicht. In Puncto Sauberkeit gab es nichts zu beanstanden. Das Haus ist leider etwas hellhörig, besonders aus der Bar dringen die üblichen Geräusche nach oben – nicht nur, wenn der FC Barcelona gerade Meister geworden ist. Das dezente Gebimmel der Kirchenglöckchen von gegenüber hört man schon am zweiten Tag nicht mehr.
Im Hostal wird Halbpension angeboten, die ohne Einschränkungen zu empfehlen ist – buchbar sind die Zimmer aber auch ohne Verpflegung oder nur mit Frühstück. Der Tag beginnt mit einem guten Frühstücksbuffet, das über den Standard der zwei Sterne hinausgeht. Verschiedene Wurst- und Käsesorten, diverse Sorten offener Marmelade, Gemüse, Joghurt, wechselnde Eierspeisen (mal Rührei, mal Spiegelei auf Schinken oder kleine Pfannkuchen etc.), Säfte (SÄFTE!!!, kein Sirupwasser!!), Obstsalat, Kuchen sowie natürlich Kaffee, div. Teesorten, kalte und warme Milch und Kakao (Pulver zum Anrühren). Abends gibt es neben einem sehr guten Salatbuffet. ein dreigängiges Menü (Suppe oder Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch oder Kaffee). Zum Nachtisch besteht immer die Möglichkeit, zwei Kugeln des wahrlich sensationellen hausgemachten Eises zu nehmen – hier sollten auch ungewöhnliche Sorten wie Sesam- oder Joghurt-Honig-Eis probiert werden!! Menüwahl besteht zwar nicht, war aber auch aus meiner Sicht nicht erforderlich, da es nicht nur keine „bösen Überraschungen“ gab, sondern das Essen wirklich sehr gut bis teilweise hervorragend war. Es wird landestypisch gekocht, Schnitzel mit Pommes gibt’s dann wieder erst zu hause!! Erwähnen möchte ich, dass von Seiten der Küche rührend auf besondere Wünsche (in unserer Reisegruppe Diabetes, eine Gluten-Unverträglichkeit und den Wunsch eines Gastes, kein Geflügel oder Rindfleisch zu essen) eingegangen und entsprechende Speisen zubereitet wurden. Ich nehme an, dass auch Vegetarier oder sonstige Allergiker hier ähnlich zuvorkommend behandelt werden. Tagsüber wandelt sich das Haus zur Bar, in der viele Einheimische einkehren, verbunden mit der dann üblichen Atmosphäre einer solchen Bar, die immer zu einem Kaffee einlädt. Fernseher ist in der Bar vorhanden, tagsüber läuft in der Regel Eurosport ohne Ton. Nach deutschen Programmen habe ich nicht gefragt.
Der Service ist hervorragend! Stets freundliches, hilfsbereites Personal, sehr netter Chef, der zudem sehr gut deutsch spricht. Internet steht für die Hotelgäste über den hoteleigenen Laptop jederzeit kostenlos zur Verfügung. Das Hotel verfügt über einen eigenen Taxi-Service mit vier Fahrzeugen.
Das Hotel liegt zentral im Ort, zu den Stränden läuft man zwischen 2 (zum sehr kleinen Strand im Westen, er eigentlich nur zu einem kurzen Sprung in die Fluten animiert) und 5 Minuten (Richtung Osten zum Strand Es Port – am Hafen – an dem man auch gut einen halben Tag verbringen kann). Ein weiterer Strand am Ende derselben Bucht ist von dort aus in weiteren 5 Minuten über die befestigte Promenade zu erreichen. Der Weg zum Strand Es Trenc im Norden ist mit einem längeren Fußweg verbunden. (Ich kann aber nicht sagen, wie lange man läuft, da ich nicht hingelaufen bin. Mit dem Rad, allerdings an der Küste entlang, was ein schöner, aber großer Umweg ist, waren es ca. 10 gemütliche Minuten) In fünfzig Metern Entfernung befinden sich ein Supermarkt und Bäcker, Apotheken, Souvenir- und Tabakläden etc. sind ebenfalls fußläufig erreichbar. Der Ort selbst ist abseits des Touristenrummels gelegen. Party gibt’s hier nicht – und das ist auch gut so! Transfer vom Flughafen ca. 45 Minuten, Palma ist mit dem Linienbus mehrmals täglich in ca. einer Stunde zu erreichen. Parkmöglichkeiten bestehen in den Seitenstraßen rund ums Hostal.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Das Sportangebot des Hauses ist übersichtlich: Es können Fahrräder gemietet werden – das war’s auch schon. Die Fahrräder sind aber in sehr gutem Zustand, da diese auch von den Gästen von Wikinger-Reisen während der Wander- und Fahrradreisen gebraucht werden, und daher regelmäßig gewartet werden. Packtasche mit Ersatzschlauch, Flick- und Werkzeug gibt es für den Fall der Fälle natürlich dazu! Internet ist wie erwähnt kostenlos. Pool ist nicht vorhanden, aber der Strand nicht weit. Und Fernsehen will man im Urlaub eh nicht.... :-)
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Alleinreisend |
Dauer: | 1 Woche im Mai 2009 |
Reisegrund: | Wandern und Wellness |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Martin |
Alter: | 41-45 |
Bewertungen: | 25 |