Vorweg möchte ich noch die ein oder andere Anmerkung machen. Man darf Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, in diesem Fall Venezuela mit einem anderen Land. Da ich seit Jahren Urlaub in der DomRep mache, fällt es mir natürlich schwer, keine Vergleiche zu ziehen, aber ich werde es versuchen. Außerdem hatten wir viel Wind, Sturm und Regen, da uns Ausläufer eines Wirbelsturms gestreift hatten. Auch das könnte sich auf die Bewertung auswirken, obwohl es das nicht sollte. So, jetzt aber zur Bewertung: Das Hotel hat 4 Sterne Ladeskategorie, ca. 400 Zimmer, die auf dreistöckige Gebäude verteilt sind. Die Anlage ist recht kompakt, auch die Häuser weisen eine eher kompakte Architektur auf. Das Hotel ist schon älter, wird aber laufend renoviert und gut gepflegt. Die gesamte Anlage ist ordentlich und sauber. Unter den Gästen findet man viele Venezuelaner und Kolumbianer, aber auch Deutsche, Tschechen, Polen und andere Europäer. Engländer, Spanier, Amerikaner waren zu unserer Zeit kaum da. Vom Alter her war die Gästestrutkur bunt gemischt: Eltern mit Kindern, Jugendliche, junge Erwachsene bis hin zu Rentnern war alles vertreten. Es gab ab und zu Rampen, dennoch fand ich das Hotel nicht wirklich behindertengerecht, weil es die Rampen nicht überall, nicht mal an allen wichtigen Stellen waren. Ich glaube, sie dienten dem Personal, wenn sie die Reinigungswägelchen durch die Gegend schoben. Ach ja, es ist ein All-Inclusive-Hotel. Grade im Vergleich zur Rundreise (einen Bericht werde ich noch bei Sehenswertes einstellen) war vor allem das Essen deutlich schlechter. Als Badehotel würde ich selber die DomRep bevorzugen. Dort ist der Standard bei 4 Sterne deutlich höher und die Strände schöner. Ich selber würde nicht wieder in Venezuela Strandurlaub machen, aber wer das möchte ist im LTI ganz gut aufgehoben, sofern man keine all zu hohen Ansprüche hat. Ab 01. 01. 08 gibt es dort eine neue Währung, daher kann ich nicht sagen, wieviel man mitnehmen sollte. Kurz vor der Währungsumstellung boomte jedenfalls der Schwarzmarkt und es lohnte sich, sich umzuhören, wo man am besten tauscht. Allerdings ist es streng verboten und es gibt viel Zivilpolizei, die auch grade auf Schwarzmarkt-Tauscher achten. Die Kriminalität sollte man nicht unterschätzen, aber wenn man sich an gewisse Vorsichtsmassnahmen hält, ist das kein Problem. Man sollte keine Kamera offen rumtragen oder Schmuck oder Geld etc. Nicht allein und nicht im Dunkeln durch die Gegend laufen etc. Am besten immer beim Reiseleiter oder so erkundigen, wie die aktuelle Lage ist. Gesundheitlich hatten wir etwas mit Durchfall zu kämpfen und es gab etliche Mücken. Am besten half NoBite. Adapterstecker nicht vergessen!
Wir hatten ursprünglich ein Economy-Zimmer gebucht. Klein und ohne Balkon. Es war neu renoviert und sehr schick und sauber, hatte aber leider (wie alle Economy-Zimmer) nur ein Bett. Also haben wir umgebucht auf ein Standard-Zimmer. Das war nicht ganz so neu und renoviert, aber trotzdem sauber. Alles funktionierte, es war schön groß, mit großem Balkon. Der Kleiderschrank reichte für uns zwei, die Ablagefläche im Bad hätte auch für drei gereicht. Zu wenig Kleiderbügel, aber das kennt man ja. Die Klimaanlage war sehr laut und der Kühlschrank auch. Wir haben beides aus gemacht. Es gab auch einen Deckenventilator. Der Kühlschrank war leer, die Karaffe konnte man sich an den Bars auffüllen lassen. Gegen Aufpreis gab es Minibar. Im Fernsehen gab es Deutsche Welle, ansonsten nur internationale Sender, hauptsächlich spanisch. Der Reinigungsservice war nicht super schnell, aber es war ok. Ansonsten lag das Zimmer schön ruhig.
Es gibt das Buffet-Restaurant, eine Snack-Bar am Strand, ein italienisches und ein mexikanisches Spezialitätenrestaurant. Vom Essen war wir nur bedingt begeistert. Die Spezialitätenrestaurants boten sehr leckeres a la carte Essen an. Da wären wir gerne öfter gewesen. Im Buffet-Restaurant schmeckte das meiste sehr fade und ungewürzt, ab und zu waren die Speisen nicht mal richtig gar. das war eine große Enttäuschung. Die leeren Schüsseln wurden auch nur sehr sehr langsam aufgefüllt. Die Auswahl war aber ok. An der Snackbar gabs Pizza, HotDogs und Hamburger. Wenn die Frikadellen frisch vom Grill kamen war es sehr lecker, lagen sie schon länger in der Wärmeschüssel, war das Essen weniger gut. Die Getränke waren hervorragend, die Auswahl mehr als ausreichend, obwohl ich Tonic vermisst habe. Die Kellner und Barkeeper waren immer sehr nett und freundlich und haben alles mögliche getan um Extra-Wünsche zu erfüllen. Alles in allem ein eher gemischter Eindruck, da man ja doch meist im Buffet-Restaurant war, wo die Qualität der Speisen häufiger zu wünschen übrig ließ.
Ich habe selten so nettes und hilfsbereites Personal erlebt! Der Check-In lief schnell und problemlos. Wir hatten ein Economy-Zimmer gebucht. Es war wunderschön, ohne Balkon (wußten wir ja) und ziemlich modern, offenbar frisch renoviert. Leider nur ein Bett. Als Pärchen sicherlich toll, aber für uns nicht machbar. Also mußten wir das Zimmer leide wechseln. Alle Economy-Zimmer haben nur ein Doppelbett, also mußten wir auf Standard-Zimmer umbuchen und nachzahlen. War aber ok, hätten wir das mit dem einem Bett vorher gewußt, hätten wir gleich das teurere genommen. Der Zimmerwechsel lief schnell und problemlos inkl. Kofferboy. Wir bekamen sogar Meerblick und hatten jetzt einen Balkon! Auch die Kellner und Barkeeper und das Zimmermädchen waren super freundlich und alles ohne Trinkgeld! Am besten war die Reiseleitung. Javiel hat sich um alles gekümmert, ist mit uns Hängematten kaufen gefahren, hat uns eine Schuhbürste besorgt und uns den Schlüsselservice besorgt, als wir uns mal ausgeschlossen hatten. Auch die anderen Reiseleiter waren sehr freundlich und hilfsbereit. Beschwerden über den Stöpsel im Waschbecken wurden taggleich erfolgreich behoben. Leider können die meisten nur Englisch und Spanisch, Deutsch war nur sehr selten vertreten. Die Zimmer waren nachmittags immer gemacht. Es gab zwei Souvenirshops, einen Schönheitssalon (die Massagen sind super! In EUR zahlen ist billiger!), Internet-Cafe (15 Minuten 3 USD oder 3 EUR, da machen diekeinen Unterschied), Minimarkt, Wäscherei, Kinderbetreuung und den Shuttlebus nach Porlamar.
Das Hotel liegt direkt am Strand, der mit einem Maschendrahtzaun von der Anlage getrennt ist und an den Enden von Securities bewacht wird. Juan Griego ist mit dem Taxi (ca. 12. 000 Bolivar) schnell zu erreichen, wer gerne lange läuft kann tagsüber auch zu Fuß hingehen (ca. 1-1, 5 Stunde pro Weg). Einkaufen kann man im Mini-Markt im Hotel, der natürlich teurer ist als ein Supermarkt im Ort, in Juan Griego oder man nutzt den kostenlosen Shuttle-Bus nach Porlamar (fährt morgens hin, spätnachmittags zurück; wer früher zurück will muß ein Taxi nehmen). In Porlamar gibts ein Einkaufszentrum, das bei den Einheimischen sehr begehrt ist. Ansonsten liegt das Hotel eher einsam und abgelegen, ca. 20-30 Minuten Fahrt vom Flughafen. Ausflüge kann im Hotel bei der jeweiligen Reiseleitung oder beim Tauchsport-Center am Strand buchen. Da wir vorher eine 10tägige Rundreise gemacht haben, haben wir keine weiteren Ausflüge unternommen. Die eher einsame Lage hat uns nicht gestört, da wir nach der Rundreise ausruhen wollten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Zum Sport kann ich nicht viel sagen, es gibt einen Fitnessraum, der sah ganz nett aus, Billardtische, Tischtennis, Tennis, Strand Volleyball und Wasserball. Die Animation war solala, die Jungs gaben sich nicht so arg viel Mühe... Die Abendshows waren fast nur Tanzshows, nicht nachgemachte Musicals wie Cats oder König der Löwen oder so. Bei Regen vielen die Shows aus, da nichts überdacht ist. Die Qualität der Shows war ok, aber nicht überragend, hab schon etliche bessere gesehen. Ansonsten war das Animations-Team nett, manchmal arrogant und sehr lustig (wenn man sie nicht so ernst nimmt). Die Pool-Anlage ist fantastisch, dafür der Strand mit Steinen und Felsen übersäht und eher dunkelgelb-braun als karibisch weiß. Leider war es so stürmisch, das wir nicht ins Meer sind, kann also nichts über Steine im Wasser sagen. Liegen gibts am Strand und Pool reichlich, Schattenplätze auch, wenn man nicht grad erst mittags kommt. Handtücher gabs inklusive, allerdings war der Wechsel abends nur bis 17 Uhr möglich, meist waren sie schon 10 Minuten vorher weg. Disco gibt es nicht, aber bei Regen wurde Musik in der SportsBar gemacht und auch nach den Shows, war aber jeden Abend die gleiche CD. Es gibt einen Mini-Club, aber da waren wir nicht.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 3 Wochen im Dezember 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Iris |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 7 |

