Das Hotel „Klelia“ liegt am Ende des beschaulichen Örtchens Kalamaki. Es wurde vor 12 Jahren erbaut, aber das fällt kaum auf. Zum einen ist es eine sehr gepflegte Anlage und zum anderen strotzt es, für griechische Verhältnisse, vor Sauberkeit. Es besteht aus drei Gebäuden (Eines beherbergt Rezeption und Zimmer, eines ausschließlich Zimmer und ein Gebäude ist das Restaurant bzw. die Pool-Bar) und hat überschaubare 60 Zimmer auf 2 Stockwerken und ist somit kein "Hochhaus". Je nach Lage hat man Sicht auf das wunderbare Meer und/oder die äußerst zerklüftete Landschaft und kann auch die zauberhaften, durch die Bank grünen (Griechenland-Kenner werden wissen, dass Hellas normalerweise kaum durch saftige Wiesen besticht) Pflanzen erspähen. Die Nationalitäten kann man getrost als „kunterbunt“ gemischt bezeichnen. Hauptsächlich tummeln sich Stammgäste im Hotel. Dies ist verständlich, vieles spricht für diese kleine, heimelige Anlage! Die Gäste stammen großteils aus Österreich, aber auch Deutsche, Engländer, Schweizer und Tschechen befinden sich unter den Bade-Urlaubern. Das Ambiente ist angenehm und es gab in unserer Anwesenheit keine Probleme zwischen den Nationalitäten. Von der Alterstruktur her ist es auch gemischt; zwischen 0 und 70 Jahren war jegliches Alter vertreten und zufrieden. Prinzipiell muss ich sagen, dass das Hotel sehr kinderfreundlich gestaltet wurde. Die Bambini konnten quietschvergnügt am Pool herumplanschen während die Eltern genüsslich an ihren Getränken nuckelten. Kinderspielsplatz gab es keinen, finde ich allerdings persönlich auch nicht notwendig. Zusammenfassend kann man sagen, dass Zakynthos (unerklärlicherweise) immer noch ein Geheimtipp ist. Das Hotel ist großartig, die Preise ziemlich günstig und die Insel ist wunderschön. Sie ist nicht typisch griechisch mit weiß-blau gestrichenen Häusern. Venezianische Bauweise, osmanische Einflüsse sind auch unverkennbar und trotzdem hat die Insel ein unverwechselbares griechisches Flair (beispielsweise durch die Unmengen an Olivenbäumen und die Art der Menschen!). Unternehmungen sind auch möglich: Das berühmte Schiffswrack ist natürlich ein „must“ (das Wasser dort ist ziemlich frisch!), die blauen Grotten unspektakulär, aber mit dem Schiff kann man sicher einmal um die Insel düsen (15 Euro). Schildkröten haben wir leider keine gesehen, vielleicht auch besser, die armen Tiere müssen sicher jeden Tag vor den Massentouristen flüchten. Wenn man unbedingt welche sehen will kann man mittels Kleinschiff auf eine kleine Insel (Marathonisi Island), die im übrigen mit ein wenig Phantasie selbst wie eine Schildkröte aussieht, dort bekommt man ziemlich sicher die kleinen Racker zu sehen. Also, sollten Sie Ihren nächsten Urlaub auf Zakynthos planen, kann ich Ihnen den Ort Kalamaki und im Besonderen dieses Hotel empfehlen bzw. ans Herz legen. Packen Sie allerdings noch unbedingt etwas gegen Gelsen (Mücken) ein, sonst haben Sie eher unruhigere Nächte...
Die Zimmer waren eher spartanisch eingerichtet, aber was wichtiger war, dass sie absolut sauber waren. Jeden Tag wurde aufgewaschen, die Sanitäreinrichtungen wurden auch täglich gereinigt. Die Größe war absolut ausreichend, neben Vorraum und Schlafzimmer gab es noch ein Bad/WC mit Badewanne. Die Betten waren groß genug (allerdings muss man sie aneinander schieben). Etwas mühsam war die Beschaffenheit. Durch das Alter produzierten die Betten Lärm. Bei der kleinsten Bewegung hat es geknarrt. Die Bettwäsche wurde fast täglich gewechselt und die Handtücher wurden jeden zweiten Tag ausgetauscht. Die Zimmer verfügen weder über TV noch über einen Kühlschrank (was sich allerdings lt. Christos dieses Jahr noch ändern wird). Klimaanlage ist auch vorhanden. Durch das angenehme Klima (sehr warme Tage, laue Abende) mussten wir diese allerdings kein einziges Mal einschalten.
Wir selber hatten Halbpension gebucht und haben es nicht bereut. Das Frühstück war ausgesprochen gut. Man bekommt Tee, Kaffee, Marmelade, Joghurt, Müsli, Milch, Wurst, Käse und hart gekochte Eier. Das Brot ist immer frisch und mit dem Frühstück konnte der Urlaubstag nur gut beginnen. Beim Abendessen kamen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Es gab ein Buffet und dort gab es wirklich für jeden etwas. Positiv ist hier zu erwähnen, dass hauptsächlich griechische Gerichte serviert wurden. In 14 Tagen hat sich das Essen kein einziges Mal wiederholt (schade eigentlich). Salate, Huhn, Rind, Tsatsiki, Nudeln, Fisch, Moussaka, Pastitsio, Crepes; das Repertoire war großzügig.
Wenn ich für das Service 10 „Sonnen“ verteilen könnte, hätte ich das ohne mit der Wimper zu zucken gemacht. Praktisch jeder Wunsch wurde einem von den Augen abgelesen. Vom „Boss“ Christos über die Damen an der Rezeption, dem Reinigungspersonal und den Angestellten im Restaurant, der Bar, den Handwerkern: Alle waren äußerst bemüht und konnten trotz ihrer harten Arbeit immer lachen und einem das Gefühl von Urlaub und Erholung vermitteln. Generell hatte man den Eindruck, dass dort die Leute ihrer Arbeit gern nachgingen. Vielleicht lag das daran, dass der Chef seine Angestellten sehr gut behandelt und sich selbst nie zu schade ist, wenn Not am Mann ist anzupacken. Dazu eine kleine Anekdote: Ich erwähnte bei einem Plausch mit ihm, dass es uns verwundert, dass ich nirgends auf der Insel Wassermelonen gesehen hätte, da ich gerne dieses Obst als kühlenden Mittagssnack genossen hätte. Er erklärte, dass diese auf Zante schwer zu bekommen wären. Am nächsten Tag bekam ich an der Bar einen Teller mit einer roten, saftigen Wassermelone für den Preis von 0 Euro und einem herzlichen Danke (und ein Gläschen Ouzo)…… Das Personal plaudert auch öfters mit den Gästen ohne dass man die eigentliche Arbeit vernachlässigt. Die Kompetenz in Sachen Fremdsprachen ist auch nicht zu verachten: Neben Englisch spricht man Deutsch, Französisch, Russisch und natürlich Griechisch. Mit einem Wort: Wir haben uns sehr wohl gefühlt und dafür danken wir auf diesem Wege nochmals Fotini, Christos, Elena, Julia, den Schweizer Mädels Stefanie und Jasmin und dem ganzen Personal!
Wie anfänglich erwähnt befindet sich das „Klelia“ am Ende des Ortes. Die Transferzeit vom Flughafen beträgt ca. 15 Minuten und ist somit sehr human. Vom Hotel aus sind es nur 150 Meter zum wunderschönen und feinen Sandstrand von Kalamaki. Wie sauber das Meer dort war, kann man anhand der Tatsache erkennen, dass jeden Tag viele Griechen die Annehmlichkeiten des Ozeans in Anspruch nahmen. 2 Liegen mit Schirm kosten 7 Euro/Tag, Stand Juni 2005. Es ist auch kein Problem sich nur mit Handtuch bewaffnet im Sand zu suhlen. In Kalamaki gibt es mehr als genug Tavernen, Bars und Lokale für das Vergnügen. Auch Einkaufsmöglichkeiten für Souvenirs oder kleine Super-Märkte sind gleich vor der Hoteltüre. Kalamaki liegt in etwa 3 km von der Touristenhochburg Laganas entfernt. Ich empfand Laganas nach einem Kurzbesuch ziemlich mühsam und bei weitem nicht so schön wie Kalamaki. Es ist wesentlich ruhiger, beschaulicher und trotzdem gibt es alles was das Herz begehrt. Spaziergänge durch und um den Ort sind auch sehr zu empfehlen. 6 km entfernt befindet sich die Inselhauptstadt Zante. Kleiner Tipp: Sollten Sie wirklich noch eine typische griechische Taverne suchen, sollten Sie auf jeden Fall die Stadt besuchen. Erstens ist es wirklich eine größere Stadt und die Lokale sind nicht für Touristen angelegte Restaurants. Prinzipiell muss gesagt werden, dass wir ob der Preise auf Zakynthos ziemlich überrascht waren, weil alles im Gegensatz zu anderen Inseln (zB. Kreta) wesentlich günstiger zu haben ist. Ob Restaurantbesuche, Souvenirs, Autovermietung usw., alles war für vernünftige Preise zu erstehen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Im Hotel gibt es einen großen Pool (architektonisch auch ansprechend), ein Jacuzzi (den Unterschied zu einem Whirlpool möchte ich übrigens einmal erklärt bekommen!) und ein Kinderbecken. Das Wasser war immer sehr sauber. Rund um den Pool gab es ausreichend Liegestühle. Eine der größten Überraschungen: Der Poolbereich war immer ziemlich gut gefüllt und trotzdem gab es keine „Liegestuhl-Reservierer“, dh. man konnte beruhigt das Frühstück genießen/zum Strand/zum Shoppen, was auch immer, man bekam immer einen Platz am Pool! Die Pool-Bar war auch fein, die Preise sehr moderat (Cola 1 Euro; großes Bier 1,6 ; Cocktails um 2,5! Hamburger mit Pommes 2,1 ; Bauernsalat 3,5…). Gemütlich ein Buch lesen, dabei einen Cocktail schlürfen und das alles zu den Preisen...
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Elefterios & Michaela |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 1 |


