Die ca. 120 (?) Zimmer des Hotels sind sehr schön aufgeteilt zwischen mehreren Häusern, die alle durch üppige Grünpflanzen (hauptsächlich Olivenbäume) voneinander getrennt sind, so dass man auch am Ende des Urlaubs nicht die gesamte Anlage kennt. Der allgemeine Zustand des Hotels ist zwar nicht brandneu, aber durchaus gepflegt- insofern müssen wir teilweise den vorangegangenen Bewertungen widersprechen - dreckige/ungepflegte Ecken haben wir nicht gesehen, im Gegenteil wirkte alles sehr sauber, wenn auch manchmal nicht mehr neu. Folgende Tipps möchten wir noch abgeben: Essen: Wir haben es in den örtlichen Tavernen trotz Vorspeisen und Wein zum Essen nie geschafft, mehr als 25 € pro Abend (zu zweit) auszugeben, normal waren ca. 20 €. Ob einem die HP im Hotel das wert ist, sollte jeder selber entscheiden, da diese auch ca. 12 €/Tag (2 Personen, ohne Getränke) kostet. Für das Geld kann man lieber mehr Abwechslung genießen. Zu empfehlen sind die Taverne Epi Ouzion (am Ende des Strands) und die Taverne "Am Ende der Welt" (auch wenn diese von allen Bewertungen empfohlen wird). Diese ist wirklich klasse, liegt jedoch 3 km Fußweg (Schotterpiste) entfernt. Wir haben dennoch die 45 Minuten Fußmarsch pro Strecke fünfmal auf uns genommen, weil das Essen einfach das beste war, was Griechenland bisher zu bieten hatte, die Aussicht fantastisch ist und die Wirte sehr sehr sympatisch sind. Taschenlampe für den Rückweg nicht vergessen! Auto: Wie oben gesagt, reicht eigentlich ein Moped aus, grds. sollte mind. 7 Tage ein fahrbarer Untersatz eingeplant werden, die Insel bietet viel schönes zu sehen (Landschaft, Bergdörfer, schöne Strände...). Abschließendes Fazit: Ja, wir empfehlen das Hotel weiter. Allerdings nur denjenigen, die nicht denken, dass 3, 5 Sterne in Griechenland sehr viel seien (unseres Erachtens ist das Hotel für griechische Verhältnisse nur ca. 3 Sterne), denen die Freundlichkeit der Rezeption egal ist, und die die Ruhe und Einsamkeit suchen. Allen anderen sei gesagt: Verzichtet lieber darauf, sonst werdet ihr enttäuscht sein. Und wer deutsche Maßstäbe an Sauberkeit oder Abwechslung im Frühstücksbuffet anlegen will, der sollte sowieso nicht in Griechenland Urlaub machen (bzw. in mind. 5 Sterne-Bettenburgen), da diese Leute wohl in keinem Hotel alles so empfinden werden, wie sie es haben wollten.
Die Zimmer waren absolut in Ordnung. Wir hatten ein Studio mit Meerblick gebucht und wurden nicht enttäuscht- der Blick auf die Bucht war herrlich. Bei Buchung mit Meerblick entgeht man jedenfalls dem Risiko, ein Zimmer über dem Speisesaal oder der Rezeption zu haben (sollen relativ laut sein). Unser Zimmer war absolut nicht hellhörig, wir haben nichts gehört. Das Zimmer war einfach eingerichtet (griechische Verhältnisse eben), sehr groß, mit drei Betten (auch wenn es als Doppelzimmer gebucht war), die ordentliche Matratzen, aber zu niedrige Kissen hatten. Die Kitchenette ist nicht wirklich zum Kochen gedacht, sondern ist eher rudimentär eingerichtet - das Beste hieran war der wirklich große Kühlschrank mit Gefrierfach und eine Espressokanne für auf den Herd. Komplette Selbstversorger können hiermit nicht versorgt werden, aber deshalb heißt es ja auch Kitchenette, und nicht Küche. Die Zimmer werden alle zwei Tage gereinigt, Bettwäsche zweimal pro Woche gewechselt. Ein Fön war vorhanden. Der Balkon war sehr groß und bot Platz für 3 Stühle, einen Tisch und einen Wäscheständer. Ein wirklich sinnvoller Service des Hotels war die Nutzung des Kühlschranks als "Minibar" zu sehr humanen Preisen. Eine Flasche Wasser ohne Kohlensäure kostete 40 ct (billiger als in beiden Mini-Markets), eine Flasche mit Kohlensäure 1 € (ein Mini-Market bot diese für 70ct an, der andere für 1, 20 €). Außerdem waren Cola, Fanta, Wein, Ouzo und Dosenbier (No-Name-Pils) zu erwerben. Das Hotel kauft die Waren offensichtlich im Lidl der Insel ein und kann diese daher teilweise wirklich billiger (und deutlich einfacher für die Gäste) anbieten als die örtlichen Supermärkte. Das Badezimmer war wie der Rest des Zimmers sehr sauber (offenbar im Gegensatz zu anderen Bewertungen) und wir hatten sogar einen Duschvorhang (in Griechenland alles andere als selbstverständlich). Der Vorhang schloss zwar auch die Toilette mit ein, aber so wurde immerhin nur das halbe Zimmer nass beim Duschen ;). Da das aber in Griechenland nun einmal normal ist, sollte man das nicht zu eng sehen. Die Einrichtung des Bads war einfach, aber ok. Deutsche Maßstäbde darf man an die Einrichtung nicht anlegen, aber dafür fährt man schließlich in ein anderes Land. Die Klimaanlage kostete auch in der Hochsaison 8 €/Tag (Suiten wohl 10 €). Das Geld haben wir uns gespart, man konnte auch ohne Klimaanlage gut schlafen - und über 100 € für 14 Tage nur für die Klimaanlage auszugeben... naja, das sollte jeder selber wissen. An der Rezeption konnte man Safes für 5 €/Woche mieten. Ein Fernseher war ebenfalls vorhanden, wir haben ihn allerdings während der gesamten Zeit nicht eingeschaltet - man fährt schließlich nicht in Urlaub, um deutsches Fernsehen (es gab jedoch nur ARD) zu gucken.
Wir hatten nur Frühstück und das war absolut in Ordnung- entgegen dem, was hier viele Leute schreiben. Ja, es war landestypisch griechich (also sehr einfach), aber da wir nunmehr zum 5. Mal in griechischen Hotels waren, können wir hiermit feststellen, dass das Frühstück ganz normal war: Es gab eine Sorte Brot, zwei Sorten Wurst (normal ist nur eine in Griechenland), eine Sorte Käse, drei verschiedene Marmeladen, Nutella, Honig, gekochte Eier, Tomaten, Gurken, Pfirsische, frische Feigen fast jeden Tag, manchmal Kuchen, Kaffee, Tee und Kakao. Was wirklich fehlte, war einzig der Joghurt/Quark, der sonst in Griechenland zu jedem Frühstücksbuffet gehörte. Bei Bedarf konnte man sich für ca. 3 € Omelette, Rührei, Joghurt o.Ä. dazu bestellen. Das Essen wurde auf der ausreichend großen Außenterrasse eingenommen. Das Abendessen können wir nicht beurteilen, da wir nie im Hotel gegessen haben, dafür waren die anderen Tavernen im Ort einfach zu gut (mehr dazu unter Tipps).
Tja, über den Service des Hotels lässt sich wohl streiten. Wir müssen leider die vorangegangen BEwertungen bestätigen, aus denen schon hervorging, dass die Rezeptionistin zwar perfekt deutsch kann, dafür ihre gute Laune normalerweise zu Hause gelassen hat. Auch die Grundformen der Höflichkeit (Grüße oder kurze Nachfragen, wie einem der Urlaub gefallen hat) hätte man noch einmal üben können. Wir fanden es nicht wirklich störend, da wir nicht in Urlaub fahren, um uns mit den Hotel-Portiers anzufreunden, sondern um Urlaub zu machen. Sowohl die Kellner als auch die Putzfrauen waren dafür sehr freundlich, sprachen dafür aber auch kaum (die Kellner) bzw. gar kein Englisch (die Putzfrauen), was teilweise zu lustigen Missverständnissen führte, aber sonst kein Problem war. Was uns wirklich gestört hat, war, dass die Rezeption zwischen 13 und 18 Uhr geschlossen hatte, und man somit immer dann, wenn man in die Zeit zurückkam (was ja doch meistens der Fall war), seinen Zimmerschlüssel nicht abgeben konnte, da man sonst nicht in sein Zimmer kam. Wir hatten den Schlüssel deshalb immer mit. Bei unserer Abreise wurde man außerdem darauf hingewiesen, dass sich die Zeiten der Rezeption ändern würden, und sie nur noch von 9 Uhr- 13 Uhr morgens auf hatte- abends somit gar nicht mehr. Ob diese Zeiten der beginnenden Nebensaison geschuldet waren oder dauerhaft so bleiben sollten, wissen wir leider nicht. Lunchpakete o.Ä. für die Abreise werden nicht gefertigt. Wenn man früher abgeholt wird, als das Frühstück beginnt, sollte man sich selber um Frühstück kümmern.
Wer die Ruhe sucht, ist hier genau richtig - wer auch nur ein bisschen Nachtleben haben will, ist völlig falsch. Der "Ort", wenn man ihn denn so nennen will, liegt ca. 5 km von der nächsten Ortschaft entfernt und besteht im Wesentlichen aus zwei Mini-Markets, die wirklich eher klein sind und nur Dinge des täglichen Bedarfs abdecken (deutsche Zeitungen o.Ä. sucht man glücklicherweise vergebens, dafür sind einfach zu wenige Touristen vor Ort), dem hier bewerteten Hotel, einigen kleineren Studio-Anlagen, die nur Zimmer vermieten und 4 Tavernen - mehr nicht. Die Bucht, in der das Hotel liegt, sieht traumhaft schön aus und liegt sehr geschützt direkt im "Windschatten" des höchsten Berges der Insel (ca. 1400m). Der auf Samos gefürchtete Meltemia (starker Wind im Sommer) weht hier daher nur sehr selten störend kräftig, so dass das Meer ohne Wellen immer sehr glatt und spiegelklar ist. Wie stark der Wind an anderen Ecken der Insel wehen kann, merkt man nur bei Ausflügen in die Umgebung. Der Strand ist in knapp fünf Gehminuten erreichbar, andere Strände sind ebenfalls fußläufig erreichbar. Am Strand selber kann man für 4 €/Tag Liegen inkl. Sonnenschirm mieten, kann aber auch ohne Liegen noch ruhige Plätze finden, um sein Handtuch auszubreiten. Es waren nie alle Liegen belegt, und allgemein war der Strand für die absolute Hochsaison (August) vergleichsweise wenig besucht. Für völlig abgelegene Strände sollte man ca. 20-30 Minuten Fußweg kalkulieren. Der Strand selber besteht aus grobem Sand, wird im Wasser jedoch steinig, so dass Badeschuhe sehr zu empfehlen sind. Taucher kommen hier voll auf ihre Kosten, ein Schnorchel ist auf jeden Fall lohnenswert, da die Bucht von Felsküsten eingerahmt wird, die vielen Fischen Heimat bieten. Ein Mietwagen oder Motorroller ist absolut zu empfehlen, da die Busanbindung zwar existiert, aber nicht wirklich häufig am Tag angefahren wird. Sowohl Autos als auch Motorräder bzw. Mopeds können an der Rezeption gemietet werden, was sehr praktisch ist, da im Ort selber keine Autoverleiher sind. Bei Mietwagen sollte man allerdings mit den Preisen aufpassen, die kleinste Kategorie kostet im Hotel 38 €/Tag, im Nachbarort sind diese jedoch auch schon für 30-34 €/Tag zu finden. Wir hatten sieben Tage ein Moped (14 €/Tag) und sind damit hervorragend zurecht gekommen. Auch mit 50 ccm kann man das sehr hügelige Samos gut erkunden und hat dabei deutlich mehr Spaß als im heißen Auto. Der Bus in den Nachbarort Votasalakia kostet 1 €/Fahrt. Fazit: Der Ort liegt wirklich sehr abgelegen, aber dafür traumhaft schön und ist überhaupt nicht von Touristen übervölkert.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gab keine Animation, und das war genau das, was wir suchten (und was auch in der Hotelbeschreibung lt. Katalog ersichtlich war). Den Pool haben wir nicht benutzt, weil das Meer dafür zu nah war. Er schien jedoch sehr schön, und bot ausreichend Platz, da er allgemein nur von wenigen Leuten genutzt wurde. Die Poolbar war geschlossen, man konnte mittags in der Haustaverne kleine Snacks einnehmen.


