Laut Prospekt sollte das Hotel über 120 bzw. 142 Zimmer verfügen. Durch zusätzlch vermietete Zimmer (angemietet oder Eigentum in der Umgebung des Hotels) hatte man das Gefühl, dass die Kapazität auf 200 Zimmer erhöht wurde. Die Infrastruktur (Speisesaal, Poolanlage ect.) war dadurch mehr als überlastet und führte immer wieder zum "Schlangestehen". Das Personal (kaum Griechen) gab sich alle Mühe den Misstand aufzufangen. Die Anlage wurde gepflegt und war relativ sauber. Wer, so wie wir, den Urlaub nicht wegen Beschwerden an der Rezeption verbringen will, sondern sich Erhohlen möchte, sollte diese Anlage auf jeden Fall meiden. Wir haben uns, bis auf die Handtuchgeschichte, nicht an der Rezeption beschwerd und alles nur mit Humor genommen.
Wir hatten, weil wir ein Zimmer mit Klimaanlage haben wollten, das Vergnügen in einem Nebengebäude untergebracht zu sein. Auf der Arbeitsplatte in der vorhandenen Küchenzeile habe ich das Wort "Sau" beim Bezug geschrieben. Bei Abreise stand es immer noch da. Der Zugang zu diesem Nebengebäude kann man nur als abenteuerlich bezeichnen. Eine 5-stufige Holztreppe, danach aus Paletten gezimmerte 3-stufige Rampe aufwärts, danach ein Stück Straße und dann wieder über eine Steintreppe ( Stufenhöhe teilweise 40 cm) abwärts. Nachts gab die Beleuchtung der Straße das einzige schummrige Licht. Das Badezimmer war aber der absolute Knaller. Der Duschvorhang war an einem verbogenen Winkelgestänge von 90x90xcm befestigt. Die Duschwanne war aber nur 60x60 cm. Nach dem Duschen stand das Wasser trotz Abfluss erst einmal einige cm hoch. Aber dadurch war der Boden sauber. Das Waschbechken haben wir dann selbst gereinigt, nachdem Zahncremereste 2 Tage nicht entfernt wurden.
Die gebuchte Leistung "AI" führte wohl dazu, das nicht nur am Pool (wegen Bruchgefahr ist es ja O.K:) sondern auch im Speisesaal alle Getränke nur in Einweg-Plastikbechern von der Poolbar abgeholt werden konnte. Das Essen war zu allen Mahlzeiten sehr eintönig. Die ganzen Leistungen hatten mit einer *** bzw.***+- Anlage nicht zu tun. Jede Jugendherberge in Deutschland hätte dann mehr Sterne.
Das Personal gab sich sehr viel Mühe so manchen Missstand durch Freundlichkeit auszugleichen. Das von uns gewohnte Englisch in Grichenland war kaum anzuwenden, da das meiste Personal wohl aus den Osteuropäischen Raum kam. Wahrscheinlich wären die Belegung eines Russischkurses im Vorfeld der Reise besser gewesen, da auch in der Gästestruktur ( 40% Polen, 30% Russen, 20% Deutsche, Rest aus England und Italien) nicht anders wahr. Der Handtuchwechsel (alle 2 Tage) hat beim ersten Mal geklappt. Danach trotz Beschwerde an der Rezeption (nach 2 Tagen), dem "auf den Boden werfen" (nach 3 Tagen) nicht geklappt. Die nassen Handtücher wurden wieder zusammengefaltet, Wir haben sie dann zur Rezeption gebracht und nach lägeren Verhandlungen , ohnen eine Entschuldigung, neue bekommen.
Die Entfernung zum Strand wird je nach Anbieter zwischen 400-600 m. angegeben. Selbst wenn man einen Weg durch Feld und Wiesen wählt, sind es mind. 1000 m bergab bzw. zurück bergauf. Ansonsten ist die Anlage auf Grund der "Abgeschiedenheit" sehr ruhig.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation war schön dezent. Liegen und Sonnenschirme waren zwar knapp aber ohne das "handtuchauflegen" auch noch am morgen belegbar.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Detlef |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 1 |


