Gebucht hatten wir AI bei Neckermann. Die Größe und Zimmerzahl dürfte den Angaben des Veranstalters entsprechen (wer zählt schon die Zimmern nach?) Gleich zu Beginn wurde uns, bei der üblichen Informationsveranstaltung der Reiseleitung, erklärt, dass man seine Erwartungen nicht zu hoch schrauben solle, da der Hotelier pro Gast und Tag nur 35,-€ zur Verfügung habe. Vermutlich sollte hiermit möglichen Beschwerden schon im Vorwege begegnet werden. Das es am Pool nur Plastikbecher gibt ist nachvollziehbar und gut. Aber das man am Abend sein Glas Wein ebenfalls aus Plastik trinken muss ist niveaulos. Das Essen, sowohl Mittags, als auch abends, entspricht meinen Erinnerungen an Jugendherbergszeiten vor mehr als 30 Jahren. Allein der Blick übers Büffet, machte den Eindruck eines Low-Cost-Restaurants mit Selbstbedienung, was auch für die Getränke gilt. Dieses würde, bei derartiger Sauberkeit, jedoch innerhalb kürzester Zeit, aus Hygienegründen, dichtgemacht werden. Morgens, zum Frühstück, und wir waren nie die ersten, klebten noch die Reste vom Vorabend auf den Tischen und an der Bar waren die Spuren vom Vorabend ebenfalls unübersehbar. Frische Obst, wie man es sonst aus südlichen Ländern kennt, ist Mangelware. Das Frühstück ist eine absolute Frechheit. Zwei Sorten Brötchen, tageweise Tomaten oder Gurken, Rührei und gekochte Eier, Baked beans, frittierte Kartoffelbällchen, Säfte ala "Tritop" und wenig anderes mehr. Die Alterstruktur der Gäste war gemischt. Von 20 bis 70 war alles vetreten. Der Schwerpunkt der Vermarktung dieses Hotels scheint sich aber deutlich auf den osteuropäischen Markt verlagert zu haben. Eine Reisende hatte hier die Taverne "Maria" empfohlen. Die sollte man besucht haben. Hier sitz man mit tollem Blick aufs Meer und dem kleinen Hafen und erhält landestypische Speisen zu vernünftigen Preisen. Etwas weniger schön gelegen, da an der Hauptstraße, schräg gegenüber der Bushaltestelle, entdeckten wir die Taverne "Nectar". Hier gibt es ebenfalls landestypisches Essen in einer wirklich sehr guten Qualität zu moderateren Preisen als bei "Maria". Im "Nectar" gibt es zudem jeden Donnerstag Lifemusic mit einer Folkloretanzgruppe. Schade war nur, dass wir dieses Lokal erst einige Tage vor unserer Abreise entdeckt hatten.
Zimmer 275 ausreichend groß, etwas spartanisch eingerichtet, das Bad eher klein aber o.k. Klimaanlage nur stundenweise 19.00 bis 08.00 Uhr, was zur Folge hat, dass die Nutzung des Zimmers tagsüber, wegen der Hitze, nicht möglich ist.
ein Restaurant für die Mahlzeiten, eine Poolbar und eine Bar in der Lobby, wo die Getränke bezahlt werden mussten. Die Qualität der Speisen war absolut ungenügend und zu den Getränken kann von uns nicht wirklich was gesagt werden, da wir uns überwiegend außerhalb des Hotels aufgehalten haben. Die Sauberkeit und Hygiene im Restaurant war einfach nur schlecht. Es mag sein, dass zu Beginn der Öffnungszeiten frische Decken auf den Tischen lagen. Wer etwas später kam durfte sein Essen von schmutzigen Tischen essen. Der Grund hierfür war auch schnell klar: das wenige Personal hatte Mühe, die Hinterlassenschaften der Gäste von den Tischen zu entfernen. Der Küchenstil ist eher undefinierbar. Landestypische Speisen, wie z.B. Feta oder Tsaziki wurden gar nicht bzw. selten angeboten. Die Atmosphäre hatte eher was von einer Massenspeisung in einer Großkantine. Aus den genanntn Gründen haben wir dann bis auf zwei Abende und einmal mittags, es vorgezogen auswärts und landestypisch zu essen.
Bis auf eine jüngere Dame und dem Herren an der Poolbar, war es schwer, bei dem Personal kein Lächeln zu erhaschen, obwohl von unserer Seite die üblichen Höflichkeiten in der Landessprache vorgetragen wurden. Die Sauberkeit der Zimmer war i.O. Wobei hier erwähnt werden muss: wir waren nur zum Duschen, Umziehen und Schlafen im Hotel und dürften daher kaum Arbeit gemacht haben. Auf Beschwerden haben wir verzichtet, da ein entsprechender Hinweis bereits bei der Ankunft von der Reiseleitung gegeben worden war (siehe Hotel allgemein).
In der Resisebeschreibung wurde dieses Hotel als ruhig und familiär, etwas abseits vom Partyrummel beschrieben. Das dies schlichtweg falsch war, wurde uns bereits am 2. Abend klar. Die Entfernung zum Strand ist, wenn man sich in die Örtlichkeiten eigefunden hat, ein Fußweg von ca. 10 Minuten. Zum Zentrum, wo der Partygänger auf seine Kosten kommt, geht man ein wenig länger.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation begann jeden Tag, außer Sonntags, pünktlich um 10.00 mit dem Ambiente des Tigerentenclubs. Hier suchte offensichtlich der Animateur ein Sprungbrett um zu einer Ballemanngröße aufzusteigen. So muss man am Pool sich schon ans Wummern der Bässe gewöhnen, will man sich dort aufhalten. Der eigentliche Höhepunkt der Ballermannatmosphäre und -lautstärke wurde dann auch regelmäßig kurz vor Mitternacht erreicht. Hier nützte es dann auch nichts, wenn man ein Zimmer, weit ab vom Pool, in einem Trakt gegenüber erhalten hatte. Das meist Mobiliar, wie auch die Sonnenschirme, haben ihre guten Zeiten hint sich. Die Kunststoffkorbstühle waren durchgesessen und fingen teilweise an, sich in ihre Einzelteile aufzulösen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Andreas |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 5 |


