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Horst (51-55)
DeutschlandAus Deutschland
Alleinreisend • August 2011 • 2 Wochen • Strand
Vier Sterne Abstellkammer
3,5 / 6

Allgemein

Das Hotel Mediterranean vertritt den Anspruch, ein First-Class-Hotel zu sein. Sieht man sich den Webauftritt an, möchte man das sogar glauben. Die bittere Wahrheit trifft einen dann vor Ort: eine größzügige Empfangshalle mit Mobiliar aus den Siebzigern, breite, angenehme Flure mit verschlissenen Teppichböden, Zimmerschlüssel mit klobigen Anhängern statt Keycards, für das ganze Haus nur ein einziger und deshalb dauernd besetzter Aufzug. Hier hat jemand schon lange nichts mehr investiert. Die Sauberkeit ist für ein Touristenhotel in Griechenland völlig in Ordnung, mehr aber auch nicht. In München oder Hamburg wäre der Standard nicht akzeptabel. Die Gäste sind zum überwiegenden Teil griechische Stammkunden. Pauschaltouristen werden vom Hotel nur zum Auffüllen offener Kapazitäten geduldet. Positiv anzumerken ist, dass niemand in diesem Hotel im Feingerippten oder im Bikini herumläuft und jeder Gast über mehr Garderobe als nur drei ungebügelte T-Shirts verfügt. Direkt nebenan liegt das Hotel Ibiscus, die Zimmer dort sind wesentlich angenehmer, das Umfeld ist mindestens gleichwertig, man fühlt sich als Gast vom ersten Moment an willkommen und außerdem spart man pro Woche ungefähr 200€.


Zimmer
  • Sehr schlecht
  • Meine Zimmernummer: 329. Achteinhalb Quadratmeter dreieckiger Notunterkunft mit: Einzelbett, zwei Stühlen, einem Schreibtisch mit eingebauter Minibar, einem Glastisch, einem Röhrenfernseher, zwei Nachttischen. Die verbleibende freie Fläche für 1 Koffer, 1 Rucksack und 1 Tourist kam auf knappe 3 Quadratmeter. Ein paar Liegestützen nach dem Aufstehen hätten zu Fleischwunden geführt. Die Dusche ließ sich nur im Krebsgang betreten, sensible Naturen hätten auf der Toilette klaustrophobische Anfälle bekommen. Das Waschbecken, bei dem kritischere Gäste schon mal das Fehlen eines Zahnputzbechers bemängelt hätten, setzte diesen minimalistischen Trend gekonnt fort. Die Balkontür war von einem Stuhl versperrt, wenn ich nach draußen wollte, musste ich Limbo tanzen. Leider war ich dazu täglich gezwungen, denn die Putzkolonne hatte sich angewöhnt, die Handtücher aus dem Badezimmer dort zum Trocknen aufzuhängen. Mein Wunsch, am Abreisetag geweckt zu werden, wurde aufgenommen, bestätigt und nicht erfüllt. Hätte ich mich auf die Domestiken verlassen, hätte ich wahrscheinlich meinen Rückflug verpasst. Service wird in diesem Haus offensichtlich nicht so wahnsinnig groß geschrieben.


    Restaurant & Bars

    Nachdem ich mein "Zimmer" in Augenschein genommen hatte, war mir die Lust auf alle anderen Bereiche dieser Herberge vergangen. Ich habe die Restauration nicht genutzt, weil ich befürchten musste, mit Zwieback und Hagebuttentee zum Frühstück abgefüttert zu werden


    Service
  • Eher schlecht
  • Das Personal ist einigermaßen gut ausgebildet. Ich habe erst gar nicht versucht, deutsch zu sprechen, aber die Englischkenntnisse zumindest am Empfang sind ausreichend . Was die Freundlichkeit anbelangt, muss man Abstriche machen. Als Pauschaltourist wird man mit einer gewissen Herablassung behandelt. Wenn man dieser Haltung mit konsequenter Arroganz begegnet, bekommt man seine Wünsche meistens erfüllt.


    Lage & Umgebung
  • Sehr gut
  • Das Hotel liegt am äußersten Nordrand der Insel. Der etwas grenzwertige Kiesstrand von Rhodos-Stadt ist zu Fuß in weniger als 5 Minuten zu erreichen, die Altstadt ist weniger als 20 Minuten entfernt, wenn man langsam geht, was sich bei den vorherrschenden Temperaturen unbedingt empfiehlt.


    Aktivitäten

    Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Preis-Leistung
  • Sehr schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Alleinreisend
    Dauer:2 Wochen im August 2011
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Horst
    Alter:51-55
    Bewertungen:5