Schon wieder: Ein Siebziger-Jahre Bau der schlimmsten Kategorie, der dringend renovierungsbedürftig ist. Hier hat man sich aber zum Ausgleich als Motto "kinderfreundlich" ins Stammbuch geschrieben, was auch durchaus gelingt. Die Zimmer haben eine tolle Akustik mit Echo: Unbedingt bei geschlossener Trennwand "Haalloooh" rufen, das kommt dann ca dreimal zurück. Und freut nicht nur einen selber, sondern wegen der Hellhörigkeit der Zimmer das ganze Haus!
Wir hatten ein "Halb-Appartement". Das ist ein etwas grösseres Zimmer, das in der Mitte mit einer Trennwand und Schiebetür abgetrennt ist. Wozu bleibt allerdings fraglich: Zum einen besteht die Trennwand großteils aus Glas (sonst wäre es ja tagsüber im hinteren Teil finster), zum anderen entspricht die Schalldämmung einer japanischen Papierwand. Wir haben also regelmäßig um halb zehn Uhr abends das Licht abgedreht, wenn unsere 6-jährige Tochter schlafen musste. Der Teppichboden war fleckig und geflickt, die Einrichtung hat den herben Charme längst vergangener Jahrzehnte, und im Bad (dunkelgrüne Fliesen!!!) gab es nur eine Badewanne mit Duschvorhang (klebt immer beim Duschen am Körper - ich bin sicher, alle Menschen ausser mir lieben das!).
Das Restaurant hat im österreichischen Gault-Millau Guide eine Haube (14 Punkte). Daraus lässt sich folgendes schließen: Entweder ist der Küchenchef seit dem Test abhandengekommen, oder der Gault-Millau Guide ist tatsächlich noch schlechter als sein Ruf. Die gebotene Küchenleistung war jedenfalls höchstens als durchschnittliche Hotelküche einzustufen.
Deutsche und österreichische Mitarbeiter geben ihr Bestes: Der Service ist teilweise inkompetent (Österreich) und unfreundlich (Deutschland).
Für Wintersportler aus meiner Sicht der einzige große Vorteil des Hotels: Es liegt direkt an der Schipiste - man kann also Auto und Shuttle als Schifahrer ruhig vergessen. Der "Ort" Bad Kleinkirchheim selbst ist wenig attraktiv: Kein Ortskern, vielmehr eine Ansammlung von meist grauenvollen Bettenburgen aus den Siebzigern.
Beliebte Aktivitäten
- Sport
Ein kleiner Indoor-Pool mit 30 Grad warmem Wasser hat den Kindern viel Freude bereitet. Der Sauna-Bereich bietet nicht unbedingt Wellness-Flair, sondern vielmehr Kellerstüberl-Atmosphäre. Für die Kinder wurde eigentlich wirklich regelmässig abends etwas geboten: Streichelzoo (!) mit Kleintieren in der Lobby, Zauberer... Um den Barbereich abends zu frequentieren, hätte man am besten in Badekleidung erscheinen müssen, da es ein besonders Hobby des Maitre zu sein scheint, den großen offenen Kamin zu befeuern (Raumtemperatur ca 40 Grad) - da hat einen nicht einmal mehr der Live-Country-Sänger zum Frösteln bringen können.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im Februar 2010 |
| Reisegrund: | Winter |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Heimo |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 25 |


