Das Hotel liegt im absoluten "Nobelviertel" des verträumten Fischerortes El Arenal. Nachts sollte der geschätzte Gast das Hotel besser nur per Taxi ansteuern, da diverse "Freunde aus Senegal" darauf warten, dem möglicherweise stark alkoholisierten Pauschaltouristen noch die letzten Cents aus der Tasche zu entfernen, die vom Besuch im Mega-Park oder Oberbayern übrig geblieben sind. Die Aussicht, egal von welcher Seite, ist kaum zu übertreffen. Eine Bettenburg ist schöner als die andere. Dass es dort auch einen Strand gibt, kann man höchstens anhand der Shops im direkten Umfeld des Luxusresorts erahnen, die neben Alkohol in allen Variationen auch Luftmatratzen feilsch bieten. Um es deutlich auszudrücken: Die Lage ist das Allerletzte. Laut, dreckig und versifft. Und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Für erlebnisorientierte Menschen, die eine Woche Vollgas geben wollen, auf stark alkoholisierte Mitmenschen stehen und eine Woche ohne Schlaf auskommen, genau die richtige Wahl. Auch Kontakte werden dort durch die ständig alkoholgeschwängerte Luft schnell geknüpft ! Für alle anderen: Bleibt besser zu Hause !
Klein, aber ok. Das TV ist nichts für Menschen mit schlechten Augen. Betten sind einigermaßen in Ordnung. Kein Kühlschrank.
Wir hatten das "reichhaltige" AI-Angebot gebucht. Hier erübrigt jeder weitere Satz, da dem Verfasser dieser Zeilen ansonsten immer noch oraler als auch analer Ausfluss droht. Ich bitte um Nachsicht. Gesundheit geht vor.
Der Aschenbecher auf dem Zimmer wurde immerhin fast täglich geleert. Grundsauberkeit wurde hergestellt. Allerdings war auch für die Zimmerdamen die Reinigung des Balkons eine Sisyphusarbeit. Denn wohnt man nicht in der obersten Etage, passiert es schonmal, dass aus oberen Etagen Zigarettenkippen, oraler Ausfluss oder sonstige nicht weiter ausführenswerte Dinge auf dem Balkon landen. Das Personal ist ansonsten freundlich. Die Grundbegriffe wie "Bier", "Wodka-Lemon" oder "Hierbas" haben die Angestellten drauf. Die Rezeption ist im Umgang mit stark alkoholisierten Gästen bestens geschult. Sie werden nachts einfach ignoriert, wenn sie das gesamte Hotel terrorisieren. Beschwerden werden freundlich angenommen, allerdings am Ende ignoriert. Alles nach dem Motto: "Die sind ja in ein paar Tagen eh wieder weg." Vorteil für die erlebnisorientierten Touristen: Sie können ihre Neigung dort komplett ausleben. Lautstarke Balkonpartys, auch mit Unterstützung von Schlagermusik, sind rund um die Uhr möglich.
In circa fünf Gehminuten ist man am idyllisch gelegenen Sandstrand der Playa de Palma. Wobei natürlich idyllisch auch wieder in Anführungszeichen zu verstehen ist. Handtuch an Handtuch, Haut an Haut. Wer dann auch noch auf Dauerbeschallung aus wattstarken Lautsprechern steht, ist an der Playa perfekt aufgehoben. Zudem werden dem Strandgast ständig die verlockendsten Angebote unterbreitet. Thai-Mädels wollen massieren, andere Herren Kokosnüsse oder Melonen verkaufen. Nicht vergessen darf man natürlich die freundlichen Herren aus dem Senegal, die selbstlos hundertprozentig echte Sonnenbrillen der Marke Ray Ban für 2,50 Euro anbieten. Mit etwas Glück bekommt man dann auch noch Besuch von Schleppern der örtlichen Top-Lokale, die einem den Besuch ihrer Lokalität am Abend schmackhaft machen möchten. Fazit: Ausruhen unmöglich. Wer Ruhe will, sollte in den Mega-Park gehen. Da ist es meistens leiser als am Strand !
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Unterhaltung am Pool ist "großartig". Spätestens ab dem frühen Nachmittag sind 80 Prozent der Hotelgäste stark alkoholisiert. Dadurch ergibt sich eine sehr legere Atmosphäre, die nicht selten im spontanen Partnertausch endet. Für den geneigten Swinger DER Aufenthaltsort schlechthin ab 15 Uhr.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 1 Woche im September 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Jan-Henning |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 3 |


