Es handelt sich ein Alpenhotel mit ungefähr 20 Zimmern. Im Hotel ist mittlerweile ein Aufzug eingebaut und daher ist die Unterbringung in den oberen Etagen kein Problem. Das Hotel wird scheinbar jährlich ein wenig renoviert und/oder ausgebaut. Wir haben Halbpension gebucht. In der Regel halten sich im Htel deutsche und holländische Touristen auf. Bei unserem Aufenthalt waren auch Jugendliche aus dem osteuropäischen Raum dort. Die Nationalitäten haben sich während unseres Aufenthaltes vertragen und benahmen sich zum größten Teil ordentlich. Störend waren einige Essensgewohnheiten einiger Gäste. Die Teller werden aus scheinbar Angst vor Verhungern mit Essen vollgestopft, diese Angewohnheit haben wir aber auch schon bei All-Inclusive-Urlauben kennen gelernt. Die Parties an der Hotelbar wirkten sich nicht störend auf den Zimmern aus. Im Haus kann auch eine Sauna genutzt werden und gegen Bezahlung wird ein kleiner Skiservice, insbesondere Wachsen von Skiern, gegen kleines Entgelt geboten. Das Hotel hat eine eigene Internetseite, www.cabriohotel.net. Der Interessierte sollte einfach mal nachsehen. Das Skigebiet ist sehr einfach und stellt für sehr gute Skifahrer keine Herausforderung dar. Wenn der Gletscher witterungsbedingt gesperrt ist, gibt es auch Ausweichmöglichkeiten. Auf dem Gletscher gibt es zwei Restaurants, die aber sauteuer und dafür auch schlecht sind. Wir haben uns in Feichten im Supermarkt mit Essen und Trinken eingedeckt und mit zum Gletscher genommen. Andere Gäste haben sich von zu Hause einige haltbare Sachen mitgebracht, was zumindest auch preislich nicht schlecht ist. In der Schweiz, hier Samnaun, ist zollfreier Einkauf möglich. Das Benzin, der Alkohol und natürlich Rauchwaren sind billig. Aber Vorsicht vor den scharfen Zöllnern. Schmuggeln kann sehr sehr teuer werden und ist absolut nicht zu empfehlen!! Bei der TUI ist das Hotel mit drei Sonnen angegeben. Ist das mit Sternen zu vergleichen, ist diese Einschätzung korrekt.
Die Zimmer sind insgesamt in Ordnung. Wir waren in renovierten Zimmern untergebracht, die wirklich gut und sauber waren. Die noch nicht renovierten Zimmer, die uns andere Gäste gezeigt haben, waren nicht so doll. (Vielleicht sind sie jetzt bereits renoviert). Die Zimmer haben TV und Telefon, die Zimmer werden jeden Tag gemacht. Hand- und Badetücher werden nach dem Wunsch der Gäste gewechselt, wenn es sein muss auch täglich. Man sollte bei der Buchung sehen, dass man in die oberen Etagen in den renovierten Zimmern untergebracht wird. Unser Zimmer war sauber, auch der Toiletten und Duschbereich. Sollten Mängel festgestellt werden, sollte der Heinz angesprochen werden. Er regelt die Sache meist unkompliziert und schnell.
Das Essen ist in qualitativer und quantitiver Hinsicht in Ordnung, soll in den letzten Jahre aber erheblich besser gewesen sein. Der Tag beginnt mit einem Frühstücksbüffet, das für jeden etwas bietet. Abends werden mehrere Gänge gereicht und ein Salatbüffet aufgestellt, wobei beim Hauptgang und beim Nachtisch zwischen zwei Varianten gewählt werden kann. Es gibt einmal pro Woche ein italienischen und ein chinesisches Büffet. Sonntags gibt es ein Galadiner, das eigentlich um 19.00 Uhr beginnen soll. Der Juniorchef beginnt erst mit dem Galadiner, wenn alle Gäste im Speisesaal sind, leider kann er nicht dafür Sorgen, dass auch alle Gäste punktlich sind. Es kommt daher vor, dass die Gäste 30 Minuten auf Nachzügler warten müssen. Grundsätzlich werden Kindermenues und auch Kindersitze angeboten. Die Getränkepreise sind normal, die Flasche Wein zum Abendessen jedoch fast unverschämt teuer und wird daher nicht oder kaum bestellt. Genial: zum Apreski wird eine heisse Suppe gereicht! Aber Essen ist halt Geschmackssache und ich habe schon des öfteren schlechter gegessen.
Der Service ist in der Regel ganz ordentlich. Herausragend ist die Einstellung des Senior-Chefs Heinz, der die gute Seele des Hotels ist, zum Gast. Er kann scheinbar alles möglich machen und findet für jedes Problem ein Lösung. Es macht einfach Spaß, sich mit ihm zu unterhalten oder an der Hotelbar das eine oder andere Glas zu leeren. Der freundliche Gast kann den einen oder anderen wertvollen Tip vom Heinz erhalten, der ein schier unendliches Wissen über das Skifahren besitzt. Die zweite gute Seele ist die Angestellte Dagmar. Sie wuselt von morgens bis abends durch das Hotel und ist eigentlich für den Service zu den Essenszeiten verantwortlich. Da sie meistens alleine dafür verantwortlich ist, kann es beim Abendessen schon mal hektisch werden. Der eigentlich Chef ist ein wenig brummelig. Wenn man ihn näher kennen lernt, kann man seine Scherze und/oder sein Murren einschätzen. Manchmal wirkt er aber überfordert, sogar störend.
Der Ort Feichten liegt in einem kleinen Tal, das nur über eine Strasse erreichbar ist. Wird diese Strasse verschüttet, ist der Ort Feichten eingeschlossen. Es ist ein sehr kleiner und gemütlicher Ort, der nicht für Leute geeignet ist, die jeden Abend einen Drauf machen wollen. Sölden-Fans sind hier fehl am Platz. Für Urlauber, die es ein wenig ruhiger angehen wollen, ist der Ort ideal. Es bestehen einige Sportmöglichkeiten, die im Ort geboten werden, bspw. Schwimmbäder, Eiswandklettern ein Mal pro Woche und Eisstockschiessen. Diese Angebote wurden aber nicht von uns genutzt, kann daher nichts weiteres dazu sagen. Wenige Meter vom Hotel fährt ein Bus regelmäßig zum Gletscher ins Skigebiet. Das Anfahren des Skigebietes ist auch mit dem Auto möglich und dauert ca. 30 Minuten. Die Entfernung zum Skigebiet ist der eigentliche Nachteil am Ort, begründet aber das günstige Angebot des Hotels.
Beliebte Aktivitäten
- Kultur & Erlebnis
- Ausgehen & Nightlife
Der Saunabereich wurde nicht von uns genutzt und daher kann ich nichts darüber sagen. Das Hotel bietet TV-Möglichkeiten, auch auf den Zimmern, Billard und Dart ( gesalzene Preise!) und einen Internetzugang. In der Hotelbar wird gelegentlich heftig gefeiert, kann in buchungsarmen Zeiten jedoch super zum gemütlichen Abtrinken genutzt werden. Tagsüber wird keine besondere Unterhaltung geboten, sind ja auch alle Skifahren, und gegen Abend können Möglichkeiten im Ort genutzt werden, bspw. Nachtrodeln oder Nachtskifahren. Im Hotel selbst werden weniger Unterhaltungsmöglichkeiten geboten, was mir aber auch gut gefallen hat, da ich nicht auf Animationen und solche Dinge stehe und nach dem Skifahren abends auch ganz schön kaputt war. Zu Kindern ist man im Hotel sehr freundlich, insbesondere dem Heinz fallen immer irgendwelche Sachen ein.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Februar 2003 |
| Reisegrund: | Stadt |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Thomas |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |


