Der Tieflehner Hof ist ein Wellness-Hotel mit eigenem Schwimmbad und Sauna-Bereich und Fitnessraum in der Nähe der Liftanlage Riffelsee im Pitztal. Mit viel Liebe zum Detail entstand durch mehrere Umbauten aus einem Bauernhof, ein Gasthof, ein Hotel und schließlich ein Wellnesshotel, das aus mehreren Gebäuden besteht. Über unterirdische Gänge ist das Haupthaus, in dem sich die Rezeption, Speiseräume, Bar, Schwimmbad, Sauna und Massagebereich befinden (und natürlich Gästezimmer) mit einem weiteren Gästezimmergebäude (mit Beauty-Center und Anschluß an die Tiefgarage) sowie über den Skikeller (mit Raum für Spielautomaten) mit einem Fitnessraum und einem Gymnastikraum verbunden. Man muß also nicht durch den Schnee, um in die anderen Gebäudeteile zu gelangen oder um aus dem zweiten Gästehaus zum Schwimmbad zu gelangen. Die historischen Grundmauern sind gut in das erweiterte Haus integriert und schaffen eine gewissen Gemütlichkeit. Der Zustand ist neuwertig, was wohl auf die erst kürzlich erfolgte Erweiterung zurückzuführen ist. Alle Einrichtungen waren gepflegt und sauber. Ein paar Fotos habe ich hochgeladen. Auch die Website des Hotels gibt einen guten Eindruck. Aufgrund einiger Treppen (bis zum Fahrstuhl sind es drei Stufen, zu den Bädern geht es in den Keller, etc) würde ich das Hotel als weniger Rolli-geeignet bewerten. Zwischen 14 und 17 Uhr gab es jeden Tag selbstgebackenen Kuchen und einen herzhaften Imbiss. Eine Getränkebar mit Cola, Fanta und Wasser, sowie eine Tee-/kaffeebar standen ebenfalls kostenlos zur Verfügung. Zu den Mahlzeiten wurde kostenlos aufgesprudeltes Leitungswasser angeboten. Die sogenannte Verwöhnpension war also quasi eine Vollpension. Außerdem haben wir an einer kostenfreien Schneeschuhwanderung teilgenommen. Sie fand nach dem Abendessen statt. Die Wanderung durch die Schlucht war sehr eindrucksvoll, allerdings war es gut, daß wir unsere eigenen Taschenlampen dabei hatten, weil die Petroleum-Lampen unterwegs fast alle verlöschten... Die Schneeschuhwanderung sollte man allerdings nur machen , wenn man gut zu Fuss ist und einigermaßen bei Kondition ist, zumindest, wenn sie wie bei uns durch die Schlucht wandern will. Im Hotel konnte ich immer das A1-Netz empfangen Insgesamt hat es uns sehr gut gefallen. (Noch besser war, daß wir von meinen Schwiegereltern eingeladen waren.) :-)
Wir hatten ein Appartment, daß aus Wohnzimmer mit Schlafcouch, Tisch, Sessel, TV, Minibar mit Kühlschrank (keine Kochmöglichkeit), Telefon, Bad, Schlafzimmer und zwei Balkonen bestand. Zum Schlafzimmer gings eine Treppe hoch. Es war sauber, aber insgesamt haben wir uns dort wenig aufgehalten.
Die Leistungen enthielten ein umfangreiches Frühstücksbuffett, bei dem man sich gerne ein Lunchpaket für den Skitag schmieren konnte(Tüten liegen selbstverständlich aus). Von 14-17 Uhr gab es eine Kaffee/Teebar mit täglich wechselnden herzhaften Snacks und zwei verschiedenen Blechkuchen. Sprudelwasser, Fanta und Cola sind ebenfalls enthalten. Gerade wenn man hungrig von der Piste kommt, haben wir gerne zugegriffen. (an dieser Stelle mein einziger, leichter Kritikpunkt: der Kaffee schmeckte mir nicht besonders. Dafür war das Tee-Angebot sehr gut und umfangreich, sodaß ich dem Wellnessgedanken folgte und meinen übermäßigen Koffeinkonsum drastisch reduzieren konnte. Sonst gab es wirklich keine Probleme!) Das Abendessen bestand idR aus einem 5-Gänge-Menü, wobei man sich den Hauptgang aus 3 verschiedenen Möglichkeiten auswählen konnte. Oft konnte man auch andere Gänge auswählen. Der erste Gang ist ein umfangreiches Salatbuffett, dann gab es oft ein Vorspeisenbuffett (man muß also nicht unbedingt 2x gehen, wenn es zu viel wird), eine Suppe, Hauptgang und Dessert. Freitags gibt es ein reichhaltiges Buffett und Mittwochs ein Galadinner (mit sehr angenehmer musikalischer Untermalung durch einen Zitterspieler - auch wenn ich normalerweise nicht volkstümliche Musik höre, paßte es gut ins Ambiente), was einheitlich für alle Gäste festgelegt ist. Wasser ist enthalten. Andere Getränke werden zusätzlich berechnet. Herr Eiter (der Wirt) ist ein Weinkenner und bietet Montags Weinproben an. Entsprechend gute Empfehlungen sind der Karte und dem Keller zu entnehmen.
Sonntagabend gab es eine Vorstellung des Hotels und der Möglichkeiten im Tal. Sehr angenehm war auch, daß zwischen 16 und 21 Uhr eine Kinderbetreuung im Spielzimmer angeboten wurde. So konnten unsere Kinder (fast 4 und 5 1/2) selbständig ins Spielzimmer gehen und wir wußten, daß sie keinen Unsinn anstellten oder jemanden störten. Betreutes Kinder-Abendessen gab es um 18 Uhr, so daß auch die Eltern das Abendessen (sehr leckeres 5-Gänge-Menü) genießen konnten. Mittwoch abend gab es eine Gala-Diner, freitags ein Hausmenü. Die Gäste kamen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, ab ca. 30 Jahren. Ein großer, geräumiger, geheizter Skikeller ist im Haus. Das Hotel bietet einige Veranstaltungen an, wie Wassergymnastik, Qui Gong, Schneeschuhwanderung. Alle Mitarbeiter sind sehr Service-orientiert und möchten einem den Aufenthalt so angenehm wie möglich machen.
Der Tieflehner Hof liegt in St. Leonhard (Ortsteil Tieflehn) in einer kleinen Häusergruppe (siehe Foto) ca. 500 m vom dem Übungshang und der Talstation Riffelsee entfernt. Das Wintersportgebiet besteht aus den Anlagen um den Riffelsee und dem Pitztaler Gletscher. Um die Ecke ist eine Bar, nebenan ein weiteres Hotel. Uns hat aber nichts raus getrieben. :-) Morgens fährt der Hoteleigene Skibus alle halbe Stunde zu den Skiliften, die ca. 500m (Riffelsee + Anfängerhang) bzw. ca. 1,5 km (Gletscherexpress) entfernt sind. Alle Mitarbeiter sind sehr Service orientiert, so daß der Bus eigentlich immer dann fuhr, wenn wir zum Lift wollten. Zusätzlich befindet sich noch eine offizielle Skibus-Haltestelle vor dem Hotel, so daß auch der Rückweg sehr einfach zu bewältigen ist, wenn man den kurzen Weg nicht gehen möchte. Langlauf haben wir nicht gemacht. Es gibt eine Loipe durch das Pitztal. Außerdem haben wir eine auf dem Gletscher und eine um den Riffelsee gesehen, für die man aber jeweils mit einem Lift hochfahren muss. Für Gäste, die abends gerne viel unternehmen können wir das Pitztal nicht empfehlen. Es eignet sich eher für etwas Ruhe suchende Gäste und Familien.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Details zum Skigebiet gibts auf der Website vom Pitztal oder Gletscherexpress. Insgesamt fand ich das Gebiet sehr überschaubar. Die Pistenverhältnisse waren optimal: harte Unterlage mit etwas Pulverschnee drauf. Interessant fand ich, das die Wetterverhältnisse unterschiedlich waren. Mal war es auf dem Gletscher besser, mal auf dem Riffelsee. Man hat also die Wahl rüber zu fahren. Aber Vorsicht: normalerweise darf man den Gletscherexpress nur einmal am Tag hoch fahren (oben wird nicht mehr kontrolliert). Wenn man runter fährt und noch mal hoch will, sollte man dem Personal vorher Bescheid sagen. Der Wellness-Bereich war sehr ansprechend gestaltet und umfasste eine Dampf-, eine Bio- und eine finnische Sauna. Auch im Wellness-Bereich gab es Wasser, dazu Sirup sowie diverse Teesorten und Obst. Saunahandtücher und Bademäntel für Erwachsene gab es ebenfalls zur kostenlosen Benutzung. Die Ruheräume im Wellness-Bereich sind nach Feng-Shui-Gesichtspunkten gestaltet, wie auch der Rest des Hotels. Es gab auch ein Konferenzzimmer und Internet-Terminals zu mieten, wovon wir aber nicht ausprobiert haben.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im März 2004 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Tilo |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 7 |


