- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
Wie man den Daten entnehmen kann, habe ich das Hotel „Occidental Allegro“ im August diesen Jahres (05.-19.) heimgesucht. Die teils negativen Bewertungen kann ich so nicht ganz teilen. Dazu aber in den Teilbewertungen mehr. Baujahr des Hotels müsste so in den frühen 90ern liegen, da die Region Punta Cana erst 1989 für den Massentourismus erschlossen wurde. Wie so ziemlich alle Hotels in der DomRep, ist auch dieses ein All-Inclusive-Hotel. Den Gesamtszustand des Hotels kann man getrost mit „gut“ bewerten. Die teils defekten Silikonfugen kann man mit der ständigen Reinigung erklären. Wer putzt schon täglich zuhause sein Bad ??? Alles andere an der Einrichtung ist wirklich völlig in Ordnung. Das Hotel besteht aus einem großen Lobbygebäude (OK. Ein Gebäude ist es nicht wirklich, weil es über keinerlei Wände verfügt), 4 à-la-carte-Restaurants, einem großen Buffetrestaurant im vorderen Hotelbereich, einem kleinen Buffetrastaurant am Strand und 9 Unterkunftshäusern, die alle über 60 Zimmer verfügen. Diese 60 Zimmer verteilen sich bei allen Gebäuden auf 3 Etagen. Anders als bei einem großen alleinstehenden Gebäudekomplex wird das Ganze hierdurch ziemlich aufgelockert. Die Außenanlage trägt hierzu zusätzlich ihren Teil bei. Gut gepflegt und jeden Morgen von herumliegenden Müll befreit, macht diese wirklich einiges her. Behindertengerecht ist das Hotel nur, wenn man behinderte Menschen auf den unteren Etagen unterbringt. Alle Restaurants und auch der Strand sind mit einem Rollstuhl bequem zu erreichen. Für den Strand selber braucht man dann allerdings einen Allradrollstuhl. :) Die von mir festgestellte Gästestruktur stellt sich wie folgt dar: 70 % Amerikaner, 10 % Kanadier, 10 % Deutsche und 10 % Mix aus allen möglichen Ländern (Spanien, Mexiko, Italien, Frankreich, England, Polen, Venezuela etc.). Im Benehmen fallen vor allem die Amerikaner ziemlich auf. Ich möchte jetzt nicht politisch werden, aber man merkt, dass sie sich so aufführen wie sie es überall in der Welt tun (Irak, Afghanistan etc.). Nämlich völlig respektlos. Sie sind der Meinung, dass sie für den Urlaub bezahlt haben und hierdurch das Privileg besitzen, tun und lassen zu können, was sie möchten. Hotelangestellt werden behandelt wie Leibeigene, die Außenanlage wird mit Plastikbechern zugemüllt etc. Der Grund für das Ausschenken von Getränken in Plastikbecher basiert übrigens auf dem Verhalten der Amerikaner. Nicht auszudenken, wie die Anlage aussähe, wenn man Getränke in Gläsern servieren würde. Ganz zu schweigen von den vielen Verletzten, die es dann mit Sicherheit gäbe. Das Hotel wird überwiegend von jungen Familien aufgesucht. 30-Jährige mit ihren kleinen Kindern, sowie ca. 50-Jährige Pärchen mit ihren heranwachsenden Kindern stellen den Hauptteil der Gäste. Älteres Publikum ist kaum anzutreffen. Wer Single ist, und meint hier unheimlich viele Frauen kennen zu lernen, ist völlig fehl am Platz. Die Karibik, zumindest an diesem Strand, scheint ein Pärchen-Eiland zu sein. ;) Jedoch sind die Mädels (17+) der Ami-Familien vom Aussehen her nicht zu verspotten. Entgegen der weitläufigen Meinung, dass die Amis ein Volk von fetten Leuten sind, wurde ich hier eines besseren belehrt. Das war schon ziemlich großes Tennis, was man hier geboten bekam. Also ich war jetzt zur eigentlichen Regenzeit da. Kann mich allerdings über das Wetter überhaupt nicht beschweren. Jeden Tag waren es um die 30° Celsius im Schatten und die Sonne war minimum 80 % des Tages am Start. Ich kann mich zwar an Regen erinnern, allerdings hat dieser maximal für eine Stunde angehalten. Dann klarte es wieder auf und die Sonne knallte wie zuvor. Bezüglich Reisemedizin empfehle ich vor allem Immodium Akut. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass ein Europäer, der komplett anderes Essen gewohnt ist, auch nur 2 Tage ohne Durchfall schafft. Die Barkeeper kennen das Problem der Touris übrigens auch und servieren dann einen „La Bomba“. Glaubt mir, eine Tablette Immodium Akut ist angenehmer. La Bomba besteht aus 3 TL Salz, einem Schluck undefinierbaren roten Zeugs, 2 cl Campari Bitter und dem Rest Soda. Es schmeckt zum Kotzen !!! Da ich sowohl Immodium Akut als auch das „La Bomba“ gleichzeitig zu mir genommen habe, kann ich nicht sagen, was besser wirkt. Da ich vorab von vereinzelten Malariaerkrankungen im Bereich Punta Cana gelese, und darauf mal so überhaupt keinen Bock hatte, habe ich mich mit Malarone eingedeckt. Malarone ist ein schweineteures (116 Euro für 2 Wochen) Malariaprophylaxemittel. Nachdem ich jedoch schon am ersten Tag feststellen konnte, dass es hier überhaupt keine Mücken gab, habe ich am 10. Tag meine Malaronekur beendet. Aber Vorsicht ist bekanntlich besser als Nachsicht. Aspirin ist gut, wenn man sich am Abend vorher mit Cuba Libre oder Caipirinha abgeschossen hat. Jedoch stellt sich der Körper auf den massenhaften Alkoholgenuss ein, so dass die Einnahme von Aspirin spätestens nach dem 3. Tag nicht mehr nötig ist. Wer Geld sparen will, nimmt seine Freundin besser mit in den Urlaub. Ich hab den Fehler begangen, meine Freundin 2 Wochen zuhause zu lassen. Das Telefonieren (immerhin nur 3 Mal für jeweils 3 Minuten), SMS und E-Mail schreiben wird nämlich auf die Dauer teuer. Wem es scheissegal ist, ob er seine Freundin zuhause sitzen hat, der möchte die letzten drei Sätze bitte überlesen. Ich hoffe, dass mein Bericht hier einen kleinen Einblick über die DomRep in dieser Region im Allgemeinen und auch über das Hotel liefern konnte.
Ich kann bei der Größe nur das widergeben, was für unser Doppelzimmer galt. Ich schätze die gesamte Wohnfläche auf ca. 32 qm ein. Auf diesen 32 qm sind ein Doppelbett, welches ich nicht so toll fand, weil viel zu weich, ein großer Kleiderschrank (ausreichend für 2 Wochen Urlaub pro Person) ein Wohnzimmertisch mit Couch und 2 Stühlen, ein Schreibtisch mit Stuhl und eine Kommode, in der sich der Fernseher (55 cm Bilddiagonale) befindet, vorhanden. Dazu ein Nasszellenbereich, der leider nur durch eine nicht ganz geschlossene Glastüre vom Wohnbereich abgetrennt ist. Sehr unangenehm, wenn man mal ein größeres Geschäft erledigen muss und der Wohnpartner einem dabei zuhören kann. Vor allem wenn man, wie in anderen Ländern so üblich, nach kurzer Zeit an Durchfall leidet. Der Nasszellenbereich verfügt über ein recht großes Waschbecken, einen Spiegel, Föhn, eine Duschwanne (schlechte Konstruktion – Bad stand nach dem Duschen immer unter Wasser) und einer Toilette, an deren Spülung man sich als Europäer erst mal gewöhnen muss. Das Wasser steht einem bis kurz unter das Rektum und eine Klobürste ist ebenfalls nicht vorhanden. Zu den Einrichtungsgegenständen des Wohnbereichs gehören eine Kaffeemaschine, ein Bügelbrett samt Bügeleisen und ein kostenpflichtiger Mietsafe (2 Dollar pro Tag). Die Zimmer sind meines Erachtens hellhörig, was jedoch nicht an den Wänden liegt, sondern an der Verbindungsstücken der Badezimmerentlüftung. Hier kann es dann auch durchaus mal passieren, dass einem der Zigarettengeruch des über einem Wohnenden ins Badezimmer weht. Alle Zimmer verfügen, soweit ich das erkennen konnte, über einen ausreichend großen Balkon, den man allerdings, aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit, nicht zum Trocknen seiner Handtücher nutzen sollte. Um die Nächte erträglich zu gestalten, sind sowohl eine elektrisch zu bedienende Klimaanlage sowie ein Deckenventilator vorhanden. Ist beides ausgeschaltet, sorgt die Hitze von draussen dafür, dass der Boden klitschnass wird. Leidtragend sind dann auch die Klamotten, die verrotten würden. Wer im Fernesehen nach einem deutschen Sender sucht, tut dies vergeblich. Es gibt zwar Deutsche-Welle-TV, allerdings läuft dort nur Schrott. Nachrichten aus Europa habe ich da zumindest keine sehen können. Bei mir lief nur GolTV (mex. Fussballsender), ESPN (US-Sportsender) und CBN oder so. Baseball bis der Arzt kommt !!! Ich kenn bald alle MLB-Stars. ;) Für den Stromanschluss sollte man sich übrigens ein US-Adaptergerät zulegen (Kostenpunkt: 2 Euro). Anderenfalls hat man beim Aufladen des Handy- bzw. Digicamakkus die Arschkarte gezogen.
Wie oben bereits erwähnt, verfügt das Hotel über ein großes Buffetrestaurant, 4 à-la-carte-Restaurants (the grill, el pescador, the caribbean und the italian) sowie ein Strandrestaurant, wo man zum Lunch gehen kann. Ich für meinen Teil kann lediglich etwas zu dem großen Buffetrestaurant, the grill (mexikanisches Restaurant), el pescador (Fischrestaurant) und dem Strandrestaurant sagen. Die Qualität der Speisen ist meines Erachtens sehr gut. Vor allem das große Buffetrestaurant sollte doch für alle Geschmäcker etwas zu bieten haben. Wer sich natürlich immer nur von Pommes Frites oder Spaghetti ernährt, wird hier enttäuscht. Obwohl Pommes Frites, aufgrund der Ausrichtung auf den amerikanischen Geschmack, jeden Tag serviert werden. Mindestens ein Mal in der Woche gibt es in dem großen Buffetrestaurant einen Themenabend. Während unseres Aufenthaltes wurde ein mexikanischer Abend und ein, wie soll ich sagen, maritimer Abend zelebriert. Dargereicht wurden alle möglichen entsprechenden nationalen Gerichte wie z.B. Enchiladas, Chili con Carne, Nachos, Sushi, Muscheln, Fisch in allen Variationen etc. Die à-la-carte-Restaurants haben natürlich eine eher überschaubare Auswahl an Speisen (ca. 8 Hauptgerichte, 4 Vorspeisen, 4 Desserts), deren Qualität allerdings sehr gut ist. Man sollte, wenn man in einem à-la-carte-Restaurant essen möchte, sich schon bei Reiseankunft einen Tisch reservieren lassen. Ansonsten isst man nämlich immer im Buffetrestaurant. Die Hygiene in den Restaurants würde ich als gut bezeichnen. Es geht natürlich immer eine Nummer besser. Allerdings habe ich nirgends großartig Abfälle bzw. Essensreste auf den Böden und Tischen entdecken können. Beim Frühstück kann es schon mal vorkommen, dass ein Spatz mit am Tisch sitzt, was ich jedoch nicht als störend empfinde, sondern eher als Belustigung. Getränke werden einem auf Wunsch immer gebracht. Wasser wird auf Nachfrage immer nachgefüllt. Da ich aber keine Lust hatte, zu warten, habe ich mir meine Getränke immer selber gezapft. Was zugegebener Maßen sehr nervig ist, ist das musikalische Trio (Bugs Bunny und Freunde – Bugs Bunny deshalb, weil der Hauptsänger immer eine Bugs Bunny-Krawatte an hatte), was die speisenden Gäste Abend für Abend mit den selben Liedern (Guantanamera, La Bamba, Yesterday auf spanisch – grausam, und weiteren spanischen Folklore) vom Essen abhält. Hier sollte mal ein Hinweis an die Hoteldirektion erfolgen, dem Spuk ein Ende zu bereiten. Trinkgelder habe ich oben bereits angesprochen. Die Bediensteten sind auf Trinkgelder angewiesen, da der monatliche Verdienst bei ca. 400 US-Dollar liegt, was zum Sterben zuviel und zum Leben zuwenig ist. Der Putzfrau kann man jeden Tag so einen US-Dollar hinlegen. Wenn man es nicht tut, ist auch nicht schlimm. Das Zimmer wird dann nicht weniger gereinigt sein, als mit Trinkgeld. Dem Taxifahrer bzw. Busfahrer bei Exkursionen drückt man mal 5 US-Dollar in die Hand, je nachdem wie es einem gefallen hat. Der Barkeeper freut sich auch mal über ein paar Dollar, die er mit seinem/(r) Kollegen/(in) teilt. Zu den Preisen im Allgemeinen kann ich nicht viel sagen, da eigentlich alles in den Preisen, sowohl für den Aufenthalt im Hotel, sowie bei den Exkursionen inbegriffen war. Es wird jedoch, wie in allen von Touristen frequentierten Ländern, Unterschiede bei den Preisen für Touristen und Einheimische geben.
Also die augenscheinlichste positive Bemerkung zur Dominikanischen Republik ist die Freundlichkeit der Menschen. Und diese hält natürlich auch Einzug beim Personal des Hotels. Alle Bedienungen, egal, ob die in den Restaurants, die Barkeeper, die Animateure, die Putzfrauen und so weiter, alle waren so freundlich, dass man wirklich sagen konnte, dass der „Gast König ist“. Wer natürlich einer Bedienung patzig entgegentritt, nur weil diese eventuell anstatt zwei Gläsern Wasser zwei Gläser Cola liefern, der braucht sich nicht wundern, dass man kein freundliches Lächeln mehr erntet. Der bereits angesprochene mangelnde Respekt gegenüber den einheimischen Arbeitern ist für mich das eigentliche Problem. Und wem es zuviel ist, einem Barkeeper oder einem Dienstmädchen mal ein paar Dollar hinzulegen, dem ist meines Erachtens nicht mehr zu helfen. Würde aber wieder einmal für die All-Inclusive-Mentalität der Touris sprechen. Die Zimmer waren meiner Meinung nach immer sehr ordentlich gereinigt worden. Allerdings bin ich auch nicht unbedingt jemand, der vom Boden essen muss. Man schleppt jeden Tag soviel Sand mit in das Zimmer, dass es sowieso immer etwas schmutzig ist. Als negative Kritik muss ich jedoch die meines Erachtens schlechten Fremdsprachenkenntnisse aufzeigen. Die mit den besten Fremdsprachenkenntnissen sind die Animateure. Sogar am Check-In wird man nicht 100 % verstanden, obwohl man *mirselberaufdieschulterklopf* recht gutes Englisch spricht. Ähnlich ist es mit den Barkeepern. Da ich jedoch der Meinung bin, dass wenn man ein fremdes Land bereist, auch da zumindest das Grundvokabular (Zahlen bis 10, Danke, Bitte, Bier etc.) beherrschen sollte, bekommt man immer noch das was man haben will.
Das Hotel liegt gemeinsam mit 2 anderen Hotels in einer von vorgelagerten Korallenriffen geschützten Bucht. Nachteil hiervon ist, dass es so gut wie keine Wellen gibt. Und wenn, dann sind diese recht unrhythmisch und klein. Zum Planschen also sehr gut, zum Bodyboarden völlig ungeeignet. Die Transferzeit vom Flughafen hat bei der Hinfahrt ca. 25 Minuten gedauert. Vergleicht bitte weder die Straßenzustände noch die Fähigkeit der Taxifahrer mit den Zuständen in Europa. Das hier ist in allen Belangen eine komplett ANDERE WELT !!!Die nächste Ortschaft müsste Bavaro sein. Bavaro ist ein ca. 2000-Seelen-Dorf, welches ca. in 8 km Entfernung liegt. Touristen wird man dort so gut wie nicht antreffen. Es sei denn, diese werden gerade von einem Reiseleiter für Inlandsausflüge zu einem dominikanischen Tee oder Kaffee eingeladen. Die Gründe für das Wegbleiben der Touristen in den Städten sind vielfältig: - All-Inclusive-Angebote der Hotels bewegen die Touris dazu, sich alles im Hotel einzuverleiben - Die Dominikanische Republik ist ein bettelarmes Land. Wer glaubt, dass das Land und seine Einwohner durch den pulsierenden Tourismus profitieren, der sieht sich getäuscht. Das Geld, was man für den AI-Urlaub bezahlt, geht ausschließlich an die Fluggesellschaften sowie an die Hotelbetriebe (RIU, Occidental etc.) Diese haben ihren Sitz in den USA oder Europa. Steuern werden also nicht in der DomRep abgeführt. Die einzige Möglichkeit für die Bevölkerung, am Torismus zu verdienen, ist es daher, einheimische Waren an jeder Ecke anzubieten. Seien es Muscheln (welche man sowieso nicht mit nach Europa ausführen darf – Washingtoner Artenschutzgesetz), Zigarren, Larimarschmuck, Kokosnüsse etc. An jeder Ecke wird man gegängelt, sich doch mal den Laden desjenigen anzuschauen. Wer schon mal in Tunesien oder der Türkei war, weiss wovon ich spreche. Mit zunehmender Dauer nervt einen dieses Gebettel, ja macht zuweilen sogar sehr aggressiv. Die Leute dort verstehen einfach nicht, dass unsere Mentalität ganz anders ist. Vielleicht treibt sogar die Angst, dass der Touri eventuell sein Geld beim nächsten Händler lassen könnte, die Leute zu dieser abartigen Verkaufsmasche. Leicht zu erkennen sind die Touris, die in den Augen der Einheimischen geradezu in Geld schwimmen, an den AI-Bändchen der Hotels. Dass man als Normaleuropäer sich nicht jedes Jahr einen Karibikurlaub leisten kann, ist den Menschen dort nicht klar. - In den vergangenen Jahren ist wohl eine zunehmende Gewaltbereitschaft zu erkennen, um irgendwie an Geld bzw. Wertgegenstände zu gelangen. Warum also sollten sich die Touris aus ihrem sicheren Resort herausbewegen, wo es doch dort alles gibt ??? Und man nichts mehr bezahlen muss. An Ausflugmöglichkeiten stehen einem wirkliche eine ganze Reihe zur Verfügung. Man sollte hier allerdings auf ortsansässige Reiseveranstalter zurückgreifen. Ich kann hier besonders RH-Tours mit Sitz in Punta Cana empfehlen. Mein Kollege und ich haben insgesamt 3 Ausflüge vorab online gebucht. Zum einen die Insel Saona, welche meines Erachtens ein Muss für jeden Touri ist. Mit dem Bus geht es vom Hotel nach Bayahibe an der Südküste. Von dort gelangt man per 400-PS-starken Schnellbooten (Fassungsvermögen: ca. 25 Personen) auf die Insel. Vorher hat man die Gelegenheit auf einer vom Hurrikan George im Jahre 1998 aufgewühlten Sandbank ca. 1 km vor der Küste in hüfthohem Wasser zu Schnorcheln oder sich einen Cuba Libre zu gönnen. Danach wird man zu einem weiteren Korallenriff gebracht, wo man zahlreiche Fische sehen und auch füttern kann. Die blau-gelben Admiralsfische z.B. fressen einem aus der Hand. Dann noch ein karibisches Buffet, ein bisschen Planschen und schon ging es auch wieder zurück. Diesmal aber auf einer 1,5-stündigen Katamaranfahrt. Absolut genial !!! Wer früh genug auf dem Katamaran ist, sollte sich einen Platz auf dem Netz sichern. Hier werden einem dann Cuba Libre und Bier serviert und sowohl männliche als auch weibliche Animateure wollen einen zum Tanzen einladen. Da ich nur tanzen gehe, wenn ich besoffen bin, war es bei mir zwecklos. :) Der zweite Ausflug ging nach Santo Domingo, der Hauptstatdt der DomRep. Meines Erachtens nicht zu empfehlen. Viel zu lange Busfahrt (4 Stunden) für zu wenig Attraktion. Vielleicht braucht man ja nach Fertigstellung der Autobahn – wer weiss wie lange das noch dauert – ein bisschen weniger an Fahrtzeit. Mich hat mehr der überall quillende Müll beeindruckt als das Grab von Christopher Kolumbus. Naja. Jedem das seine. Moderiert wurden diese beiden Touren durch den seit 14 Jahren in der DomRep lebenden Manfred aka Moppel. Moppel ist, glaube ich, so was wie ne lebende Legende da. Jeder kennt ihn und er kennt jeden. Die Führungen mit ihm sind sowohl informativ als auch lustig. Also keine trockene Aufzählung von geschichtlichen Ereignissen. Zudem ist RH-Tours im Vergleich zu den in den Hotels ausgeschriebenen Anbietern sehr sehr günstig. Unsere letzte Tour führte uns dann über die Fa. Mountain View Safari, welche auch durch RH-Tours vermittelt wird, in das Hinterland der Region Alta Gracia. Hinterland heisst hier, von Otra Bando in Richtung Playa Macao, allerdings quer durch die Berge, welche wirklich beeindruckend sind. Die Landschaft ist vergleichbar mit den Kaffeeplantagen aus der Melittawerbung. Uns wurde gezeigt, wie es sich in einem dominikanischen Dorf so leben lässt. Echt erschreckend !!! Und da kommen wir wieder auf die Armut zurück. Damit mich aber keiner falsch versteht. An Hunger und Durst wird hier niemals einer sterben. Hier wächst alles einfach so. Seien es Bananen, Maracuja, Kokosnüssen, Mangos, Zuckerrohr, Orangen, Ananas, Tabak, Kaffee, Kakao etc. Nach dem Besuch des Dorfes sind wir zu einem Bergfluss gefahren, wo man einfach mal ne Runde planschen gehen konnte. Zwischendurch gab es natürlich immer wieder was zu Essen und zu Trinken. Alles inklusive versteht sich. Den o.g. angesprochenen Playa Macao haben wir danach angesteuert. Ein Strand wie von einer Postkarte. Einfach traumhaft !!! Nach ca. einer Stunde ging es zurück zum Hotel. Für mich war der Tag einer der schönsten, da man etwas über das Land, die Leute, die Natur etc. erfahren konnte. Dies bleibt den meisten Urlaubern, laut dem englischsprachigen Reiseführer, Roberto, völlig verborgen. Insbesondere den Amerikanern, die, so wie er sagt, sich nur für sich selbst interessieren.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
An Sport und Unterhaltung wird einem so einiges geboten. Wobei man dazu sagen muss, dass ich absolut kein Freund von Animation bin. Vor Ort kann man auf 4 Tennisplätzen den Schläger schwingen, am Strand Beachvolleyball spielen, Wasserball im Pool spielen, im Spa-Bereich relaxen (ich hab gehört, dass man da auch ins Fitnessstudio gehen kann), Billard und Kicker spielen kann im Bereich über der Disco, seine Kohle an Spielautomaten verzocken kann, im Internet surfen kann etc. Zum Thema Internet sei jedoch angemerkt, dass hier unverschämte Preise für die Nutzung genommen werden – 3 Dollar pro 15 Minuten, 5 Dollar pro 30 Minuten und 8 Dollar für 60 Minuten. Hier wird Geld gemacht, aufgrund der Tatsache, dass Anrufe in die Heimat noch teurer sind. Dazu ist der kleine Bengel, der einem den Internetzugang gewährleistet unfreundlich und unfähig. Durchgehend hat man die Möglichkeit, sich an allen möglichen Animationen zu beteiligen. Sei es Morgengymnastik am Strand, Yoga oder so was Ähnliches – ebenfalls am Strand, Spanischkurs, Merenguetanzkurs etc. Wie ich bereits erwähnte, stehe ich nicht so auf Animation. Zumal das andauernde Rumgeplerre einem auf den Wecker geht und einen dazu nötigt, den MP3-Player lauter zu stellen als unbedingt nötig. Jeden Abend wird auf der Showbühne etwas dargeboten. Tänze, Musicalplaybacks, Kinderdisco, Spiele mit den Zuschauern usw. Spätestens nach dem 3. Abend erträgt man das als normaler Mensch nicht mehr und verkriecht sich Richtung Lobby-Bar. Mir ging es zumindest so. Am Strand selber kann man gegen Gebühr diversen Aktivitäten nachgehen. Parasailing, Tauchen an einem versenkten Schiff, an dem sich mittlerweile Korallen gebildet haben, LeTube fahren (eine Art Gummireifen, die an einem Motorbott befestigt wird und dann mit ca. 50 km/h über die Wellen gezogen wird – spassig !!!), Tretboot fahren, Katamaran fahren usw. Es ist also wirklich was für jeden dabei. Der Strand macht einen gepflegten Eindruck. Jeden Tag kommt zwei Mal die von mir als solche benannte Seegraspolizei vorbei und befreit den Strand von Seegras. Dazu wird jeden Tag ein Trupp rausgeschickt, der nach leeren Plastikbechern fahndet, um diese zu entfernen. Liegestühle, Sonnenschirme und Duschen, um sich vom Salzwasser zu befreien, sind ausreichend vorhanden. Die Polllandschaft kenn ich nur, weil ich nachts ab und zu besoffen mit ein paar anderen Leuten dort weitergefeiert habe. :) Machte aber eigentlich einen sauberen Eindruck. Eine Boutique sowie ein Minimarkt sind zwar vorhanden. Allerdings habe ich diese nie aufgesucht und kann daher auch nichts zu Angebot und Preisen sagen.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Freunde |
Dauer: | 2 Wochen im August 2006 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Marc |
Alter: | 26-30 |
Bewertungen: | 1 |