Wir waren schon in vielen JUFAs in Österreich. Was hier im Montafon wirklich herausragend war, war die Kletterhalle/der Hindernis-Parcours. Architektonisch schön gelöst war das DIE Tagesbeschäftigung der Kinder, vor allem bei Schlechtwetter - und das gab's in dieser Juliwoche fast täglich. Auch draußen der kleine, aber feine Garten, wo man die Kinder von der Terrasse aus beim Spielen beobachten konnte, bietet genug Möglichkeiten zum Austoben. Der Großteil waren schweizer Familien mit Kindern, aber auch Deutsche und Österreicher. WiFi gabs leider nur in der Lobby, und selbst da hats nicht immer funktioniert, aber wir waren ja nicht im 4-Sterne-Hotel. ;-) Ich kenne nicht die üblichen Wetterverhältnisse im Sommer in Vorarlberg, aber zu unserer Zeit (Ende Juli) hats trotzdem fast täglich geregnet. Es war zwar nicht kalt (über 20 Grad hatte es immer), aber eben auch nicht sehr beständig. Im Winter sind die nahegelegenen Skiorte wie Ischgl sicher ein Erlebnis und die umliegenden (dann schneebedeckten) Berge bestimmt noch viel malerischer.
Die Zimmer waren - im Vergleich zu anderen JUFAs - nicht besonders groß und auch schon ziemlich abgewohnt. Durch die Matratzen durch gespürt hat man die Federn, und geknarrt hat das Bett allein schon, wenn man sich hineingelegt oder umgedreht hat. Was uns wirklich gestört hat, war der dreckige Boden, der schon beim Beziehen des Zimmers nicht ganz sauber war. Beim feuchten Drüberwischen war das Papier sogar schwarz. Ohne Hausschuhe mag man da nicht herumgehen, schade um den (eigentlich) schönen Holzboden. Wir hatten ein Zimmer im Haupthaus zur Gartenseite und somit Straße hin. Die Straße war ziemlich stark befahren, auch nachts. Wenn die Kinder vor 22 Uhr (danach ist Nachtruhe) schlafen sollen, könnte es hier schwierig werden, da man auch den Lärm vom Garten/von der Terrasse sehr stark hört. Also Fenster konnte man nur schwer offen lassen. Und es war schrecklich heiß, hier hatten die Zimmer auf der gegenüberliegenden Seite (zum Hang hin) den Vorteil, dass es kühler war, weil hier nicht die Sonne reinbrannte. Glücklicherweise waren wir den ganzen Tag so beschäftigt, dass wir keinen Fernseher brauchten, denn die vielen Sender, die aufgelistet waren, funktionierten bis auf 2 alle nicht, und selbst diese beiden hatten schlechten Empfang. Es wurde uns gesagt, dass die Anlage derzeit von analog auf digital umgestellt wird und der Techniker grade nicht im Haus ist.
Wir waren als Musikgruppe unterwegs und hatten Vollpension - das Essen war wirklich ausgezeichnet, sehr abwechslungsreich, in der ganzen Woche hat sich das Mittag- und/oder Abendessen kein einziges Mal nicht mal annähernd wiederholt. Ein großes Lob an die Küche! Das schmutzige Geschirr musste man zwar selber wegräumen, allerdings waren immer Kellner da, die auf Wunsch sofort Getränke brachten, sehr angenehm.
Etwas nervig war, dass wir die Getränke nicht aufs Zimmer schreiben lassen konnten (das ging nur bei einer einzigen Dame vom Servierpersonal), sondern gleich bezahlen mussten. Nervig deshalb, weil wir relativ viel im Haus waren und da ständig Geld bei uns haben mussten. Wirklich sauber wars nicht; das Tischtuch draußen war tagelang auf der selben Stelle schmutzig - dabei hätte es einfach nur abgewischt werden können. Zur Sauberkeit im Zimmer siehe weiter unten.
Weil wir viel mit dem Reisebus auf Ausflügen unterwegs waren, haben wir die nächste Umgebung nicht wirklich zu Fuß erkundet. Jedoch gibt es tolle Zugverbindungen in die umliegenden Ortschaften (wir waren im Aktivpark in Tschagguns in nur 5 min um 1,90 Euro) und auch nach Bludenz. Und auch die Talstation des Golms (Flying Fox und die Sommerrodelbahn sind seeeehr empfehlenswert für alle, die Action mögen) ist leicht zu Fuß (in ca. 30 min) oder mit dem Bus (ca. 5 min) erreichbar. Man ist mit dem Auto in 35 min auch in Vaduz und in 2 Stunden mit dem Reisebus in Zürich. Sehr empfehlenswert ist auch der Bregenzerwälder Käsekeller (www.kaesekeller.at). Hier erfährt man Interessantes zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Bregenzerwaldes und kann Käse aus der Region verkosten und auch kaufen. Ebenso sehenswert ist der Naturhautnah Bauernhof im Bregenzerwald - natürlich, nachhaltig und viele Tiere zum Angreifen.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Zu Freizeitmöglichkeiten siehe weiter oben
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im Juli 2014 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Kathrin |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 23 |


