Das Hotel liegt mit dem Partnerhotel Teneguia Princess als gemeinsamer Gebäudekomplex auf einer Steilküste über dem Meer, runter kommt man nicht, da alles abgesperrt ist, ebenso liegt der Ort Fuencaliente hoch oben am Berg und man kann diesen praktisch auch nur mit dem Bus oder mit dem Taxi erreichen. Positiv daran ist, dass das Hotel eben nicht so ein "großer Kasten" ist, sondern eher wie ein Dorf aufgebaut, allerdings hatten wir eine Suite in einer U- Form, d.h. die anderen Gäste konnten uns von drei Seiten ins Zimmer gucken, wenn wir die Vorhänge nicht immer zugezogen haben. Insgesamt sind die Zimmer eigentlich schön, bis auf den Umstand, dass es sehr kalt war und extrem (!) hellhörig. Die ganze Anlage unten an den Pools ist riesig und gepflegt, am Zimmerservice hatten wir auch nichts zu beanstanden, allerdings haben wir uns auf den "beheizten" Pool gefreut, das hat sich aber als Witz entpuppt, denn magere 22 Grad im Wasser sind nicht warm, wenn der kühle Atlantikwind pfeift. Zum Wasser, es kommen überall kleine Kupfer- oder Dreckteilchen aus der Leitung, ich habe deshalb nur geduscht und immer das Zahnputzwasser sich schön absetzen lassen! Am Pool riecht es manchmal auch ein wenig nach Kloake, ich nehme an dass die Pflanzen mit dem Abwasser gegossen werden.. Kinder- und Familienfreundlich ist es auf jeden Fall, sehr viele englische Familien mit Kleinkindern waren da, aber am Pool habe ich immer ein stilles Plätzchen zum Entspannen gefunden, um diese Zeit des Jahres sehr ruhig. Fazit: ich hätte mir mehr von diesem Urlaub versprochen, ein zweites Mal werden wir dort sicher nicht mehr hingehen, das Preis-/Leistungsverhältnis stimmte für uns absolut nicht!
Unsere Suite war eigentlich ein Familienzimmer, groß, sauber, aber eiskalt, der Wind ließ nachts die Türen auf dem Gang draußen hin und her schlagen, was etwas unheimlich war. Die Zimmer sind sehr hellhörig, ich hörte unseren Zimmernachbarn sogar schnarchen--am 3. Tag habe ich dann bemerkt, dass es hinter meinem Bett etwas nach Erbrochenem roch, von da ab aber ich immer auf der Seite mit abgewendetem Gesicht geschlafen. Die Betten werden ansonsten jeden Tag komplett neu überzogen, Handtücher werden gewechselt wenn man es wünscht.
Insgesamt gibt es 3 Poolbars, von denen aber nur eine offen war und drei Restaurants, das Hauptrestaurant oben, ein kleines unten am Pool wo man ein Langschläferfrühstück von 9-11 einnehmen kann, und eine Pizzeria weiter hinten, die wir aber nie aufgesucht haben. Wir hatten Vollpension gebucht, was uns fast zuviel war, denn wir waren den ganzen Tag nur damit beschäftigt, zum nächsten Essen zu laufen, und die Wege sind auch sehr lang. Zum Essen ist zu sagen, typisches 4- Sterne- Niveau, aber für mich eher darunter: Es gibt beim Frühstück trockene staubige Brötchen vom Vortag, keine frischen Fruchtsäfte, und beim Salatbuffet auch Karotten aus dem Glas, und ich habe zweimal ein langes Haar aus der Paella gezogen, die ich danach nicht mehr angerührt habe! Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass das Hotel sehr auf englische Gäste ausgerichtet ist, was man vor allem beim Frühstück merkt, sehr viel Fettiges und Gesottenes. Und am Weihnachtsabend beim Galadinner gab es falschen Hasen: Ente stand auf der Karte, was kam war Kalbsbrät oder so etwas, mit Entenhautstreifen umwickelt. Fazit Essen: Insgesamt hat uns die Qualität und Frische bitter enttäuscht, da wir von bisherigen Hotels Besseres gewohnt sind und vor allem für die Obst- und Gemüseinsel La Palma wirklich mehr frische Sachen am Buffet stehen könnten. Es gibt Äpfel, Bananen, Birnen und Orangen, alles andere ist aus der Dose! Ab und zu gibt es ein Abendessen mit kanarischen Spezialitäten, ist aber nicht so besonders, das Essen war eh meistens lauwarm bis kalt, und ich hatte einmal ein Thunfischsteak, das ohne Witz so zäh war, dass ich es nicht kauen konnte! So etwas darf in solch einem Hotel einfach nicht vorkommen.
Wir hatten gleich bei der Ankunft unser erstes "Erfolgserlebnis": obwohl auf dem riesigen Gelände überall kleine weiße Caddys herumdüsen, hat uns die freundliche Rezeptionsdame aufgetragen, unser Gepäck doch bitteschön selber zum Zimmer zu tragen und uns mit einem Plan ausgestattet. Da unser Zimmer ziemlich am Ende der Anlage ganz unten lag, war es eine ganz schöne Tortur, unsere Koffer dahinzuziehen, bis uns auf halbem Weg dann ein junger Spanier gesehen hat und uns den Rest des Weges geholfen hat. Es gibt zwar Schilder, die zu den Zimmern führen, aber die sind nicht so hilfreich. Mit dem Zimmerservice waren wir sehr zufrieden, aber die Freundlichkeit und der Service im Hotel lassen sehr zu wünschen übrig! Auf die höfliche Anfrage, ob unser Mittagessen, das uns zuviel war, vielleicht storniert werden könnte, kam nichts als ein kurzes barsches "No". Und dann hatte ich auch meinen Schal in einer der Toiletten am Restaurant am Waschtisch vergessen und als ich ihn am Abend vermisste und nachsah, war er natürlich weg. Daraufhin habe ich immer wieder an der Rezeption nachgefragt und hatte eigentlich immer den Eindruck, dass ich angelogen wurde, dass die Putzfrau überhaupt nicht gefragt worden war und dass der Rezeptionist nur die nervende Deutsche loswerden wollte, ..auch beim Auschecken sollten wir unsere Koffer wieder selber zurückschleppen, haben uns aber erfolgreich gewehrt! Noch zum Thema Hilfsbereitschaft: Im Fitnessraum, zu dem ich später komme, habe ich mich abgemüht, die verrosteten Rädchen an einem Trimmrad zu drehen, um mir den Sattel einzustellen, und zwei Mitarbeiter standen ein Gerät neben mir, haben sich über irgendwas unterhalten und mir dabei zugeguckt, wie ich mich abmühe...
Zu Fuencaliente kommt man wie gesagt nur per Auto, und zum Meer gar nicht, aber es gibt oben am Spa- Bereich einen künstlichen Sandstrand, es sind eher winzige kleine Steine, aber den habe ich nie benutzt, da dort oben sehr viele Engländer waren und es auch dementsprechend laut war. Oben vor dem Hauptrestaurant gibt es eine Plaza mit einer oder 2 Boutiquen, Telefonzellen, die aber auch nicht billiger waren als aus dem Hotelzimmer zu telefonieren, einen kleinen Laden wo man alltägliche Drogerie- und Lebensmittel kaufen kann, und einen kleinen Kindergarten für abends.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Nunja, es gibt einen Fitnessraum...die Geräte darin sind aber uralt und eklig zum anfassen, in allen Hotels in denen ich bisher war, gab es immer Tücher und Reinigungsmittel, hier nicht! Die Poolbadetücher sind umsonst, ebenso die Liegen, es gibt einen kleinen Miniclub am ersten Pool, der ist aber sehr schön und auch abgeschirmt, wie gesagt gibt es 6, 7 Pools, aber in keinem konnte man schwimmen, außer in dem einen der ein bisschen beheizt war, alles andere ist um diese Jahreszeit Eismeer, was wir leider nicht vorher wussten. Wir saßen abends dann noch oft in der Lobby und haben etwas getrunken, die Abendunterhaltung ist halt wieder mal ziemlich 0-8-15, Pop- Trio in der Lobby, Minidisco dahinter von 20:30 bis 21:30, danach Show. Ein Klavierspieler war nie da, obwohl ein Flügel in der Halle steht. Dahinter ist ein Innenhof, wo noch mehrere Billardtische stehen, und unten am Spa stehen mehrere Tischtennisplatten. Das Spa kostet 10 Euro pro Tag, was uns ehrlich gesagt für einen so teueren Urlaub zu teuer war. Für diesen Preis hätte das ruhig inclusive sein können!!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Dezember 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Iris |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 1 |


