Das große (über 600 Zimmer und Suiten) Hotel liegt einsam, ist aber durch die Anlage als "Dorf" kein abstoßender Block. Leihwagen notwendig :) wenn man mehr als das Buffet und den Pool sehen will - alternativ kann man auch mit dem Bus fahren oder sich Wandergruppen anschließen. Während unseres Aufenthaltes waren sehr viele Engländer im Hotel, gefolgt von Holländern und Deutschen. Die Pool-Landschaft ist wirklich groß, aber leider sind die Pools nicht miteinander verbunden :( Wir hatten Halbpension gebucht - dass das W-LAN nicht kostenlos ist finden wir gut - so wird man vom Arbeiten abgehalten (und im Hotel Sol la Palma kostet es auch ...) Handy-Empfang ist z.T. sogar mit LTE (Vodafone ES) möglich. Jahreszeitenbedingt war das Wetter nicht durchgehend sonnig - aber auch nicht täglich verregnet. Wir konnten täglich aus dem Zimmer - ein kleiner Schauer zwischendr'rin schockt Eine/n aus dem Münsterland eh nicht :) Aber: witterungsbedingt konnten wir nicht alle Wanderwege nutzen, die wir gerne genutzt hätten; so war z.B. an einem Tag die große Vulkan-Route gesperrt, und an einem anderen Tag musste Natour eine Kraterwanderung absagen und durch eine alternative Route ersetzen (ja, der sonst trockene Bach, durch den wir gemusst hätten, hatte tatsächlich reichlich Wasser). Überhaupt haben wir 4 Touren mit Natour gemacht - und finden es klasse, dass da auch viele "Einheimische" (die fließend Deutsch sprechen) dabei sind - so erfährt man viel mehr über Insel, Geschichte und Leute als wenn dies nur "Zugereiste" machen. Die Touren waren für uns (geübte Wanderer) keine Herausforderung, aber gerade in der Winterzeit sollte man an gebirgstaugliche Kleidung (auf dem Roque d.l. Muchachos war Eis!) und Schuhe denken. Trekkingstöcke sind u.U. durchaus sinnvoll (Wanderstöcke kann man auch bei Natour leihen). Unser Tip: Die Tour "Lava, Wein und Tapas" - sehr kontrastreich durch Pinienwälder, über Lavaströme, dann typische Tapas und einheimischer Wein :) aus "Bio-Produktion". Von den Städten hat uns Los Llamos besser gefallen als Sta. Cruz - in ersterer Stadt gibt es auch ein nettes Altbau-Viertel, aber mehr "Stadt" als in Sta. Cruz. Wie gesagt saßen wir Unwetter-bedingt einen Tag auf der Insel fest und "durften" so das Sol la Palma testen. Auch wenn eine Nacht nicht wirklich ein vollständiges Bild gibt: der Bau hin zum Meer ist schwer renovierunsgbedürftig, die Zimmer im Vergleich zum Princess klein (10 Tage mit feuchten, verschwitzten Klamotten in dem Zimmerchen - ein Albtraum) ... Das Essen (Abendbuffet) war an dem Abend qualitativ gut, der Service an der Bar auch, und das Preisgefüge im Hotel vergleichbar zum Princess; der Wellnessbereich und die Pools hingegen sind deutlich unter dem Standard des Princess.
Wir hatten eine Suite gebucht - die sich aus 2 verbunden Zimmern zusammensetzt, die durch eine Doppelwandige Türe verbunden waren. Auch "einzeln" wäre ein Zimmer deutlich (!) größer gewesen, als es im Sol la Plama der Fall ist (waren dort noteinquartiert, als unser Rückflug wegen Orkans abgesagt worden war). Die Suite hatte direkten Meerblick, eine kleine Terasse mit 3 Stühlen und einer Liege, 2 TV-Geräte mit u.a. 3 deutschen Programmen (die wir nicht nutzten). Neben dem Safe (sh. oben) gab es außerdem einen kleinen Kühlschrank je Zimmer, große Schränke und etliche Schubladen ... Das Bad war angemessen groß, mit Dusche und Wanne. Telefon auf dem Zimmer (nie genutzt). Die Matratzen waren grenzwertig, aber besser als die im Sol la Palma. Durch die Suite (die auch 2 Couchbetten enthält) hatten wir mehr als genug Stühle und Tische; lediglich etwas mehr Licht zum Lesen wäre angebracht. Sauberkeit war auf guten kanarischem Niveau - kein Tadel.
Eines vorweg ... auch wenn der Vorwurf kommt, wir würden Klischees pflegen: die Engländer und AI-Gäste ziehen das Niveau nach unten. Das geht beim Frühstück los: die Auswahl ist auf den ersten Blick groß und ausreichend, aber im Detail happert es - der "Kaffee" aus dem Automaten ist schlechteste, den ich (Thomas) auf den Kanaren bislang getrunken habe, der Kakao ist kaum besser. Diät- oder kalorienreduzierte Produkte sucht man (bis auf eine "Alibi-Diät-Erdbeermarmelade") vergeblich ... Beim Abendessen wiederholten sich die Büffets schon nach einer Woche, das Angebot bevorzugte "hochkalorische" Speisen, die trotz Warmhalteplatte dann doch kalt waren. Auch die spanische und kanarische Küche kam deutlich zu kurz - aber, und da wären wir beim Klischee, die wenigsten der Gäste haben da zugelangt, wenn es dieses Angebot gab. Der Engländer und AI-Gast will halt Schnitzel/Pommes, Nudel/Soße ... Lediglich das Angebot frischen Salaten (auch wenn das ziemlich monoton war) versöhnte uns etwas; in dem Zusammenhang fehlten uns aber Zutaten wie Kürbis- oder Pinienkerne. Die Weinkarte ist okay - wie auch die Preise allgemeines "Hotel-Niveau" haben; außerhalb ist es natürlich billiger. Es gibt auch ein a la carte-Restaurant, das aber so versteckt und knapp beworben ist, dass wir es erst kurz vor der Abreise fanden und nicht mehr testen konnten. Die Bar am Abend ist zu empfehlen, wenn "Helga" für einen reibungslosen Ablauf sorgt - und die Kaffee-Getränke nicht aus dem Automaten, sondern aus der Maschine kommen. Für Selbstzahler ist das Angebot gut, die Preise Kanaren-üblich.
Das Personal war fast durchgehend höfflich und nett - und bemühte sich in Englisch, Deutsch ... um die Gäste. Außerdem gibt es z.B. an der Bar eine deutsche Kollegin (dann läuft es an der Bar auch gut). Die Zimmerreinigung erfolgte täglich und gab keinen Anlass zu Tadel; Handtuchwechsel auf Wunsch oder, nach unserer Beobachtung, nach Ermessen des Personals (so alle 2 - 3 Tage). Was wir im Vergleich zu anderen Hotels ungewöhnlich fanden, sind eher der kostenpflichtige Safe (ausreichend für 2 DSLs , 1 Tab ...) und Zusatzkosten für Wasserkocher im Zimmer. Es gibt 2 Kioske auf dem Gelände, wobei aber nur in dem am Pool Zeitungen (u.a. die Welt) und Zeitschriften bekommt.
Wie gesagt - das Hotel liegt einsam (und damit auch ruhig); der nächste Ort ist gut 10 Minuten über Serpentinen erreichbar. Man ist also auf ein Auto, die Busverbindungen oder die Hoteleinrichtungen angewiesen. Auch die Anreise ist mit vielen Serpentinen verbunden (eine Mitreisende im Transferbus kämpfte mit Übelkeit), was aber für fast alle Hotels am Meer gelten dürfte. Wandern ab Hotel ist es etwas "eintönig" - zwischen Bananenplantagen entlang. Ein kleiner schwarzer Lavastrand ist in gut 10 - 15 Gehminuten erreichbar; ein kleines Restaurant (eher Imbissbude, aber okay) ist dort ebenfalls.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Die Pool-Landschaft haben wir nicht genutzt (waren viel wandern), das Animationsangebot (täglich mehrere Stunden, einschl. Mini-Club) auch nicht. Gut, wenn auch teilweise renovierungsbedürftig ist der Wellness-Bereich: ein Thalasso-Becken, Sauna, ... und Wellnessmassagen, die wir genossen haben. Wenn man, anders als wir, kein "Wellness" fest zubucht, kostet der Eintritt 10 €/Tag (einschl. Handtücher, freie alkoholfreie Getränke), die Massagepreise bewegen sich auf "kanarischem Niveau", sind (uns) aber das das Geld wert. Die kosmetische Behandlung war eher "mäßig". Die Sportgeräte haben wir nicht getestet - sie sahen, abgesehen von den Hanteln nicht sehr "vertrauenswürdig" aus. Neben dem Sportbereich ist eine kleine blickgeschützte FKK-Ecke mit Mini-Pool eingerichtet.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im November 2014 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Thomas |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 77 |


