- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Wer Erholung vom üblichen Massen-Bergtourismus sucht, ist im Defereggental genau richtig. Im Macher‘s-Landhotel ist man gut aufgehoben, wenngleich es noch etwas Luft nach oben gibt. Die Anreise und der Check-In verliefen unkompliziert. Wir wurden schon erwartet und alle Unterlagen war vorbereitet. Die Chefin führte uns auf das Zimmer und erklärte das Allernotwendigste. Das Zimmer war tadellos sauber und bis auf die Couch, deren Sitzfläche immer nach vor rutschte, in einem guten Zustand. Für unsern Geschmack war es etwas kühl eingerichtet und relativ dunkel. Was die Lage des Zimmers anbelangt, hatten wir etwas Pech. In der ersten Etage genau über der Terrasse. Auf dem Balkon hatte man guten Sicht- und Hörkontakt zu den (rauchenden) Nachbarn. Zudem war der Balkon durch die unmittelbare Nähe zur Terrasse für eine gemütliche Flasche Wein am Abend praktisch nutzlos. Es gab aber auch etwas besser gelegene, hellere Zimmer. Die meisten Gäste waren ca. 3-5 Tage im Hotel. Vielleicht sollte man darauf achten, dass Gäste mit längerem Aufenthalt eines der „optimaleren“ Zimmer bekommen. Das Bad war mit einem Tepidarium ausgestattet. So konnte man nach langer Wanderung gut entspannen. Zum Essen im Restaurant wurde schon hier schon viel geschrieben. Auch wir können die Reichhaltigkeit und den guten Geschmack der Gerichte bestätigen. Hervorzuheben ist auch die Flexibilität bei der Auswahl. Sagte einem etwas vom Menüvorschlag nicht zu, konnte man etwas Anderes aus der Karte wählen. Das Frühstück hingegen war eher Durchschnitt. Wir haben etwas die regionalen Wurstspezialitäten vermisst. Auch die aufgebackenen Industriebrötchen waren nicht so toll. Aber das alles ist Geschmackssache. Die Sauna haben wir auch genutzt. In Größe und Ausstattung war sie dem Hotel vollkommen angemessen. Positiv hervorzuheben ist das Dampfbad. Endlich mal eine Aromasauna, die den Namen auch verdient hat. Auch die Heubetten sind mal eine originelle Idee. Zur Lage des Hotels sollte man wissen, dass es sich in unmittelbarer Nähe zum Kirchturm befindet. Nach 22.00 Uhr sind die Glocken abgestellt. Ab 6.00 Uhr hielt uns die Kirchturmuhr bezüglich der Uhrzeit wieder auf dem Laufenden. Spätestens um 7.00 Uhr wurde man gnadenlos durch intensives Glockengeläut geweckt. 7.30 Uhr traf man dann die anderen Gäste beim Frühstück… Die Inhaberin kümmerte sich sehr geschäftig, praktisch den ganzen Tag um das Hotel, auch abends im Service. Dadurch waren die Abläufe insgesamt gut organisiert. Dennoch blieb bei ihr der Gast etwas auf der Strecke. Ein „Guten Morgen“ gab es, wenn überhaupt, nur im Vorbeihuschen. Der Kontakt zum Gast beschränkte sich auf das Allernotwendigste. Die Chefin war professionell freundlich, ausgesprochen herzlich dagegen war das Personal. Die Damen vom Service fanden die Zeit für ein paar nette Worte und wertvolle Ausflugs- und Wandertipps. Diese Damen waren die wirklichen Gastgeberinnen und haben somit den Gesamteindruck erheblich aufgewertet. Übrigens, der Chef hat seine Existenz sichernden Gäste gleich gar nicht gegrüßt. Das kannten wir von anderen Familienhotels nicht. Schade!
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im August 2016 |
Reisegrund: | Sonstige |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Torsten |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 135 |